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Autor Thema: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle  (Gelesen 17493 mal)

Greenfox

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #15 am: 29. Juni 2020, 10:45:22 »

Zitat

Wie gehts Dir momentan? ... Vielleicht schreibst Du ja mal wie es Dir jetzt geht.


Dem kann ich mich nur anschließen - lange nix mehr von Dir gehört. Gesehen hab ich Dich wohl ...

Alles gut? Oder eben nicht?
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Susanne68

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #16 am: 29. Juni 2020, 11:29:19 »

Im Übrigen noch was zu dem Abstinenzwillen.

Ich hatte den bis zu dem Tag, an dem es bei mir geschnackelt hat, nicht. Noch am Abend davor hatte ich mit meinem Partner, mit dem ich schon  halb in Trennung war, der eigentlich nur noch drauf wartete eine andere Wohnung zu finden, eine Diskussion, dass ich zwar nach wie vor versuche, mich irgendwie zu beherrschen, aber ganz aufhören kam für mich bis dahin nie in Frage. Nur Pausen, damit der Körper nicht gleich zusammenklappt und ich noch etwas länger trinken kann und im sonstigen Leben noch ein bisschen fuktioniere.
Saufen selbst stand für mich bis dahin nie zur Diskussion, ich hab nur mit den Kontrollverlusten gekämpft und mich dafür gehasst. Und auch da störte es mich weniger, wie besoffen ich war, sondern wie mein Körper darauf und wie ich dann auf Andere reagiert habe.

Mir gings halt mitten in der Nacht auf, was ich da eigentlich mache, wie es mir tatsächlich geht (und nicht, was ich mir vormache, nämlich, dass Saufen das Leben schöner macht, was eine absolute Selbstlüge war), und wie sich das weiterentwickeln wird (sehr wahrscheinlich jedenfalls)und da konnte ich mir überhaupt mal vorstellen, dass es "ganz ohne" möglicherweise viel einfacher wäre.

Einen absoluten Abstinentwillen hatte ich da auch nicht, aber ich war wenigstens mal dazu bereit, mich auf einen längerandauernden Versuch einzulassen, wie das denn wäre, und hab mir dann erst mal eine Frist gesetzt, wie lange ich das unbedingt schaffen wollte und dann zur Wiedervorlage. Aber schon mit dem Hintergedanken, dass es wohl tatsächlich besser wäre, ganz aufzuhören, aber wie sich das anfühlen würde, wusste ich da halt noch nicht. Meine Pausen bis dahin waren jahrelang immer drei Tage nüchtern zu 4 Tagen trinken, dann auch ein paar Wochen, als es schlimmer wurde, und dann hab ich halt mal mit einem Jahr angefangen, aber nicht mehr mit dem Hintergedanken dann wieder anzufangen sondern einfach mal nur um zu gucken wie es mir dann geht, und meine Angst vor einem Leben ganz ohne Alkohol im Griff zu behalten. Ich kauf ja nicht die Katze im Sack :), war ja unbekanntes Terrrain für mich.
Dann hat mich das aber so überzeugt, das ich gar nicht mehr anfangen wollte. Ausser in der Anfangsphase, durch die ich durch musste, hab ich mich dann gar nicht dazu gezwungen, abstinent zu bleiben, ich hatte dann gar keine Lust mehr zu trinken und ich brauchte es auch nicht mehr. Und es kam auch relativ schnell der Punkt , wo ich nicht mehr zurück und das wieder aufgeben wollte, mein Abstinenzwille hat sich da erst entwickelt.

Vielleicht hast Du ja da irgendwo einen Denkfehler, dass Du aufhören "musst", da das ja eher eine freiwillige Angelegenheit ist, sogar eine Angelegenheit der Selbstbestimmung und der freien Entscheidung, die man macht weil es so wie mans bisher gemacht hat irgendwie unerträglich geworden ist.
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Schnisskettchen

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #17 am: 01. Juli 2020, 19:05:37 »

Hallo liebe Susanne,

schön, dass du nachfragst wie es mir geht. Du hast recht, ich bin ziemlich oft eingeloggt und lese mit. Ich muss sagen, das hilft mir sehr.

