Beiträge von AmSee13

    Liebe CeBe,

    ich denke, dass du hier gewiss auf Verständnis stößt, wenn du nicht auf jeden, der Beug auf dich nimmst, antwortest. Du bist hier für dich und DAS ist wichtig. Teile einfach mit uns, was du teilen möchtest. Überfordere dich dabei nicht. Das können einfach Fragen oder Gedanken sein, die dir durch den Kopf gehen. Vielleicht hilft dir das Aufschreiben auch einfach nur beim Sortieren deiner Gedanken.

    Das ist schon so, wenn du tatsächlich ein Problem mit deinem Alkoholkonsum hast und darunter leidest, wäre es unklug, so weiter zu machen, wie bisher. Prima, wenn dir das Lesen hier im Forum schon eine Hilfe ist.

    Es geht tatsächlich nicht darum, dass oder ob es anderen mit ihrem Alkoholismus schlechter ergangen ist. Ein guter Freund von mir meinte mal, Vergleiche seien der Anfang allen Übels. Ich finde, dass er damit nicht Unrecht hat. Du hast definitiv Leidensdruck, sonst hättest du hier nicht nach Hilfe gesucht.

    Die Frage, warum ich trinke, kann ich auch nicht richtig beantworten. Ich finde es ein bisschen zu einfach, das alles auf meine Kindheit, das falsche Vorbild, die wahrscheinlich nicht beweisbare Suchtpersönlichkeit, die Verfügbarkeit von Alkohol usw. zurück zu führen. Diese Dinge, die es ja in meinem Leben schon lange gibt, kann ich sowieso nicht ändern.

    In diesen Antworten steckt vielleicht drin, warum du überhaupt erst ans Trinken gekommen bist, aber im Moment dürfte dir das tatsächlich nicht weiterhelfen. Hilfreich könnte eher sein, dich zu fragen, warum du jetzt täglich zum Wein greifst, obwohl du dir schon längst Sorgen um deinen Konsum machst.
    Trinkst du einfach noch aus Gewohnheit?
    Oder trinkst du z.B., um die Trauer über den Verlust deines Mannes zu bewältigen?
    Oder trinkst du, um dich zumindest für einen Augenblick etwas besser zu fühlen?
    Oder belohnst du dich mit Alkohol für Tätigkeiten, die du erledigt hast?
    Oder fallen dir noch andere Gründe ein?

    Ja, Gründe fürs Trinken fallen einem, der mit dem Trinken gar nicht aufhören will, immer ein. Das liegt daran, dass man sich vom Trinken etwas Positives verspricht.

    Wer aufhören will, ist gut beraten zu entlarven, was an diesem angeblich Positiven tatsächlich dran ist. Nicht gerade selten fällt dann auf, wie wenig Positives da tatsächlich noch dran ist.
    Wenn du weißt, wovon du weg willst, bekommst du schon mal eine Ahnung, wo du eigentlich hin willst.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo Haserich,

    ich beobachte deinen Thread nun seit Tagen aus der Sicht der Moderation und habe einen ganz ähnlichen Eindruck gewonnen, wie Helga das formuliert hat:

    Ich finde es auffallend, wie sehr Du die für Dich richtigen Antworten anerkennend lobst und die falschen Antworten als intolerant abqualifizierst und den Usern Vorurteile unterstellst.


    Worauf du hier mehrfach angesprochen worden bist, ist die Problematik einer möglichen Suchtverlagerung. In dem Zusammenhang haben Nutzer dir eigene Erfahrungswerte dargelegt. Nun magst du bislang vielleicht über andere Erfahrungswerte verfügen, aber inwieweit du dich auf eine mögliche Suchtverlagerung vorbereitet hast und wie du deinen Konsum bewusst zu kontrollieren gedenkst, geht aus deinen Beiträgen nicht wirklich hervor.

