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Autor Thema: Online Umfrage  (Gelesen 7000 mal)

PandaToGo

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Online Umfrage
« am: 16. Juni 2019, 18:32:57 »

Liebes Forum,

wir sind vier Studierende der Psychologie an der Medical School Hamburg.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes setzten wir uns mit der Fragestellung auseinander welchen Zusammenhang es zwischen Alkoholkonsum und Emotionsregulation gibt.

Wir Euch sehr dankbar, wenn ihr an unserer Online-Umfrage teilnehmen würdet.

https://ww2.unipark.de/uc/lh-19050905/0ba4/

Vielen herzlichen Dank!
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Dietmar

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Re: Online Umfrage
« Antwort #1 am: 16. Juni 2019, 18:56:18 »

Ich habe mir diverse "Online-Studien-Befragungen" zur Sucht in letzter Zeit zu Gemüte geführt, und ich muss wirklich sagen:
Armes Deutschland.
Es scheint so, als hätten sich die Fragesteller/Studierenden höchst rudimentär in die Thematik eingearbeitet. Anders kann man sich die krude zusammengewürfelte Fragen nicht erklären.
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Trotzpeter

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Re: Online Umfrage
« Antwort #2 am: 16. Juni 2019, 19:22:43 »

Was soll denn bitte mit so einem Standard-Geblubber an Ergebnissen heraus kommen? Das wäre ja selbst für einen Artikel auf Focus-Online noch zu dünn.
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PandaToGo

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Re: Online Umfrage
« Antwort #3 am: 16. Juni 2019, 20:01:02 »

Lieber Dietmar,
lieber Trotzpeter,

vielen Dank für Eure Kritik!

Da wir uns gerade erst am Anfang unseres Studiums befinden, soll diese Online-Umfrage zunächst nichts weiter als bereits vorhandene Studien bestätigen.
Das heißt, dass höchstwahrscheinlich erhöhter Alkoholkonsum mit der Emotion Wut und Trauer in Verbindung stehen wird.

Die Umfrage macht einen zusammengestückelten Eindruck, da wir für die Auswertung auf bereits vorhandene Tests zurückgreifen mussten. Der erste Teil, der Fragen zum Alkoholkonsum abdeckt, ist der AUDIT (misst die Alkoholabhängigkeit) der zweite Teil, der die Emotionen Wut, Angst und Trauer abdeckt, ist der FEEL-E (misst Emotionsregulationsstrategien für die Emotionen Wut, Angst und Trauer).

Uns ist bewusst, dass sowohl die Themengebiete Alkoholkonsum als auch Emotionsregulation bereits intensiv erforscht wurden, auch die Kombination aus beiden. Auch wäre es interessant den Zusammenhang mit der Emotion Verzweiflung oder (frühkindliches) Trauma gemessen zu haben. Jedoch hatten wir leider keinen Zugriff auf diese Art von Fragebogen bzw. Auswertungsmanual.
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Greenfox

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Re: Online Umfrage
« Antwort #4 am: 16. Juni 2019, 20:14:32 »

In "meiner" Gruppe hatten wir bereits mehrfach Studis zu Gast, die sich anstatt aus solch "krude zusammengewürfelten Fragen" (muss Dietmar leider recht geben) ein Bild machen wollten, sondern sich lieber mit uns persönlich unterhalten und ausgetauscht haben ...
Und oft hatten sie hinterher mehr Anregungen für ihrer weitere (Studien-)Arbeit.
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Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!

PandaToGo

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Re: Online Umfrage
« Antwort #5 am: 16. Juni 2019, 20:25:03 »

Lieber Greenfox,

auch dir vielen Dank für deine Kritik!

Du hast Recht, es ist natürlich besser direkt mit Personen in Kontakt zu kommen. Für das Seminar als solches indem die Umfrage erstellt wurde, ging es in erster Linie darum einen Online-Fragebogen zu erstellen.

Ausgehend von eurer Kritik werden wir auf jeden Fall in unseren Bericht notieren, dass der Fragebogen krude zusammengewürfelt wirkt und es besser wäre, sich direkt mit Betroffenen zu treffen.
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Dietmar

  • Gast
Re: Online Umfrage
« Antwort #6 am: 16. Juni 2019, 21:07:39 »

Liebe/r PandaToGo,

ich verstehe, unter welchem Erwartungsdruck und welchen Vorgaben Ihr als Studierenden steht.
Allein die Aufgabenstellung „gibt es einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Emotionsregulation“ ist zumindest für Menschen, die sich mit Sucht (etwas) auskennen, ziemlich stumpf. Schließlich ist Alkohol eine psychoaktive Droge.

Es ist schade, dass die Professoren und Ausbilder von Euch auf diesem Weg, durch solchen Pseudo-Studien, Zugang zur Thematik erwarten.
Grundsätzlich muss man von vorneherein unterscheiden, ob Ihr Studienteilnehmer ansprechen wollt, die bereits eine manifestierte Suchterkrankung aufweisen und sich ggf. sogar (durch Therapie u.a.) tiefer mit der Problematik befasst haben, oder ob Ihr Teilnehmer von der Straße befragen wollte, die sich bestenfalls durch Medienmeldungen über die Problematik informiert haben.
Letztlich sollte ja ein Ergebnis herauskommen, dass signifikante Schlüsse zulässt.

Also nix für ungut – und alles Gute für die Bewertung!!
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