Zu deiner Geschichte muss ich sagen, dass ich aller höchsten Respekt vor Menschen habe, die es ganz alleine aus der Sucht schaffen, vorallem wenn Drogen mit im Spiel sind. Ei bisschen ähnlich ging mir das 24 auch.
Ich hatte quasi alles verloren, meinen Verstand mit eingeschlossen. Ich war hochgradig psychotisch, hab meine Arbeit verloren, meinen Führerschein, wurde aus meiner Wohnung geschmissen und habe aufgrund der Psychose das Vertrauen in mich und in absolut jeden in meinem Umfeld verloren. Ich war am Boden und hab mich dafür gehasst. Und ich habe den scheiß Stoff gehasst. Alkohol mit eingeschlossen.

Damals war Abstinenz für mich kompromisslos. Obwohl ich in der ersten Therapie auch einen Rückfall hatte. Aber das sollte auch der einzige bleiben.
Ich wollte alles so schnell wie möglich wieder ins reine bringen.
Von der Psychose runter kommen, MPU gemacht, Schulden bezahlt, Wohnung gesucht, neues Umfeld gesucht... Ich hab mich beruflich gemausert obwohl ich vorher nur eine Ausbildung gemacht hatte. Plötzlich hatte ich Personalverantwortung und führte einen Laden ganz allein. Ich hab viel Geld verdient und eigentlich ging es mir gut. Bis auf die Essstörung. Die war präsenter denn je. Wurde von Zeit zu Zeit aber immer besser.

Irgendwann dann doch wieder Rückfälle. Therapie. SHG. Rückfälle. Psychotherapie. Rückfälle. Therapie.... Und so weiter. War wohl doch nicht alles so gut wie ich dachte.

Naja, und zu deiner Frage. Mir geht es soweit gut. Bewilligung für stationäre Reha ist durch. Ich habe am 20.07. den Aufnahmetermin. Ich gehe im Moment noch zur Suchtberatung. Versuche mich vor dem 20.07. selbst irgendwie trocken zu legen. Sollte es nicht funktionieren, werde ich es stationär machen. Ich habe mich von meinem Freund getrennt und versuche mich so gut es geht den Tag über zu beschäftigen. Die Arbeitslosigkeit hängt mir langsam ein bisschen zum Hals raus. Aber da muss ich mich eben noch ein bisschen gedulden.

Alles in allem freue ich mich auf die Reha. Endlich aus dem Alltagstrott raus.
Für mich wird es ein kompletter Neubeginn.

Geht's du in eine SHG oder machst du sonst irgendetwas zur Unterstützung deiner Abstinenz?

Liebe Grüße

Schnisskettchen
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Schnisskettchen

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #18 am: 01. Juli 2020, 20:34:32 »

Vielleicht hast Du ja da irgendwo einen Denkfehler, dass Du aufhören "musst", da das ja eher eine freiwillige Angelegenheit ist, sogar eine Angelegenheit der Selbstbestimmung und der freien Entscheidung, die man macht weil es so wie mans bisher gemacht hat irgendwie unerträglich geworden ist.

Einen Denkfehler wage ich zu bezweifeln. Ich habe sicherlich nicht mehr den enormen Leidensdruck, wie ich ihn mit 24 vor meiner ersten Therapie hatte. Ich trinke auch lange nicht mehr die Mengen wie damals, Drogen sind raus und mit dem Essen klappts eigentlich auch. Ich trinke "nur" am Abend. Funktioniere de nächsten Tag trotzdem ganz gut, auch wenn vielleicht mal etwas mehr war. Ich habe meine Arbeit immer sehr gut gemacht und das auch kommuniziert bekommen. Ich hatte keine peinlichen Erlebnisse mehr im Suff, wie früher, weil ich eh immer nur alleine getrunken hab. Ich konnte das alles immer sehr gut verheimlichen. Im Prinzip wusste niemand was ich so alleine daheim treibe. Das einzige was immer bissl Grenzwertig war, dass ich immer morgens um 5 Uhr mit Restalkohl zur Arbeit gedüst bin. Klar ging es mir auch die Nerven morgens net ganz so fit zu sein. "Malle in der Birne" wie ich es nenne. Auch wenn meine Mitarbeiter nix davon wussten, kam ich mir oft wien Heuchler vor. Habe ich in dieser Zeit doch viele Mitarbeitergespräche mit Alkohol- oder Drogenkonsumierenden Mitarbeiter geführt. Und mache wurden auch gekündigt, von einem Alki.

