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Autor Thema: Zucker  (Gelesen 4028 mal)

Susanne68

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Re: Zucker
« Antwort #15 am: 12. Januar 2021, 17:12:23 »

Ich hab gerade nicht im Kopf, wie alt Du bist, aber der BMI-Rechner der Techniker-Krankenkasse sagt mir gerade, dass ein BMI von 29 in meinem Alter (60 Jahre) gerade noch so im Rahmen des Normalgewichts liegt. Ich dürfte momentan noch 10 Kilo zunehmen. Und ich hab nur noch 600 Gramm Schoki in der Schublade.

Jedenfalls ist das ja noch im Rahmen, wo es nicht gleich kritsch wird, Du nicht mit Nulldiat arbeiten musst oder so ähnlich. Da kannst Du noch einiges probieren. Du hast Zeit, nimm sie Dir.

Kannst Du, so wie ich beim Trinken auch mal angefangen habe, mit einzelnen Tagen anfangen, heute nicht? Immer wieder gegensteuern, was Neues ausprobieren.
Was mir tatsächlich auch sehr viel bringt, sind Nahrungsmittel, die lange satt machen. Hülsenfrüchte zum Beispiel, Linsen, Kichererbsen, dicke Bohnen, mit Gemüse und/oder Speck, so richtige Seelenwärmer. Oder Forellen, so große wie ich direkt beim Fischer kriege. Da brauche ich oft den ganzen Tag nichts mehr anderes.

Ansonsten hört sich das auch ein bisschen nach Unterzucker an, mit der schlechten Laune, was ich von anderen schon so gehört habe. Hast Du schon mal nen Arzt deswegen gefragt?
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Sara

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Re: Zucker
« Antwort #16 am: 12. Januar 2021, 17:34:11 »

Hallo Susanne!

Mein Blutzucker war bei jeder Untersuchung in Ordnung. Ich bin 40, da sollte der BMI schon niedriger sein. Ich versuche es mit täglichen Zielen. Heute ist der erste Tag  :)

Liebe Grüße
Sara
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Rekonvaleszent

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Re: Zucker
« Antwort #17 am: 12. Januar 2021, 17:51:28 »

Na ja, wir dürfen uns nicht beklagen. Ich jahrelang gesoffen. Mein Körper hat das Gift als Teil des Verdauungsprozesses in Zucker umgebaut und ihn dadurch auf regelmäßige  Zuckerzufuhr eingestellt.

Unsere Körper schreien in der Anfangszeit nach dem Stoff. Daher ist es oft zu beobachten, dass mit der Abstinenz vermehrt Süßes zugeführt wird.

Ich habe in den letzten Monaten auch 5 kg drauf gepackt: Dank Corona ist das Fitnesstudio zu, es wird sehr früh dunkel, es ist kalt, da halte ich mich halt oft in geschlossenen Räumen auf und der Schmacht auf Süßes und sonstige Nahrung kommt unweigerlich.

Ich habe heute wieder begonnen, den Süßkram ebenso die Portionen zu reduzieren und mich mehr an frischer Luft zu bewegen. Auch der obligatorische Zucker für Tee und Kaffee wird durch Süßstoff ersetzt. Kuchen, Kekse, Süßigkeiten sind erst mal gestrichen, nur am Wochenende gönne ich mir was Kuchen, sonst fühle ich mich massakriert ;)

Mal schauen, wann der Speck abgeschmolzen ist. Wenn es endlich wärmer und die Tage länger werden, funktioniert das bei mir normalerweise gut und ich specke kontinuierlich ab.





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proky

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Re: Zucker
« Antwort #18 am: 12. Januar 2021, 20:02:49 »

Hallo zusammen,

ich kenne das, mit Heißhunger, gerade auf etwas Süßes...

Wie war das bei mir?

Ich muss zugeben, die ersten Jahre meiner Abstinenz, bestimmt vier Jahre, habe ich sehr viel Spezi getrunken, dass war quasi mein Standartgetränk.
Natürlich wusste ich auch um das ungesunde in der Spezi. Aber Achselzuckend sagte ich mir immer:

"Es ist nicht so schlimm wie Alkohol. Und schließlich kann man alles schlecht reden."

Doch irgendwann, da hatte ich mich an der Spezi satt getrunken. Und auch das Bewusstsein für eine gesunde Lebenshaltung setzte sich immer mehr und mehr bei mir durch.

Auch heute in der Gegenwart überkommt mich ein Heißdurst auf Spezi - ich sag mal 1-2 Mal im Jahr - und dann trinke ich für zwei Wochen nicht nur aber sehr viel Spezi. Danach ist es aber wieder gut, der Heißdurst weg und Ruhe ist.


