Beiträge von Rekonvaleszent

    Ich trank vor einiger Zeit absichtlich Alkohol und zwar Bier, so dass ich auf ca. +/- 0,9 Promille kam (rechnerisch), zu Haus, allein, ohne jegliche Ablenkung und beobachtete mich:

    Nach meinen früheren Saufpausen hat mir mein erstes Weißbier auch nicht geschmeckt. Nach dem zweiten bildete ich mir dann ein, es würde schmecken. Ich schiebe das auf mein Suchtgedächtnis.

    Ansonsten halte ich Dein Manöver für höchst riskant. Für den Wiederholungsfall: Wenn Du nach den ersten beiden Gläsern plötzlich "auf den Geschmack" gekommen bist, geht's wieder richtig los. Ich kann Dir von weiteren Versuchen nur abraten, aber das wird Dich nicht weiter stören, denn Du scheinst ja ganz gerne mal zu testen, ob beim Lauf gegen die Wand Dein Schädel oder die Wand härter ist.;)

    Ersteres habe ich sogar in den Kocher gefüllt und auf Betriebstemperatur gebracht. Getrunken habe ich aber nichts.

    Ja, ich weiß. Warum setze ich mich dem aus? Vielleicht wollte ich es auch einfach testen wie stark ich bereits bin. Keine Ahnung. Spätestens als ich die Gruppe nach deren 3. Glühwein gesehen habe, war ich froh, glücklich (!) und stolz der Versuchung widerstanden zu haben. Hat gerade tatsächlich etwas von Freiheit und Unabhängigkeit.

    Du hast vollkommen recht. Manchmal geht es nur darum etwas auszuhalten.

    Das war eine hochriskante Nummer. So was kann mächtig in die Hose gehen. Wieg Dich jetzt bitte nicht in falscher Sicherheit. Die harten Prüfungen (Provokationen) Weihnachten/Silvester kommen noch. Werde da nicht leichtsinnig und geh besser auf deutlich mehr Distanz.

    Ich zitiere mal mich selbst, um es nicht 2x zu tippen:

    Nein, ich trinke keine sog. alkoholfreien Ersatzstoffe zum Original, weil sie optisch, geschmacklich und geruchlich zu nah am Original sind. Mit alk-freiem Bier habe ich früher meine Saufpausen überbrückt, bis der Druck auf ein richtiges Bier zu groß wurde. Dann blieb es selbstverständlich nicht bei dem einen.

    Ab- und an trinke ich mal eine Cola 0 oder eine Schorle mit Apfel-, Trauben- oder Johannisbeersaft. Aber davon reicht mir jeweils ein Glas.

    Meistens trinke ich jedoch Wasser, morgens und tagsüber auch Tee und Kaffee. Morgens meistens noch etwas gepresste Zitrone und Orange.


    Prima beimengen lassen sich bei Wasser und Säften/Schorlen noch Zitro- und Ingwerscheiben sowie frische Minzblätter.

    Im Winter abends auch gerne mal Tee.

    Ich habe nur die Familie und mir enge Leute informiert.

    So und nicht mehr. Der Kreis ist bewusst klein gezogen. Da ich auf der Arbeit nie als Trinker aufgefallen bin, war das auch nicht erforderlich.


    Nein, ich trinke keine sog. alkoholfreien Ersatzstoffe zum Original, weil sie optisch, geschmacklich und geruchlich zu nah am Original sind. Mit alk-freiem Bier habe ich früher meine Saufpausen überbrückt, bis der Druck auf ein richtiges Bier zu groß wurde. Dann blieb es selbstverständlich nicht bei dem einen.


    Den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt habe ich in diesem Jahr schon hinter mir, meiner Frau konnte ich den Glühwein ausreden. Ansonsten hätte ich was alkfreies genommen.

    Lieber Wasser, Tee oder Kaffee.

    Eine gute Alternative. Ab- und an trinke ich mal eine Cola 0 oder eine Schorle mit Apfel-, Trauben- oder Johannisbeersaft. Aber davon reicht mir jeweils ein Glas.


    Meine Frau trinkt ab- und an mal ein Glas Wein oder Sekt, bei ihr bleibt es dann zumeist bei dem einen. Das stört mich nicht, auch wenn ihr Glas im restaurant in meiner Nähe, jedoch nicht unmittelbar vor mir steht. Ich war nie der große Werintrinker, daher bekümmert es mich nicht. Stünde stattdessen ein Glas Weißbier vor meiner Nase, sähe es womöglich anders aus. Ein Glas auf dem Nebentisch nehme ich nur noch wahr, wenn mein Blick darauf fällt, jedoch scanne ich die Tische nicht wie früher ab.

