Alkoholforum - Für Betroffene, Angehörige und Interessierte

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Autor Thema: Hoffnung besser zu Leben,Glück fühlen,Liebe,Gelassenheit,Stärke finden  (Gelesen 3743 mal)

Bine

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Liebe Seven,

ich kenne die Antworten für mich auch noch nicht ;)
Und ich glaube das braucht auch viel Zeit. Sind ja auch nicht einfach neben bei zu beantworten.

Hoffe du hast einen erholsamen Schlaf gefunden!?

Zitat
Vollgas geben wie auf der Autobahn und sich darüber wundern das der Tank leer ist.
Finde den Vergleich sehr interessant! ...

LG
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Seven

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Hallo Bine,
schlafen hilft mit zur Zeit. Ich bin sehr erleichtert hier mit jedem Erfahrungen auszutauschen. Was macht dir zur Zeit Freude?
Bei mir ist es den Anfang gefunden zu haben und jeden Tag einen Bruchteil von einem Millimeter zu wachsen.
Es hat hier stark geregnet und alles riecht frisch draussen.
Lieben Gruß
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Bine

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Oh das ist eine gute Frage.
Ich habe regelrechte Glücksmomente seit ich Trainings anbiete. Es ist toll die Entwicklung zu sehen, die Mensch und Hund zu einer Einheit machen...
Meine eigenen Vierbeiner machen mir auch viel Freude.
Gestern hatte ich meinen ersten unerwartetet Überraschungskontakt mit Alkohol, mir wurde unerwartet etwas zum Trinken angeboten und es ist mir leicht gefallen abzulehnen.
Ich freue mich auch auf die Möglichkeiten, die jetzt kommen. Auch wenn ich selbst noch auf ganz wackligen Beinen stehe, nicht weiß wo lang, mit wem und wie....so weiß ich, dass es besser und schöner werden wird.
Und ja, mir macht auch der Austausch hier Freude, er erfüllt mich mit Dankbarkeit und macht mich auch etwas demütig!

Find es schön, dass du von dem Regen sprichst und wie gut es nun riecht.  :)
Muss an deine Tränen von gestern denken und hoffe, dass das dein reinigender Regen ist.

Was macht dir denn noch Freude?
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Dietmar

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Zwei Sichtweisen zu lesen finde ich gut. So kann ich mir für heute meine Gedanken machen und bin geistig erst mal beschäftigt.

Genau so meinte ich das auch: Du wirst beim Ausprobieren, was Dir gut tut und was nicht, lernen, was für Dich richtig ist.
Du musst einfach nur den Mut dazu haben!
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Seven

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Bine,
du wirst es nicht glauben , aber ich liebe auch einen Hund . Den ich einmal die Woche sehe und spazieren gehen kann. Der macht mir soviel freude . Das kannst du dir ja vorstellen. Ich bin richtig vernarrt in den Hund. Das macht mir große Freude.
Wie lange hast du deinen Hund?
LG
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Seven

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Hallo Dietmar,

ja du hast Recht. Kleine Schritte. Mutig sein auf das was jetzt ohne Alkohol kommt.

Wie war es bei dir am Anfang. Kann man das erfahren oder besser kann ich es lesen hier?

Ich lese so gerne Erfahrungen von euch die mir wie eine Krücke beim laufen lernen hilft.

Lieben Gruß
Seven
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Bine

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Das ist ja echt witzig  :)

Mein Rüde ist 11 Jahre und ich habe in seit 6 Jahren.
Meine Hündin ist 8 Jahre und ich habe sie seit 3 Jahren.

Ja, manchmal denke ich dass Hunde die besten Therapeuten sind  ;)


Wenn dir die Momente mit dem Hund helfen, vielleicht kannst du ja auch mehr davon haben. Könntest du den öfter mit ihm gehen? Oder ihn auch zeitweise bei dir haben?
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Seven

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oh schon so lange hast du deine Hunde.

Ja wäre schön, wenn ich den Hund öfter haben könnte. Passt leider zeitlich nicht.
Aber wenn ich Zeit habe, dann gehe ich sehr lange Runden im Wald oder Feldwege.
Der ist Stadt nicht gewohnt und ihm ist es zu hektisch. Er läuft auch immer ohne Leine.
In der Stadt an der Leine ist es schon echt nervig.
Ach so und in den Kofferraum will er nicht rein. Immer ein Problem. Manchmal muss ich ihn rein tragen.(Lach)
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Bine

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 ;D
Ja, so ist das...und lieb hat man sie trotzdem    ;)

Schön, dass wir hier auch so leichte und unbeschwerte Themen haben.
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Seven

