Paul , ich sagte "Das totale positive Denken", das hat mit dem "positiven Denken"an sich nicht so viel zu tun. Die Überdosis ists, die schadet in diesem Fall. Wenn ich nicht positiv denken könnte, würde ich heute nicht mehr leben, glaub mir. Zu viel davon macht aber immer dann hilflos, wenn es mal gar nicht gut läuft im Leben. Ich könnte Dir einige solcher Fälle aus meinem engeren Kreis beschreiben, aber Du meinst es ja gar nicht so viel anders als ich.
Beiträge von CeBe
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Solche "Heilsbringer" und Scharlatane hat es schon immer gegeben. Ebenso wie die Menschen, die auf sowas reinfallen. Dieser Mann ist ja (in seinem Sinn) clever, er nutzt mit den heutigen technischen Mitteln sowohl Gutgläubigkeit als auch Verzweiflung aus, aber oft auch einfach die Gier von manchen Leuten. Es erinnert mich an Berichte über andere Betrugsmaschen, auf die Leute schon reihenweise reingefallen sind: Hohe Zinsen auf Anlagen in Zeiten von quasi Nullzinsen, Heiratsschwindler Betrug an einsamen Menschen.
Besorgniserregend sind die Zahlen. Und schon wieder ist da einer, der mit seiner Idee die Welt verändern will..... Das Üble ist: Es gibt zu wenig Information über solche Praktiken Da tut Aufklärung not, auf allen Ebenen. Es wäre schon gut, wenn niemand mehr Haustürgeschäfte mehr abschließen würde, jeder bei unerwünschten Anrufen sofort auflegen und sowieso niemals spontan auf irgendwelche Heilsversprechen reagieren würde.
Die Nachteile des totalen positiven Denkens sind im Artikel ja formuliert. Das ist alles bekannt, aber leider nicht allen.
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Hallo Paddy, ich freue mich mit Dir über Deine Familie!
Das ist so wichtig in der jetzigen Situation, und sie wissen nun, wie es bei Dir weitergeht. Kommunikation ist immer hilfreich, aber auch ganz besonders dann, wenn neue Probleme auftauchen. Und, genauso wichtig: Gute Gefühle! Die hast Du ja gerade.
Ich denke, durch Deine tolle Familie bist Du noch mehr motiviert.
Beste Grüße
CeBe
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Hallo und guten Morgen LetzteChance
Paul hat die Situation absolut treffend beschrieben, mir ging es ebenso. Und es hat funktioniert.
Du schaffst das auch, denn Du bist hoch motiviert und auf dem richtigen Weg!
Beste Grüße
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Hallo Paddy
Mir hat noch etwas sehr geholfen, zu verstehen, was Alkohol im Körper anrichtet. Ich habe auch jahrzehntelang und mit der Zeit immer mehr getrunken, bis mir dann endlich klar wurde, dass ich abhängig geworden bin. Alle Tests (Fragen/Antworten/Ergebnis) , die ich im Internet gefunden habe, haben mir das bestätigt. Dann habe ich angefangen, darüber zu lesen. Es gibt jede Menge Bücher über Alkoholabhängigkeit, die für mich verständlich geschrieben sind. Mein erstes war "Alk", von Simon Borowiak. Das ist flott und fast witzig zu lesen, nennt aber alle Fakten sehr deutlich. Das war mein "Augenöffner". Aber auch andere Autoren wie Allen Carr, Nathalie Stüben, Gaby Guzek habe ich durch. Alle haben eigene Erfahrung mit Alkoholismus gemacht. Wenn man gerne liest, kann das helfen. Außerdem gibt es eine Unmenge Videos auf Youtube, da wirst Du aber sicher schon herumgestöbert haben?
Die Folge dieser intensiven Recherche war bei mir, dass ich einen buchstäblichen Hass auf und Ekel gegen diese Droge entwickelt habe. So klar war mir das alles vorher nicht gewesen: Dass ich meine Gesundheit komplett ruiniere mit der Trinkerei. Dann war ich soweit, dann gab es für mich nur noch den dringenden Wunsch, trocken zu werden.
