Alkoholforum - Für Betroffene, Angehörige und Interessierte

Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Erweiterte Suche  

Neuigkeiten:

Willkommen im Alkoholforum.

Autor Thema: Chance zum Innehalten  (Gelesen 18483 mal)

Betty

  • Moderator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1771
  • Carpe Diem - Der Weg ist das Ziel
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #30 am: 22. März 2020, 13:04:59 »


Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und zähle auf die Zukunft.
Hoffnung ist ein schönes Wort.

Hakuna Matata

LG von Betty
Gespeichert
Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen.
Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.

Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

Greenfox

  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4580
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #31 am: 22. März 2020, 17:41:30 »

Dem kann ich mich nur anschließen  wikende091

Danke für das wunderschöne Foto  :)
Gespeichert
Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!

Betty

  • Moderator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1771
  • Carpe Diem - Der Weg ist das Ziel
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #32 am: 28. März 2020, 11:31:42 »

Hallo Frühling - Hallo Menschen - Hallo Glück - Hallo Hoffnung


Ich war gestern Bärlauch pflücken für ein schönes Pesto und dabei habe ich die Buschwindröschen begrüßt. Ein Gruß an euch alle und ein schönes Wochenende. Bei mir gibt es heute Pasta mit Pesto.  44. :D

LG Betty

Gespeichert
Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen.
Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.

Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 832
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #33 am: 29. März 2020, 20:52:52 »

Wie es auf Deinem Bild aussieht, kommt die Knoblauchsrauke auch schon (vorne rechts die größeren Blätter)

Bärlauch habe ich die Woche zwei mal geholt, allerdings ein bisschen zurückhaltend weil es hier nicht so viele Stellen gibt, und ich will ihn ja nicht kaputtmachen. Für größere Mengen müsste ich weiter fahren und das spare ich mir grade.

Nächste Wochen werden wir die Corona-Soforthilfe beantragen, alles etwas unübersichtlich momentan. Unser Geschäft könnte zwar weiter laufen, aber wenn unsere Kunden alles runterfahren, brauchen sie uns auch nicht mehr. Und es weiss ja keiner, wie das nun weiter geht.

Bleibt gesund
Gruß Susanne
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

britt

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 585
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #34 am: 15. April 2020, 08:48:07 »

Guten Morgen!
In Gesprächen zu Ostern mit meinen „alten Herrschaften“ ist mir bewusst geworden, wie schwer es für sie ist, mit der Krise umzugehen:
Mein alter Herr sagte: Bitte rede deutsch! Ja, ich finde, er hat Recht. Es wäre wichtig, dass wir (und vor allem die Medien) Deutsch reden.
Da gibt es m.E. seit Wochen zunehmend ein Missverhältnis. Das am häufigsten verwendete Fremdwort
ist zur Zeit der Corona-Scheinanglizismus Home-Office
(im Englischen: Innenministerium !  ::))
Und wir werden weiter mit Fremdwörtern überschüttet: Homeschooling, Gruppen-mails, Scypen (wie denn ohne Computer/Handy !)
Chatrooms-Messages, Social-Distancing in der Hotspot-Zone, Handy-Tracking, Lockdown oder ganz schlimm Flatten the curve.  nixweiss0
Statt der geschlossenen Kirchen gibt es jetzt für die Home-Churchs Links zu gestreamten Gottesdiensten im Livestream und Podcasts.
Ist es nicht gerade für die „Alten“ wichtig, dass  alle möglichst alles verstehen? Es gibt für fast jedes Fremdwort ein deutsches Wort. Mir ist bewusst geworden, wie schnell ich mich an diese unglaubliche Form der Sprache gewöhnt (Gewohnheit ist nie gut) habe und das macht mir Sorgen. Die Art, wie ich über Dinge spreche, beeinflusst immer auch die Art, wie ich darüber nachdenke und handele.
Ich sehe hier auch Parallelen zu meiner Alkoholsucht:
Wenn ich will, kann ich mich immer von etwas lösen und darüber reflektieren. Nichts zwingt mich in eine bestimmte Spur.
Mein Fazit: Die Coronakrise bedroht nicht nur die Menschen, sondern auch die deutsche Sprache,
selbst beim kontaktlosen Osterfest mit meinen betagten Lieben.
Wenn ich verstanden werden will, sollte ich auch verständlich sprechen.

