Neues von robertM

  • Lieber Robert,

    genau über diesen Satz, den Katro zitierte, über diesen Satz bin ich auch gestolpert. Aber ich glaube, das liegt nicht an diesem "Hoffen", sondern eher an diesem "gaaaaaaaaanz lange ohne".... Ich fragte mich, ob Du einen endgültigen Abschied, eine Trennung möchtest oder nur eine Beziehungspause. Eine lange Phase, auf die Du stolz sein kannst.

    Nun möchte ich das aber nicht so negativ sehen, sondern einfach mal froh sein, dass Du trotz allem sehr ehrlich bist - hier.... So wie es die Vorredner geschrieben haben... Zuerst sah ich das nicht so. Aber warum soll ich "rumnörgeln", wenn ich doch sehe, wie viel Kraft und guten Willen Du aufbringst und eben wie aufrichtig Du damit umgehst. Natürlich wäre es mir lieber, andere Sachen zu lesen. Was aber nicht daran liegt, dass ich mich irgendwie als besser hinstellen würde, sondern eher daran, dass es mir irgendwie jedesmal "leid" tut, wenn jemand wieder einknickt. Weil ich eben ganz genau weiß, was es für ein Kampf ist, der manchmal zum Krampf wird. Das kann ich so gut verstehen.

    Momentan habe ich persönlich das große Glück, es nicht als Kampf zu sehen. Aber ich kann nicht davon ausgehen, dass es immer so bleibt. Viele haben mir hier immer gesagt, höre auf zu kämpfen. Aber dieser Waffenstillstand, der geht nicht vom Kopf aus, der kommt vom Herzen. Ich glaube, diese Revolution, dieser Widerstand, der kann nur vom Herzen kommen bzw. aus dem tiefsten Innern der Seele. Der Kopf kann noch so vernünftig sein - wenn er nicht Hand in Hand mit der Seele arbeitet, kann gar nichts fruchten. Will sagen, dass alles seine Zeit braucht. Auch wenn Du Rückschläge oder Niederlagen erlebst, so ist das, was Du gelernt hast, nicht weg. Du bist immer noch am "Trainieren" und bleibst am Ball. Das ist doch das Allerwichtigste. Dein Ziel hast Du klar vor Augen - es wird nie mehr so wie es vor Jahren noch war. Dafür bist Du schon einfach zu "weit".

    Ich wünsche Dir, dass Du es schaffst, dem Alkohol ohne Wehmut Adieu zu sagen. Loszulassen. Dich fallen lassen zu können in ein Leben ohne Zwang. Ich wünsche Dir ein freies Leben, eine innere Heimat, die Du Dir selbst eingerichtet hast und auf die Du stolz bist. Und dass Du die kleinen "Siege" zu schätzen weißt... Ich wünsche Dir so viel, aber erst einmal wünsche ich Dir einen schönen, klaren, nüchternen Tag...

    Ganz liebe Grüße
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hi ihr Lieben,
    erst einmal vielen Dank für Euer Statement. Normalerweise schreibe ich wie mir der "Schnabel gewachsen ist", doch Eure Beiträge verlangen nach Interpretationsbedarf. Mit dem "Hoffen" will ich mir natürlich kein Hintertürchen aufbewahren, so wie Du, Katro, es vermutest. Vielmehr trifft die Aussage von Pinguin zu!

    Zitat

    Momentan habe ich persönlich das große Glück, es nicht als Kampf zu sehen. Aber ich kann nicht davon ausgehen, dass es immer so bleibt.


    Genau das meine ich damit! Ich will und werde aufhören zu Trinken, aber eine Garantie kann es (nach 35 Jahren Alkoholmißbrauch) realistisch betrachtet, doch nie geben. Warum sollte ich mich quasi selbst belügen - und Andere - indem ich sage: Nie wieder! Ich versuche es, und momentan ist es wirklich ein Kampf!
    Ich will auch 100 Jahre alt werden, oder wenn ich täglich ins Schwimmbad gehe, mir immer die Füße desinfiziere und Badelatschen trage, werde ich niemals Fußpilz bekommen.
    Ich weiß, blöde Beispiele, aber eine Garantie gibt es nicht. Das meine ich damit!