    Zu Veranstaltungen, bei denen der heftige Konsum von Alk im Vordergrund steht, gehe ich nicht. Nicht, weil ich mich als gefährdet einstufe, sondern weil ich das ganze Drumherum um die Sauferei nicht mehr ertrage und es nicht mehr in meinem Kopf aushalte. Da gehöre ich nicht mehr hin. Bin ich mal bei Nachbarn, die etwas feiern, bin ich dann weg, wenn die Veranstaltung zu "alkig" wird. Den Kippunkt nehme ich recht schnell wahr und dann gilt das zuvor Gesagte entsprechend. Für angetrunkenes oder besoffenes Gelaber sind mir meine Zeit und mein Leben zu schade.


    Und so komme ich prima durchs Leben. Wichtig ist, mir den Respekt vor dem Alkohol zu bewahren, denn ich kenne die Tücken des Suchtgedächtnisses.

    Du bist aber auch nach 10 Jahren weiterhin immer achtsam. Sind die 10 Jahre in Bezug auf deine Abstinenz immer ziemlich glatt gelaufen oder gab es auch mal kritische Phasen?

    Ich habe es mal hierher gezogen, um den thread nicht zu sprengen. Bei mir hat sich die Abstinenz eingeschliffen, da muss ich nicht mehr extra aufpassen. Falls es doch noch mal kritisch werden sollte, das Suchtgedächtnis ist ein Teil von mir und funktioniert, auch wenn es vor sich hin dämmert. Aber es kann jederzeit wieder aktiviert werden.

    Kritisch wurde es halt ein paar mal, als ich von Suchtdruck heftig durchgeschüttelt wurde, das letzte Mal ist schon ein paar Jahre her. Suchtdruck kam halt immer seltener auf.


    Wenn ich heute mal ans Trinken denke, sehe ich es als Gruß vom Suchtgedächtnis, aber ich weiß es einzuordnen. Ich habe meinen Frieden damit gemacht und sehe gelegentliche "Grüße" für mich als förderlich an, weiterhin den Respekt vor dem Alkohol zu bewahren und nicht auf die Idee zu kommen, ich sei geheilt. Denn dann wäre es bis zum nächsten Glas nicht mehr weit.

    Einem Neuling im ersten Jahr rate ich von Teilnahmen an solchen Feierlichkeiten ab, die mit dem Konsum von Alkohol verknüpft sind. Dazu zählt auch der Weihnachtsmarkt, da dort, insbesondere ab dem Nachmittag, häufig kräftig gebechert wird. Das kann den Neuling gewaltig triggern, entweder schon auf dem Markt oder es wirkt womöglich nach und der Suchtdruck stellt sich ggf. später ein.


    Im ersten Jahr bin ich auf keinen derartigen Markt gegangen. Sicherheit geht vor. Gestern habe ich einen besucht, das reicht mir für dieses Jahr. Ich muss keinen weiteren mehr sehen und/oder ertragen. Als meine Begleitung überlegte, sich einen Glühwein zu genehmigen fragte ich bloß: "Willst Du wirklich in der Kälte so 'ne Plörre trinken. Lass uns lieber in ein Lokal gehen, da kannst Du einen richtigen Wein trinken." Genau so haben wir es umgesetzt.

    Bei uns steht demnächst das Weihnachtsessen unserer Abteilung an, sinnigerweise in einem Brauhaus. ich nehme nicht teil. Ich war stets der Bier- und Schnapstrinker, aber selbst nach über 10 Jahren möchte ich mir so eine Lolkalität nicht antun. Das passt nicht (mehr) zu mir und meinen Weg. Statt dessen gehe ich zu selben Zeit aus essen.

    Weihnachten bleiben wir daheim, nur am 26.12. gehen wir in ein Restauarant, alles im kleinen Kreis, es sind keine Säufer dabei, sondern nur Personen, die ab- und an mal ein Glas Wein trinken, also nicht abhängige Normaltrinker. Das gilt auch für Silvester. Da habe ich früher immer heftig zugeschlagen. Wir gehen zu keiner Silvesterfeier mehr, wenn dort der Konsum zu sehr im Mittelpunkt steht.

