Beiträge von Emily

    Ist das "Zauberwort" nicht Gelassenheit? Erst als ich mich nicht mehr stresste, konnte ich entspannt mit Alkohol umgehen, ihn einfach stehen lassen.

    Das ist bei mir auch so. Ich mache mir kaum Gedanken bezüglich Alk oder generell um Getränke. Getränke spielen einfach nicht mehr eine große Rolle in meinem Alltag. Unterwegs bestelle ich mir einfach selbstverständlich ne Limonade oder Wasser.

    Ich finde je weniger Aufmerksamkeit ich dem Thema beimesse, desto unkomplizierterer ist es. Den Respekt behalte ich zwar, aber das war’s. Da genügt mir das Forum für.

    Ich finde diesen entspannten Umgang und diese ruhige Einstellung sehr angenehm.

    dass mir die erste Wirkung von Alkohol, dieses leicht schwummerige, wattige Empfinden - ich kann‘s nicht besser beschreiben - , über das ich keinerlei Kontrolle hatte, nicht recht behagte, mir eigentlich sogar unangenehm war.

    Das kenne ich auch. Dieser erste Moment war auch bei mir eher unangenehm.

    was möchtest du für dich denn aus Pauls Test schließen?

    Nichts weiter. Für mich käme so ein Test nicht in Frage.

    Würdest du wieder ab und zu ein Glas Wein trinken wollen, wenn das Risiko, dass du früher oder später wieder einen Kontrollverlust erleidest, nicht (mehr) bestünde?

    Das kann ich so gar nicht sagen und beantworten. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen NUR 1 Glas Wein zu trinken. Deshalb ist konsequente Abstinenz für mich der beste Weg. Das Risiko irgendwelcher Tests gehe ich erst gar nicht ein. Und solche Überlegungen was wäre wenn sind zuviele Gedanken an Alkohol und Sucht. Ich kontrolliere meine Gedanken sogar, damit das Thema sowenig wie möglich Raum bekommt. Lediglich im Forum ist das Thema aktiv und zwar nur um den Respekt zu behalten. Kontrolliertes Trinken und Tests sind nicht meins.

    Auch ich "wagte" nach drei Jahren Abstinenz ein Experiment, ich trank Bier und wartete was passiert ... es meldete sich weder "die Sucht", noch hatte ich ein Verlagen/Bedürfnis dieses zu wiederholen oder dieses in die Länge zu ziehen (mehr zu trinken) = das Bier schmeckte nicht und eine angenehme Wirkung hatte es auch nicht.

    Ich kann mich noch an deinen Test erinnern, aber nicht mehr, was dabei für dich rausgekommen ist.

    Hast du dieses Bier denn gemerkt, dusseligen Kopf oder Übelkeit oder so? Und hattest du Gedanken, noch eins trinken zu wollen?

    Ich frage deshalb, weil ich kürzlich mal den Gedanken hatte, dass mir 1 Glas Wein bestimmt nix ausmachen würde und ich doch ruhig mal eins trinken könnte und es könne ja nicht sein, dass ich dann noch mehr haben wollte.

    Dachte dann aber, dass sich wohl das Suchtgedächtnis gemeldet hat. Habe diesem Gedanken einfach keine weitere Aufmerksamkeit mehr gegeben.

    Für mich wäre das nichts. Ich denke, dass ich ja dann dauernd einen Entzug habe. Außerdem wäre mir das Risiko nach den 1-2 Gläsern, dann doch auch das 3. und 4. trinken zu wollen.

    Bei mir funktioniert ganz oder gar nicht am Besten. Einmal durch den Entzug und mit Trockenarbeit zur Stabilität gelangen.

    Mir haben 1-2 Gläser nicht genügt. Ich stelle mir da halt vor, dass ich dann immer nach den weiteren Gläsern gieren würde.

    Mir erscheint das anstrengender als komplett abstinent zu sein.

    ich früher an einem Tag geschafft habe, ist jetzt höchstens mein Monatskonsum. Ich war schon "gut" dabei. Ich kenne sehr wohl diesen Sog, wenn man nach einem Bier z.B. nicht aufhören kann.

    Das ist weg, warum auch immer.

    Verstehe ich das richtig, dass du kontrolliertes Trinken praktizierst und dass du es kannst nach dem ersten Glas kein zweites, drittes…usw?