    Klar, werde ich alles daran setzten den Kampf aufzunehmen, und irgendwie als Sieger herausgehen, um meinen sog. Seelenfrieden als Abstinenzler gefunden zu haben.

    Ich hoffe, damit, meine Wortwahl erklärt zu haben, und dass Ihr mich ein bischen besser versteht. Ich wollte Euch damit keinstenfalls kritisieren, sondern bin Euch dankbar, dass Ihr so etwas ansprecht, damit ich es klarstellen kann. Ich hoffe für uns alle auf viele nüchterne 24 Stunden.
    Liebe Grüße Euer
    robertM

  • Lieber Robert,

    Deine Erklärung kommt überhaupt nicht als Kritik an - ganz im Gegenteil... Was mir hier im Forum sehr gefällt ist der respektvolle Umgang. Darum fühle ich mich gut hier und finde die Diskussionen befreiend, anregend, manchmal überraschend, doch immer schön, auch wenn der Hintergrund oft ein trauriger ist.

    Du bist okay. :) Ich bin okay. :) Das ist die Basis. Mach weiter so. Du machst das gut! (Schulterklopf ;) ).

    Ganz liebe Grüße
    Pinguini

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Moin Robert,
    in Foren passiert es schon mal, dass Beiträge oder Antworten falsch aufgenommen werden, richtet sich auch nach der Tagesverfassung des einzelnen.

    Aber dazu

    Zitat

    werde ich alles daran setzten den Kampf aufzunehmen, und irgendwie als Sieger herausgehen


    Alle die ich kennenlernte in Foren und die bereits länger trocken waren, haben irgendwann erkannt, dass kein Kampf weiterbringt, sondern akzeptieren (manche nennen es kapitulieren) der Sucht und damit entsprechend zu leben.
    Grüße Gerd

  • hallo robert :)
    ich habe deinen thread aufmerksam gelesen und ich erkenne mich in gewissen details wieder..das hin und her vor dem weinregal, die gedanken an den sherry im kühlschrank(ich hasse sherry),dann doch nachgeben und wieder den vorsatz treffen.mir geht es nicht nur mit dem alk so, sondern leider auch mit dem rauchen.ich rauche eigentlich nicht mehr, dann aber doch hin und wieder , nachdem ich stunden darüber nachgedacht habe ob ich es mache oder lasse ::)frei war ich wirklich, als ich ganz aufgehört hatte. hin und her...hin und her..
    was ich wirklich sehr beeindruckend finde ist die tatsache, daß du so aktiv auch in der kneipe dart spielst! gerade in der kneipe ist man doch "dicht an der quelle"...und dort trinken doch auch die meisten bier?das stelle ich mir sehr schwer vor, dort nicht zu trinken..
    herzliche grüße
    sari

  • Hi Sari, danke für Deine Antwort! Das mit der Kneipe ist so eine Sache! Ich habe früher mehr oder minder erfolgreich Turnierbillard gespielt. Über die Jahre hinweg habe ich vor den Spielen "ein paar Bierchen" zur Beruhigung getrunken, bis es nachher soviel war, dass ich nüchtern gar nichts mehr auf die Reihe bekam, und mindestens 6 - 10 Biere und ein paar Maria Cron (mein Zaubertrank) brauchte um zu spielen. Dass ich sehr oft dadurch gewonnen habe, bestärkte mich in meinem Tun. Solange, bis nichts mehr ging, und ich nicht nur zu den Spielen, sondern auch in der Woche begann, massiv zu Trinken.
    Jetzt habe ich die Notbremse gezogen und habe mit dem Billard aufgehört. Ich spiele nun Dart, aber ohne Alkohol! Sobald ich merke, dass ich den wieder brauche, um ruhig zu werfen, werde ich sofort damit aufhören. Die alte Leier mit dem "Beruhigungsschluck" habe ich endgültig hinter mir gelassen.

