Beiträge von Emily

    Laggard ich kann deine beruflichen Gedanken und den inneren Konflikt gut verstehen. Auch die Verlustgefühle rückwärts zu gehen und sich beruflich zu verschlechtern. Ich kenne das sogar selbst. Aber ich muss sagen, dass ich es nicht bereue. Im Job fühle ich mich dadurch wohler und entspannter. Irgendwie ist eine Belastung weggefallen. Allerdings ertappe ich mich hin und wieder auch mit dem Gedanken der Unzufriedenheit weil ich für manches nicht verantwortlich bin. Also ein kleiner Konflikt gibt es ab und zu. Aber immer siegt dieses Gefühl etwas unbeschwerter zu sein. Ich vergleiche das mal so als wenn ich im Restaurant esse, bezahle und fertig. Andere räumen den Tisch ab, ich brauche mich um nichts zu kümmern. Nur den Mund abputzen und gehen.

    dass ich mich gerne nach der Arbeit

    Das kenne ich natürlich auch. Es gibt aber auch genug anderes außer Alkohol. Sei es ein Schaumbad, ein besonderer Tee, der Lieblingssong, Sport, Spaziergang usw. Was gefällt dir gut, was machst du gerne? Vielleicht meditieren oder lesen?

    Sehr wertvoll in diesen für mich schweren Zeiten

    Das hört sich auch gut an.
    Hier in deiner SHG kannst du auch alles schreiben was dich bedrückt. Ist ne weitere solide Unterstützung auf dem nüchternen Weg.

    Magst du über deine schweren Zeiten schreiben?

    Man kann zwar locker den Saft aus 4 Äpfeln trinken, aber wer isst schon in kurzer Zeit 4 Äpfel?

    Danke dir sehr für diese Info. 💐 Da hast du absolut recht.

    Ich vertrage Fructose nicht gut und muss da eh auf die Menge achten. Deshalb ist dein Beitrag für mich sehr gut und hilfreich.

    Wie lange bist du denn schon nüchtern?

    Smoothies werden von Ernährungsexperten als potenziell ungesund eingestuft, da sie oft sehr viel Zucker (Fruchtzucker), Kalorien und freie Ballaststoffe enthalten können, die zu Übergewicht, Stoffwechselstörungen und Diabetes führen können, wie Studien nahelegen."

    Oh danke für die Info. Ehrlich gesagt, habe ich erst 3-4 Smoothies getrunken. Also eher selten. Trotzdem sind sie sicherlich gesünder als Wein oder Bier. Ich trinke sie nicht oft. Meiner Getränke sind Wasser, schwarzen Kaffee und Tee ohne Zucker. Aber wenn ich unterwegs bin werde ich nun öfter mal ein Smoothie trinken.

    Klar wenn man täglich mehrere trinken würde, kann ich mir natürlich schon vorstellen, dass das zuviel ist. Deshalb danke für deinen Hinweis. Daran hätte ich nicht gedacht.

    Um am Ende von Petrus einen Strich durch die Rechnung zu bekommen. Der schickt nämlich gerade Regen, Gewitter

    Ich habe für mich gelernt, das Gute zu sehen. Wer weiß vielleicht war es Schicksal. Oft hatte bei mir eine Änderung einer Planung im Nachhinein Sinn ergeben, im Positiven. Vielleicht war es gut, dass du diese Tour nicht gefahren bist.

    Ich bin bzw. war eher der unruhige Typ, das hat sich irgendwie geändert. So als wenn mein wahres Wesen jetzt erst so richtig zum Vorschein kommt. Ich bin ein viel ruhigerer Mensch als ich gedacht habe. Auch Gelassenheit und sogar Geduld machen sich bei mir bemerkbar. Vieles muss gar nicht so wichtig genommen werden. Ich gehe viel gelassener durch Leben. Das bekommt mir ausgesprochen gut. Ich brauche keinen Alkohol mehr zum Entspannen oder runterkommen. Ich bin generell einfach bei allem entspannter.

    Wer will schon Bier oder Wein? Heute in der Stadt habe ich gesehen, dass man mit nem Smoothie to go in der Hand durch die Stadt geht. Habe ich dann auch gemacht. Tolle Sache, sehr lecker und noch gesund on top. Kam an einem Weinlokal vorbei und hatte ehrlich gesagt Mitleid mit den Leuten die da saßen und Wein, also Nervengift tranken. Mein Smoothie sah schick aus und fand ich viel cooler.

