Beiträge von Emily

    Ich schreibe mal wieder in meinem TB, denn es soll ja nicht verstauben 😊

    Es gibt jetzt Zeiten, da denke ich nicht daran, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, da denke ich auch nicht daran, dass ich trotzdem noch süchtig bin. Da vergesse ich das ganze Thema und wie selbstverständlich mache mein Ding.

    Aber selbstverständlich ist gar nichts. Nur meiner strikten Abstinenz ist es zu verdanken, dass ich mein Leben wieder habe und alles normal und selbstverständlich erleben kann. Egal ob Job, Sport, Privatleben alles ist nur nüchtern möglich.

    Meine Gesundheit und Fitness sind wieder gut auf Vordermann. Alles habe ich nur meinem starken Entschluss zu verdanken endlich keinen Alkohol mehr zu saufen. Bis der Tag kam hatte ich schon vorher rumgeeiert und versucht weniger zu trinken. Das ging gar nicht weil ich meinen Pegel haben musste. Ich hatte gewusst, dass ich Alkoholikerin geworden bin und nicht mehr kontrolliert trinken kann.

    Meine Gesundheit hing am seidenen Faden und plötzlich hatte ich Angst davor Krebs zu bekommen und dass mein Leben enden wird. Nur die konsequente Entscheidung aufzuhören mit dem Saufen, konnte mich noch retten. Ich hatte Angst, ohne Alkohol leben zu müssen und ob und wie ich es schaffe ohne Alkohol überhaupt nur einen einzigen Tag zu überstehen.

    Aber meiner Gesundheit stand das Wasser bis zum Hals und da habe ich dann ganz spontan und ohne groß zu überlegen von einem Tag auf den anderen aufgehört zu saufen und das bis heute rückfallfrei durchgezogen. Mein Leben hat sich inzwischen stark verändert. Am Anfang war mein Fokus auf die Gesundheit gelegt. Es gab ernsthafte Baustellen zu verbessern. Es hat sich gelohnt. Inzwischen hat sich mein Körper erholt und es sind alle meine Blutwerte wieder im Normalbereich und alle Untersuchungen unauffällig und ohne besonderen Befund. Also ich bin wieder gesund. Das ist das allerwichtigste und allergrößte Geschenk, dass ich mir selbst durch die Abstinenz machen konnte.

    Es ist doch so, dass Alkohol nur eins kann, nämlich mein Leben zu ruinieren und mich zu zerstören. Aber ich habe nur dieses eine Leben und ich sorge nun mit klarem Kopf gut für mich.

    Hallo Ben willkommen zurück im Forum. Ich wünsche dir einen guten Nutzen aus dem Forum auf deinem Weg. Hier zu lesen und zu schreiben ist für meine Abstinenz wichtig, damit ich am Thema dran bleibe und stets an meiner Abstinenz festhalte.

    Alles Gute für dich.

    Bei mir hat es ne ganze Weile gedauert. War zum Teil sehr unruhig und Gedankenkarusell. Habe mir dann ein besonders ruhiges Abend Ritual angewöhnt. Ein paar Minuten was angenehmes positives zu lesen, Tee, Entspannungstechniken oder Meditation. Beim Einschlafen habe ich die Gedanken mit zählen und Stop abgelenkt. So wurde das dann ganz gut.

    Ich bin ziemlich lange den Weg der Vermeidung gegangen.

    Ich weiß nicht ob man es trainieren kann nüchtern zu bleiben. Die bewusste Konfrontation mit Alkohol habe ich bisher nicht ausprobiert.

    Weiß nicht ob das denn überhaupt ratsam ist.

    Samstag war das erste Jahr rum.

    Auch von mir bekommst du die Anerkennung für dein erstes Jahr. Gratulation. Jetzt hast du eine komplette Jahresrunde gedreht, alles einmal durch.

    Bei mir gab es nach 1,5 Jahren nochmal eine weitere Entwicklung dazu. Da habe ich deutlich noch einen Unterschied gespürt.

