Johannes , kann ich nachvollziehen… ist mir auch so gegangen, dass im Laufe der Abstinenz so einiges hoch kam…
Es gibt einige Situationen, die sich eingebrannt haben, die ich eigentlich mit meiner Mutter aufarbeiten müsste.....aber das wird nicht funktionieren, das kann ich mir sparen.
Ich konnt‘s auch nicht mit meiner Mutter aufarbeiten, die hatte mit sich irgendwie schon genug zu tragen….
Mittlerweile habe ich erkannt und begriffen, wie meine Eltern und auch meine Großeltern selbst geprägt waren von dysfunktionalen Verhältnissen in ihren jeweiligen Elternhäusern.
Das macht es nicht besser für mich, aber es macht es leichter, Zusammenhänge zu begreifen.
Doch sag mal: Spricht etwas dagegen, wenn Du deiner Mutter sagst, dass du lieber über die Gegenwart sprechen möchtest?
Aufgearbeitet hab ich‘s dann für mich, teilweise durch Beschäftigung mit der EKA-Problematik (EKA: Erwachsene Kinder aus alkoholkranken/dysfunktionalen Familien), Austausch mit anderen EKAs sowie, weil ich allein nicht mehr weiterkam, mit professioneller Hilfe.
Meine Familie war auch kaputt und mit dem Rest meiner Familie gibt’s seit dem Tod meiner Mutter überhaupt keine gemeinsamen Feiern mehr. Vorher war’s auch nicht viel….🤷♀️
Wenn ich hier im Forum inzwischen von meiner Familie erzähle, so ist damit meine angeheiratete Familie gemeint. Mit denen ist zwar nicht so, wie’s insbesondere in Weihnachtsliedern wie’s bspw. „Driving Home for Christmas“ von Chris Rhea beschrieben wird, aber es ist eben Familie.
Viele Grüße
AmSee