    Ciara ich verstehe deine Situation. Denke aber, dass Alkohol die Panikattacken eher verstärkt.

    Ich habe für mich erkannt, dass auch schlimme Krankheitssituationen im engen Familienkreis besser nüchtern zu durchleben sind. Alkohol macht ja nichts besser und hilft niemandem.

    Und gerade wenn das Leben eines Familienangehörigen zu Ende geht, dann ist diese Zeit, die noch bleibt, viel zu kostbar um sie versoffen und im Suff zu vernebeln und sich nur noch verschwommen dran erinnern zu können.

    Ich erlebe jetzt alles was das Leben für mich bereithält nüchtern und mit klarem Kopf. Ich kann auch viel besser auf meine Stärken aufbauen.

    Alkohol ist für niemanden gesund, weil es ein Gift ist. Selbst kleine Mengen Alkohol können Schaden anrichten. Das ist eine bestätigte Tatsache und ist überall nachzulesen.

    Ich wünsche dir Kraft für die anstrengende Zeit.

    Mein Leben ist es mir wert, es nüchtern zu erleben, mit allem was kommt.

    Ich schreibe mal wieder in meinem TB, denn es soll ja nicht verstauben 😊

    Es gibt jetzt Zeiten, da denke ich nicht daran, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, da denke ich auch nicht daran, dass ich trotzdem noch süchtig bin. Da vergesse ich das ganze Thema und wie selbstverständlich mache mein Ding.

    Aber selbstverständlich ist gar nichts. Nur meiner strikten Abstinenz ist es zu verdanken, dass ich mein Leben wieder habe und alles normal und selbstverständlich erleben kann. Egal ob Job, Sport, Privatleben alles ist nur nüchtern möglich.

    Meine Gesundheit und Fitness sind wieder gut auf Vordermann. Alles habe ich nur meinem starken Entschluss zu verdanken endlich keinen Alkohol mehr zu saufen. Bis der Tag kam hatte ich schon vorher rumgeeiert und versucht weniger zu trinken. Das ging gar nicht weil ich meinen Pegel haben musste. Ich hatte gewusst, dass ich Alkoholikerin geworden bin und nicht mehr kontrolliert trinken kann.

    Meine Gesundheit hing am seidenen Faden und plötzlich hatte ich Angst davor Krebs zu bekommen und dass mein Leben enden wird. Nur die konsequente Entscheidung aufzuhören mit dem Saufen, konnte mich noch retten. Ich hatte Angst, ohne Alkohol leben zu müssen und ob und wie ich es schaffe ohne Alkohol überhaupt nur einen einzigen Tag zu überstehen.

    Aber meiner Gesundheit stand das Wasser bis zum Hals und da habe ich dann ganz spontan und ohne groß zu überlegen von einem Tag auf den anderen aufgehört zu saufen und das bis heute rückfallfrei durchgezogen. Mein Leben hat sich inzwischen stark verändert. Am Anfang war mein Fokus auf die Gesundheit gelegt. Es gab ernsthafte Baustellen zu verbessern. Es hat sich gelohnt. Inzwischen hat sich mein Körper erholt und es sind alle meine Blutwerte wieder im Normalbereich und alle Untersuchungen unauffällig und ohne besonderen Befund. Also ich bin wieder gesund. Das ist das allerwichtigste und allergrößte Geschenk, dass ich mir selbst durch die Abstinenz machen konnte.

    Es ist doch so, dass Alkohol nur eins kann, nämlich mein Leben zu ruinieren und mich zu zerstören. Aber ich habe nur dieses eine Leben und ich sorge nun mit klarem Kopf gut für mich.

    Hallo Ben willkommen zurück im Forum. Ich wünsche dir einen guten Nutzen aus dem Forum auf deinem Weg. Hier zu lesen und zu schreiben ist für meine Abstinenz wichtig, damit ich am Thema dran bleibe und stets an meiner Abstinenz festhalte.

    Alles Gute für dich.

    Bei mir hat es ne ganze Weile gedauert. War zum Teil sehr unruhig und Gedankenkarusell. Habe mir dann ein besonders ruhiges Abend Ritual angewöhnt. Ein paar Minuten was angenehmes positives zu lesen, Tee, Entspannungstechniken oder Meditation. Beim Einschlafen habe ich die Gedanken mit zählen und Stop abgelenkt. So wurde das dann ganz gut.

    Ich bin ziemlich lange den Weg der Vermeidung gegangen.