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Ja, das ist wohl war. Ich bin auch froh mich unbeschwert unterhalten zu können.
Wie lange bist du schon dabei , dein leben umzukrempeln? Bei sind es 7 Wochen und drei Tage.
Das ist wie ein Wunder für mich. Ich bin sehr,sehr froh darüber. Zeitweise hab ich gedacht, ich komme nie mehr raus aus dem Loch.
Ich lese auch viel über das Thema. Im Moment sie Sucht Fibel. Und schaue mir viele Dokus an. Machst du das auch , wenn du Zeit  hast?
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Bine

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Ich denke ich stecke seit 2-3 Jahren in der Sucht fest.
Der Entschluss etwas zu ändern oder die Einsicht, dass ich ein Problem habe ist vor ca 9 Monaten entstanden (erschrecke gerade wie lange das schon her ist).
Angemeldet habe ich mich hier bereits zeimlich am Anfang.
Eine Psychologin habe ich mir ebenfalls gesucht und es war ein Desaster.

Ich war wohl noch nicht so weit und hatte dann noch einige Rückfälle aber immerhin war der Konsum schon deutlich reduziert.

In der Zwischenzeit habe mir eine neue Psychologin gesucht und bin jetzt bei einer die super zu mir passt und ich hatte bisher 7 Sitzungen.
Auch eine Suchtberatung habe ich besucht, kann dir aber nicht so recht sagen weshalb ich da kein weiteres Mal hin gegangen bin (schließe es aber auch nicht aus, das Angebot noch mal in Anspruch zu nehmen, sollte ich den Bedarf sehen).
Bin seit gut drei Wochen wieder aktiv hier im Forum und hatte hier ehrlich gesagt mein Schlüsselerlebnis.
Kann zum erstern Mal sagen, dass ich trocken bin (bisher konnte ich immer nur sagen ich trinke nicht, aber nun hat sich meine Einstellung tatsächlich verändert). Einen Enzug habe ich nicht gemacht, da es bei mir noch nicht körperlich ist. Und einen Check bei der Hausärztin hat mir zum Glück gute Werte bestätigt.
Und ich überlege kommende Woche meinen ersten Versuch mit einer SHG zu starten...

Die Tage möchte ich nicht zählen.
Bei mir hat Leistungssport und ein grundsätzlicher Leistungsanspruch an mich ungesunde Muster hinterlassen. Und es gibt ja kein Ziel...also x Tage und dann?
Ich weiß es kann motivieren aber ich für mich, will genau an diesem Punkt den Druck raus nehmen. Weiß nicht ob das nachvollziehbar ist...

Die Sucht Fibel habe ich nach deinen Hinweisen auch bestellt. ir morgen geliefert  ;)

Ansonsten versuche ich mir viele Fragen zu beantworten hinsichtlich Persönlichkeitsentwicklung, lese dazu auch viel im Internet, hier im Forum und in Zeitschriften. Aber Dietmar ist mir hier ein sehr guter "Bremser", auch ich habe es zu eilig. Auch meine letzte Sitzung bei meiner Therapeutin war ähnlich (ich war zum ersten Mal etwas enttäuscht), ich dachte wir arbeiten jetzt an irgendwelchen Themen, aber im Moment ist es einfach genug nicht zu trinken...und ich übe mich in Geduld und darin meine Gefühle zu spüren und teilweise auch einfach nur zu ertragen.


Magst du noch ein bisschen von dir erzählen?
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Seven

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Danke Bine,
ich erzähle gerne dir noch mehr. Stelle mir einfach ein paar Fragen. Darauf kann ich am besten reagieren.

In jedem Fall sind wir uns schon mal ähnlich...Das finde ich sehr schön, nicht alleine zu sein
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Seven

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Das ist eine schöne Aussage von dir , die Tage nicht mehr zu zählen. Hast so was von Recht. Ich mache es ja für immer. Reicht doch wann der 1. Tag war. Ich denke ich werde es auch so machen.
Du liest dich aber schon sehr gefestigt an.
Was war dein Schlüsselerlebnis hier im Forum? Hat dir was die Augen geöffnet.

Ich hab zuerst das Buch Timm Kruse gelesen dann Chianti zum Frühstück. Beides auch schön und leicht zu lesen und noch einiges...

Also ich hab alles was ich so aufgefangen habe sofort gekauft und hab noch einiges zu lesen.
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Bine

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Freu mich auch, dass du hier bist und du wirst sehen, dass wir und viele der Geschichten hier ähnlich sind.

Das Wichtigste:
Wie geht es dir?
Wie geht es dir mit deinem Ziel?
Was bestärkt dich?
Hast du Sorgen/Ängste?