Da ich jetzt die Hintergründe kenne, ist es für mich absolut wichtig, Menschen zu haben, die ich ansprechen kann. Deshalb habe ich mich hier angemeldet. Ganz alleine schaffe ich es auf Dauer sicher nicht.
In Deiner SHG und hier im Forum plus dem Hausarzt, der Bescheid weiß, hast Du also beste Voraussetzungen.
Wenn Deine Hausärztin zum Entzug in einer Klinik rät, gibt es dafür sicher Gründe, es nicht alleine zu Hause zu versuchen. Das kann lebensgefährlich sein.
Weiterhin alles Gute!
CeBe
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Hallo Paddy
Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum! Ich finde Deinen spontanen Entschluss zum "Aufhören" großartig und wünsche Dir sehr viel Erfolg. Sehr gut auch, dass Du zum Arzt gegangen bist und dort weitere Unterstützung erhältst. Die Corona-Zeit hat viel Schaden angerichtet, aber Du wirst auch hier Hilfe bekommen von vielen Mitgliedern.
Das Gute an SHG-Gruppen und eben auch Foren dieser Art ist, dass dort Menschen mit ähnlichen Erfahrungen sind.
In diesem Sinne: Alles Gute auf dem Weg in die Abstinenz! Ich selbst bin jetzt seit gut 7 Wochen nüchtern und kann sagen: Es funktioniert!
Liebe Grüße
CeBe
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Solylent green ist der Titel des Films. Ich sag mal, fast richtig
Jetzt habe ich doch schnell nachgelesen. Hm. Solylent?
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Also, eine neue Frage stelle ich nicht. Noch ist dieser Vorschlag ja nicht angenommen worden.
Ich bin jetzt wieder zu Hause und lese gerade die vielen Fragen oben. Oh je, da habe ich ja gewaltige Defizite!
Aber grundsätzlich: Alex07 : Den Spoiler würde ich auch weglassen. Da ist die Versuchung schon groß, schnell mal nachzusehen. Ich finde, wenn man die Antwort nicht kennt, könnte man sich doch auch die Mühe machen, selbst danach zu suchen?
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Sparkassen_Helga Soylent Green, das ist ein Original Filmtitel. Ein Endzeitfilm, schon älter. Der deutsche Titel fällt mir gerade nicht ein. Müsste ich nachschauen. Es geht um Essen - soylent green- das aus verstorbenen Menschen hergestellt wird (um die Ernährung der Bevölkerung zu sichern), und ich fand den so gruselig, dass ich gar nicht mehr dran denken möchte...
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Ah, ich war wieder mal voreilig! Jetzt wird's ernst! Super!
Und vor allem: Danke für das Hirntraining!
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Hallo, das ist aber sehr sehr einfach. Oder gehöre ich zu einer Generation, die das alles sowieso mal gelernt hat?
Wie funktioniert denn das Quiz, soll man da antworten?
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Guten Morgen, willibald42
Da habe ich mich gestern falsch ausgedrückt:
Der Wille ist das Schlüsselwort!
Das war nicht im Sinne von "Man muss nur wollen" gemeint, sondern "DU selbst musst den Ausstieg wollen". Also das tun, was Du wirklich willst. Bei mir zumindest hat es gar nichts gebracht, wenn z.B. mein Mann zu mir gesagt hat, ich solle weniger trinken, oder gar, ich solle damit aufhören. Das klappte erst, als ich selbst mich dazu entschlossen habe.
Lieben Gruß
CeBe
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Glückwunsch zu Tag 14! Es kommt mir vor wie gestern, dass Du angefangen hast. Die Zeit weiter, wie man sieht.
Schönen Restsonntag auch Dir
CeBe
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Hier nur ganz kurz etwas zum drüber Nachdenken:
Einsamkeit, Angst, Depressionen werden schlimmer und mehr durch die Sucht.
Wenn Dir die Wirkung des Alkohols nach der Abstinenz nicht mehr gefallen hat, wäre das doch der perfekte Grund, es sein zu lassen!