    Zum Thema „Kontrollierter Konsum“ hatte ich dir in Beitrag #20 etwas geschrieben:

    Wenn du’s mit „Kontrolliertem Konsum“ versuchen willst, wirst du bestimme Regeln beachten müssen. Es gibt bestimmte Programme dafür, nur ist das hier bislang nicht näher diskutiert worden, weil es in Bezug auf das Thema „Kontrolliertes Trinken“ in diesem Forum so gut wie niemanden gibt, der damit positive Erfahrungen gemacht hätte, eher im Gegenteil.
    Insofern wird dieses Thema von diversen Nutzern nicht ganz unkritisch betrachtet.

    Das bezog sich zwar auf das sogenannte „Kontrollierte Trinken“, aber wie die Rückmeldung der Selbstbetroffenen zeigt, lässt sich das in dieser Community offenbar auch auf den „Kontrollierten Konsum von Cannabis“ übertragen.

    Es steht dir natürlich frei, andere Wege zu gehen, aber du solltest den Nutzern hier nicht vorwerfen, dass sie dich dabei nicht unterstützen können, sondern aufgrund gegenteiliger Erfahrungswerte sogar Skepsis äußern, insbesondere wenn du deine Liebe zum Cannabis derart in den Vordergrund stellst.


    Wobei du unter Umständen Hilfestellung finden könntest, wäre, ob es Möglichkeiten für dich gibt, den sogenannten „schnellen Helfer in der Not“ gar nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Das wäre das Thema, wie du schon frühzeitig und auch langfristig für dich sorgen könntest, um gar nicht erst in „Not“ zu geraten.

    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Liebe CeBe,

    texte ruhig so viel, wie du magst, das stört hier niemanden, auch mich nicht.

    Ja, ich, weiblich, bin jünger als du, aber gesundheitsbedingt - ich bin u.a. an MS und Depressionen erkrankt, was die eine oder andere größere Einschränkungen mit sich bringt, die andere in meinem Alter nicht haben - schaue ich inzwischen weniger darauf, wie viele Jahre theoretisch noch vor mir liegen könnten, sondern ich versuche nach Möglichkeit jeden Tag als geschenkte Zeit wahrzunehmen. Manche Tage sind besonders gut, andere Tage eher weniger, aber das gehört eben auch dazu. Zur Zeit geht bei mir wieder recht wenig, aber ich versuche mich davon nicht unterkriegen zu lassen, sondern das zu tun, was mir eben möglich ist.

    Aber, ich glaube doch, dass ich schlagartig aufhören könnte. Diese kursierenden Tests sagen mir eigentlich immer, dass ich nicht körperlich abhängig bin. Also ich spüre diesen Suchtdruck zu bestimmten Tageszeiten. Vorher war das gegen Mittag und am späten Nachmittag. Und ich trinke ohne Probleme zwei große Gläser hintereinander, anschließend kann ich aufhören. Nicht, weil ich es kontrolliere, sondern weil es bisher tatsächlich reichte. Die Wirkung ist so: Ich fühle mich gut, rede zu viel und könnte auf keinen Fall mehr sicher Autofahren.

    Dass du vermutlich noch nicht körperlich abhängig bist und bislang immer wieder Trinkpausen von ein paar Wochen einlegen konntest, heißt nicht, dass ein sogenannter Kalter Entzug ungefährlich für dich verlaufen könnte. Deshalb bitte ich dich, gut auf dich zu achten und ggf. nicht zu zögern, den Notarzt zu rufen.

    Ja, das mit den zwei großen Gläsern hintereinander und dann sozusagen gesättigt zu sein, kenne ich auch. Damit habe ich mich immer wieder beruhigt, ja gar kein Alkoholproblem zu haben, weil ich glaubte, dass mein Körper das auf diese Weise ganz von allein kontrolliert. Und eine Flasche Rotwein am Abend (später auch zwei, am Ende noch mehr) hielt ich für völlig im Rahmen, machen andere doch auch und leben vor, wie gut es ihnen damit geht. Ich glaubte, das sei „Savoir-vivre“. …. Bis mir selbst dann mein eigener Konsum unheimlich wurde …


    Diese Online-Tests habe ich häufiger gemacht, da kam stets nur „riskanter Konsum“ heraus. Irgendwie habe ich mich damit immer beruhigt, noch längst kein ernsthaftes Problem zu haben und weitermachen zu dürfen.

