Ist mein Mann alkoholkrank?

  • Noch ein letzter.

    Schon der Unterschied zwischen den beiden Sätzen kann das ja vielleicht verdeutlichen

    "Du regst mich auf"
    oder
    "Ich rege mich über Dich auf"


    Im ersten Fall weise ich dem anderen die Verantwortung zu, aber ich bin auch darauf angewiesen, das der Andere etwas macht, damit ich meinen Stresslevel wieder herunterfahren kann. Ich mache mich damit von dem, was der Andere tut, abhängig.

    Und ich weiß nicht, ob Du das kennst, oft muss der Andere nicht mal was Böses oder mit Absicht gemacht haben, damit man sich aufregt, irgendwas nervt einen halt.

    "Ich rege mich über Dich auf" verdeutlicht den eigenen Anteil. Und es stimmt sogar mehr, denn es ist das eigene Nervensystem, das in der Aufregung hochgefahren wird. Der Andere hat damit möglicherweise gar nichts zu tun. Und es ist auch das eigene Nervensystem, das einem das Stressempfinden vermittelt.
    Küchenpsychologie, aber manchmal helfen solche Bilder.


  • [...Gebe aber jedem eine Chance es besser zu wissen. Bin dankbar für jeden Hinweis. Und euch immer noch dankbar für eure Hilfe, Zeit und Erfahrungen....]


    Liebe Leonie,
    ich bin Britt, Mitte 50 und Alkoholikerin.
    Ich habe deine Geschichte gelesen und lasse mal einige meiner Gedanken dazu hier:
    Ich denke, du durchlebst im Moment eine einzige Achterbahn der Gefühle:
    1. Du hast so eine Vorahnung einer möglich bevorstehenden Krise und suchst dir (u.a. hier) Hilfe. Toll, dass ist schon mal der erste Schritt.
    2. Die Reaktionen/Antworten einiger Forenmitglieder gefielen dir nicht wirklich, denn du schriebst

    Zitat

    ….wäre ich für Objektivität auch dankbar gewesen….


    Was heißt denn für dich Objektivität? Ich als „Beobachter“ bzw. Leser kann hier doch nur meinen neutralen Standpunkt in deiner Geschichte mitteilen.
    Also ist jede Sichtweise doch in gewisser Weise subjektiv?
    3. Deine Sorge und Hoffnung mischt sich mit Selbstzweifeln. Wie soll es weitergehen? Was ist zu tun? Du erwartest..

    Zitat

    ....Also erwarte ich genau das nun mal auch und nicht wieder so ein einreißen... Man sieht doch dass er es wohl KANN..


    Ich habe erfahren, dass Erwartungen an Andere immer ein großes Risiko der Enttäuschung beinhaltet.
    Tja und dann kommt es ganz typisch: Deine Erwartungen werden nicht erfüllt. Versuche deinerseits deinen Mann „trocken zu schleudern“ scheitern.

    Zitat

    ...Leider kommen die Versuche für einige Tage nichts zu trinken nur, weil ich ihn dazu bringe..


    4. Du bist wütend, verunsichert und hast Angst,

    Zitat

    ..Allgemein las ich hier im forum viel darüber dass angehörige Co abhängig sein sollen, können. . Deswegen hat mich das erst sehr schockiert und verunsichert…
    Angst davor habe ich nicht. Nur davor etwas zu glauben zu sein, was ich dann evt gar nicht bin....


    Aber deine "Strategie" ändern? Nein, das, so kann ich aus deinen Beiträgen lesen, kommt für dich nicht in Frage.
    5. Stattdessen redest du eure Situation schön und gibst mir das Gefühl, dass du in deiner Eitelkeit gekränkt bist:

    Zitat

    ..Okay. Also Schnaps trinkt er nicht. Ab und an mal. Aber Bier ist sein Hauptgetränk.
    Das würde ich auch riechen... Find ich. Es verfliegt erst so nach einigen Std und das bringt ja eh nix nix..