Ich denke ich MUSS aufhören weil ich es auch WILL.
Vielleicht fehlt mir der extreme Leidensdruck.

Nichts desto trotz finde ich, habe ich bisher viel geschafft. Von Drogen, Alk und Essstörung bleibt noch der Alk. Das ist jetzt der Endgegner.
Vielleicht war bisher aber einfach auch das Problem dass ich bisher zu keiner Therapie wirklich Abstinent war. Die Essstörung war ja immer präsent (außer in der letzten Therapie) Und die funktioniert ja ähnlich wie Alk oder Drogen. Ich bezwecke damit ja mehr als nur Gewichtsregulation. Man kann damit auch herrlich an seinen Gefühlen rum manipulieren.

Die letzte Therapie war die erste in der ich komplett Abstinent von allem war (auch Bulimie) Eine ganz neue Erfahrung, auf der ich wohl nicht so klar gekommen bin. Ich denke den Willen hab ich und ich weiß auch dass ich abstinent sein muss. Ich brauch einfach nur mal Ben anderen Ansatz, wie ich glaube.
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Susanne68

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #19 am: 01. Juli 2020, 21:38:45 »

Hallo Schnisskettchen,

schön, dass Du geantwortet hast. Ich wünsche Dir, dass das alles so klappt wie Du das möchtest. Sieht ja ganz gut aus, so wie Du das schreibst.

Zitat
Geht's du in eine SHG oder machst du sonst irgendetwas zur Unterstützung deiner Abstinenz?

Meine Abstinenz läuft schon lange ziemlich von selbst, ich musste wenig damit kämpfen, nachdem es geschnackelt hatte. Von daher mache ich eher nichts dafür. Meine ganz normales Leben ist halt giftfrei, und ich halte mich bei Laune.
Ab und zu bin ich halt in Situationen, wo ich mehr drüber nachdenke, oder ich helfe Anderen und denke da auch drüber nach. Und ich beschäftige mich mit ein bisschen Fachwissen, weil es mich auch selbst interessiert.

Das ist, wenn ichs mir recht überlege, auch das was ich eigentlich rüberbringen will, dass man ganz normal, und ohne sich besonders einzuschränken, leben kann, auch wenn man das mal "hatte". Ich wünsche es jedem, dass er das nicht als Verzicht erlebt und sich damit nicht plagen muss, sondern sich einfach befreit fühlt.

Gruß Susanne
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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #20 am: 05. Juli 2020, 15:07:28 »

Hallo Schnisskettchen,

Ich muss dich wirklich bewundern dafür,dass du noch nicht den Kopf in den Sand gesteckt hast.
Woher nimmst du den Mut und Hoffnung dass das doch nochwas werden kann? Ich denke damit kannst du auch anderen helfen.

Ich habe eine Therapie hinter mir,leider erfolglos.
Du hast ja schon mehrere Therapien wenn ich das richtig verstanden habe??
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Schnisskettchen

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #21 am: 05. Juli 2020, 18:17:35 »

Hallo Hadi,

naja, bewundernswert bin ich nicht gerade würde ich sagen.

Ich finde aufgeben ist einfach keine Option. Es lohnt sich sich ja auch weiter zu machen. Von Tag zu Tag und von Therapie zu Therapie wird es ja auch besser. Ich hab aus jeder Therapie was mit genommen. Auch wenn man das nicht vermuten würde. Ich hatte auch schon längere Abstinenzphasen von ca. 2-3 Jahren. Ganz genau weiß ich das nicht mehr. Und in meinen abstinenten Jahren, ging es mir auf jeden Fall physisch und auch psychisch deutlich besser als wenn ich konsumiert habe.