    Dass ich so offen schreiben kann, hängt vor allem mit der Anonymität zusammen. Und gerade das zeigt wieder mal, wie stigmatisiert Alkoholiker sind. Wie das ganze schnell auf die Moralschiene geschoben wird oder angeblich mit schwachem Willen zusammenhängt. Dass ich hier bei uns nicht ins Gerede kommen will, ist eigentlich jedem klar, der Kleinstädte kennt.


    Das ist in unserer Gesellschaft, in der Alkohol allgegenwärtig und selbstverständlich ist, wohl so, dass nur die wirklich auffallen, bei denen ihr Alkoholproblem unübersehbar geworden ist. So, wie Regeln unserer Gesellschaft im Umgang mit Alkohol nun einmal sind, kannst du bereits jahrelang Alkoholiker sein, ohne überhaupt nur auffällig zu werden.

    Ich kenne das, was du von deiner Kleinstadt beschreibst, von der Gegend, in der meine Schwiegerfamilie, mit der wir in engem Kontakt stehen, leben: Dörfer bzw. Kleinstädte, wo jeder jeden kennt und sich die Gespräche nur darum drehen.

    Was das Gerede betrifft: Du wirst nicht unbedingt auffallen, wenn du nicht mehr trinkst. Du musst noch nicht mal bekennen, ein Alkoholproblem zu haben, weil das eigentlich niemanden etwas angeht. So ein Bekenntnis kann ein Schutz sein, es kann aber auch hinderlich sein, nur du selbst kannst und wirst beurteilen können, was besser für dich ist. Ich selbst gehe nicht damit hausieren, ein Alkoholproblem zu haben, ich trinke einfach nicht, weil ich es nicht will. Ich hab schon eine ganze Weile keinerlei Bedürfnis oder Interesse mehr, Alkohol konsumieren zu wollen. Ich trinke einfach nicht, sondern bitte um ein Wasser oder ein anderes alkoholfreies Getränk, das ich gerne mag.

    Viele Grüße

    AmSee

    Liebe CeBe,

    das ist doch schon mal ein guter Anfang, dass du zu uns gefunden hast und dass du dann heute auf die Idee gekommen bist, dich hier einzuloggen. 👍

    Zunächst einmal mein Beileid zu deinem Verlust vor vier Monaten und meine Achtung dafür, dass du dir nun einen neuen Weg, mit deinem furchtbaren Verlust klarzukommen, zu bahnen versuchst.
    Das ist schon so viel wert, dass du erkannt hast, dass deine Trinkerei dir nicht hilft, sondern dich im Gegenteil an allem hindert.

    Ja, man macht das durchaus so, mehr von sich zu schreiben, wenn man etwas Vertrauen gefunden hat. Danke dir für dein Vertrauen.

    Ich bin über 20 Jahre jünger als du, aber so manches, was du von dir erzählst, kommt mir bekannt vor. Ich hatte ebenfalls schlimme Erfahrungen mit Alkoholismus in meiner Herkunftsfamilie gemacht und bin trotzdem später an den Alkohol gekommen. Wein gehörte für mich zum Leben dazu und ich hielt mich für einen Genießer. Die 5 Liter Schläuche sind mir nicht unbekannt, die haben uns allerdings in der Regel nur bei Campingurlauben begleitet. Und ich habe ebenfalls Liköre angesetzt. Ich hab sogar Obstwein hergestellt.