    Zitat

    …Man sieht doch dass er es wohl KANN….
    …Habe ihr alles geschildert und sie geht bei mir nicht von einer Co Abhängigkeit aus.
    …Sie sagte ich sehe die Sache sehr realistisch. Man kann sich auch was einreden….
    ....Das kann man nicht machen. Ich denke, dass man über Telefon mehr sagen kann als über geschriebene Sätze...
    ...Dass wir darunter leiden.. Keine Frage.. Absolut!! Aber man sollte eh schon angeschlagenen Partnern alkoholkranker Menschen, die womöglich noch labil sind nicht noch mehr Angst und Schrecken machen.


    6. die Ehrlichkeit/Einsichtigkeit (von beiden Seiten?) fehlt.

    Zitat

    ....Dieses bei Laune halten ist ein so falsches Spiel deswegen fühle ich mich z. T auch nicht geliebt von ihm. Weils einfach nicht ehrlich ist....

    Zitat

    ...Fühle mich so belogen.. Dass er da nichts für kann, weiß ich ja. Aber man fühlt sich wertlos.. So ungefähr.


    Liebe Leonie,

    Zitat

    ...Ich will was lösen und der Wahrheit ins Auge schauen. Das ist mein Motto, das weiß auch mein Mann. Manchmal nicht angenehm aber ich schaue immer der Wahrheit ins Auge.
    Egal obs weh tut.


    Hat nicht Jeder seine eigene Wahrheit?
    Der Wahrheit ins Auge schauen: dazu schreibt Wiki :
    " sich den wahren Sachverhalt bewusst machen und sich darauf einstellen; die (unangenehme) Wahrheit erkennen
    sich den wahren (meist: unangenehmen) Sachverhalt bewusst machen; die Realität erkennen; die Folgen abschätzen (können)"

    Liebe Leonie,
    wenn ich mit meinem Geschriebenen zu schroff rüberkam, tut es mir Leid, aber ich denke du weißt, wie ich es meine.
    Ich wünsche dir von ganzem Herzen , dass du immer die für DICH richtigen Entscheidungen triffst.

    LG Britt

    ~ bevör ik mi nu opregen deed, is dat mi lever egaal ~

  • Hi Britt, danke für deine Antwort.


    Was soll ich denn deiner Meinung nach einsehen?
    Ich bin bereit alles zu tun, damit wir nach vorne kommen.

    Und wenn mir Co Abhängigkeit diagnostiziert würde, würde ich es natürlich akzeptieren und auch einsehen. Absolut kein Problem damit. Ob ich das jetzt toll finde, ist eine ganz andere Geschichte. Natürlich ist es richtig schade, wenn man seines Erachtens macht und tut und im Endeffekt ist dieses Tun auch noch falsch und macht zudem krank.. Wie man's dreht und wendet ist es im Moment alles kompliziert und nervig.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass ich noch einen guten Überblick habe. Nur weil ich unsere Beziehung in gewisser Weise retten möchte, was jeder liebende Partner eigentlich tun würde, bin ich in dieser Situation auch ein Stück weit involviert gefangen u vllt im Moment auch in einer auswegslosen zu scheinenden Lage. Natürlich unterschreibe ich das!! Das ist Fakt.

    Mir geht es jetzt darum zu verstehen und zu lösen.

    Liebe Grüße

  • Liebe Leonie,
    deine Eingangsfrage lautete

    Zitat

    Ist mein Mann alkoholkrank?


    Denkst du denn, dass dir diese Frage irgendjemand von uns beantworten kann?
    Ich kann es nicht, dass kann er nur selbst.
    LG Britt

    ~ bevör ik mi nu opregen deed, is dat mi lever egaal ~


  • Liebe Leonie,
    deine Eingangsfrage lautete


    Denkst du denn, dass dir diese Frage irgendjemand von uns beantworten kann?
    Ich kann es nicht, dass kann er nur selbst.
    LG Britt


    Eine sichere Antwort bekomme ich hier nicht, denn ich weiß dass, es keiner weiß und ich weiß, wie ich mit vermutenden und begründeten antworten umgehen kann.

    Dass es anhand meiner ausführlichen Beschreibung jemand vermutet, reicht.

  • Zitat von “Leonie“

    Und wenn mir Co Abhängigkeit diagnostiziert würde, würde ich es natürlich akzeptieren und auch einsehen. Absolut kein Problem damit.