    Es ist spannend sich nüchtern neu kennen zu lernen und neue Seiten an sich zu entdecken.

    Loner dies hier ist deine SHG, lies so viel du kannst, das hilft ungemein. Hier bekommst du Hilfe zur Selbsthilfe. Pick dir raus was für dich passt. Im Notfall einfach denken, heute trinke ich nicht. Das ist für mich der allerbeste und allerwichtigste Satz schlechthin. Gestern waren es bei mir ja 474 „Heute“

    mich. Irgendwann wurde das NEIN-sagen zum Alkohol normal, ganz automatisch!

    Das bemerke ich bei mir auch. Wie eine Selbstverständlichkeit sage ich: Ich trinke keinen Alkohol. Irgendwie schwingt da bei mir in der Stimme sogar ein bisschen „damit angeben“ mit. Ehrlich ich bin kein Angebertyp, aber ich sage: Nein danke ich trinke keine Alkohol mit Stolz. Als wäre ich was besseres und trinke alkoholfrei was besseres. Was ja auch stimmt. Alkoholfrei ist einfach was besseres.

    Wenn, dann würde ich mir eine Kiste vom Getränkehändler holen und zu Hause konsmumieren.

    Schick solche Gedanken ganz schnell in die Wüste. Such dir lieber neue Tee Sorten.
    Denk an die schönen Vorteile der Abstinenz. Das ist jetzt einfach ne Phase die eben mal vom Suchtgedächtnis kommt.

    Weiter oben sollte natürlich gratuliere dir heißen.

    Bemerkst Du noch positive Veränderungen nach einer so langen Zeit? Denkst Du noch an Alkohol? Oder bist Du soweit, dass er Dich nicht mehr beschäftigt?

    Ich bemerke wirklich richtig gute positive Veränderungen. Aufgefallen ist mir das erst vor 1-2 Monaten. Also nachdem ich schon länger als 1 Jahr nüchtern war. Im ersten Jahr musste sich meine Abstinenz erstmal stabilisieren. Dafür habe ich sie auf oberste Priorität gesetzt. Ohne meine Abstinenz hätte ich mein Leben weggeworfen. Das war mir innerlich ganz tief bewusst. Klar hatte ich auch meine Schwierigkeiten, hatte Suchtdruck und anfangs auch Verzichtsgedanken. Aber das hat sich gewandelt. Ich muss nicht mehr trinken und ich will nicht mehr trinken. Das braucht seine Zeit.

    Aber ich bin im ersten Jahr nicht auf Events wie z.B. Oktoberfest, Weihnachtsmarkt, Weinfeste usw. gegangen. Meine Abstinenz stand wirklich an erster Stelle und ich habe alles getan um sie abzusichern. Ich bin auch abends in keinen Club, Kneipe oder Bar. Ich bin eher nachmittags mal mit Freunden und Familie in ein Café oder Eisdiele. Habe mich zum Kaffee verabredet. Ich hatte auch enge Leute eingeweiht und da kam viel Rückhalt.

    Wäre es für dich denn eine Option gar nicht erst aufs Oktoberfest zu gehen und stattdessen einen Wellness- und/oder Sporttag zu machen, oder ne lange Wanderung und dann nen heißen Tee und gesunden Saft oder Smoothie.

    Du musst wissen was dir deine Abstinenz wert ist. Oktoberfest ist ein ziemliches Risiko. Erinnere dich nur mal zurück an die miesen Begleiterscheinungen vom Alkohol. Möchtest du das wirklich wieder haben?

    Mein Zähler ist heute bei 208 Tagen.

    Da gratich dir gerne. Super gut.

    Aber intern in mir geht gerade eine Diskussion ab. So schlimm wird es doch nicht sein, wenn Du im Herbst wieder ein paar leckere Oktoberfestbierchen hast.

    Oh, da meldet sich dein Suchtgedächtnis. Denk dir mal im Gegenzug, dass so ein Bier Nervengift ist. Jeder sChluck, der dir durch den Hals in den Körper läuft ist Gift. Dafür zahlst du auf dem Oktoberfest auch noch einen Haufen Geld. Und sei dir gewiss, bei einem Bier bleibt es nicht. Ganz schnell kommst du wieder dahin wo du vor 209 Tagen warst.