Die objektive Pro und Kontra Liste ist deutlich aussagekräftiger als die subjektive, aus der der Wunsch nach dem Trinken spricht.
Es geht gar nicht darum, was "anderen nicht passt", es geht um Dich.
Alk nicht als Problemlöser, das ist schon mal gut. Aber am besten auch nicht als Belohnung...
Ständig wachsam bleiben strengt an.
Der Wille ist das Schlüsselwort!
Mit Grüßen
CeBe
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Hallo willibald42 und willkommen hier im Forum!
Ich habe mich gerade gefragt, was Dich eigentlich hierher geführt hat. Hierin könnte die Antwort liegen:
Ich hoffe auch mal, daß dies so bleibt. Zu meinem alten Konsum, will ich auf keinen Fall zurück. Ich sehe das nicht trinken mitterlweile, schon auch eher als Befreiung an. Aber solange ich "verzichten " im Kopf habe, wird es schwierig es ganz zu lassen.
Für mich klingt das, als ob Du zur Zeit ein Risiko für Dich siehst. Wenn Du hier ganz viel liest, wird Dir auffallen, dass jeder im Nichttrinken eine Befreiung sieht, aber ganz bestimmt keinen Verzicht. Was AmSee schreibt zum Thema "kontrolliertes Trinken" ist absolute Tatsache. Es klappt nicht, das wird Dir jeder bestätigen. Wenn Du es willst, kannst Du Dich von dem Verzicht-Gedanken befreien. Aber DU MUSST ES WOLLEN.
Meinst Du mit den immer wieder 4-6 Monaten Pausen völlige Abstinenz? Dann würde das hinterher in meinen Augen jedesmal ein Rückfall sein. Das ist bereits ein Muster.
Willst Du aufhören oder glaubst Du wirklich an einen "schadensbegrenzenden Konsum"?
Was spricht für Dich dafür, weiter zu trinken?
Schönen Abend noch und Grüße
CeBe
Aber wenn es zu gut läuft sollte man aufpassen!
Dieser Satz ist wichtig, und er ist wohl auch die Antwort auf meine Frage, was Dich hierher geführt hat.
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Danke! Das ist eine gute und bildhafte Beschreibung. Da ich ja noch ganz am Anfang bin, spüre ich das sowieso ab und zu.
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Das gleiche Sender-Empfänger-Repertoire!
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Also Paul, falls Du meinen Post noch einmal durchliest, besonders den zweiten Teil, wirst Du feststellen. , dass ich das gleiche gesagt habe wie Du. Ich schrieb auch, dass Kinder leicht die Schuld für die Probleme der Eltern bei sich suchen und dadurch eine Verantwortung spüren, die man ihnen nicht zumuten darf. Trotzdem halte ich es für richtig, ein Kind in dieser Situation nicht alleine zu lassen ( ich meine damit nicht "räumlich alleine").
Kindern sollte man in kindgerechter Weise Fragen beantworten, wenn sie sie stellen. Und wenn ein Kind Angst hat, zu fragen, kann man ihm sehr behutsam trotzdem einige Erklärungen geben.
Möglicherweise haben wir einfach nicht fas gleiche Sender-Empfänger-Repertoir?
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Oh, da fällt mir noch was ein: Ich halte es für extrem wichtig, dass Dein Sohn nicht das Gefühl bekommt, irgendwie verantwortlich zu sein für Deinen Zustand. Kinder beziehen gerne alles mögliche auf sich, sie können ja noch nicht so gut reflektieren. Da braucht es wirklich extrem viel Fingerspitzengefühl, wenn Du mir ihm über Dein Problem sprichst. Du musst das im Grunde sowieso alleine bewältigen, das Kind kann und soll Dir da nicht helfen. Es soll eigentlich nur wissen, was zur Zeit bei Dir los ist. Verstehen wird er es nicht, denke ich.
Und dass alles wieder gut wird, das ist ganz wichtig!