Bleibt oder werdet gesund! :sun:
Gespeichert
~ bevör ik mi nu opregen deed, is dat mi lever egaal ~

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 832
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #35 am: 15. April 2020, 09:12:34 »

Dann musst Du das bei Deinen alten Herrschaften halt so machen. Diese Themen habe ich mit meiner Mutter und ihrem Mann überhaupt nicht. Da ist seit 30 Jahren klar, dass sie von meinem Job eh nichts versteht, da ist man momentan froh, das niemand im Pflegeheim sitzt, ansonsten lebt man mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen, und viel öffentliches Leben haben sie ja eh nicht mehr, sondern sind schon lange eher für sich.
Und dass die Leute nun zu Hause sitzen, das verstehen sie mühelos. Aber sie müssen ja nicht damit arbeiten, also sind die Feinheiten auch egal.

Und bei uns läuft das schon Jahrzehnte hauptsächlich telefonisch, hat Corona nichts dran geändert. Meine Mutter würde eh nie einen Computer anlangen.

Momentan hat es seine Vorteile, wenn man schon immer gerne etwas eigenbrötlerisch war. Oder zumindest gut auch mal alleine sein konnte.

Viele alte Leute sind doch gerade froh, dass sie nicht mehr alles verstehen müssen und sich endlich ausklinken konnten.
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

Gerchla

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1418
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #36 am: 15. April 2020, 10:46:35 »

Hallo zusammen,

sehr interessant, liebe Britt, was Du hier über die deutsche Sprache schreibst. Wie unterschiedlich wir Menschen doch sind. Ich sehe das ganz anders. Bei mir ist es tatsächlich so, dass ich mich in meiner aktiven Alkoholikerzeit ganz hervorragend und intensivst über dieses Thema austauschen hätte können.

Und ich wäre ein Verfechter der deutschen Sprache gewesen, das darfst mir glauben. Ich hätte (und habe) die Fahne unserer Sprache hoch gehalten und daneben noch die Fahne meines Heimatdialektes. Ich hätte gesagt: Wir sind hier in Deutschland und da wird gefälligst deutsch gesprochen.

Und heute? Heute sehe ich das viel entspannter. Heute denke ich mir, das waren damals meine Minderwertigkeitskoplexe, meine Ängste, die für diese Gedanken verantwortlich waren. Heute denke ich mir: Hat es nicht im 17. 18. und 19 Jhd. eine Phase gegeben in der die französische Sprache unsere deutsche enorm beeinflusst hat? Worte wie Jalousie, Fassade, Serviette, Parfum, Rivale, Adresse, Cousin (und noch ewig viele mehr) stammen aus dieser Zeit und sind heute ganz normal. Armee ist auch noch so ein Wort oder Portemonnaie (letzteres ein Wort, das hauptsächlich ältere Menschen noch benutzen, vielleicht sogar jene, die heute Anglizismen ablehnen).

Nein, ich habe wirklich andere Dinge zu tun, als mich aufzuregen. Auch nicht über die Jugend, deren Sprache etc. Denn letztlich erinnere ich mich noch gut daran, wie sich meine Eltern / Großeltern über meine Generation und über "unsere" Sprache aufgeregt haben. Nein, ich sehe weder mich noch meine Sprache bedroht. Ich denke mir, alles ist immer im Wandel und immer im Fluss. Nichts ist für die Ewigkeit und vor allem das ist für mich eine ganz wichtige Erkenntnis. Denn das bedeutet für mich, dass ich stets dankbar bin für das was ich gerade habe, denn ich weiß, es wird nicht ewig so bleiben.

Insofern liegt mein Fokus auf mir und auf dem, was ich in der Hand habe und was ich für mich verändern kann. Und hier ist und waren immer meine stärksten "Waffen" meine Denkweise bzw. meine Gedanken. Und so denke ich mir: Nein, Anglizismen sind es nicht, die mein Wohlbefinden, meine Zufriedenheit oder gar mein Glück bedrohen, deshalb muss ich auch nicht gegen sie kämpfen. Das sind ganz andere Dinge um die ich mich kümmern muss.