    Als ich vor bald vier Jahren hier in diesem Forum aufschlug, war ich besorgt geworden wegen der Mengen, die ich mittlerweile konsumierte. Ich musste nicht ständig trinken, konnte durchaus Trinkpausen einlegen, aber wann immer ich trank, trank ich sehr viel mehr, als ich mir eigentlich als Limit gesetzt hatte. Ich schaffte es irgendwie nicht mehr, rechtzeitig aufzuhören, wo‘s noch angenehm und schön ist, stattdessen kippte das bei mir immer wieder in Erschöpfung und stimmungsmäßige Tiefs.

    Als ich mich hier anmeldete, war ich nicht so weit aufhören zu wollen, ich war lediglich besorgt und suchte hier Antworten und Hilfe. Was mich bewogen hat, abstinent zu werden, war einerseits die Erkenntnis, dass es für mich leichter war, es ganz bleiben zu lassen, als es weiterhin mit kontrolliertem Konsum zu versuchen. Und andererseits konnte ich meinen Gesprächspartnern abnehmen, dass diese trotz ihrer Abstinenz ein zufriedenes, ja sogar glückliches Leben führten. Das war etwas, was ich mir zuvor nicht vorstellen konnte und, wenn ich ehrlich bin, auch nicht wollte. Diese Aussicht machte mir Mut und ich hatte plötzlich irgendwie keine Angst mehr.

    Ich habe in der Folgezeit sehr viel hier in diesem Forum gelesen und geschrieben. Und ich habe einige der Bücher gelesen, die hier in der Literaturecke empfohlen werden.

    Das Thema „Selbstfürsorge“ war mir schon ein Anliegen geworden, bevor ich abstinent wurde, aber auf meinem neuen Weg gewann das nochmals eine sehr viel größere Bedeutung.
    Was tatsächlich zu mir passt und wirklich Meins ist, fand ich im Laufe der Zeit so nach und nach heraus. Erstaunlich ist, was passiert, wenn man sich überhaupt erstmal auf die Suche gemacht hat bzw. aufmerksam geworden ist für die eigenen Bedürfnisse und Wünsche.

    Was das unmittelbare Absetzen betrifft, so muss ich dich leider warnen. Informiere dich bitte über mögliche Entzugserscheinungen. Informationen darüber findest du zum Beispiel hier.


    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo und Willkommen bei uns, CeBe,

    Danke dir für deine Vorstellung. Es gibt sicher einen Platz für dich hier bei uns. Du bist mit deinem Problem und deinen Sorgen nicht allein.

    Ich schalte dich gleich für den öffentlichen Bereich frei und verschiebe deinen Thread in das entsprechende Unterforum.

    Ein gutes Ankommen hier wünsche ich dir und einen hilfreichen Austausch. Wenn du Fragen an uns hast, nur heraus damit.

    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    …und bin überrascht, das so etwas hier in diesem Forum toleriert wird.

    Rekonvaleszent , ich bitte zu bedenken, dass hier noch niemand des Forums verwiesen worden wäre, weil er außer Alkohol noch andere Substanzen „polytox“ konsumiert.
    Bislang hat hier noch jede/r Hilfesuchende Feedback, Anregungen und Hilfsangebote erhalten. Das ist auch in diesem Fall nicht anders.

    Ob Haserich diese Ressource hier tatsächlich zur Selbsthilfe nutzen kann, wird sich zeigen.

    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Hallo und Willkommen, Scrat,

    Danke dir für deine Vorstellung, ich schalte dich gleich für den öffentlichen Bereich frei und verschiebe deinen Thread in das entsprechende Unterforum.

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen hier und einen hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Hallo Haserich,

    Eure Nachrichten haben mich ehrlich gesagt nicht verwundert. Man wird ganz schnell in eine Schublade gesteckt. Das ist besonders bei Cannabis der Fall.

    es geht hier gar nicht um irgendwelche Schubladen, sondern um Sensibilisierung für eine Problematik, die den Selbstbetroffenen hier nicht unbekannt ist.