Es ist ja so, dass Kinder aus problematischen Beziehungen oder Familien verinnerlichen, sie hätten daran eine Schuld. Um Himmels Willen, das ist katastrophal und kann einem Kind auf Dauer das Leben verderben. Sie wissen oft gar nicht mehr, was da mit ihnen passiert ist.
Übrigens: Ich finde es gut, dass Du diese ersten Tage einzeln betrachtest und bewertest. Bisher war doch jeder Tag ein Erfolg, oder? Wenn Du es so weiter machst, kannst Du Dir ja auch jeweils den nächsten Tag vornehmen. Es einen Tag nach dem anderen hinkriegen, damit kommt man auch weiter!
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Und LetzteChance , so als Ergänzung zu Stilles Wasser : NEIN zu dem, was war! Das Schlechtfühlen geht weg, Du musst aber noch durchhalten. Ich fände einen Rückfall ganz ganz furchtbar und destruktiv für Dich.
Halte Dir doch immer wieder vor Augen, wie es war und wie Du Dich in der Alkoholzeit gefühlt hast. Und was Du nach außen wahrscheinlich für ein Bild abgegeben hast. Das war doch auch Mist. Und was Dein Sohn fühlen würde, wenn Du jetzt aufgibst. Wie er sich dann später an seinen betrunkenen Vater erinnert. Weiß er von Deinem Entzug?
Mit Neunjährigen kann man schon ganz gut -natürlich vorsichtig und im richtigen Moment- über vieles sprechen. Die sind auch sehr "verzeihend", wenn ich das so sagen darf. Das ist ja noch das Alter, in dem Kinder ihre Eltern nicht so kritisch sehen wie dann ein paar Jahre später. Geh vor allem davon aus, dass Du für ihn wichtig und bedeutend bist, aber er muss Dir vertrauen können. Und er soll nicht Angst um seinen Papa haben!!
In Deinem Vorstellungspost hast Du so negativ über Dich selbst geschrieben, das hat richtig wehgetan. Aber auch an Deiner Familie siehst Du, dass Du beachtet wirst und wichtig bist. Sonst wären die nicht wieder mit Dir zusammen. Von wegen alleine gelassen und unverstanden.
Weiß Deine Frau denn, was Sucht bedeutet und dass man die nicht von jetzt auf gleich ablegen kann? Wenn Du Freunde verloren hast, dann waren sie wohl doch keine richtigen Freunde. Ich kenn das sehr gut, wie man sich da fühlt. Aber allein schon dieses Forum zeigt Dir, dass es Menschen gibt, die Dich gerne unterstützen wollen. Das war für mich auch eine komplett neue Erfahrung, aber es tut gut.
Sport kommt wieder! Fang doch erst mal langsam alleine damit an, und wenn Du wieder fit bist, gehst Du in den alten oder einen anderen Sportverein. Vielleicht besser ganz unbelastet in einen anderen, wo man Deine Geschichte gar nicht kennt.
Wenn Dich der Druck überfällt, mach irgendwas dagegen, sofort! Trink ganz viel Wasser, geh aus dem Haus, lenk Dich ab mit Lesestoff, mit Musik, was gerade schön für Dich ist. Ich habe gelesen, dass der Saufdruck auch kommen kann, wenn man unterzuckert ist. Also: Ein Stück Schokolade oder Kuchen wäre da nicht schlecht. Oder Obst, oder... Dabei kannst Du übrigens auch Deine Frau mit einbinden, dann kann sie Dich aktiv unterstützen. Sonst muss sie Deinen Zustand im Moment nur ertragen, das ist für sie auch schwer.
Vielleicht gelingt es Dir in der jetzigen Situation, zu sagen: Es geht mir jetzt mies, aber ohne das kriege ich den Dreckskerl Alk nicht los. Du hast ja schon wirklich tief drin gesteckt, da brauchst Du Kraft.
Würde es Sinn ergeben, wenn Du Dir vorstellst, es wäre eine Grippe oder sowas. Die kann man auch nicht "wegmachen", die muss man mit Geduld überstehen.
Also, es ist noch lange nicht Ende der Fahnenstange. Nur gerade eine miese Zeit.
Liebe Grüße und bleib dran!
CeBe