    Leider sind im privaten Umfeld leider ein paar Rückfälle gewesen, wo ich wieder zur Flasche griff! Auch ohne Grund! Den gilt es jetzt abzustellen. Momentan arbeite ich daran. Aber in der Kneipe ist "Null Promillo" angesagt!
    LG robertM

  • hallo robert :)
    ist es denn dieselbe kneipe, in der du auch billiard gespielt hast? wissen es denn deine teamkameraden, daß du dies "problem"hast?

    herzliche grüße
    Sari

  • Hi, ja, es ist dieselbe Kneipe, allerdings sind die Dartspiele Samstags Spätnachmittags, während die Billardturniere meistens Freitags Samstagsvormittags oder Sonntag Morgens stattfanden! Meine Dartkollegen wissen von meinem Problem, aber es ist ihnen egal! ("Ich muß selber wissen, was ich tue, denn ich bin alt genug").
    Bisher komme ich aber prima damit klar! Es zwingt mich keiner, Alkohol zu trinken, und jeder bestärkt mich, weil ich es nicht mache!
    LG robertM

  • Hi Ihr Lieben,
    mal wieder ein Lebenszeichen von mir! Am Freitag war bei mir "kontrolliertes Trinken" angesagt. Wir hatten, im August (seit es klar war, dass ich zur Dartmannschaft gehöre) ein Wochenende bei einem "Wochenend-Ferien-Club" gebucht! Das Ganze kostete 75,- € pro Person, incl. Abendbuffet (Kalt-Warm) einer Übernachtung, Trinken bis der Arzt kommt und ein Frühstücksbuffet! Wollte die Reise nicht canceln, aus erster Linie für eine neue Mannschaft und aus 2. Linie für meine Frau, die sich auch schon sehr darauf gefreut hat, die anderen "Weiber" der Mannschaft kennen zu lernen.

    War ein total geiles Wochenende! Gut, vor dem Abendbuffet gab es schon mal 5 - 6 Bier und nach dem Abendessen (alles, was das Herz begehrte) floss der Alkohol in strömen! Um 1.00 Uhr war dann Feierabend. 2 von meiner Mannschaft haben wir dann schon zwischen 21.00 und 22.00 Uhr ins Bettchen bringen müssen. Ich habe dann den Part den "Tanzclowns" übernehmen müssen. Morgens um 9.30 Uhr gab es dann noch ein tolles Frühstück (mit 5 verschiedenen Sorten Broten, Brötchen, Ham & Eggs, English Breakfast,Spiegelei und 1000 Sorten Wurst, dazu noch Müsli, Kornflakes und noch so'n Körnerkram für die Freaks! Alles in allem ein gelungenes Wochenende. Livemusik war natürlich auch dabei!

    War mir zu blöd, bei Cola oder Sprudel dabei zu sein! Selbst meine Freu, die sonst nie was trinkt, hat "Amaretto mit Apfelsaft" getrunken!. Leider, leider, leider hat der Alkoholteufel die Oberhand übernommen und Samstag Abend, Sonntag Abend und heute Morgen habe ich wieder getrunken! Zwar nicht viel, aber so, dass ich "einen kleinen in der Mütze" hatte! Seit 15 Uhr ist wieder Schluß ( einen Wein von 14 - 15 Uhr - OK! Flasche) aber jetzt ist wieder Feierabend! Morgen wieder Termine, ohne Ende, und am Mittwoch ist wieder Therapiestunde!

    War am letzten Mittwoch übrigens total toll! Habe mich vorgestellt und die Anderen über Ihr Problem gesprochen. Alles voll easy, ohne, dass jemand einen Vorwurf für evtl. Ausrutscher macht! Soll jetzt nicht heißen, dass es toleriert wird, aber man spricht locker darüber.
    Wenn jemand meint, er könne weiter Saufen, redet darüber, und alles ist "tutti", dann hat er sich getäuscht! Zwei Mal schauen sich die Therapeuten, das an, und danach bist du draußen!

    Aber die Quintessenz des Ganzen war, dass wenn ich getrunken habe, es mir nicht einfach fällt, den Absprung wieder in die Abstinenz zu schaffen. Es geht zwar, aber es bereitet mir große Schwierigkeiten.

    Soviel zu diesem Wochenende. Ab jetzt ist wieder "Nullkommanix" angesagt!

    Liebe Grüße Euer
    robertM

  • Lieber Robert
    So wie du das schilderst führte ja einfach kein Weg um den Alk herum.
    Und klar - wir leben alle nur einmal.
    Und ganz klar - alle trinken - aber Robert bleibt wieder drauf hängen.
    Dass du Probleme mit dem "Absprung" hast, ist dir ja bewusst.
    Die anderen haben sich mal die Kante gegeben, und das war es, aber du eierst jetzt wieder ganz schön rum.
    Aber das weißt du selber.
    Nun musst du dich halt wieder anstrengen.