    Schwierig, schwierig – der „Fall Leonie“
    Ich versuche es mal anders herum, um Dir das „Diagnoseproblem“ zu verdeutlichen: Obwohl Du jeden Tag hautnah mit einem Menschen zusammenlebst, der so auffällig dem Alkohol zuspricht, dass Du eine Suchterkrankung vermutest, fragst Du hier „ist mein Mann alkoholkrank“.
    Daraufhin erhältst Du u.a. Antworten, wie jetzt von Britt:

    Zitat von “Britt“

    Denkst du denn, dass dir diese Frage irgendjemand von uns beantworten kann?
    Ich kann es nicht, dass kann er nur selbst.

    Ich lass das einfach mal so stehen, weil es einen Funken Wahrheit beinhaltet, aber gleichzeitig auch jede bekannte Diagnostizierung solcherlei Krankheiten auf den Kopf stellt: Nicht der Externe Fachmann (Ärzte, Psychiater, Suchtfachleute) sollen diagnostizieren – sondern der alkoholkranke Betroffene selbst.
    Richtig ist, dass niemand von außen ein Veränderung bei dem Betroffenen bewirken kann, wenn er es selbst nicht will, also keine Einsicht zeigt, dass er alkoholabhängig geworden ist.
    So – und nun sind wir bei der Co-Abhängigkeit. Eine Abhängigkeitsform, die nochmal ein paar mehr Facetten hat, wie eine stoffgebundene Sucht. Bei der zudem auch noch, ein an und für sich völlig „normales Verhalten“ in einer Partnerschaft (in einer Familie/Beziehung steht man zueinander, hilft sich gegenseitig, wenn Probleme auftreten, oder ein Partner „erkrankt, usw.), mit einem krankhaften Verhalten (nämlich co-abhängigem) vermengt wird. Au weh!
    Gehen wir mal von „Hardcore-Co-Abhängigen“ in der Sucht aus:


      [li]Sie beschaffen dem Alki (sogar) den Stoff, weil er selbst dazu nicht mehr in der Lage ist[/li]
      [li]Sie versuchen seine Sucht „zu kaschieren“ (verleumden, verstecken, entschuldigen usw.)[/li]
      [li]Sie sind von der Idee versessen, sie könnten mit ihrer Liebe und Zuneigung den Alkoholiker zur Umkehr bewegen[/li]
      [li]Sie stürzen sich durch den seinen alkoholbedingten Kontrollverlust in finanzielle und soziale Desaster[/li]
      [li]Sie sind bei der Suche nach Gründen, warum er „saufen muss“, fast genauso erfinderisch wie der Alki selbst[/li]


    Diese Liste kann man noch erheblich erweitern …
    Ist es co-abhängig, dass Du, Leonie, Dich jetzt allein hier im Forum schon 5 Forumsseiten um das Suchtproblem Deines Mannes drehst?
    Ist es co-abhängig, dass Du, allem Anschein nach wissend um sein „nicht mehr normales Alkoholkonsum-Verhalten“, trotzdem noch glauben willst, es wäre „eigentlich“ alles in Butter, und irgendwann würde der trockene Vorsatz vom Himmel herunterregnen?
    Ist es co-abhängig, dass Du (wie geschrieben) schon viele Jahre ein Verhalten Deines Partners duldest, dass Dir so großes Kopfzerbrechen macht?
    Ist es co-abhängig, dass Du, entgegen aller Anzeichen von „mindestens einer erkennbaren Tendenz“ Dich mit Händen und Füßen sträubst, bei Dir selbst (wieder) ein „normales“ Verhalten zu aktivieren, indem Du die Zusammenhänge zwischen Dir und seinem Alkoholkonsum erkennst und akzeptierst?
    Auch das könnte man jetzt beliebig erweitern.
    Nur so viel, von der fachlichen Seite her: Bereits bei Arbeitskolleg*innen, die bereits sind, „ein Auge zuzudrücken“, weil ein Kollege aufgrund seiner Sauferei öfter mal nicht in der Lage zu diversen Arbeiten ist, spricht man von co-abhängigem Verhalten.
    Genauso bei einem Chefe, der das Auge unter dem Vorwand zudrückt, der betroffene Mitarbeiter wäre doch „ansonsten“ eine fähige Arbeitskraft.