Wenn ich mir mal eine Alkohol Pro und Kontraliste machen würde, würden auf der Proseite vielleicht ein Paar Dinge stehen. Die Kontraliste wäre ewig lang...
Es gibt für mich einfach nicht viele Dinge die FÜR den Alkohol sprechen.

Heute ist mein 4ter Tag an dem ich nix trinke. Mir fällt es mega schwer Abstinent zu bleiben im Moment. Eben hatte ich schon wieder drüber nach gedacht zur Tanke zu fahren. Aber Nein, heute nicht!

Also ich starte jetzt in meine vierte Therapie. Dass die erste bei dir jetzt nicht gefruchtet hat, ist natürlich ärgerlich und frustrierend. Du solltest dich davon allerdings nicht entmutigen lassen. Es klappt halt nicht bei jedem auf Anhieb.
Hast du eine Erklärung dafür, warum du wieder Rückfallig geworden bist?

Liebe Grüße

Schnisskettchen
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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #22 am: 05. Juli 2020, 18:29:18 »

Naja, der Rückfall kam einfach irgendwie. Könnte dem Druck nicht mehr stand halten und dachte dann nur ein Bier...und zack find es wieder an.

Ich kann mir eben nicht vorstellen dass man als Suchtkranker ein schönes Leben haben kann.die sucht wird uns ja leider auf ewig begleiten. Immer im Kopf dabei. Diese Erkenntnis macht mich irgendwie fertig.

Ständig Therapie und erneute Anläufe. Ich bewundere dich, weil deine Geschichte ja schon Jahre dauert und du noch immer den Wille hast eine Therapie zu machen.

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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #23 am: 05. Juli 2020, 18:38:43 »

Hinzu kommt, dass ich mir nicht vorstellen kann auf feste oder feiern zu gehen ohne z trinken. Damit fühle ich mich gesellschaftlich ausgegrenzt.

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Schnisskettchen

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #24 am: 05. Juli 2020, 19:59:02 »

Irgendwie kommt ein Rückfall in den seltensten Fällen. Da gibt es immer Vorboten meiner Erfahrung nach. Situationen, Gedanken, Stress...

Ja die Sucht wird uns immer begleiten, aber je länger du Abstinent bist desto weniger ist das ganze in deinem Kopf präsent. Irgendwann denkst du da gar nicht mehr daran oder nur noch ganz selten.

Das Thema mit den Festen und Feiern hat mich anfangs auch sehr beschäftigt. Am Anfang bin ich gar nicht mehr weg gegangen. Konnte mir das auch nicht vorstellen. Irgendwann war ich ein paar Mal auf größeren Festen ohne zu trinken. Fand ich unerträglich. Und bei genauerem hinsehen wirst du auch feststellen, dass solche Veranstaltungen einfach nur ein kollektives Besäufniss sind. Ich finds mittlerweile ekelhaft nüchtern zu solchen Festen zu gehen. Zu sehen wie der Pegel steigt und die Menschen sich zu nehmend mehr daneben benehmen.

Auf privaten Feiern bin ich in der Regel der erste der geht. Natürlich weil es mich auch ein bisschen triggert wenn andere trinken, aber vor allem auch weil ich es ätzend finde wie sich die Leute verändern wenn sie zunehmend betrunkener werden.

Gesellschaftlich ausgegrenzt ist man deswegen aber nicht. Vielleicht solltest du deinen Freunden und Bekanntenkreis mal überprüfen? Ich hab mittlerweile ein Umfeld in dem es ganz normal ist NIX zu trinken. Häufig ist es ja Umgehrt.

Wie möchtest du jetzt weiter machen? Weiter trinken? Therapie?
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Schnisskettchen

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #25 am: 05. Juli 2020, 20:03:39 »

Ich war auch schon auf Festen oder mit Leuten unterwegs, die es absolut nicht verstehen konnten dass ich nicht trinken wollte. Die haben tausend mal gefragt, ob ich nicht doch was trinken wollen. Irgendwann haben sie sich angefangen darüber lustig zu machen. Und je besoffener die wurden, desto penetranter wurden die.

