Akzeptanz
Beobachte die Gedanken. Auf dem Berg sitzen und die
unbedeutende Welt da unten beobachten. Stille, Frieden.
Das Süchtigenhirn greift nach der Seligkeit.
In der leeren Ruhe taucht nervend das innere Bild auf.
Die zugige Unterführung - der Scenetreff. Was soll das?
Ich will es wegschieben. Nur meinen Berg zurück.
Ist das zu viel verlangt?
Eine Junkiefrau ist mit einem Typen weg. Einfach so.
Nun nicht einfach so. Die Gier. Einen Freier machen.
Wer die Scene ein bisschen kennt weiss was "Stoff" ist.
Abends gegen neun. So spät ist niemand mehr hier.
Ich mit ihren beiden Kindern allein am Treff. Der Junge
noch im Kinderwagen, das Mädchen vielleicht fünf.
In mir Panik, Verzweiflung. Einfach nur grässlich.
Irgendwann taucht die Mutter wieder auf.
Spüren von verdrängten oder romantisierten Erlebnissen
sind mir wichtig. Es geschieht mehr oder weniger von allein.
Es klopft an und fragt:
Bist Du jetzt bereit oder möchtest du lieber verdrängen?
So geht`s Schritt für Schritt in Resonanz
mit allem was und wichtiger - wie es ist.
Es gibt auf dieser Welt einen einzigen Weg,
den nur du allein gehen kannst.
Wohin er führt? Frage nicht - geh ihn!
Friedrich Nitzsche
___