Beiträge von Emily

    Meinetwegen bin ich nicht geheilt (ohne Anführungszeichen), ich hab' mir den Alkohol abgewöhnt, auch alle vermeintlich positiven Erinnerungen.

    Paul du hast das sehr verständlich ausgedrückt. Ich weiß genau was du meinst und stimme dir zu. Glaube letztendlich meinen wir alle das selbe, nur wird es unterschiedlich formuliert und ausgedrückt.

    Und in diesen Zeiten ist bei mir früher oft der Rückfall passiert. Ich hab da nie aktiv nach Alk gesucht, sondern es war immer eine Festivität, Prüfungsfeier oder ein Urlaub oder Silvester oder eine Beerdigung, Hochzeit, wo ich aus dem Nichts plötzlich ein Glas in der Hand hatte und dachte. "Ach, das passt schon.

    Danke dass du das geschrieben hast. Ich bin jetzt 1 Jahr und paar Monate nüchtern und es gab auch Phasen wo ich gar nicht mehr an Alk gedacht habe. Dies ist mein erster Versuch meines nüchternen Weges nach etwas mehr als 20 nassen Jahren. Ich kann nicht viel zu Rückfall beitragen, weil ich noch keinen hatte. Ich wüßte auch nicht ob ich es wieder schaffen würde erneut aufzustehen. Momentan bin ich wieder sehr achtsam und sehe wie nah Alkohol ist. Alkohol ist quasi überall zum Greifen nah. Nachlässigkeit in der Abstinenz kann alles zunichte machen.

    Liebe Erna einfach Tag für Tag deinen Weg gehen.
    Mach wonach dir ist, wenn du schreiben möchtest dann schreib, wenn nicht dann lass es sein. Sei biegsam und flexibel, achte nur auf dich.

    Ich hatte auch ein Wechsel der Gefühle und Stimmungen. Einfach mit dem Strom mitschwimmen und aufmerksam bleiben.

    Erna Gerade der Anfang des nüchternen Weges ist turbulent gewesen. Ich habe da versucht soviel Ruhe wie möglich in mein Leben zu lassen.

    Erstmal überhaupt nüchtern die ersten Tage zu schaffen. Die Umstellung im Körper und auch das Ändern der nassen Gewohnheiten war wie eine Achterbahnfahrt.

    Alle Gedanken und Gefühle prasselten ohne Alkoholschleier auf mich ein. Das musste ich erstmal bewältigen.

    Das braucht seine Zeit, Geduld und Gelassenheit.

    Jetzt so im Nachhinein kann ich sagen, dass es eine spannende Zeit war. Es lag ein gewisser Zauber über diesem Projekt Abstinenz.

    Lass dich einfach drauf ein und pass dich allem was kommt an. Es gibt Tage die sind ein Alptraum andere beflügelten mich regelrecht. Sei einfach offen und flexibel für alles was kommt.

    Du brauchst einfach nur das erste Glas heute stehen zu lassen.

    Ich muss lernen mit Stress und Druck umzugehen

    Ich mache autogenes Training, auch Gymnastik. Auch schön Zeit im Bad nehmen für Beauty, lange Spaziergänge mit dem Hund finde ich auch sehr erholsam. Dann natürlich ganz gemütlich Tee trinken, oder einen Kakao.

    Ich habe mir da auch Gedanken gemacht was ich zur Entspannung statt Wein trinken tun kann. Generell musste bei mir eine Alternative für die Zeit, die ich mit trinken verbrachte her. Ich habe heimlich alleine zuhause getrunken. Nach Feierabend war ich dann verschwunden. Gartenarbeit war im Sommer auch ne schöne Möglichkeit vom Job abzuschalten.

    Das ist wirklich wichtig sich da eine andere Beschäftigung zu suchen. Gibt ja auch viel im Bereich Sport.

    Ich hoffe, das ich in diesem Forum , Hilfe und Unterstützung bekommen werde

    Hallo Maggi,

    ich möchte dich ebenfalls hier begrüßen und willkommen heißen.

    Wichtig finde ich, sich über seinen Alkohol Konsum Gedanken zu machen.

    Hier diese Online SHG kannst gut für dich nutzen, denn deine Themen werden hier verstanden. Alle schreiben aus eigener Erfahrung.

    Lies dich gut ein und ich wünsche dir einen erfolgreichen nüchternen Weg.

    Laggard es gilt auch zu bedenken, dass du noch am Anfang deines nüchternen Weges bist. Alles braucht seine Zeit. Geduld und Gelassenheit sind nötig. Im Grunde ist es dein normales Leben mit allen Höhen und Tiefen, nur dass du nun alles nüchtern erlebst. Dazu gehören auch deine eigenen Gedanken und Gefühle. Die waren sonst immer benebelt um vom Alkohol ertränkt und somit abgeschwächt. Nun kommt alles klar zum Vorschein und du musst neu lernen damit umzugehen. Deshalb immer einen Schritt nach dem anderen.