    Wenn ich anstelle von Cannabis irgendwelche andere "normale" Medizin nehmem würde (ich meine solche die den Alkausstieg erleichtern) würde kein Hahn krähen. Das ist ja normal, macht man halt so.

    „Normale“ Medizin, die den Alkaustieg erleichtert, wird unter bestimmten Voraussetzungen unter ärztlicher Aufsicht und Verantwortung eingesetzt.
    Diskussionen über das eine oder andere Medikament hat‘s hier unter den Selbstbetroffenen auch schon ergeben.

    Nun hast du selbst in deinem ersten Beitrag geschrieben, dass du Mischkonsum betrieben hast, um vom Cannabis nicht so viel zu brauchen.

    Nachdem, was du so geschrieben hast, klingt das, was du tust, eher weniger nach konkreter ärztlicher Begleitung durch einen (Sucht-) Mediziner, sondern mehr nach Eigeninitiative. Ist es da verwunderlich, wenn Selbstbetroffene da hellhörig werden?

    Zum Thema Suchverlagerung: Ich konsumiere lieber mein Leben lang Cannabis als irgendwann richtig abzusegeln oder tablettensüchtig zu werden. Das ist gesünder. Und sehr viele Ex-Alkis haben irgenwo eine andere Sucht entwickelt. Das fängt bei Caffe trinken an. Was ist damit? Ist das keine Suchtverlagerung? Man sollte sich halt eine gesunde "Sucht aussuchen" aber ist dies eigentlich möglich?

    Beim Thema Suchtverlagerung geht’s eher nicht darum, sich eine andere „gesunde“ Sucht zu suchen, sondern ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, gefährdet zu sein und sich bewusst von Sucht und entsprechender Suchtverlagerung zu befreien.


    Freundliche Grüße

    Hallo Haserich,

    ich denke, ich sollte mich an dieser Stelle mal als Moderatorin einschalten.

    Der schnelle Sanitäter! Ja, den hab ich - und das darf nie mehr ausgehen! Und der ist med. CANNABIS.

    hast du dich schon mal näher mit dem Thema „Suchtverlagerung“ beschäftigt?
    Auch medizinisches Cannabis ist eine psychoaktive Substanz mit Abhängigkeitspotential. Es geht aus deinem Beitrag nicht ganz hervor, ob bzw. inwiefern du bewusst und kontrolliert damit umzugehen vermagst und nicht Gefahr läufst, in eine polytoxe Abhängigkeit zu geraten oder dein Alkoholproblem auf ein Cannabisproblem zu verlagern.


    Ich denke, diese öffentliche SHG trägt auch eine gewisse Verantwortung, mit dieser Problematik umsichtig umzugehen, daher bitte ich in diesem Zusammenhang darum, auch an andere Hilfesuchende zu denken und diese Problematik im Blick zu behalten.



    Wenn ich dich richtig verstehe, ist dein derzeitiges Ziel sogenannter „Kontrollierter Konsum“.

    Nun ist dieses Forum grundsätzlich für viele Wege offen und es wird immer wieder betont, dass es „den einen Weg, der für alle gleichermaßen gilt, nicht gibt.

    Wenn du’s mit „Kontrolliertem Konsum“ versuchen willst, wirst du bestimme Regeln beachten müssen. Es gibt bestimmte Programme dafür, nur ist das hier bislang nicht näher diskutiert worden, weil es in Bezug auf das Thema „Kontrolliertes Trinken“ in diesem Forum so gut wie niemandem gibt, der damit positive Erfahrungen gemacht hätte, eher im Gegenteil.
    Insofern wird dieses Thema von diversen Nutzern nicht ganz unkritisch betrachtet.

    Aufgrund deines letzten Beitrages bitte ich dich folgende Regel, die wir hier aufgestellt haben, zu beachten:

    Eine Beteiligung an Diskussionen sollte möglichst im nüchternen Zustand stattfinden und nicht angetrunken.


