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Autor Thema: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle  (Gelesen 14036 mal)

Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #30 am: 05. Juli 2020, 21:13:11 »

Ich war leider nur 8 Monate trocken. Meine Motivation besteht darin dass ich weiß dass ich ein Problem habe und dagegen angehen muss. Drück habe ich keinen Ich bekomme auch noch alles so hin.
Ich bin im Moment weder Fisch noch Fleisch. Und du hast recht, der Konsum hat auch nachteile. Ich muss an mir arbeiten um das nicht als Verlust anzusehen. Wie schaffst du es denn nichts zu trinken?

Hinzu kommt bei mir auch noch die Kombi mit dem Glücksspiel. Das baut irgendwoe alles aufeinander auf.

Naja ich denke ich habe noch einen langen Weg vor mir.
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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #31 am: 05. Juli 2020, 21:31:04 »

Ich war leider nur 8 Monate trocken. Meine Motivation besteht darin dass ich weiß dass ich ein Problem habe und dagegen angehen muss. Drück habe ich keinen Ich bekomme auch noch alles so hin.

OK, das verstehe ich. War bei mir die letzte Zeit ja ähnlich. Hab mein Leben auch gut auf die Reihe bekommen, deswegen mein Alkoholproblem vielleicht oftmals nicht so ernst genommen. Aber mir ist ziemlich klar, dass wenn ich nichts unternehme es nicht so bleiben wird.

Im Moment schaff ich es nicht besonders gut nichts zu trinken. Heute vierter Tag ohne Alk und quäl mich mehr oder weniger da durch. Letzte Woche hatte ich auch vier Tage geschafft aber dann wieder getrunken. Dauerhaft wird das bei mir auch nur mit einer Therapie funktionieren.

OK Glücksspiel is echt mies. Automaten oder Online?
Also ich denke wenn du vom Alkohol weg kommen willst, solltest du auf jeden Fall auch mit dem Zocken aufhören. Ansonsten fixt das eine Suchtmittel immer wieder das andere an. Wurde die Spielsucht zusammen mit dem Alkohol behandelt?
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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #32 am: 05. Juli 2020, 21:43:43 »

 Ich bekomme alles hin und weiß ich muss was andern. Vielleicht ist das kein richtiger Wille abstinent zu sein?? Ich weiß es nicht. Klar will ich nicht alkoholkrank sein aber nie mehr was trinekn??? Das will ich eigentlich auch nicht. Das ist für so ne Einbahnstraße die sich scheisse anfühlt.

Na wenigstens quälst du dich zumindest und gehst nicht direkt was besorgen. Ich bin da viel wackeliger.

Beides wurde in der Therapie behandelt. Wenn das eine wieder anfängt ist die Gefahr groß dass das andere auch wieder unwiderstehlich wird....

Ich bin Ende 20 und gehe gerne zu Freunden etc.. Ich bereue es abhängig geworden zu ssei. Ich beneide die Leute die einen normalen Umgang damit haben können
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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #33 am: 05. Juli 2020, 22:04:28 »

Du willst nicht Alkoholkrank sein? Aber das bist du nunmal.
Ich denk auch oft: Boah, ich bin 33 und dann nie mehr was trinken?
Und bei den Gedanken geht es nicht einmal darum, dass ich es vermissen werde mich täglich weg zu hauen. Ich denk dann eher an, wie eben erwähnt, Konzerte, abends aufm Balkon mal ein Weinchen (ich weiß, man soll es nicht verniedlichen), Silvester etc.
Aber das sind, wenn ich ehrlich bin nur romantische Vorstellungen, denn bei einem Weinchen wird es nicht bleiben. Und nach dem Konzert wird es nicht aufhören.
Ich würde mir auch wünschen normal trinken zu können. Aber das geht eben nicht. Und warum etwas nachtrauern was eh nicht ist.