    Schließlich hast du jahrelang getrunken, da braucht die Abstinenz auch eine Weile. Bei mir hat sich nach mehr als 1 Jahr ein richtiger Unterschied gezeigt.

    In der Zeit war alles dabei was man sich denken kann, von Euphorie bis Lethargie, von Himmelhoch Jauchzend bis betrübt und Traurigkeit war alles dabei. Auch mal eine Zeitlang ein gefühlter Stillstand. Das sind eben alles Phasen. Einfach hinnehmen und einen Tag nach dem Anderen immer weiter.

    Ich lese hier auch bei mehrjährig Trockenen heraus, dass es da noch eine Steigerung zu meinem jetzigen Punkt gibt. Einige denken gar nicht mehr an Alkohol, nüchtern zu sein ist so normal und selbstverständlich, dass es kaum noch Worte darüber zu sagen gibt.

    Aber jeder von uns hier muss heute das erste Glas stehen lassen. Das ist das ganze Geheimnis. Alles andere macht die Zeit.

    Erna willkommen hier in der SHG.

    Schön, dass du dir Gedanken um deinen Alkohol Konsum machst und auch ins Handeln gekommen bist.

    Lies dich hier ein bisschen ein. Das Forum kann dir eine starke Hilfe zur Selbsthilfe sein.

    Ich wünsche dir einen guten nüchternen Weg.
    Mir hat am allermeisten dieser kleine Satz geholfen: Heute lasse ich das erste Glas stehen.

    Laggard ich kann deine beruflichen Gedanken und den inneren Konflikt gut verstehen. Auch die Verlustgefühle rückwärts zu gehen und sich beruflich zu verschlechtern. Ich kenne das sogar selbst. Aber ich muss sagen, dass ich es nicht bereue. Im Job fühle ich mich dadurch wohler und entspannter. Irgendwie ist eine Belastung weggefallen. Allerdings ertappe ich mich hin und wieder auch mit dem Gedanken der Unzufriedenheit weil ich für manches nicht verantwortlich bin. Also ein kleiner Konflikt gibt es ab und zu. Aber immer siegt dieses Gefühl etwas unbeschwerter zu sein. Ich vergleiche das mal so als wenn ich im Restaurant esse, bezahle und fertig. Andere räumen den Tisch ab, ich brauche mich um nichts zu kümmern. Nur den Mund abputzen und gehen.

    dass ich mich gerne nach der Arbeit

    Das kenne ich natürlich auch. Es gibt aber auch genug anderes außer Alkohol. Sei es ein Schaumbad, ein besonderer Tee, der Lieblingssong, Sport, Spaziergang usw. Was gefällt dir gut, was machst du gerne? Vielleicht meditieren oder lesen?

    Sehr wertvoll in diesen für mich schweren Zeiten

    Das hört sich auch gut an.
    Hier in deiner SHG kannst du auch alles schreiben was dich bedrückt. Ist ne weitere solide Unterstützung auf dem nüchternen Weg.

    Magst du über deine schweren Zeiten schreiben?

    Man kann zwar locker den Saft aus 4 Äpfeln trinken, aber wer isst schon in kurzer Zeit 4 Äpfel?

    Danke dir sehr für diese Info. 💐 Da hast du absolut recht.

    Ich vertrage Fructose nicht gut und muss da eh auf die Menge achten. Deshalb ist dein Beitrag für mich sehr gut und hilfreich.

    Wie lange bist du denn schon nüchtern?

    Smoothies werden von Ernährungsexperten als potenziell ungesund eingestuft, da sie oft sehr viel Zucker (Fruchtzucker), Kalorien und freie Ballaststoffe enthalten können, die zu Übergewicht, Stoffwechselstörungen und Diabetes führen können, wie Studien nahelegen."

    Oh danke für die Info. Ehrlich gesagt, habe ich erst 3-4 Smoothies getrunken. Also eher selten. Trotzdem sind sie sicherlich gesünder als Wein oder Bier. Ich trinke sie nicht oft. Meiner Getränke sind Wasser, schwarzen Kaffee und Tee ohne Zucker. Aber wenn ich unterwegs bin werde ich nun öfter mal ein Smoothie trinken.

    Klar wenn man täglich mehrere trinken würde, kann ich mir natürlich schon vorstellen, dass das zuviel ist. Deshalb danke für deinen Hinweis. Daran hätte ich nicht gedacht.

    Um am Ende von Petrus einen Strich durch die Rechnung zu bekommen. Der schickt nämlich gerade Regen, Gewitter

    Ich habe für mich gelernt, das Gute zu sehen. Wer weiß vielleicht war es Schicksal. Oft hatte bei mir eine Änderung einer Planung im Nachhinein Sinn ergeben, im Positiven. Vielleicht war es gut, dass du diese Tour nicht gefahren bist.