    Diese Regel wurde nicht ohne Grund aufgestellt, sondern beruht durchaus auf entsprechenden unangenehmen Erfahrungen, und dient dem Schutz aller Beteiligten hier sowie auch stillen Mitlesern.

    Nun dürftest du bei dem Konsum der letzten Tage eher nicht angetrunken sein, aber dein letzter Beitrag deutet darauf hin, dass du aufgrund deines derzeitigen Cannabiskonsums nicht ganz nüchtern gewesen bist. Auch das ist in diesem Kontext hier nicht ganz unproblematisch, weshalb ich dich hiermit darum bitte, die oben genannte Regel auch diesbezüglich zu beachten.


    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Hallo Haserich,

    Diese Frage kann ich Dir leider noch nicht beantworten. Wie es so schön heißt:"der Wille ist da , der Körper schwach" oder noch nicht kaputt... Ich kenne leider zu viele, die 2 oder 3 Jahre trocken waren (hab sogar mit einen davon in einer WG gelebt) und wurden rückfällig. Das ging auch rasend schnell, was ich erst jetzt so drammatisch sehe.

    nur so zum Verständnis: Ist das für dich ein Argument, es jetzt gar nicht erst (wieder) zu versuchen?

    Wenn du selbst gar nicht aufhören willst, wirst du immer wieder passende Begründungen finden.

    Als ich selbst hier vor bald vier Jahren aufschlug, war auch ich noch nicht so weit, tatsächlich aufhören zu wollen. Ich wollte eigentlich auf meine „Medizin“ nicht verzichten. Nun war mir aber bewusst geworden, dass ich ein ernsthaftes Problem habe, und suchte hier Antworten und Hilfe.

    Zum einen begriff ich hier schreibend und viel lesend, wo ich bereits stand und wohin es mit mir kommen würde, wenn ich nicht die Reißleine zog.
    Zum anderen konnte ich meinen Gesprächspartnern abnehmen, dass diese tatsächlich ohne Alkohol ein zufriedenes, ja sogar glückliches Leben führten. Das war zuvor etwas gewesen, was ich mir nicht vorstellen konnte (und auch nicht wollte). Das fand ich eine Mut machende Perspektive.

    Ich hab daraufhin die Reißleine gezogen und ich hab’s wahrlich nicht bereut.

    Hallo und Willkommen, Haserich,

    vielen Dank für deine Vorstellung, ich schalte dich gleich für den öffentlichen Bereich frei und verschiebe deinen Thread in das entsprechende Unterforum.

    Ein gutes Ankommen hier und einen hilfreichen Austausch wünsche ich dir.

    Viele Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Vielleicht sollte ich den mal in die Handtasche stecken, wenn man mal wieder in Gesellschaft ist, wo es schwierig wird erinnert er an das Wichtigste.

    Das ist gar keine so dumme Idee, wenn das etwas ist, was dir ggf. hilft.
    Das hat was, wenn es dich ggf. daran erinnert, dass für dich eigentlich nur du und deine eigenen Bedürfnisse wichtig sind. Damit meine ich das Stichwort „Gesunder Egoismus“.

    Hallo Mops,

    ja, was Hunde einem zu geben vermögen, können wohl nur Hundebesitzer und -liebhaber nachvollziehen. :)

    Trotzdem…. Wenn du sie verwöhnst, solltest du ihnen trotzdem keine Handys als Knochen zur Verfügung stellen, da gibt’s bessere und günstigere Alternativen. 😅

    Ich sag mir jeden Morgen, vom meckern wird die Welt auch nicht schöner.