LG
gerchla
Gespeichert

Betty

  • Moderator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1771
  • Carpe Diem - Der Weg ist das Ziel
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #37 am: 15. April 2020, 10:46:40 »

 :) Moin,

ab wann ist man denn nun alt und muss sowieso nichts mehr wissen  nixweiss0

Ich denke, dass man ein wenig genauer hinschauen muss. Es gibt immer wieder alte Junge und junge Alte. Der eine Mensch hat ganz früh keine Lust mehr auf Neuerungen und der andere eben nicht. Ich persönlich mag unsere deutsche Sprache auch sehr und ich denke, dass man die deutschen Bezeichnungen auch ruhig benutzen sollte. Da die Menschen im allgemeinen noch sehr lange im Berufsleben stehen sollen und müssen, kann man dann aber auch nicht verlangen, dass sie ab ? nicht mehr denken. Ich kenne "ALTE", die sich sehr gut mit Computern auskennen. Ich bin auch über 60 und bin mit dieser Zeit schon groß geworden. Ich kenne sogar noch die Grundprinzipien und weiß als und wann die Computer in die Büros und Haushalte einzogen. Ich habe sie mit einziehen lassen.  ;) :)

Alt ist also auch noch trotzdem mündig, oder?

Liebe Grüße und allen einen schönen Tag.  44.

Betty
Gespeichert
Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen.
Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.

Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 832
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #38 am: 15. April 2020, 11:17:18 »

Wenn unsereins hier von den Eltern redet, gehe ich da grundsätzlich von 80+ aus. Die 60-Jährigen, die vor dem Computer sitzen und sowieso alles noch mitkriegen, sind wir ja selber.
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 832
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #39 am: 15. April 2020, 11:26:27 »

Nachsatz:

der zweite Mann meiner Mutter und meine Schwiegermutter sitzen mit 87 auch noch vor dem Rechner. Aber die machen da ihre Privatsachen und fragen im Zweifelsfall auch Google. Trotzdem müssen die heute nicht mehr jeder Sau hinterherlaufen, die durchs Dorf getrieben wird.
Das muss ja ich schon nicht mehr und ich nehme mir auch die Freiheit, die Probleme Anderer nicht zu meinen werden zu lassen.
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

Greenfox

  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4580
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #40 am: 15. April 2020, 11:33:16 »

Ich stimme britt zu.

Auch mir geht diese Verballhornung der Sprache zunehmend auf die Nerven. Denn das hat überhaupt nichts mit einer Sprachentwicklung auf Grund Einwanderung, wie sie Gerchla sehr richtig beschreibt, zu tun. Sondern es ist in meinen Augen ein krampfhaftes Bemühen zu zeigen "ich kann international!" Und dann kommt nur Scheisse (Bullshit) dabei raus: Home-Office = Innenministerium, Public Viewing = öffentliche Leichenschau, Showmaster = ??

Ich bilde mir ein, halbwegs englisch zu können, zumindest kann ich mich gut verständigen. Aber oft genug frage ich bei irgendwelchen Reklame- oder Politikersprüchen: "Was zur Hölle will dieser Vollidiot mir jetzt sagen?!" Oder auf "neudeutsch": WHAT THE FUCK...  >:(

In diesem Land ist eigentlich alles ganz klar geregelt: Laut § 23 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) ist die Amtssprache in Deutschland DEUTSCH - und nicht denglisch.

Zitat
Portemonnaie (letzteres ein Wort, das hauptsächlich ältere Menschen noch benutzen, vielleicht sogar jene, die heute Anglizismen ablehnen).
Hier kommt das Wort allerdings aus dem Französischen, wie viele andere Worte, die mittlerweile Eingang in unsere Sprache gefunden haben.
Ebenso haben auch viele deutsche Worte Eingang in andere Sprachen gefunden. Aber dies geschah alles auf natürlichem Wege.

Manche Dinge müssen international einheitlich benannt werden, da führt kein Weg herum. Bei anderen sind die ausländischen Bezeichnungen einprägsamer oder sogar besser auszusprechen als die deutschen - dann bürgern sich diese ganz natürlich ein. Aber oft werden Begriffe benutzt, die kein Mensch kennt geschweige denn aussprechen kann, aber trotzdem immer wieder verwendet werden, weil es "chic" ist, ein"gebildet" klingt ...