  • hi robert :)
    schön, daß dein wochenende so toll war :)gibt ja nicht viele dieser tage und man wird sich noch lange daran erinnern.umso schwerer ist es dann, wieder die normalität einkehren zu lassen...also ohne stoff 8)
    konntest du denn aufhören oder hast du bis zum ende getrunken?
    ist scchon irgendwie fies, daß andere dann nicht so den drang haben weiterzutrinken und man selbst muss hart kämpfen.. ::)

    ich bin gespannt,wie es dir nächste woche ergehen wird.

    liebe grüße
    sari

  • Das meinst du doch jetzt alles nicht Ernst Robert, oder ? Was hat denn das mit Abstinenz oder nicht mehr trinken wollen zu tun ? Ich fahre doch nicht auf ein flat rate Saufwochenende, wenn ich trocken leben möchte, Sorry, aber da fehlt mir gerade ein bisschen das Verständnis. Ich sehe bei dir keine so wirkliche Bereitschaft, nicht mehr trinken zu wollen.

  • Hallo Robert,

    auf Deinen letzten Post hatte ich spontan reagiert und geschrieben, dass ich glaube, Du nimmst Dein Alkoholproblem auf die leichte Schulter.... Aber dann löschte ich es ganz feige wieder nach ein paar Stunden.... :(

    Ich finde das nicht okay, wie Du das angehst... Kann mir vorstellen, dass Du jetzt wieder in dem alten Sumpf drin hängst, und Dein Gehirn mittlerweile auch das Dart-Spielen mit Alkohol verbindet? Korrigiere mich, wenn ich mich irre.

    Schade wäre es, wenn Du die Kurve nicht kriegst. Ich hatte eigentlich schon daran geglaubt, dass Du es dieses Mal schaffst.

    Grüße von
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hallo Robert,

    du hast gesagt du wolltest nicht bei Cola oder Sprudel bleiben. Aber das ist es doch. Das musst du lernen. Ich finde, du machst es dir ganz schön bequem. Das ist nicht böse gemeint, aber ich hoffe du denkst mal drüber nach.
    Was denkst du denn, was ich mache? Wenn ich unterwegs bin kommen auch bei mir manchmal Gelüste auf mal was zu trinken, aber ich will eben nicht mehr. Gerade im Sommer - überall sitzen sie und grillen und trinken Bier... sitzen in der Stadt und trinken Bier. Ach so ein kaltes Bier tut doch nicht weh. Doch! Das tut es!

    Liebe Grüße
    Verena

  • Hallo Robert,

    wie geht es Dir?

    Lieber Gruß
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hallo Ihr Lieben! Wollte mich mal wieder bei Euch melden! Ich hoffe, einige kennen mich noch! In den vergangenen 18 Monaten ist sehr viel passiert! Leider nichts positives! Bis Ende 2014 war ich bis auf 2 "Ausrutscher" trocken und wahnsinnig stolz auf mein erreichtes. Dann kam der Weihnachtsmarkt in Bremen und ich war wirklich gewillt, nichts zu trinken. Die Anderen tranken Glühwein und ich konnte irgendwann keine Cola mehr sehen, und bestellte mir einen Kinderpunsch (also ohne Alkohol)Als ich den 2. Punsch bestellt hatte, meinte die Bedienung "Alkoholfreien haben wir nicht" Auf meine Frage, was ich soeben getrunken hatte, meinte sie, ganz normalen Glühwein und sie hätte es nicht gehört, dass ich einen Alkfreien haben wollte!
    Nun ja, so nahm das Schicksal seinen Lauf! Auf dem Nachhauseweg bin ich an der Tanke vorbeigelaufen, kurz stehengeblieben, wieder weitergelaufen und dann doch zurück und habe mir 2 Flachmännerr Wodga gekauft.
    Von diesem Zeitpunkt an wurde ich für den Rest des Jahres nicht mehr nüchtern! Im neuen Jahr habe ich dann auch 5 Tage lang masssiv durchgetrunken, so dass einmal der Notarzt mich ins Krankenhaus fahren musste. Dort haben sie eine Leberzirrhose festgestellt. Da bekam ich natürlich Panik und habe sofort aufgehört zu trinken und mich bei der Diakonie angemeldet.
    Von da an war ich wieder abstinent und war sehr froh darüber, ohne Alk das Leben zu meistern. Erschwerend kam dazu, dass ich auch noch meinen Führerschein verloren habe! Nur weil ich jemanden, der mir sehr nahesteht helfen wollte und bin angetrunken gefahren.
    Am letzten Wochenende mußte ich wegen meiner Neuropathie wieder nach Hannover in die Med. Hochschule! Da habe ich so einen Saufdruck bekommen, dass ich mir am Bahnhof einen Flachmann Rum und eine kleine Flasche Wein gekauft habe. Wieder zuhause habe ich bis Samstag "durchgesoffen".
    Heute hatte ich den ganzen Tag wahnsinnige Entzugserscheinungen, dass ich dachte, ich müsste Sterben. Mann mann mann, hört das denn nie auf. Morgen muß ich wieder zur Diakonie und das Thema ansprechen. Die werden mich ganz schön fertigmachen! UND ZURECHT! Aber jetzt bin ich gewillt, die Abstinenz durchzuziehen, mag da kommen was da wollte!
    So das war es erst einmal wieder von mir! Hoffe, dass es jetzt endlich klappt, denn ich will ja noch ein bischen leben!
    Liebe Grüße
    Euer robertM