    Ich weiß nicht ob man es trainieren kann nüchtern zu bleiben. Die bewusste Konfrontation mit Alkohol habe ich bisher nicht ausprobiert.

    Weiß nicht ob das denn überhaupt ratsam ist.

    Samstag war das erste Jahr rum.

    Auch von mir bekommst du die Anerkennung für dein erstes Jahr. Gratulation. Jetzt hast du eine komplette Jahresrunde gedreht, alles einmal durch.

    Bei mir gab es nach 1,5 Jahren nochmal eine weitere Entwicklung dazu. Da habe ich deutlich noch einen Unterschied gespürt.

    Mein Suchtdruck ließ nach, je entspannter, je unverkrampfter ich wurde.

    Das ist bei mir auch so. Je weniger ich daran denke, Risikominimierung eher routinemäßig mache, aber nicht extra drauf achte, desto besser und leichter fällt es mir abstinent zu sein.

    Am Anfang der Abstinenz war ich alles andere als entspannt = hoher oder öfter Suchtdruck. Mit der Zeit und den Aha-Effekten a la :"geht doch, auch ohne Alkohol" oder "so schlimm ist es nun auch wieder nicht", löste sich der Suchtdruck sprichwörtlich in Wohlgefallen auf, denn es gefiel mir nun wohl, täglich nüchten zu sein.

    Das könnte von mir geschrieben sein

    verknüpfte, gedanklich, Alkohol mit unangenehm und alkoholfrei mit sich wohl fühlen.

    Das ist das Geheimnis.

    Obwohl überall das Glas Alkohol mit schönen und angenehmen Momenten in Kombination gebracht wird. Beim schönen Essen, beim romantischen Date, beim Sektempfang bei Festlichkeiten und und und.

    Im Gegenzug stehen dann aber auch die unangenehmen Dinge und Widrigkeiten. Wenn die stärker und gravierender sind, als die angenehmen Verknüpfungen, dann gelingt das. Oder wenn angenehme Erinnerungen auftauchen, diesen dann die miesen Seiten vom Alkohol entgegen setzen. So hat das bei mir gut geklappt.

    Das eine tun und das andere nicht lassen.

    Mir gefällt der Satz. Der ist gar nicht unklar, finde ich. Ich habe inzwischen keine Angst mehr vor nem Rückfall, aber den Respekt vor der Sucht habe ich behalten. Ich löse mich immer mehr von dem Thema.

    Ziel: den Gedanken an möglichen Alkoholkonsum aus dem Kopf bekommen

    Das ist mir tatsächlich gut gelungen.

    Das benötigt Zeit, Bewusstsein und jede Menge Glauben, an sich glauben ... dass man es kann, es schafft und sich auch dessen bewusst ist und auch jede Menge Training, später dann, auch Konfrontationstraining, da, wie alle wissen, der Alkohol uns überall begegnet.

    Ich glaube auch fest an mich, dass ich es kann und schaffe unfallfrei abstinent zu leben.

    Allerdings betreibe ich kein extra Konfrontationstraining. Die Begegnungen mit Alkohol, die ich nicht verhindern kann, genügen mir als Training.

    Aktuell fühle ich mich mit meiner Abstinenz pudelwohl und absolut zufrieden. Und so wie mir AmSee13 geschrieben hat, die kleinen, stillen, subtilen Momente wo mir dies als großes Glück bewusst wird, die genieße ich nun einfach. Andere Erwartungen, das eRwarten von größeren Empfindungen bezüglich meiner Abstinenz habe ich abgelegt. Diese kleinen, feinen Minuten der tiefen innere Freude sind es. Ich habe mein Ziel erreicht.

    trinke ich nicht = Rückfall ausgechlossen.

    Das ist jetzt für mich Realität und wie gesagt, den Respekt nicht aus den Augen verlieren. Mehr ist es jetzt nicht mehr. Doch, einfach zufrieden sein 😊

    Ab und zu aber juchzt es in mir auf, wie glücklich ich mich schätze, frei von diesem Zeug und allem, was da so dranhängt, zu sein. Und dann genieße ich dieses Gefühl und fühle Dankbarkeit.

    Ich könnte mir vorstellen, dass auch du ab und zu solche Momente haben wirst. Zu tun hättest du dann nur, es zu genießen.

    Genauso ist es bei mir.