Ich muss aufhören, mein Blutdruck steigt ...
Gespeichert
Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 832
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #41 am: 15. April 2020, 12:31:02 »

Ich wills mal so sagen: vieles an der momentanen Diskussions-Unkultur, z.b bei Facebook, gefällt mir auch nicht. Aber deswegen ändert sich da trotzdem keiner. Und wenn einer dagegen hält, dann streiten sich innerhalb von 5 Minuten auf der eine Seite 200, auf der Anderen 230 und dazwischen zerbreit es auch noch ein paar. Jeden Tag kommen ein paar Mahnrufe von Leuten, die zu mehr Ruhe auffordern, aber die werden auch gleich schräg angemacht usw. Was gestern geschrieben wurde, interessiert heute sowieso keinen mehr. Liest eh keiner, was schon etwas runtergeruscht ist. Einfach mal voll drauf, scheint bei vielen die Devise zu sein. Und Corona, einfach super in diesem Gebräu. Da gehts erst richtig ab.
Das mit der Werbung und Politikersprüchen, das sortiere ich mir schon lange irgenwie ein, meistens im Fach Durchzug. Zum Teil weiss ich aber auch selbst, was man labern muss, um etwas zu verkaufen, und zum Teil stelle ich mir auch vor, ob ich eigentlich wesentlich besser wäre, wenn ich da vorne dran stehen würde und irgendwelche Reden halten müsste, wo man es eh nie allen oder ogar keinem recht machen kann. Ich glaub nämlich, das ist ein Scheissjob, und nicht mal besonders gut bezahlt im Vergleich zu Managementjobs. Wer da drüber meckert, soll sich halt selbst hinstellen, und dann gucken wir mal.

Viele von diesen Klagen gabs schon bei den alten Ägyptern, Römern, etc. genauso das mit der verhunzten Sprache. Das ändert sich nie. Und was auch gleich bleibt ist, dass sich viele Leute das Leben damit versauen, indem sie sich da drüber aufregen.

Ich mach das so wie mit den Gedanken bei der Meditation, wahrnehmen und weiterziehen lassen. Wenn ich mich darüber aufregen würde, wäre ich halt ein weiterer Mensch, der sich drüber aufregt, und sonst gar nichts. Und das einzige Leben, was ich dadurch ändern würde, und zwar zum Schlechteren, wäre meines.

Wer sich nervt, hat noch Reserven :D
Wo bleibt das Popcorn?
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

Rina

  • Vollmitglied
  • Sr. Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 307
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #42 am: 15. April 2020, 20:32:29 »

Sehr spannende Diskussion finde ich!

Es stimmt schon dass sich in der deutschen Sprache viel mehr Anglizismen finden als in z Bsp Sprachen lateinischen Ursprungs...sie bietet sich wegen der Nähe zum Englischen einfach sehr gut dafür an. Aber auch im französischen gibt es sie und da wird’s dann auch noch französisch ausgesprochen...sehr abenteuerlich und völlig unverständlich wenn man den Originalausdruck nicht kennt.

Aber schlimm finde ich es ganz und gar nicht eher amüsant. Sprache lebt ja und jede Generation prägt ihre Entwicklung, sowie die technologische und soziale Entwicklung auch voran schreitet. Es braucht ja neue Wortschöpfungen damit wir uns überhaupt verständigen Können...vor 30 Jahren gabs das Wort „googeln“ auch nicht, heute weiss jeder was gemeint ist wenn man sagt „er hat meinen Status geliked „...hätte vor 20 Jahren null Sinn ergeben. Und Sprache ist ja ein Mittel zum Zweck, es soll Kommunikation ermöglichen. Das Wort „Handy „ heisst auch „handlich“ und hat nichts mit telefonieren zu tun, im deutschen Sprachraum würde aber niemand „mobile“ sagen...mit „Home-Office“ etc verhält es sich auch so, Ziel ist ja nur dass jeder weiss was ich damit meine.

Deshalb macht ein anpassen des Kommunikationsstils auch Sinn wenn ich will, dass man mich versteht...bei älteren Leuten achte ich da auch drauf.

Schönen Abend an alle und ich hoffe der Blutdruck hat sich wieder stabilisiert...:)
Gespeichert

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 832
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #43 am: 15. April 2020, 20:38:09 »

Das Wort „Handy „ heisst auch „handlich“

in Schwaben war das zuerst die Abkürzung für "Hän die koi Schnur?"

Again what learned...
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

Rina

  • Vollmitglied
  • Sr. Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 307
Re: Chance zum Innehalten
« Antwort #44 am: 15. April 2020, 21:34:00 »

Hach ich liebe deutsche Dialekte!!!

Ist doch spannend und interessant die Sprachentwicklung mitzuverfolgen...

Aufregen könnte man sich über die ganze Welt, nur ist dies der ganzen Welt völlig egal und Leidtragend ist man nur selbst...also was soll’s.  ;)
Gespeichert