  • Hallo, Robert!
    Zuerst einmal, schön, dass Du (wieder) da bist. Weniger schön, was in der Zwischenzeit passiert ist.
    Ich musste mir erst mal in Ruhe Deinen Thread durchlesen, da ja alles passierte, bevor ich zum Forum gestoßen bin.

    So, genug der Nettigkeiten. Ich mag nicht rumeiern und bin wohl auch nicht für den Diplomatischen Dienst geboren ;)

    Was ich gelesen habe, hat mich etwas erschreckt. Erschreckt deshalb, weil Du Dein Problem offenbar auf die leichte Schulter genommen hast - und noch nimmst!
    Immer wieder hast Du (innerhalb von 4 Wochen) "Rückfälle" gebaut (eigentlich müsste es richtig heissen: Trinkpausen eingelegt). Und immer wieder schriebst Du: "Aber jetzt...!" Und zwei Beiträge weiter hast Du wieder "gebeichtet" :(

    Und jetzt?

    Du hast in der Zwischenzeit Deinen Führerschein verloren:

    Nur weil ich jemanden, der mir sehr nahesteht helfen wollte und bin angetrunken gefahren.

    Ach, Du Armer: Nun warst Du schon hilfsbereit und wurdest dafür auch noch angeschissen...
    >:( Wenn Du Deine Pappe losgeworden bist, weil Du nur gefahren bist (also, ohne dass etwas passiert ist), dann hattest Du a) über 1,6 o/oo oder b) über 0,6 o/oo und wurdest schon öfter erwischt. Und wenn Du nicht nur gefahren bist, dann hast Du auch noch einen Unfall gebaut. Oder zumindest kräftige Ausfallerscheinungen.

    Du musstest - mal wieder - mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden. Dann wurde eine Leberzirrhose festgestellt. Ist ja schon mal nicht ohne.


    Dort haben sie eine Leberzirrhose festgestellt. Da bekam ich natürlich Panik und habe sofort aufgehört zu trinken und mich bei der Diakonie angemeldet.

    Aber dann, als Du wegen Deiner Polyneuropathie (Zerstörung der Nerven durch Alkohol!!!) ins Krankenhaus musstest, hast Du schon wieder zugeschlagen.


    Aber jetzt bin ich gewillt, die Abstinenz durchzuziehen, mag da kommen was da wollte!
    ... Hoffe, dass es jetzt endlich klappt, denn ich will ja noch ein bischen leben!

    Die Worte les ich wohl, allein - mir fehlt der Glaube! Wie viele Schüsse vor den Bug brauchst Du denn noch??
    Hoffnung allein hilft nicht!

    Es rettet uns kein höh'res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!