    Ab und zu kommt mal so eine innere Freude auf, ganz alleine für mich. Da spüre ich richtige Glücksmomente. Ansonsten fühle ich nichts.

    Ach dann ist das also völlig normal und bei euch auch so.

    Herr Leute ich kann nun definitiv sagen, ich hab’s geschafft. 👍 😊

    Da hat das Forum auch seinen Teil dazu beigetragen. Deshalb an dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön 👍

    Ich brauche nichts mehr zu tun, meine Abstinenz ist zur Normalität geworden. Keine besonderen Gefühle oder Gedanken mehr. In Restaurants beachte ich die Gläser anderer Gäste nicht mehr.
    Vermutlich habe ich noch eine Erwartung an die Abstinenz. In den ersten Monaten war es eine Herausforderung nichts zu trinken.

    Diese unterschiedlichen Phasen der Abstinenz waren bei mir alle da. Jetzt ist einfach nichts, nichts worüber ich hier schreiben könnte. Es kommt kein anderes Gefühl einer großen Freiheit. Ich bin einfach frei von Alkohol. Das ist leise, subtil, ruhig und einfach da. Nichts was großer Worte oder Handlungen bedarf. Die ganze Abstinenz ist einfach kein Thema mehr. Das ist natürlich super. Aber trotzdem für mich auch komisch. Glaube daran muss ich mich erst gewöhnen.

    Das war’s, ich bin durch.

    Lediglich den Respekt nicht verlieren. Sonst gibt’s nichts mehr zu tun. Ich zähle nicht mal mehr die Tage und Wochen od. Monate. Ist irgendwie uninteressant geworden.

    Diese Selbstverständlichkeit, dieses Normale ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig. 😊Versteht ihr was ich meine?

    Manchmal vergesse ich sogar das Forum. 😊

    Rekonvaleszent Danke für deine Ansicht und deinen Weg.

    Auf deine Meinung war ich sehr gespannt und was du dazu sagst. Du hörst dich an, als ob dir absolut nichts fehlt und du dein abstinentes Leben positiv und zufrieden verläuft. Du weißt ja, dass du für mich ein Vorbild bist, sowie einige andere hier auch.

    Werde da noch ausgiebig drüber nachdenken. Meine Abstinenz steht an oberster Stelle und somit auch die Sicherheit. Eine Gefährdung ist keine Option. Mir geht’s ja auch gut. Ich bin absolut froh es geschafft zu haben.

    Ich lebe befreit, ich spüre keinerlei Ballast durch meine Abstinenz, jedoch habe mir den Respekt vor dem Alk bewahrt. Angst habe ich keine, warum auch?

    Das ist ein so positiver Satz. So geht’s mir im Grunde auch.

    Denn wozu führt dieser Schutzwall oft? Zu einem lebenslangen Vermeidungsverhalten. Zu Angst vor jeder Situation, in der Alkohol konsumiert wird. Das würde im Umkehrschluss nahezu einer sozialen Isolation gleichkommen, einem stetigen Leben im Alarmismus.

    Darüber habe ich mir schon öfter Gedanken gemacht. Bisher habe ich in meiner Abstinenz dieses Vermeidungsverhalten und/oder Risikovermeidung erfolgreich praktiziert. Das hat auch wirklich gut geklappt, Ich bin sehr zufrieden und vermisse nichts. Trotzdem hatte ich schon mehrfach überlegt wie sich meine Abstinenz noch freier und unbeschwerter anfühlen könnte. Losgelöst von negativen Gedanken aus der Vergangenheit und auch ohne Gedanken an einen Rückfall.

    Ich halte aber weiter an meinem bisherigen Vermeidungsverhalten fest, sicherheitshalber. Gehe weiterhin kein Risiko ein und bin rückfallfrei abstinent.

    Aber es fehlt mir etwas. Dieses ganz freie Gefühl. Versteht ihr was ich meine?

    Dieses ganze Sucht- und Alkoholthema einfach wie Ballast abzuwerfen und mich komplett befreit zu fühlen. Geht das überhaupt?

    Ich stelle mir da vor, wie ich auf einem hohen Berg stehe, die Arme ausgebreitet in die Höhe gestreckt und tief aufatme, mit Blick in die freie Weite. Ganz ohne Hindernisse mich frei und leicht fühlen. Also ich möchte gerne in meiner Abstinenz ein bestimmtes Gefühl erleben.