    Mein Suchtdruck ließ nach, je entspannter, je unverkrampfter ich wurde.

    Das ist bei mir auch so. Je weniger ich daran denke, Risikominimierung eher routinemäßig mache, aber nicht extra drauf achte, desto besser und leichter fällt es mir abstinent zu sein.

    Am Anfang der Abstinenz war ich alles andere als entspannt = hoher oder öfter Suchtdruck. Mit der Zeit und den Aha-Effekten a la :"geht doch, auch ohne Alkohol" oder "so schlimm ist es nun auch wieder nicht", löste sich der Suchtdruck sprichwörtlich in Wohlgefallen auf, denn es gefiel mir nun wohl, täglich nüchten zu sein.

    Das könnte von mir geschrieben sein

    verknüpfte, gedanklich, Alkohol mit unangenehm und alkoholfrei mit sich wohl fühlen.

    Das ist das Geheimnis.

    Obwohl überall das Glas Alkohol mit schönen und angenehmen Momenten in Kombination gebracht wird. Beim schönen Essen, beim romantischen Date, beim Sektempfang bei Festlichkeiten und und und.

    Im Gegenzug stehen dann aber auch die unangenehmen Dinge und Widrigkeiten. Wenn die stärker und gravierender sind, als die angenehmen Verknüpfungen, dann gelingt das. Oder wenn angenehme Erinnerungen auftauchen, diesen dann die miesen Seiten vom Alkohol entgegen setzen. So hat das bei mir gut geklappt.

    Das eine tun und das andere nicht lassen.

    Mir gefällt der Satz. Der ist gar nicht unklar, finde ich. Ich habe inzwischen keine Angst mehr vor nem Rückfall, aber den Respekt vor der Sucht habe ich behalten. Ich löse mich immer mehr von dem Thema.

    Ziel: den Gedanken an möglichen Alkoholkonsum aus dem Kopf bekommen

    Das ist mir tatsächlich gut gelungen.

    Das benötigt Zeit, Bewusstsein und jede Menge Glauben, an sich glauben ... dass man es kann, es schafft und sich auch dessen bewusst ist und auch jede Menge Training, später dann, auch Konfrontationstraining, da, wie alle wissen, der Alkohol uns überall begegnet.

    Ich glaube auch fest an mich, dass ich es kann und schaffe unfallfrei abstinent zu leben.

    Allerdings betreibe ich kein extra Konfrontationstraining. Die Begegnungen mit Alkohol, die ich nicht verhindern kann, genügen mir als Training.

    Aktuell fühle ich mich mit meiner Abstinenz pudelwohl und absolut zufrieden. Und so wie mir AmSee13 geschrieben hat, die kleinen, stillen, subtilen Momente wo mir dies als großes Glück bewusst wird, die genieße ich nun einfach. Andere Erwartungen, das eRwarten von größeren Empfindungen bezüglich meiner Abstinenz habe ich abgelegt. Diese kleinen, feinen Minuten der tiefen innere Freude sind es. Ich habe mein Ziel erreicht.

    trinke ich nicht = Rückfall ausgechlossen.

    Das ist jetzt für mich Realität und wie gesagt, den Respekt nicht aus den Augen verlieren. Mehr ist es jetzt nicht mehr. Doch, einfach zufrieden sein 😊

    Ab und zu aber juchzt es in mir auf, wie glücklich ich mich schätze, frei von diesem Zeug und allem, was da so dranhängt, zu sein. Und dann genieße ich dieses Gefühl und fühle Dankbarkeit.

    Ich könnte mir vorstellen, dass auch du ab und zu solche Momente haben wirst. Zu tun hättest du dann nur, es zu genießen.

    Genauso ist es bei mir.

    Ab und zu kommt mal so eine innere Freude auf, ganz alleine für mich. Da spüre ich richtige Glücksmomente. Ansonsten fühle ich nichts.

    Ach dann ist das also völlig normal und bei euch auch so.