    Wappne dich gegen solche Gedanken. Halte dir den Notfallkoffer vor Augen.

    Heute bin ich 474 Tage abstinent 🍀

    Und ich beobachte, dass ich mich ziemlich verändert habe. Diese hibbelige Unruhe und Nervösität ist so gut wie verschwunden. Die gestresste Grundstimmung ist auch weg. Dafür hat sich eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit entwickelt. Ich fühle mich selbst. Ich gehe auch Dinge viel bedachter und überlegter an. Nehme mir Zeit und bin auf die Sache, die ich gerade mache fokussiert. Ich bringe meinem eigenen Leben und mir selbst Wertschätzung entgegen. Ich tue mir Gutes und achte auf mein Wohlbefinden und dass ich genug ausruhe und Pausen mache und mich entspanne. Eben Selbstfürsorge.

    Dieser ganze Stress, die Lügen, Heimlichtuerei als Begleitung vom Trinken haben sich komplett in Luft aufgelöst.

    Mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, indem ich bewusst unnötige Dinge, Verpflichtungen und mentale Belastungen reduziere, ist ja schon seit geraumer Zeit "mein" Thema. Und es darf auch gerne noch länger mein Thema bleiben.

    Du motivierst wieder so toll. Wenn der Anfang gemacht ist, dann wird das Projekt zum Selbstläufer.

    Ich habe auch einige Ideen. Fängt damit an, Käufe zu überdenken. Ich miste auch mein Handy aus, bestelle Newsletter ab.

    Dann aussortieren, leere Plätze schaffen und alles schön sauber haben.

    Mir tut das richtig gut. Hatte den Thread hier noch gar nicht entdeckt.

    es gibt immer Gründe(?), um seinen Körper zu schädigen?

    Mir war das während der nassen Zeit gar nicht so bewusst. Dass Alkohol nicht gut und ungesund ist war mir schon klar. Aber ich dachte so schlimm wird es schon nicht sein. Falsch gedacht!

    Es ist müßig darüber zu diskutieren, wenn man den Fakt, der zellzerstörischerischen/kankmachenden Wirkung immer ausser Acht lässt und sich auf Befindlichkeiten/Umstände beschränkt.

    Will ich ? ... krank werden, immer schlechter funktionieren, früher altern ... dann ist Alkohol ein Garant dafür, es auch zu erreichen. Vielleicht hat man auch Glück, so wie beim russischen Roulette, solange der Nervenkitzel überwiegt, kann man ewig darüber diskutieren.

    Ich habe das ignoriert und heute bereue ich das. Nun muss ich damit klar kommen. Heute tue ich alles um meine Gesundheit wieder aufzubauen. Während der nassen Zeit habe ich einfach die Augen verschlossen und meine Gesundheit aufs Spiel gesetzt.

    Ich habe bisher abend gerne 2 Serien geschaut. Das war manchmal mit Stress verbunden mir die Zeit dafür freizuschaufeln.

    Habe mich entschlossen diese Serien ab heute nicht mehr zu schauen. Wieder eine Fessel losgelassen und wieder ein kleines Stück Freiheit gewonnen.

    Weiterhin habe ich mir überlegt mein Kaufverhalten zu überdenken. Damit meine ich nicht den Wocheneinkauf von Lebensmitteln. Eher Käufe von Dingen wie Klamotten, Kosmetik, Krimskrams aller Art. Gegenstände binden mich an und wenn es zuviel ist, erdrücken sie mich.

    Im Rahmen meiner Abstinenz habe ich nun Freiheit und Leichtigkeit wiederentdeckt und das weite ich jetzt weiter aus. Ich brauche gar nicht alles was ich habe. Ich brauche Platz, Licht und Luft um mich selbst ausbreiten zu können.

    Es ist das Geschenk der Abstinenz nicht mehr zu brauchen als jetzt und hier ist.

    Damit habe ich mich die letzten Tage auch beschäftigt. Einfach das „Sein“ im Hier und Jetzt zu spüren. Egal was ich gerade tue, mit allen Sinnen bei der Sache zu sein. Und vor allem nur immer eins nach dem anderen machen. Manchmal tut Einfachheit einfach nur gut. Genügsamkeit führt zu Zufriedenheit.