    Auch hier rate ich dem Neuling ab. Er wäre gut beraten, erst mal festen Grund unter die Füße zu bekommen und dazu zählt m.E. im ersten Jahr mal in sich zu gehen und sich aus dem alkoholischen Geschehen und Treiben konsequent herauszunehmen.


    So habe ich es gemacht und es hat mir nicht geschadet. ich bin jetzt mehr als 10 Jahre unfallfrei unterwegs.


    Gutes Gelingen.

    Irgendwie ist bei mir die Luft raus. Bin etwas ausgepowert. Bezieht sich hauptsächlich auf den Job. Bin häufiger unkonzentriert und genervt. Im Grunde könnte ich mal paar Wochen eine Auszeit gebrauchen um neue Energie zu tanken. Habe aber nur 28 Tage Urlaub im Jahr

    Besprich das mal mit Deinem Arzt, vielleicht hat der ja 'ne zündende Idee. Nicht, dass Du in einen Burnout gerätst, das wäre fatal.

    Du kannst Dich gerne für "geheilt" halten. Ich hoffe nur, Du kommst aufgrund Deines blendend funktionierenden Suchtgedächtnisses nicht auf die Idee, Du seist als "Geheilter" in der Lage, ab- und an ein paar Gläser (Bier, Wein oder Schnaps) im gesellschaftlich akzeptierten Rahmen trinken.

    Ich bin jetzt mehr als 10 jahre clean. Mittlerweile ist es mir so was von egal, ob ich ich jetzt als lebenslang alkoholkrank bezeichnet werde oder nicht. Ich weiß nur, meine Sucht ist immer noch in mir vorhanden, auch wenn ich sie -außer ganz gelegentlichen Trinkgedanken- nicht spüre oder gar unter ihr leide. Sie geht auch niemals mehr weg, sie bleibt für immer. Auch kann und werde ich niemals mit Alkohol umgehen können. Na und, dann ist es halt so. Menschen mit Allergien gegen bestimmte Lebensmittel sind viel schlimmer dran. Ich darf halt alles, außer Alk konsumieren, um es mal salopp auf den Punkt zu bringen.

    Bei Deinen Zeilen habe ich unterschwellig das Gefühl, dass Dir unsere Krankheit peinlich ist und Du Dich schämst, ein Alkoholiker zu sein. Warum? Gegenüber Dritten bezeichne ich mich nicht so, warum auch? Ob Dritte mich, weil ich nichts trinke, für einen Alki halten, ist mir wurscht, weil ich darüber nicht diskutiere. Sie dürfen mich für alles Mögliche halten. Ich lebe für mich, nicht für Dritte. Rückhaltlos offen bin ich nur gegenüber meinem allerengsten Kreis, das war es dann auch schon.

    Es ist Sommer und es wird gegrillt. Grillen und Alkohol das ist eine Kombination die es in sich hat.

    Wir werden am WE mal wiewder grillen, da der Nachwuchs sich das wünscht. Es bleibt ein kleiner Kreis, Alkohol wird nicht ausgeschenkt. So einfach ist es. Wenn Leute hinzustoßen, die gerne etwas trinken, wird es kniffeliger, aber lösbarer. Nur stark trinkende Zeitgenossen, die primär saufen wollen, werden nicht teilnehmen, die habe ich aussortiert. Zu so etwas gehöre ich nicht mehr. Wird mir eine Veranataltung zu alkohollastig, bin ich eh weg. Nicht, weil ich Angst habe, sondern weil ich so etwas nicht mehr im Kopf aushalte. Das Gesprächsniveau sinkt von Glas zu Glas, da habe ich Besseres zu tun.

    Ich würde nach allem was ich hier gelesen habe sagen, dass ich nicht physisch abhängig bin. Psychisch auch nicht, da es mir (noch) gelingt, nicht zu trinken, wenn ich es mir vornehme,

    Die Unterscheidung spielt eh keine Rolle, da beide ineinander übergehen. Wichtig ist für einen Alkoholiker, konsequent auf das Zeug zu verzichten. Ebenso auf Surrogate wie die angeblich alkoholfreien Varianten von Bier, Wein oder Sekt, weil die zu sehr triggern können. Ich weiß, es soll Leute geben, die damit klarkommen, denen will ich ihren Genuß bestimmt nicht madig machen.


    Die Alkis, die ich kenne, fahren so wie ich, am besten nach der alten Regel meines Therapeuten: "Alles was aussieht wie Alkohol, riecht wie Alkohoil und schmeckt wie Alkohol, ist tabu."