    Herr Leute ich kann nun definitiv sagen, ich hab’s geschafft. 👍 😊

    Da hat das Forum auch seinen Teil dazu beigetragen. Deshalb an dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön 👍

    Ich brauche nichts mehr zu tun, meine Abstinenz ist zur Normalität geworden. Keine besonderen Gefühle oder Gedanken mehr. In Restaurants beachte ich die Gläser anderer Gäste nicht mehr.
    Vermutlich habe ich noch eine Erwartung an die Abstinenz. In den ersten Monaten war es eine Herausforderung nichts zu trinken.

    Diese unterschiedlichen Phasen der Abstinenz waren bei mir alle da. Jetzt ist einfach nichts, nichts worüber ich hier schreiben könnte. Es kommt kein anderes Gefühl einer großen Freiheit. Ich bin einfach frei von Alkohol. Das ist leise, subtil, ruhig und einfach da. Nichts was großer Worte oder Handlungen bedarf. Die ganze Abstinenz ist einfach kein Thema mehr. Das ist natürlich super. Aber trotzdem für mich auch komisch. Glaube daran muss ich mich erst gewöhnen.

    Das war’s, ich bin durch.

    Lediglich den Respekt nicht verlieren. Sonst gibt’s nichts mehr zu tun. Ich zähle nicht mal mehr die Tage und Wochen od. Monate. Ist irgendwie uninteressant geworden.

    Diese Selbstverständlichkeit, dieses Normale ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig. 😊Versteht ihr was ich meine?

    Manchmal vergesse ich sogar das Forum. 😊

    Rekonvaleszent Danke für deine Ansicht und deinen Weg.

    Auf deine Meinung war ich sehr gespannt und was du dazu sagst. Du hörst dich an, als ob dir absolut nichts fehlt und du dein abstinentes Leben positiv und zufrieden verläuft. Du weißt ja, dass du für mich ein Vorbild bist, sowie einige andere hier auch.

    Werde da noch ausgiebig drüber nachdenken. Meine Abstinenz steht an oberster Stelle und somit auch die Sicherheit. Eine Gefährdung ist keine Option. Mir geht’s ja auch gut. Ich bin absolut froh es geschafft zu haben.

    Ich lebe befreit, ich spüre keinerlei Ballast durch meine Abstinenz, jedoch habe mir den Respekt vor dem Alk bewahrt. Angst habe ich keine, warum auch?

    Das ist ein so positiver Satz. So geht’s mir im Grunde auch.

    Denn wozu führt dieser Schutzwall oft? Zu einem lebenslangen Vermeidungsverhalten. Zu Angst vor jeder Situation, in der Alkohol konsumiert wird. Das würde im Umkehrschluss nahezu einer sozialen Isolation gleichkommen, einem stetigen Leben im Alarmismus.

    Darüber habe ich mir schon öfter Gedanken gemacht. Bisher habe ich in meiner Abstinenz dieses Vermeidungsverhalten und/oder Risikovermeidung erfolgreich praktiziert. Das hat auch wirklich gut geklappt, Ich bin sehr zufrieden und vermisse nichts. Trotzdem hatte ich schon mehrfach überlegt wie sich meine Abstinenz noch freier und unbeschwerter anfühlen könnte. Losgelöst von negativen Gedanken aus der Vergangenheit und auch ohne Gedanken an einen Rückfall.

    Ich halte aber weiter an meinem bisherigen Vermeidungsverhalten fest, sicherheitshalber. Gehe weiterhin kein Risiko ein und bin rückfallfrei abstinent.

    Aber es fehlt mir etwas. Dieses ganz freie Gefühl. Versteht ihr was ich meine?

    Dieses ganze Sucht- und Alkoholthema einfach wie Ballast abzuwerfen und mich komplett befreit zu fühlen. Geht das überhaupt?

    Ich stelle mir da vor, wie ich auf einem hohen Berg stehe, die Arme ausgebreitet in die Höhe gestreckt und tief aufatme, mit Blick in die freie Weite. Ganz ohne Hindernisse mich frei und leicht fühlen. Also ich möchte gerne in meiner Abstinenz ein bestimmtes Gefühl erleben.