Mein Schlüsselerlebnis war eher ein Prozess. Viele hier haben die richtigen Fragen gestellt, mich auf Dinge hingewiesen... Ich habe die ganze Zeit nach Hilfe gesucht und irgendwann hatte ich die Erkenntnis, dass ich es nur selber schaffe. Natürlich brauche ich Hilfe und Unterstützung, diese sind aber nicht die Lösung. Es liegt in mir! Ich muss es mir wert sein, ich muss es wollen, ich entscheide selbst und alle Lösungen sind bereits in mir...
Ja, ich bin überraschend gefestigt. Kann es mir selbst nicht erklären und es irritiert mich auch sehr, aber ich übe mich darin Dinge anzunehmen.

Schwankst du denn?
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Dietmar

  • Gast

Liebe Sven,

Zitat von: “Sven“
ja du hast Recht. Kleine Schritte. Mutig sein auf das was jetzt ohne Alkohol kommt.

Ich weiß noch, wie groß bei mir die Erwartungshaltung, auch an mich selbst war, binnen kurzem alles auf „trocken, geregelt, wieder in Ordnung gebracht, usw.“ bringen zu wollen. Wenn ich jetzt schon keinen Alkohol mehr trank, dann – so war meine grundsätzliche Erwartung – musste sich doch die ganze Welt sofort wieder zu meinen Gunsten verändern.

Aber ganz ehrlich: Die Welt (und wahrscheinlich die meisten meiner Mitmenschen) juckt es kein bisschen, ob ich weitergesoffen hätte, oder jetzt halt nicht mehr.
All die großen und kleinen Probleme, die, egal ob durch meine Sucht, oder auch ohne, im Verlauf entstanden waren, waren nicht einfach weggebügelt, „bloß weil ich nicht mehr getrunken habe“.
Ich schreibe Dir ehrlich, dass es anfangs viele Momente gab, in denen ich dachte: Eigentlich könnte ich genauso gut weitersaufen. Dann, im trügerischen Fühlen und Denken des Rausches, würde ich wenigstens vieles leichter wahrnehmen können.

Damals hatte mir auch niemand gesagt, dass die Arbeit erst richtig anfing, nachdem ich mal einige Zeit „nüchtern“ geblieben war. „Trocken“, im Sinn, wie man es fachlich vom Wesen und Denken her definiert, war ich ja „nur weil ich mal nichts mehr trank“, noch eine ganze Zeit nicht wirklich. (Man spricht dann auch vom „nassen Denken und Fühlen“)

Dieser „Zwischenzustand“, also der Zustand, als ich … so gerade mal 3 – 6 Monate … keinen Alkohol mehr konsumierte, war für mich schon ein sehr schwieriger.
Aber auch logisch, hatte ich doch viele Jahre zuvor keinen Tag ohne mein Betäubungsmittel verbracht. Ich musste jetzt nicht nur das Leben und meine lieben Mitmenschen trocken aushalten, nein, noch viel krasser: Ich musste mich selbst erst einmal auszuhalten lernen.
Den nüchternen Dietmar kannte ich zu der Zeit ja gar nicht. Egal was ich die Jahre zuvor gedacht, gefühlt, wahrgenommen, fertiggebracht und geleistet (oder auch nicht geleistet) hatte, an allem hatte der Alkohol einen erheblichen Anteil beigetragen. Sowohl im Guten (dazu gleich mehr), als auch im Schlechten.

Ich müsste wirklich lügen, wenn ich (auch heute) erzählen würde, wie „beschissen und ausschließlich schlecht“ die Zeit meiner Alkoholkarriere gewesen wäre. Es gab auch richtig schöne und gute Zeiten. Ich habe damals, bereits als Spiegeltrinker, meine spätere Ehefrau kennen und lieben gelernt. Sie war wirklich meine ganz, ganz große Liebe. Wir haben einen wunderbaren Sohn bekommen. Ich hatte eine solide Ausbildung absolviert, mit einem Studium draufgesattelt, immer gute Jobs mit Verantwortung und reichlich Knete, einen Freundeskreis, der fast vom einen Ende der Welt bis zum anderen reichte.
Aber das war halt nur die eine Seite meiner Lebensmedaille, die dann, als sich meine Alkoholkarriere dem Ende näherte, immer mehr verblasst war.

Wie Du hier auch von einigen Weggefährten lesen konntest, stürzte auch ich mich Kopf über Hals in meine neu gewonnene Trockenheit. Ich erinnere mich noch daran, dass mich mancher Freund entsetzt fragte: „Dietmar, wird sich von nun an alles bei Dir nur noch um die Sucht und Deinen Alkoholismus drehen? So, wie sich zuvor alles bei Dir darum drehte, wo Du mit mir zusammen den nächsten Schluck herbekommst?“

Ehrlich geschrieben: Ich hatte in Wirklichkeit keine Ahnung, auf was ich mich mit meiner Abstinenz eingelassen hatte. Genauso, wie ich zu der Zeit noch gar nicht realisiert hatte, dass meine Sucht in jedem noch so winzigen Bereich meines Lebens ihre gierigen Finger drin hatte.
Es gab Situationen, in denen hätte ich es so weit von mir gewiesen, und niemals irgendeinen Zusammenhang mit meiner Sucht erkennen können, - in denen sie mich dann „voll erwischte“. Wie man halt so sagt „auf dem falschen Fuß“.