    Mach endlich Nägel mit Köpfen! Zum Beispiel eine Langzeittherapie, wo Du mal Gelegenheit hast, über Dich und Dein Verhältnis nachzudenken, wo Dir Strategien an die Hand gegeben/gezeigt werden, wie man abstinent leben und mit Saufdruck umgehen kann - umsetzen muss man sie schon selbst. Okay, und eine Garantie gibt's auch nicht. Aber so, wie ich es gelesen habe, hast Du immer alles auf Dich zukommen lassen. Aber selbst aktiv bist Du nicht wirklich geworden.
    Okay, Du hast mit dem Billard aufgehört. Statt dessen bist Du zum Dart umgeschwenkt - in der selben Kneipe, wo Du beim/vorm Billard gesoffen hast. Und das war's auch schon - zumindest habe ich nichts weiter gelesen.

    Vielleicht guckst Du mal hier rein - da habe ich mal ein "paar" Worte zum Thema geschrieben. Und zum Thema bewusste Abstinenzentscheidung habe ich auch ein paar Worte verloren ...

    Menschenskinder: wach auf und werde endlich aktiv!

    Hoffe, der gut gemeinte Arschritt ist angekommen ;)

    Gruß
    Greenfox

    Edit Icke: Ich will Dich nicht vergraulen oder, dass Du Dich wie eine Schnecke in ihr Häuschen verziehst - so wie beim letzten Mal, als Du hier Gegenwind bekommen hast ... Ich will einfach nur, dass Du wach wirst!

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

    Einmal editiert, zuletzt von Greenfox (8. Juni 2015 um 10:53)

  • Hallo RobertM

    Erinnerst du dich noch an Vicky?
    Sie war 6 Monate in einer Klinik und ist nun seit März 2014 trocken. Ohne Rückfall.
    Es geht also...weil sie es wirklich WILL.
    Sie hat ihr Leben zurück erobert. Die meisten haben ihr das nicht zugetraut damals...

    Das kannst du auch. Wenn du nur WILLST.
    Sterben ist die andere Möglichkeit...aber das willst du ja auch nicht...

    liebe Grüße
    ennasu

  • Moin Robert -

    da greenfox hier ja den "bad cop" abgegeben hat, sollte ich nun eigentlich die Rolle des guten Polizisten abgeben - KANN ICH ABER NICHT! Dafür habe ich in den letzten Wochen zu viel Elend in Zusammenhang mit Alkoholmissbrauch/-Abhängigkeit erleben müssen ...
    Ganz im Ernst - mehr Warnschüsse können gar nicht mehr abgefeuert werden! Aus meiner Sicht stehst Du am absoluten Point of no return - entweder Du hörst endgültig mit dem Saufen auf, oder Du wirst elendig an Deiner Sucht verrecken.
    Glücklicherweise gehörst Du nicht zu den Menschen, die die Negativ-Folgen ihrer Sauferei kleinreden und verniedlichen - Du schilderst alles mit einer bemerkenswerten Offenheit und Ehrlichkeit. Diese Ehrlichkeit solltest Du aber in aller erste Linie Dir selber gegenüber an den Tag legen! Nach meiner Einschätzung hast Du Deine Sauferei schon seit Längerem nicht mehr im Griff - beende diesen "Kalter-Entzug-Quatsch", besorge Dir eine Einweisung für einen klinischen Entzug und dann ziehe Dich dann selber für eine Weile aus dem Verkehr, indem Du Deine Gefahrenzonen durch eine Langzeittherapie ersetzt.
    So `mal von Darter zu Darter - zur Zeit wirfst Du eine Tripple-Eins nach der anderen, vielleicht sogar ab und zu ein "Frühstück" - wenn Du aber so weitermachst, triffst Du demnächst nicht `mal mehr das Board ... aus eigener Erfahrung kann ich Dir jedoch sagen, dass nach einer endgültigen Abstinenzentscheidung, die 180er nur so purzeln ...


    good Darts und beste Grüße
    keppler

  • hallo robert...
    gerade zufällig deinen post gelesen... die liebe ennasu hat ja schon geschrieben, ich bin jetzt seit märz letztem jahr trocken und es fühlt sich wunderbar an. wenn du magst kannst mir gerne pn schreiben - aber du musst eben auch mal auf die zähne beißen. sonst wird das nix ;)
    lg und wenn du dich meldest schreibe ich dir gerne wie es mir erging und wie ich es nun schaffte mein leben zurück zu bekommen
    viki

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