    Aber letztlich ist es völlig egal, ob Du wirklich co-abhängig bist, oder es den Anschein hat, oder alle Anzeichen dafür sprechen, solange Du es selbst nicht sehen kannst.
    Da kommen wir dann wieder zu Britts Aussage: In diesem Sinn, kann nur der Betroffene „eine Diagnose anerkennen und annehmen, die auch wirklich weiterhilft“, nämlich dadurch, dass dann die Einsicht von ihm aus vorhanden ist.

    Also, in diesem Sinn – nix für ungut und weiter so. Solange Du der Meinung bist, dass Du einen guten Überblick hast, und nur, weil Du Eure Beziehung in einer ausweglos erscheinenden Situation retten möchtest, „auch ein Stück weit involviert bist," ist alles in bester Ordnung! :) ;)

  • Gutem Morgen Leonie,

    Ich glaube, Coabhängige haben genauso einen blinden Fleck beim Blick auf sich selbst wie Abhängige. Und es wird leider oft noch nach dem Schlupfloch gesucht, könnte es nicht vielleicht doch sein, das Alles ganz normal ist, ich mir was einbilde und man das noch hinbiegen kann.
    Zusätzlich schwierig ist es, weil vieles eine Frage der Interpretation ist und das natürlich auf allen Seiten, beim Betroffenen, beim Angehörigen und bei den Leuten die man fragt.

    In Deinem Fall, Leonie, weiß ich nicht, ob Du nicht sogar mehr unter seiner Sauferei leidest wie er selbst, und wenn Du bei ihm über Krankheit nachdenkst und Du den größeren Leidensdruck hast (der ja auch ein Krankheitszeichen ist)...was ich nicht weiss, nur Du steckst in Deinem Leben.

    Ich hatte mal ein wunderbares Schaubild, wie sich die Entwicklung der Sucht und das Verhalten der Angehörigen während dem Ringen darum gegenseitig hoch schaukeln, leider finde ich es nicht mehr, aber vielleicht hat es ja jemand. Auf jeden Fall war das sehr gut dargestellt, wie da mit der Zeit der Frust und die Aggression auf beiden Seiten wachsen, und beim angehenden Abhängigen fördert das die Suchtentwicklung, weil ihm das scheinbar gute Gründe zum Trinken liefert, genauso wie der Partner es völlig normal findet, dass er sich immer mehr darüber aufregt. Der Abhängige verliert übrigens vor lauter Ringen mit dem Partner auch die Sicht auf sein eigenes Problem.

    Es ist natürlich alles immer schematisch und nicht auf jeden Einzelfall gemünzt. Es geht aber sehr vielen Krankheitsbildern ums Prinzip und so ist es hier auch.

    Ich hab hier noch eine Checkliste zur Coabhängikeit, das heisst es unter anderem


      [li]hängen Ihre Gefühle sehr stark von der Situation ihres Partners ab[/li]
      [li]fühlen Sie sich stark, wenn der Abhängige sich schwach fühlt[/li]
      [li]haben Sie Angst, der Abhängige könnte aggressiv werden, wen Sie mit ihm über Alkohol sprechen?[/li]
      [li]haben Sie Ihrem Partner schon mal mit Scheidung gedroht, weil er so viel trinkt[/li]
      [li]Ärgern Sie sich, weil Ihr Partner ihre Ermahnungen nicht ernst nimmt?[/li]
      [li]wünschen Sie sich manchmal den Tod des Partners?[/li]
      [li]haben Sie häufiger das Gefühl, dass Sie gegen Ihren alkoholabhängigen Partner machtlos sind?[/li]
      [li]Haben Sie häufiger schon Drohungen, die Sie dem Betroffenen gegenüber ausgesprochen haben, nicht wahr gemacht und vergessen?[/li]
      [li]haben sie das Gefühl, dass Alkohol eine immer wichtigere Rolle in ihrer Partnerschaft spielt?[/li]
      [li]wechseln Ihre Gefühle für den Partner häufiger zwischen tiefem Hass und tiefer Liebe?[/li]
      [li]Wissen Sie nicht mehr, wie es weitergehen soll, weil Sie so verzweifelt sind?[/li]