    Stimmt, das wird sie nicht, aber n bisschen Meckern und Jammern sollte auch mal erlaubt sein, dient ja irgendwie auch der Psychohygiene. 😉


    Es freut mich jedenfalls zu lesen, dass es dir gut geht. 👍


    Beste Grüße

    AmSee

    Erst war ich nicht ganz so fröhlich. Aber dann hab ich mich weggelacht. Ich bin nüchtern und hab keinen Saufdruck. Ich kann mich freuen, verzeihen, lachen und Brauch nicht mehr saufen, grämen, grübel. 8o 8o 8o

    Ich hätte gewiss ziemlich sparsam geguckt, wenn mir einer meiner Hunde mein Handy zerkaut hätte….
    Das liest sich doch richtig gut, dass es dir gut geht und du das Ganze schließlich sogar noch mit Humor nehmen konntest. 👍😄

    Hallo HQuinn,

    Ich fürchte gute Ratschläge kann ich noch nicht geben. Daher hab ich ein wenig Angst bei anderen Themen mitzuschreiben. Aber ich werde mich mal tüchtig einlesen und hoffe auch bald einen Beitrag leisten zu können :*

    niemand hier erwartet von dir, dass du schon gute Ratschläge gibst. Dafür müsstest du ja schon wissen, was dir tatsächlich hilft, um anderen Hilfe zur Selbsthilfe geben zu können.

    Komm erstmal hier an, lies dich ein und teile deine Gedanken oder Fragen, wenn du sie mit uns teilen möchtest. Für letzteres eignet sich am besten dein eigener Thread hier.


    Eine Bitte habe ich:

    Ich kann das aus eigener Erfahrung durchaus nachvollziehen, dass du beim Schreiben Alkohol konsumiert hast, ich bitte dich aber, dich an Diskussionen möglichst im nüchternen Zustand und nicht angetrunken zu beteiligen.
    Das dient deinem, aber auch unserem Schutz.

    Ein gutes Ankommen wünsche ich dir hier.

    AmSee

    Wenn es mir nicht gut tut, wenn mein Partner zuhause am besten noch in meiner Gegenwart Alkohol konsumiert, darf ich ihn denn dann nicht darum bitten, Rücksicht auf mich zu nehmen?

    Bin ich denn weniger wichtig als andere?

    Das stimmt schon, allerdings erscheint mir das hier doch eher als eine in eine "Bitte" gekleidete Aufforderung. Vorweg: Ein Paar, in dem der eine abstinent lebt, der andere hingegen Alkohol als universellen Problemlöser betrachtet, würde eh nicht zueinander passen. Hier geht's doch darum, ob - wohl dosierte - Kompromisse mit dem Partner möglich sind. Das Sichtweise, dass der Partner, der mit dem Alkoholkonsum gar kein Problem hat, doch bitte auf seinen Konsum möglichst komplett verzichten möge, würde ja bedeuten, dass sich der Abstinente vollumfänglich durchgesetzt hat. In dieser Konstellation könnte ja der Partner auf die Idee kommen, sich die folgende Frage zu stellen: "Bin ich denn weniger wichtig als andere?" :)

    - FORTUNE - das war bei mir wirklich keine Forderung, die ich in eine Bitte gekleidet hätte.

    Ich sehe das ganz ähnlich wie Bighara . Am Anfang neigt so mancher dazu, seine eigenen Grenzen zu überschreiten, weil er meint, Rücksicht auf andere nehmen zu müssen.
    Ich selbst hab mich und meine Bedürfnisse früher immer zurückgestellt. Andere waren stets wichtiger als ich.

    Und darum geht’s mir in diesem Zusammenhang. Ich bin nicht weniger wichtig als andere und deshalb darf ich durchaus meine Bedürfnisse äußern und auch dafür einstehen.

    Da mich das damals am Anfang tatsächlich noch triggerte, habe ich meinen Partner gebeten, zuhause in meiner Gegenwart keinen Alkohol zu konsumieren. Er hätte auch ablehnen können, dann hätte ich eben schau‘n müssen, wie ich damit zurecht komme. Und ich hätte dann eben auch meinen Weg, meinen Umgang damit gesucht und gefunden. Leichter war‘s für mich auf jeden Fall, dass er meiner Bitte nachgekommen ist. Ist ihm auch nicht sonderlich schwer gefallen.