Ich will Dir (und Bine) keine Angst machen, aber leider ist das, was ich mit meiner Sucht und meiner Abstinenz erlebte, auch vielen anderen Betroffenen passiert.
Ganz am Anfang, ich schwöre (sic!), hätte man mir 10 Millionen auf den Tisch legen können – ich hätte nicht einmal für so viel Verlockung auch nur einen Tropfen Alkohol angerührt.
Aber irgendwann dann, nach … Jahren … war der Alltag wieder eingekehrt. Wahrscheinlich, so aus meiner heutigen Sicht, bin ich auch irgendwann dann müde geworden, immer weiter „an und mit mir zu arbeiten“, am Ball zu bleiben, und meine – lebenslang bleibende – Suchtveranlagung so gebührend ernst zu nehmen, wie sie ernstgenommen gehört.
Heute kenne ich eine meiner tiefsten Ängste: Dass mich der Alltag „auffrisst“. Dass es (wieder) grau in grau in meinem Leben wird. Dass ich keine „highlights“ mehr setzte, die das Grau vertreiben. Dass ich mich dem trügerischen Glauben hingebe, es wäre alles in Butter, wenn alles „gut und zufriedenstellend“ vor sich hinplätschert.

Irgendwann meinte ich, meine Sucht wäre (im Verlauf der vielen trockenen Jahre) so weit von mir weg, dass ich überhaupt nicht bemerkte, wie sie mir hautnah wieder auf die Pelle gerückt war. Heute, rückblickend, weiß ich, dass ich glaubte, wer dieser mächtigen Sucht einmal von der Schippe gesprungen sei, der würde nahezu alles in seinem Leben stemmen und fertigbringen können. Ich habe dabei aber einen Teil vergessen: …wenn ich dranbleibe, an mir, in hoher Achtsamkeit, immer meine emotionale Seite sondierend, achtsam und aufmerksam bei mir hinschaue, wenn „was querliegt“. Und Gedanken, die mir ansonsten völlig fremd sind, nicht auf die leichte Schulter nehme. Vor allem aber: Niemals meine, ein für immer „Geretteter“ zu sein.

Natürlich kann es m. E. nie schlecht sein, wenn Betroffene mit viel Euphorie und hohem Einsatz in ihre Trockenheit „starten“. Dabei lernen sie ja auch ganz, ganz viel. Und schon aufgrund des „Zeitlochs“, das durch den Wegfall des Konsumierens entstanden ist, sind solche Wege, wie sie zum Beispiel Gerchla oder Greenfox von sich schreiben, dass sie anfangs fast täglich an einer (andere) Selbsthilfegruppe teilgenommen haben, ganz bestimmt gute Wege.
Die beiden waren in der Phase schon … ich schreib das mal so … sehr gereift. Sie haben ja auch Gruppen kennengelernt, aus denen sie (wahrscheinlich) am liebsten schreiend wieder rausgesprungen wären.
Aber sie sind „drangeblieben“, haben weitergemacht. Sie haben deswegen nicht aufgegeben.

Ich habe im Verlauf meiner „Szenenzugehörigkeit“ viele Betroffene kennengelernt, die mit unglaublichen Vorsätzen, mit wahnsinnigem Engagement und irrem persönlichen Einsatz angefangen haben, an ihrer Abstinenz „zu basteln“.
Leider ist aber auch sehr, sehr vielen dann „die Puste ausgegangen“. Wenn dann noch, aufgrund der hohen Latte, die sie vorgelegt hatten, Enttäuschung dazu kam, Unverständnis von denen, die auf sie gebaut hatten, weil sie plötzlich drastisch „zurückfielen“, dann war meist die Kompensation mittels des alt bekannten Mittels nicht mehr weit.

Ich glaube, dass jeder seinen ganz persönlichen, höchst individuellen Weg finden muss. Dem einen tut es gut, wenn er wöchentlich in seinen Selbsthilfegruppe geht. Einen Anderen habe ich kennengelernt, der geht jedes Jahr genau vier Mal in seine Gruppe.
Beide haben eines gemeinsam: Sie tun sich damit etwas Gutes, und gönnen sich ganz bewusst diese Teilnahme, um an sich dranzubleiben.

Wenn Du hier im Forum für den geschützten Bereich freigeschaltet wirst/bist, dann kannst Du noch ganz viel zu den aktiven (und nicht mehr aktiven) Teilnehmern und ihren Lebensgeschichten lesen!
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