    Das ist nur ein Teil der Liste, die in der Suchtfibel zu finden ist. Die mir vorliegende Version hat 22 Punkte, und wenn 8 davon erfüllt sind wird angeregt sich Hilfe zu suchen. Das ist wie bei den Alkoholiker-Tests, wenn von 10 Punkten 3 erfüllt sind, sollte man mal darüber nachdenken, oder so ähnlich, gibt ja auch unterschiedliche. Und das, dass Du ihn niemals decken würdest, wie Du in Deinem zweiten Beitrag geschrieben hast, ist nur ein Punkt unter vielen, den musst Du nicht erfüllen. Dafür scheinst Du mir emotional aber schon so was von involviert.

    Ich will Dir nichts unterstellen und für mich spielt es sowieso keine so große Rolle, wie man das Kind, das in den Brunnen gefallen ist, nennt.
    Also ich möchte Dir keine Coabhängigkeit nachweisen und ich werde auch nicht mit Dir darum ringen, wie viele Punkte Du erfüllst und ob Du unbedingt etwas machen willst. Das bleibt alles bei Dir.
    Ich möchte Dir nur die Rückmeldung geben, dass Deine Darstellung der Situation hier aus meiner Sicht einiges dazu hergeben würde. Wie sehr das von Dir Geschriebene aber nun Deiner wirklichen Situation entspricht und wo ich wieder etwas missverstanden, falsch interpretiert oder zu wörtlich genommen habe - wie gesagt, ich ringe nicht darum, ich gebe Dir nur ein Feedback wie das hier im Forum auf mich wirkt.

    Es geht hier aus meiner Sicht nur um eine Mischung aus Informationen und Anregungen, aus denen Du Dir dann selbst das Bild zusammensetzen musst. Ich wünsche Dir ein gutes Händchen.

    Gruß Susanne

  • Moin,
    Schade dass man hier keine sprach Notizen verschicken kann. Habe gerade nämlich keine Zeit für viel Text.
    Dann kurz und erstmal zu dir Dietmar....

    So wie ich es geschrieben habe, meine ich auch. Für euch ist direkt jeder krank, der das Pech hat einen Alkohol abhängigen ZU KENNEN würde ich schon bald behaupten (äh ja?!)

    Dass damit nicht zu spaßen ist, und es natürlich den Zustand der bekannten von Alkoholikern beeinträchtigt ja sogar so stark beeinträchtigen kann, dass man sogar nicht mehr herausfinden kann bzw genehsen kann, obwohl der Alkoholiker nur kurz im Raum war und kurz Hallo gesagt hat, ja, damit ist wirklich nicht zu scherzen.


    Nein jetzt Spaß beiseite.


    Ich finds klasse dass ihr so hilfsbereit seid. Aber ich werde in jedem zweiten Satz zitiert und mir wird diese Krankheit eingeredet.


    Ich vertraue euch und schätze u respektiere eure Erfahrungen, aber das muss ich nicht anerkennen, wenn ich es nicht so sehe. Bin damit wie gesagt sehr vorsichtig.


    Zudem passt es vorne und hinten nicht. Also die Beschreibungen, die man überall lesen kann.

    Soll nicht heißen, dass ich perfekt bin. Ich habe dafür andere Einschränkungen, liegt vielleicht daran, dass ich auch nur ein Mensch bin.


    Und 5 Seiten bedeutet nun auch : diese Frau ist CO abhängig.


    Kanns langsam nicht mehr hören. Leute, früher gab's son Mist nichtmal.

    Hauptsache das Kind hat wieder einen Namen und alle sind gestört.


    Liebe Grüße

  • Guten Morgen Leonie,
    warum nur fühlst du dich hier „angegriffen“? Dazu gibt es doch gar keinen Grund? Hier brauch sich doch niemand für sein Handeln rechtfertigen.
    Die Konsequenzen trägt früher oder später ohnehin jeder selbst.
    Oder hat dir hier jemand „den Spiegel“ vorgehalten?
    Ich habe in diesem Forum sehr viel Hilfe erfahren dürfen. (Man) kann sie annehmen oder auch nicht.
    Die Entscheidung liegt bei jedem selbst.