Hab mich nach dem Rausschmiss aus der letzten Therapie mal über kontrolliertes trinken informiert. Dabei wären genau solche Dinge möglich. Mal aufm Konzert was trinken. Oder Silvester. Oder wann auch immer. Habe lange mit einem Psychologen telefoniert der Workshops für kontrolliertes trinken anbietet und mich genau informiert.
Nach kurzem Überlegen hab ich für mich rausgefunden, dass dieses Konzept für mich nichts ist. Es erfordert viel Arbeit, Planung und, wie ich finde, ein hohes Maß an Disziplin.
Dann finde ich es tausendmal einfacher einfach garnichts zu trinken.

Bist du im Moment vom spielen abstinent?
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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #34 am: 05. Juli 2020, 22:17:20 »

Ja diese normalen Dinge eben...man kann nichts daran ändern.
Wie du merkst kann ich mich noch nicht so ganz mit meiner Situation abfinden das fällt mir unheimlich schwer. Klar nachtrauern was eh nicht ist...scheisse dass es so gekommen ist.
Wenn ich all diese Menschen sehr die es geschafft haben...für mich ein Wunder! Ich glaube auch wenn Ich deine Antworten lese und andere Themen dass Ich noch nicht so weit gekommen bin wie ihr.

Ich spiele aktuell nicht,darüber bin ich froh. Das ist auch eine finanzielle Katastrophe.

Bist du zuversichtlich für die nächste Therapie? Du hast ja wie ich auch diverse baustellen.
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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #35 am: 05. Juli 2020, 22:27:35 »

Was meinst du damit dass es nichtnso so bleiben wird?
Bei mir ist es bis jetzt noch nie so ausgeartet, dass ich meinen Job vernachlässigt habe oder sonst meine Verpflichtungen nicht wahrgenommen habe. Ich weiß bloß,das mein trinkverhakten krankhaft ist.
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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #36 am: 05. Juli 2020, 22:33:15 »

Hab auch eher den Eindruck, dass du noch nicht so recht los lassen kannst. Aus welchen Gründen auch immer. Aber du siehst ja zumindest schon mal ein, dass du ein Problem hast.
Es gibt Stellen wie die Suchtberatung der Caritas oder Selbsthilfegruppen wie die AA (glaube ich) bei denen keine Abstinenz vorausgesetzt wird um daran teilzunehmen. Natürlich solltest du nicht alkoholisiert zum Meeting kommen. Aber vielleicht wären das ganz gute Anlaufstellen für dich. Vielleicht macht es dann ja mal irgendwann klick.

Gut dass du zumindest nicht spielst. Aber da spielst du auch mit dem Feuer wenn du weiter trinkst...

Und ja, ich bin sehr zuversichtlich für meine Therapie. Ich freu mich total darauf und bin hochmotiviert. Ich hab das Gefühl, dass die Therapie, jetzt in diesem Moment genau das richtige für mich ist.



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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #37 am: 05. Juli 2020, 22:44:28 »

Was meinst du damit dass es nichtnso so bleiben wird?
Bei mir ist es bis jetzt noch nie so ausgeartet, dass ich meinen Job vernachlässigt habe oder sonst meine Verpflichtungen nicht wahrgenommen habe. Ich weiß bloß,das mein trinkverhakten krankhaft ist.

Damit meine ich, dass wenn ich weiter trinke, es tendenziell ja nicht besser wird. Die Mengen werden ja stetig mehr. Im Moment in meiner Arbeitslosigkeit ist es noch gefährlicher als sonst. Vor paar Wochen hatte ich ne kurze Phase wo ich Mittags um 12 schon angefangen hab zu trinken. Das mach ich normalerweise nicht wenn ich arbeiten gehe.
Ich habe meine Verpflichtungen auch nie vernachlässigt (außer in meiner Drogenzeit) aber wenn ich ganz ehrlich bin, lass ich wenn ich trinke das ein oder andere was nicht so wichtig ist mal liegen.

Ich fahre manchmal morgens mit Restalkohol Auto. Ich hatte den Lappen schon mal weg deswegen. Das bedeutet 0,0 Promillegrenze. Wenn ich so mal angehalten werde ist das Ding gerade nochmal weg. Und den bekomme ich sicher net mehr so schnell zurück.