Mittlerweile schau ich genau, mit wem ich wo hin gehe. Und wenn irgendwas geplant ist wo ich mir unsicher bin ob ichs aushalte, schaue ich dass evtl jemand dabei ist der über mein problem bescheid weiß und mich da unterstützt. Ansonsten bleib ich daheim.

Es gibt tausend andere tolle dinge die man unternehmen kann wo Alkohol keine Rolle spielt!
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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #26 am: 05. Juli 2020, 20:37:13 »

Wie es weiter gehen soll weiß ich absolut nicht. Ich versinke ein bisschen in meiner Hilflosigkeit und der Gedanke daran trockener Alkoholiker zu sein zeigt mir nur all die Einschränkungen die mich erwarten.

Ich lese hier die erfolgsgeschichten von Menschen die es geschafft haben und glücklich sind. Aber ich kann es für nicht vorstellen das es bei mir auch so sein wird.

Der Alkohol hat sicherlich viele Schattenseiten,dennoch muss ich zugeben, das ich auch gerne trinke. Ich weiß ich habe das Problem aber es ist auch ein Verlust. Die pro und Contra Liste habe ich auch schon erstellt.

Und JA die feste....natürlich trinken alle und haben Spaß. Manche trinken auch nichts,aber denen macht das sicherlich nicht so großen kummer. Ich bin sehr gesellig und solche Veranstaltungen zu vermeiden wie du es machs würde mir auch ein Stück meiner Freizeit nehmen
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Hadi

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #27 am: 05. Juli 2020, 20:42:59 »

Genau hinschauen wann man wo mit wem hingeht...Das ist ja auch kein leben wenn alles erstmal durchleutet werden muss.

Bitte versteh mich nicht falsch. Das sind einfach meine Gedanken
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Schnisskettchen

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #28 am: 05. Juli 2020, 20:57:52 »

Wie lange warst du im Zuge deiner Therapie denn abstinent?

Versuch dir doch vielleicht mal eher die Einschränkungen die du durch den Konsum hast vor Augen zu halten?
Ich denke nass bist du eingeschränkter als trocken?

Ja und ich trinke auch gerne, wenn ich dann mal dran bin.
Aber spätestens den nächsten Tag Ärger ich mich wieder darüber.

Was ist eigentlich deine Motivation mit dem trinken aufzuhören? Hast du Auflagen oder eine Familie im Nacken die Druck macht?

Dich beraubt ja niemand deiner Freiheit. Und das soll sich auch nicht so anfühlen. Du solltest es aus eigenen Stücken wollen. Und dann wird es sich auch sicherlich nicht mehr als Verzicht anfühlen.


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Schnisskettchen

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Re: Rückfälle, Rückfälle, Rückfälle
« Antwort #29 am: 05. Juli 2020, 21:10:32 »

Genau hinschauen wann man wo mit wem hingeht...Das ist ja auch kein leben wenn alles erstmal durchleutet werden muss.

Bitte versteh mich nicht falsch. Das sind einfach meine Gedanken

Hört sich schlimmer an als es ist  ;)
Also auf Veranstaltungen, in Discos, auf Konzerte oder ähnliches wo viel Alkohol im Spiel ist, geh ich grundsätzlich nur mit jemand vertrautes hin, der über meine Problematik bescheid weiß. Das sind in der Regel meine drei engsten Freunde. Da komm ich garnicht erst auf dumme Gedanken und mir zu liebe trinken die dann auch nichts. Ansonsten würde ich mir das nicht zutrauen.

Und komplett auf Großveranstaltungen verzichte ich auch nicht. An Fasching geh ich auch Umzüge anschauen, beteilige mich aber nicht mehr an dem besäufniss danach.
Oder ich schlender halt über ne Kirmes, Straßenfest etc. schau mir alles an, ess was und geh dann heim. Ist ja nicht so dass ich mich daheim einsperr.

Im Dezember war ich das erste Mal nüchtern auf nem Hip Hop Konzert.
Ich muss zugeben, das hat mich nicht so vom Hocker gehaut wie auf Alkohol.
Aber so is das eben mit Musik, die wirkt mit Alkohol einfach anders.

Du musst für dich halt wissen was dir wichtiger ist.
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