    Kogge ich würde dein Buch auf jeden Fall lesen. Du schreibst hier immer schon so erhaben. Ich stelle mir dein Buch mit subtiler Spannung vor, gleichzeitig fesselnd und ergreifend, aber auch beruhigend und tief.

    So empfinde ich jedenfalls hier die meisten deiner Beiträge.

    Das Thema Alkohol ist für mich erledigt

    Da möchte ich aber drauf hinweisen, dass die Sucht nur schläft. Sie im Hinterkopf behalten und nicht leichtsinnig zu werden ist schon wichtig und zwar dauerhaft.

    Dann bleibt dein Kopf klar und dein Geist sowie deine Gedanken bringen großartige Bücher hervor. Gib unbedingt Bescheid hier wann es dein Buch zu kaufen gibt. 👍

    Leonissa hallo und willkommen hier im Forum.

    Für mich gehört ein Rückfall nicht dazu. Ich hatte noch keinen und ich wüsste nicht, ob ich es wieder schaffen könnte. Ein Rückfall ist für mich keine Option, denn ich weiß, dass mich ein einziges Glas, oder vielleicht sogar nur ein paar Schlucke wieder dahin befördern, wo ich nicht wieder hin will.

    Die Sucht schläft ja nur und die Sucht kann tödlich enden. Deshalb tue ich alles, damit sie still tief und fest weiter schläft. Ich finde es fahrlässig, wenn Alkoholikern gesagt wird, dass ein Rückfall dazu gehört.

    Ich finde es toll, dass du für dich den richtigen Job gesucht und gefunden hast.

    Ich fülle die Zeit, die Alkohol als Zeitfresser gekostet hat nicht extra mit was anderem. Trotzdem gibt’s einen großen Unterschied. Früher in der nassen Zeit war ich ständig im Zeitstress, das ist jetzt anders. Jetzt ist die Zeit, die sonst für saufen und Kater drauf ging einfach da um meinen Tag zu entschleunigen. Ich habe nicht mehr das Gefühl der Hetze, Eile und fühle mich kaum noch gestresst. Mein Job fällt mir mit klarem Kopf leichter und die Arbeit geht mir leichter von der Hand. Dadurch fühle ich mich ausgeglichener. Privat nehme ich mir für alles die nötige Zeit. Bei mir ist tatsächlich ein ganz anderer Umgang mit der Zeit entstanden. Das habe ich mir immer erträumt und habe dies nun mit der Abstinenz erreicht.

    Das ist ein sehr interessanter Beitrag. Danke dafür Loner

    Ich habe am Anfang meiner Abstinenz Gaba genommen. Hatte davon gelesen. Das habe ich immer da und hin und wieder nehme ich es eine Weile.

    Ich habe schon jahrelang Herzrhythmusstörungen und nehme deshalb Medikamente. Die sind sehr gut eingestellt und derzeit habe ich keine Probleme. Als ich noch getrunken hatte, habe ich diese Medikamente auch schon genommen und hatte trotzdem immer mal wieder Herzrhythmusstörungen und Herzrasen.

    Das ist jetzt komplett verschwunden und ich habe mir erst vor kurzem Gedanken gemacht, ob ich mit meinem Arzt spreche und evtl. die Medikamente ausschleichen lasse.

    Was hat der Glutamat Spiegel mit Gaba denn zu tun? Ich habe von medizinischen Dingen gar keine Ahnung.

    Ich bin jetzt 1 Jahr und 8 Monate abstinent.

    Winterblues…. Jo, mir auch nicht unbekannt

    Geht mir genauso, der Januar ist immer so ein trister Monat. Mir fehlt da richtig der Schwung.
    Können ja einen Club der Winterblues Betroffenen eröffnen und uns gegenseitig aufmuntern.

    Ich versuchs mal mit nem ziemlich doofen Witz 😜😊

    Warum lassen sich Taucher immer rückwärts ins Wasser fallen?

    Na, wenn sie sich vorwärts fallen lassen würden, dann würden sie ja ins Boot fallen ☺️🤪😎