Was bedeutet dein trinkverhalten ist krankhaft? Wieviel trinkst du so? Und wie oft?

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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #38 am: 05. Juli 2020, 22:47:37 »

Das sind auf jeden Fall gute Voraussetzungen.

Ich denke in muss da auch meinen Weg erst finden. Vielleicht freue ich mich dann auch irgendwann mal darauf eine Therapie zu machen.

Erst muss ich mal verdauen, dass die letzte Therapie mehr oder weniger nutzlos war
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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #39 am: 05. Juli 2020, 22:51:22 »


Erst muss ich mal verdauen, dass die letzte Therapie mehr oder weniger nutzlos war

Ob ne Therapie was nützt oder nicht liegt ja in deiner Hand. Auch wenn das angestrebte Ergebnis jetzt ausgeblieben ist, hast du doch sicher einiges mitgenommen und gelernt?
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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #40 am: 05. Juli 2020, 22:55:15 »

Ich trinke 3-4 Dosen Bier in unregelmäßigen Abständen.
Manchmal trinke ich auch Wein aber nie bis zur besinnungslosigkeit.
Ich trinke ungefähr an 2-4 von 7 Tagen in der woche. Meistens zusammen mit Freunden zum Feierabend. Selten alleine

Das !mache ich seit ca. 2 Jahren.
Ich kann nicht sagen, dass sich die Mengen bei mir stetig steigern.

Mittags trinke ich nie. Nur am abend.

Mein Problem ist wohl nicht sp  massiv aber dennoch vorhanden.
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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #41 am: 05. Juli 2020, 22:58:37 »

Das stimmt. Aber das Ziel war den Alkohol wegzulassen.
Klar habe ich was mitgenommen, aber das hätte ich jetzt auch nicht zwangsläufig gebraucht.

Mir war wichtig zu akzeptieren was ist und zu akzeptieren dass das Leben danach ein anderes sein wird. Meine Sicht auf die Dinge (verzicht, soziale ausgrenzung, kein Feierabend bier, etc.) Hat sich aber nicht verändert und es ist ein kampf. Ich fühle mich einfach extrem eingeschrankt
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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #42 am: 05. Juli 2020, 23:14:09 »

Ah OK, jetzt versteh ich das ganze auch etwas besser, glaube ich.
Also wenn ich auf die Zeit zurück Blicke, in der ich ähnlich konsumiert hatte, war mir zu dieser Zeit wohl auch klar, dass mein Trinkverhalten nicht ganz normal ist, aber wirklich ernst genommen hatte ich das damals nicht.
Ich sag jetzt mal, ohne das zu verharmlosen, das sind ja noch humane und gesellschaftlich anerkannte Mengen und Gelegenheiten zu denen du da trinkst.
Zwischendrin paar Tage ohne. Glaub da is es echt schwierig sich das einzugestehen bzw. eine Notwendigkeit zu sehen das zu ändern.
So würde es mir aufjeden Fall gehen.




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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #43 am: 05. Juli 2020, 23:17:36 »

Wie war das denn bei dir? Welche Mengen trinkst du aktuell?
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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #44 am: 05. Juli 2020, 23:28:24 »

Bei mir fing das mit nem ähnlichen Konsum wie bei dir an.
Erst Bier, dann Sekt, Wein,  irgendwann Spirituosen... Hat sich dann immer weiter gesteigert bis ich irgendwann bei 5 Flaschen Wein am Tag war in Verbindung mit Drogen. Oder auch mal ne Flasche Wodka. Im Prinzip hab ich zu Schluss alles in mich reingeschüttet. Hauptsache Umdrehungen. Das war vor 9 Jahren.

Mitllerweile trinke ich immer noch alles. Kommt drauf an worauf ich Lust hab. Aber meistens bewegen sich die Mengen so zwischen 2-3 Flaschen Sekt täglich, nur am Abend.

Also wie gesagt, bei mir fing es auch eher harmlos an. Wie bei jedem hier wahrscheinlich. Irgendwann schwappte es halt über.
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