Was will ich damit sagen?


Sich alles zu verbeiten ist ein falscher Weg. Und manchmal ist es ganz gut zwischen einem großen Übel und einem kleineren Übel abzuwägen.

Niemand hier möchte wieder Rückfällig zum Alkohol werden, also Finger weg vom Alk! Alkohol ist ungesund und gefährlich!

Nun sind Süßigkeiten auch ungesund, aber weniger gefährlich als der Konsum vom Alkohol.

Also warum nicht einfach mal Fünfe grad sein lassen und sich den Zucker schmecken lassen? Der Heißhunger kann verfliegen, dass verlangen kann verfliegen, warum sich daher nicht einfach was ungeniert erlauben und glücklich sein, als sich ständig mit Verboten und Einschränkungen zu kasteien? Sonst macht doch das Leben keinen Spaß mehr... ;) Essen macht glücklich!


Wichtig ist natürlich, dass man dabei stets ein Auge auf seine Gesundheit haben sollte, damit meine ich nicht vor dem Spiegel nach Fettpolstern zu suchen, sondern regelmäßig zum Arzt zu gehen, Blut abnehmen und seine Werte überprüfen zu lassen.

Und wenn der Arzt sagt es ist alles in Ordnung, warum sollte man auf etwas verzichten was einem Spaß macht?



Stichwort Figur und Spiegel:

Wer Wert auf sein äußeres Erscheinungsbild legt und nach jedem Fettpolster vor dem Spiegel sucht, der sollte in der Tat eine grundlegende Entscheidung treffen:

Was ist mir wichtiger? Mein Essverhalten oder meine Figur?

Ist demjenigen die Figur wichtig und derjenige oder diejenige kann nicht selbstdiszipliniert essen, dann empfehle ich das gleiche zu machen wie beim Alk - auf ungesundens wie Zucker komplett zu verzichten!




Meine Erfahrungen, meine Meinung...
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Bassmann

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Re: Zucker
« Antwort #19 am: 12. Januar 2021, 20:54:08 »

Hallo zusammen,

das Thema Zucker war auch für mich eine Zeit lang ein Thema.

M.E. geht es hier nicht in erster Linie eine lästige Angewohnheit, die die Figur ins Unvorteilhafte verändert, sondern um Sucht. Und zwar um seine Sucht, die viele von uns entwickelten, weil fast alle -oder sogar alle?- verarbeiteten Lebensmittel (versteckten) Zucker in großer Menge enthalten.
Mir ist ein Durchbrechen des "Zuckerteufelskreises" gelungen, indem ich auf "Omas Küche" zurück ging, also indem ich fast keine verarbeiteten Lebensmittel mehr zu mir nehme. Und ich esse hauptsächlich Lebensmittel, die die Blutzuckerspiegel nicht hochjagen, sondern die den Zucker nur langsam freisetzen.

Wenn ich dann mal Lust auf Süßes habe, dann genieße ich das Süße. Ich weiß ja in diesem Fall, dass ich "sündige". Gefährlich ist m.E. das unbewusste "Sündigen", das durch unsere moderne Nahrung Tag für Tag zwangsläufig erfolgt und unseren Blutzuckerspiegel auf Achterbahnfahrt bringt.

Es grüßt
Bassmann
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Risu

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Re: Zucker
« Antwort #20 am: 14. Januar 2021, 08:42:27 »

Mit dem Zucker hab ich jedes Jahr, speziell im Dezember so meine Probleme.

Im Januar legt es sich dann wieder...  :)
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Viele Grüße,
Risu

Rina

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Re: Zucker
« Antwort #21 am: 14. Januar 2021, 10:35:46 »

Moin!

Das stimmt ganz sicher dass Menschen, die viele verarbeitete und industrielle Produkte verzehren ein Problem mit dem Zucker bekommen können. Das Zeug wird überall massenhaft hinzugefügt und man gewöhnt sich an ein gewisses Niveau.

Ich esse extrem selten Fertigprodukte, gebe aber bei einem Zuckeranfall sofort nach. Wir haben ja alle unterschiedliche Stoffwechsel, manche brauchen mehr Kohlenhydrate als andere etc. Ich habe jedenfalls insbesondere in meinen Schwangerschaften festgestellt, dass der Körper schon weiss was er braucht und ich mich auf ihn verlassen kann. Viel mehr als auf irgendwelche Ernährungsratgeber die alle paar Monate eh die Richtung wechseln...