    Ich bin bzw. war eher der unruhige Typ, das hat sich irgendwie geändert. So als wenn mein wahres Wesen jetzt erst so richtig zum Vorschein kommt. Ich bin ein viel ruhigerer Mensch als ich gedacht habe. Auch Gelassenheit und sogar Geduld machen sich bei mir bemerkbar. Vieles muss gar nicht so wichtig genommen werden. Ich gehe viel gelassener durch Leben. Das bekommt mir ausgesprochen gut. Ich brauche keinen Alkohol mehr zum Entspannen oder runterkommen. Ich bin generell einfach bei allem entspannter.

    Wer will schon Bier oder Wein? Heute in der Stadt habe ich gesehen, dass man mit nem Smoothie to go in der Hand durch die Stadt geht. Habe ich dann auch gemacht. Tolle Sache, sehr lecker und noch gesund on top. Kam an einem Weinlokal vorbei und hatte ehrlich gesagt Mitleid mit den Leuten die da saßen und Wein, also Nervengift tranken. Mein Smoothie sah schick aus und fand ich viel cooler.

    Es ist spannend sich nüchtern neu kennen zu lernen und neue Seiten an sich zu entdecken.

    Loner dies hier ist deine SHG, lies so viel du kannst, das hilft ungemein. Hier bekommst du Hilfe zur Selbsthilfe. Pick dir raus was für dich passt. Im Notfall einfach denken, heute trinke ich nicht. Das ist für mich der allerbeste und allerwichtigste Satz schlechthin. Gestern waren es bei mir ja 474 „Heute“

    mich. Irgendwann wurde das NEIN-sagen zum Alkohol normal, ganz automatisch!

    Das bemerke ich bei mir auch. Wie eine Selbstverständlichkeit sage ich: Ich trinke keinen Alkohol. Irgendwie schwingt da bei mir in der Stimme sogar ein bisschen „damit angeben“ mit. Ehrlich ich bin kein Angebertyp, aber ich sage: Nein danke ich trinke keine Alkohol mit Stolz. Als wäre ich was besseres und trinke alkoholfrei was besseres. Was ja auch stimmt. Alkoholfrei ist einfach was besseres.

    Wenn, dann würde ich mir eine Kiste vom Getränkehändler holen und zu Hause konsmumieren.

    Schick solche Gedanken ganz schnell in die Wüste. Such dir lieber neue Tee Sorten.
    Denk an die schönen Vorteile der Abstinenz. Das ist jetzt einfach ne Phase die eben mal vom Suchtgedächtnis kommt.

    Weiter oben sollte natürlich gratuliere dir heißen.

    Bemerkst Du noch positive Veränderungen nach einer so langen Zeit? Denkst Du noch an Alkohol? Oder bist Du soweit, dass er Dich nicht mehr beschäftigt?

    Ich bemerke wirklich richtig gute positive Veränderungen. Aufgefallen ist mir das erst vor 1-2 Monaten. Also nachdem ich schon länger als 1 Jahr nüchtern war. Im ersten Jahr musste sich meine Abstinenz erstmal stabilisieren. Dafür habe ich sie auf oberste Priorität gesetzt. Ohne meine Abstinenz hätte ich mein Leben weggeworfen. Das war mir innerlich ganz tief bewusst. Klar hatte ich auch meine Schwierigkeiten, hatte Suchtdruck und anfangs auch Verzichtsgedanken. Aber das hat sich gewandelt. Ich muss nicht mehr trinken und ich will nicht mehr trinken. Das braucht seine Zeit.

    Aber ich bin im ersten Jahr nicht auf Events wie z.B. Oktoberfest, Weihnachtsmarkt, Weinfeste usw. gegangen. Meine Abstinenz stand wirklich an erster Stelle und ich habe alles getan um sie abzusichern. Ich bin auch abends in keinen Club, Kneipe oder Bar. Ich bin eher nachmittags mal mit Freunden und Familie in ein Café oder Eisdiele. Habe mich zum Kaffee verabredet. Ich hatte auch enge Leute eingeweiht und da kam viel Rückhalt.

    Wäre es für dich denn eine Option gar nicht erst aufs Oktoberfest zu gehen und stattdessen einen Wellness- und/oder Sporttag zu machen, oder ne lange Wanderung und dann nen heißen Tee und gesunden Saft oder Smoothie.

    Du musst wissen was dir deine Abstinenz wert ist. Oktoberfest ist ein ziemliches Risiko. Erinnere dich nur mal zurück an die miesen Begleiterscheinungen vom Alkohol. Möchtest du das wirklich wieder haben?