    Ich habe nicht von ihm erwartet, dass er komplett auf seinen Konsum verzichtet, und das hat er auch nicht. Wenn er sich mit Freunden traf oder sich nach seinem Sport noch mit seinen Kumpels in der üblichen Kneipe traf, konsumierte er durchaus Alkohol.

    Irgendwann, etwa ein gutes Jahr später, wurde mein Mann selbst nachdenklich und bemerkte an sich selbst, dass ihm Alkohol, selbst in so geringen Mengen, wie er sie nur konsumierte, nicht gut tat. Daraufhin wurde auch er abstinent. Aufgezwungen habe ich ihm das gewiss nicht und wenn er wollte, dürfte er jederzeit Alkohol konsumieren. Er will aber gar nicht mehr.

    Hallo HQuinn,

    ich habe dich nun für den Austausch im öffentlichen Bereich freigeschaltet und deinen Thread in das entsprechende Unterforum verschoben.

    Du kannst dich nun hier austauschen, wenn du das möchtest. Herzlich Willkommen.

    Viele Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Hi HQuinn,

    ich kann das durchaus nachvollziehen, was du schreibst.
    Als ich hier Ende Oktober ˋ20 aufschlug und mich vorstellte, wollte auch ich nicht mit dem Trinken aufhören. Ich schlug hier aber auf, weil mir bewusst geworden war, dass ich ein Problem habe, und ich hoffte hier auf Gesprächspartner zu finden, die sich damit erfahrungsgemäß auskennen müssten.

    Die Ansage hier war recht eindeutig: Wenn ich mir weiterhin so viel vom Alkohol versprach, werde mich niemand davon abbringen können, weiterhin diesen Weg zu gehen.

    Nun wollte ich aber wirklich Hilfe, deshalb fragte ich nach, teilte hier meine Gedanken, sortierte mich dadurch auch und mir wurde durch den Austausch und durch das Lesen der Erfahrungsberichte anderer allmählich so richtig bewusst, dass ich so wie bisher nicht weitermachen kann und auch nicht weitermachen will.
    Daraufhin habe ich dann die Reißleine gezogen und ich hab das, das kann ich dir versichern, wahrlich nicht bereut.

    Aber wenn ich ohnehin vorbelastet bin und keine allzu hohe Lebenserwartung hab, was solls denk ich mir. Dann hab ich wenigstens Spass. Aber den hab ich seit einiiger Zeit auch nicht mehr.

    Das kommt mir ziemlich bekannt vor….


    LG AmSee

    Hallo und herzlich Willkommen, HQuinn,

    Danke dir für deine Vorstellung.
    Ob das hier der richtige Weg ist, werde ich dir auch nicht beantworten können, das wird wohl erst die Zeit erweisen.

    Ich gehe aber davon aus, dass du dich angemeldet und vorgestellt hast, weil du dich selbst vor ein Problem gestellt siehst, das du alleine nicht lösen kannst.

    Wie du das erzählst, gebrauchst du Alkohol, um …

    Und irgendwie hilfts mir meinen Hintern mal für ein paar Momente ruhig zu halten. Oder mal wieder auf andere Gedanken zu kommen, mich kurzfristig besser zu fokussieren, mich zu motivieren, kontaktfreudiger und offener zu sein, meine Kreativität zu fördern, die Stimmen ein wenig leiser zu machen.


    Es klingt aber ganz danach, dass diese Lösung, die du da wählst, ihre Schattenseiten hat, sonst wärst du nicht hier und hättest dich nicht vorgestellt.

    Wie können wir dir helfen? Brauchst du Informationen oder brauchst du Austauschpartner, um dein Problem näher für dich klären zu können?

    Viele Grüße

    AmSee