Für mich liegt das auf der selben Ebene wie alle anderen Bedürfnisse auch, zum Bsp nach Ruhe, nach Geborgenheit nach Bewegung etc. In sich hinein hören. Und nur so nebenbei hatte ich zum Teil auch Tage wo ich praktisch nur Brot mit Marmelade ass, dann ging es aber wieder vorbei. Es passiert ja nichts schlimmeres dabei.

Vielleicht ist das auch einfacher so zu leben weil ich noch nie Figurprobleme hatte, oder genau deshalb hatte ich die nicht? Diäten versauen jeglichen natürlichen Umgang mit essen, ich kenne nur Leute die nach kurzer Zeit mehr wogen als davor.

Lg
Rina
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Mira

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Re: Zucker
« Antwort #22 am: 28. Januar 2021, 22:36:24 »

Liebe Sara

Hier :) mir geht es auch so. Ich war aber schon immer eine "Süsse" und habe bereits als Kind gerne Schokolade gegessen. Mit dem Gewicht hatte ich trotzdem nie Probleme.
Nachdem ich mit Trinken aufgehört habe, hab ich womöglich noch etwas mehr gegessen, aber wie gesagt, schon vorher war es zuviel Süsses. Reduzieren klappte immer nur kurzfristig und mit dem Resultat, dass ich schon am morgen darüber grübelte, wann ich am besten die erlaubte Ration Schokolade oder andere Süssigkeiten in den Speiseplan reinmogle, z.B. direkt nach dem Mittagessen, als Abendessen eine süsse Fruchtwähe dafür nicht viel anderes etc.
An normalen Tagen ass ich im Büro ein Brötchen mit Schokostückchen, nach dem Mittagessen etwas Süsses, nach dem Feierabend auch... nach dem Abendessen nochmals. Eine Tafel Schokolade konnte ich schon immer gut aufs Mal essen und es wurde mir auch nie schlecht davon;).

Nun habe ich einen neuen Versuch gestartet, wei ich seit x Jahren ca. 5 Kilo abnehmen möchte, die Anzeige auf der Waage aber tendenziell immer mehr auf die falsche Seite wandert. Dazu hatte ich ständig Hunger und das Gefühl, ich müsse alle 2-3 Stunden was essen.
Jetzt im Januar hatte es mir dann endgütlig gereicht, es musste was passieren. Im TV kam eine Dok über eine Familie, die 30 Tage auf Zucker verzichtet, und spontan hab ich mich entschieden es ihnen nachzumachen. Seit dem 11.1. verzichte ich nun auf alles mit Fertigzucker, auf Honig und Konfitüre am Morgen  :-\ , auf Kuchen, auf Schokolade, auf Fruchtsäfte und auf Apfelschorle.  Natürlich auch kein Dessert, keine Früchtejoghurts etc etc. Päpstilcher als der Papst nehme ich es aber nicht. z.B. zum Raclette esse ich immer noch 2,3 Essiggurken, auch wenn da anscheinend auch Zucker drin sein soll. Früchte esse ich (max. 2 pro Tag) immer noch und auch Brot. Dann hab ich mir grad angewöhnt, nur noch 3 x am Tag zu essen.
Was ist passiert seither? Ich habe fast nie mehr Lust auf Süsses (höchstens abends einen kurzen Moment), und das schönste: ich hab nicht ständig Hunger zwischendurch! Es reicht locker von einer Mahlzeit zur nächsten, dieses Gefühl ist total neu und genial. Und ich hab alleine so zw 2 und 3 Kilo abgenommen, esse aber sonst normal grosse Mahlzeiten.
Was ich etwas beachte beim Essen ist der glykämische Index: Die Mahlzeiten setze ich so zusammen, dass das Sättigungsgefühl lange anhält. Anregungen dazu hab ich aus dem Buch "Kopfsache Schlank", das ich vor ca. 3 Jahren gelesen habe, gut finde, aber nie geschafft habe es umzusetzen.
Nun werde ich nach 30 Tagen nicht aufhören, sondern so lange weiterfahren bis ich mein Wunschgewicht ereicht habe. Wenn es so weitergeht, dauert es auch nur 2 Monate. Und nacher gönne ich mir wieder die Konfi aufs Brot am morgen und am Sonntag einen Saft zum Frühstück - was ich nicht mehr anfangen möchte, ist zwischendurch zu essen und die tägliche Schokolade lasse ich auch weg - hab jetzt gesehen, es geht auch ohne:).
Vielleicht ist etwas dabei, dass Dir hilft Deinen Weg zu finden :).
Viel Erfolg und LG Mira

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