    Alles Liebe von Britt

    ~ bevör ik mi nu opregen deed, is dat mi lever egaal ~

  • Wie gesagt, mir ist das relativ schnuppe, was Du hast. Von aussen kann man das wahrscheinlich nicht sicherer diagnostizieren wie Alkoholismus. Es geht ja nur um Hinweise, an denen Du erkennen kannst oder auch nicht, woran es in Deiner Beziehung haken könnte. Vieles ist Versuch und Irrtum - ist beim Arzt nicht anders. Um Einzelpunkte kann man sich steiten, gehts Dir dann besser? Und wenn Du es nicht bist, was folgt für Dich daraus?

    Aber wenn es Dich schon so aufregt, mal die Frage: was würde sich denn für Dich ändern, wenn Dir jemand direkt sagen würde - bist Du? Oder auch: bist Du nicht?
    Das bringt mich auch auf die Frage; was würde sich denn für Dich oder Deinen Mann ändern, wenn Du sicher wärest, dass er Alkoholiker ist? Oder: dass er keiner ist?


  • Wie gesagt, mir ist das relativ schnuppe, was Du hast. Von aussen kann man das wahrscheinlich nicht sicherer diagnostizieren wie Alkoholismus. Es geht ja nur um Hinweise, an denen Du erkennen kannst oder auch nicht, woran es in Deiner Beziehung haken könnte. Vieles ist Versuch und Irrtum - ist beim Arzt nicht anders. Um Einzelpunkte kann man sich steiten, gehts Dir dann besser? Und wenn Du es nicht bist, was folgt für Dich daraus?

    Aber wenn es Dich schon so aufregt, mal die Frage: was würde sich denn für Dich ändern, wenn Dir jemand direkt sagen würde - bist Du? Oder auch: bist Du nicht?
    Das bringt mich auch auf die Frage; was würde sich denn für Dich oder Deinen Mann ändern, wenn Du sicher wärest, dass er Alkoholiker ist? Oder: dass er keiner ist?


    Susanne, das ist eine sehr gute Frage. Ich mache mir dazu Gedanken.

  • Wenn mir jemand nun mit Sicherheit sagt mein Mann wäre wirklich süchtig, dann wüsste ich dass ich ernsthafte Schritte einleiten müsste. Ich würde mir viel weniger Gedanken machen, ob er nun süchtig ist oder nicht. Ich weiß es dann und dann hätte dieses Versprechen hier Hoffnung da auch ein Ende. Ich wüsste es dann ja.


    Auch mit der unheilbaren und gefährlichen Co Abhängigkeit, wenn ich jetzt sicher wüsste, dass ich davon betroffen bin, dann würde ich ganz anders agieren. Womöglich würde ich mich dann distanzieren von dem ganzen Theater...

    Das ist es ja.. Muss noch verstehen was das alles soll.

    Arbeite lieber mit Fakten statt Vermutungen.


    Liebe Grüße

  • Hallo Leonie,

    Auch mit der unheilbaren und gefährlichen Co Abhängigkeit, wenn ich jetzt sicher wüsste,
    dass ich davon betroffen bin, dann würde ich ganz anders agieren.

    "Unheilbar" ist sie nicht. Aber sie verschwindet nicht durch "Ich pack' das auch allein!"
    "Gefährlich" ist sie nur, wenn der Drang, es irgendwie "hinzukriegen" die Oberhand hat.

    Entlastend ist einfach die Bereitschaft, anzunehmen, dass man - egal wie es nun heißen
    mag - am Ende seiner eigenen Kräfte (mental, nervlich, seelisch und oft auch körperlich)
    IST.

    Dann werden die eigenen Belange, die Erholung, der innere Abstand zum Dauer-Thema
    (Sucht-oder-doch-nicht und wie-da-raus) WICHTIGER als die Frage, ob oder nicht man
    X ist oder nicht ist.

    Es geht um Deine eigene innere Ganzheit und Gesundheit. Das will ich damit sagen. :)
    (Eigentlich egal, ob man mit einem süchtigen Menschen verbunden ist oder nicht.)

    Liebe Grüße und stetiges Weitergehen, in Deinem ganz eigenen Tempo,
    wünscht Dir die
    Wolfsfrau


  • Lieben Dank für diesen Gedanken.
    Momentan bin ich gar nicht im Thema.

    Bei mir ist es nämlich so, wenn ich zu viel negatives input bekomme (damit meine ich ganz sicher nicht euch!) allgemein das Thema..
    .. Dann mache ich zu.


    Oft gemerkt bpsw wenn ich oft genervt war. Irgendwann interessiere ich mich schlichtweg nicht mehr dafür. Und zack geht meine innere Tür für andere, schöne Dinge auf. Ich tanke in der Zeit Energie..


    Schlaf gehört auch dazu.

    Gute Nacht.

  • Das war falsch ausgedrückt, natürlich interessiert mich das Thema noch. Aber ich denke dass man davon auch mal ne Pause braucht. Deswegen abschalten..

  • Morgen,

    ich will Dich auch nicht weiter nerven. Nur falls Du noch mal hier hereinguckst noch ein paar Fragen (Du musst sie nicht beantworten).

    Ich denke halt, in jeder Partnerschaft gibt es Grenzen. Wenn die dauerhaft überschritten werden, geht es irgendwann nicht mehr. Ob das Trinken jetzt für Dich so eine Grenze ist, mit der Du nicht leben willst oder kannst, auch wenn er kein Alkoholiker wäre, weiß ich nicht.
    Streiten an sich muss nicht unbedingt so schlimm sein, dass eine Beziehung daran zerbricht - gibt viele Paare, die damit ganz gut klar kommen. Gar nicht streiten wäre auch nicht meins. Aber auch da gibt es meistens einen Punkt, wo jeder weiß, da wäre - endgültig - Sense.

    Wenn Du jetzt dem Schluss kommen solltest, dass er KEIN Alkoholiker ist und Du KEINE Coabhängige, machst Du dann so weiter wie bisher?
    Glaubst Du, dass sich dann an den gebrochenen Versprechen irgendwann etwas ändert?
    Lässt Du ihn dann trinken?
    Oder kämpfst und streitest Du weiter?
    Und wo würdest Du dann Grenzen setzen, die Du dann nicht auch wieder umwirfst (weil er Dir leid tut oder weil Du ihn liebst).
    Wo wäre Dein Point of no return?

    Gruß Susanne


  • Morgen,


    wenn er kein Alkoholiker wäre, würde mich das Verhalten trotzdem nerven. Was es ja im Grunde schon so lange tut. Die Bestätigung, dass er süchtig ist, würde mir im Prinzip nur verdeutlichen, dass mein Gemecker nichts bringt und dass die Situation nicht mehr witzig und nicht mehr normal ist. Und dass er nichts dafür kann dass er lügt um zu trinken ect.


    Würde ihn niemals weitertrinken lassen, stehe immer dazwischen. Wenn ich mal nichts sage, dann wahrscheinlich weil ich meine Ruhe brauche. Aber ansonsten nerve ich so gut es geht.


    Was gestern noch passiert ist... Oh man!!! :-\

    Gestern, Donnerstag, trinkt er 4 Tage nicht.
    Gestern kamen wohl fiese Entzugserscheinungen.

    Muss zudem sagen dass er auch psychopharmaka bekommt.
    Die hat er seit dem Wochenende nicht mehr genommen

  • Point of no return wäre, wenn er die Grenzen die er im Grunde immer mal wieder anstößt, überschreitet.

    Im Grunde tut er nichts, es könnte auch ein normales Trinkverhalten sein. MICH stört es aber.

    Und wenn es auch noch krank ist, dann stört es mich noch mehr. Weil es gefährlich für ihn, uns ist. Und muss DESWEGEN erst recht GEÄNDERT werden.

    So sehe ich das.


    Ich gebe alles, wenn ich aber merke, dass ich nichts mehr tun kann, werde ich nichts mehr tun.

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