    Psychisch auch nicht, da es mir (noch) gelingt, nicht zu trinken, wenn ich es mir vornehme, ABER dass es bis dahin echt nur noch n Katzensprung ist. Ob man da das Rad zurückdrehen kann, weiß ich nicht.

    Lese ich da etwa einen Trinkvorbehalt heraus? Mit meinem Willen konnte ich jahrelang meine Saufpausen aufrecht erhalten, bis selbst das nicht mehr ging. Der Wille ist für den Ausstieg aus der Sucht ganz entscheident. Ohne ihn läufts nichts und mit ihm ist es immer noch ein steiniger und langer Weg, für einen richtigen Alkoholiker.


    Wer sich selbst nicht so einschätzt kann ja mal den Serlbsttest machen: "1 Jahr absolut ohne und dann schauen, wo man steht." Hat man Probleme mit dem Durchhalten und greift doch mal zu, kristallisiert sich die Antwort von alleine heraus.

    Als ich vor mehr als 10 Jahren die Sauferei beendet habe, ging ich in den ersten Wochen davon aus, mal mehrere Monate, vielleicht 1 Jahr zu pausieren, um dann "geheilt" zu sein und wie ein Normaler mal ab- und an ein Glas zu trinken.


    Dann begann ich mich in die Tiefen des Alkoholismus einzulesen, mich mit anderen Süchtigen auszutauschen, startete meine ambulante Therapie und war dann erst in der Lage, meinen Irrglauben, ich könne den Alk steuern, in die Schranken zu verweisen, genauer aus meinem Hirn zu vertreiben.


    ich werde es niemals können, das nennt sich Kontrollverlust und ist das Wesensmerkmal des Alkoholismus. Ich weiß genau, nähme ich mir morgen vor, ein Weißbier zu trinken, würden es garantiert mindestens 3, eher 4. Warum? Weil ich meinen Konsum nach der ersten Einheit nicht stoppen kann und dann mein Suchtgedächtnis, das nach all der Zeit immer noch prima funktioniert, zu rumoren anfängt, bis ich nachgebe.


    Mit dem "einen" Weißbier habe ich meine früheren Saufpausen beendet, selbst da wurden es immer mindestens 3, weil ich ja vorher so brav war.


    Es ist für mich einfach geworden, gar nichts zu trinken, aber nach einem Weißbier aufzuhören, das geht nicht (mehr). Den point of no return habe ich schon vor ca. 30 Jahren überschritten.


    Alkoholismus ist eine Einbahnstraße (so Tränhardt in der "Trocken-Doc"). Es gibt kein zurück in ein früheres Stadium. Ob es Dir gelingen wird, weiß ich nicht, und ich wage es zu bezweifeln, falls Du wirklich Alkoholikerin bist und nicht nur einen zu hohen und riskanten, jedoch nicht süchtigen Konsum hattest.


    Dies soll kein Vorwurf sein, nur eine Einschätzung meinerseits.

    Und wenn mich heute jemand anspricht, bekommt derjenige die Antwort, die passend zu dem Grad der Beziehung passt, die ich zu diesem Menschen habe.

    ich werde nur noch sehr selten mal gefragt. Die Antwort ist jeweils ähnlich : "Nein, a) ich trinke keinen Alkohol, weil es mir ohne bessser geht oder b) ... er mir nicht mehr bekommt." Bislang hat keiner weiter gebohrt, warum auch. Was für einen Reim sich die Leute darauf machen, ist mir wurscht. Nur einmal vor einigen Jahren bohrte jemand etwas nach, aber der herr hatte selbst ein erhebliches Alkoholproblem und ist m.E. Alkoholiker. Warum? ich hatte ihm wohl eine Art Spiegel vorgehalten. Alle, die kein Alk-Problem haben, interessiert es nicht, warum ich nicht (mehr) trinke, weil für sie das Nicht- oder Wenigtrinken nichts Ungewöhnliches ist.

    Für mich selbst nutze ich die Bezeichnung Alkoholiker nicht

    Ich auch nicht, auch wenn ich im medizinischen Sinn als trockener Alkoholiker bezeichnet werde. Zum Vergleich: ich habe auch das Rauchen vor zig Jahren aufgegeben und bin Nichtraucher und nicht trockener Raucher oder ein stillgelegter Schornstein.


    Dagegen weiß ich genau, dass ich wieder zum aktiven Alkoholiker werde, wenn ich wieder anfange zu trinken.

    Mich ekelt Alkohol und betrunkene Menschen an, ich will weder das Gift meinem Körper zumuten, noch mich in diesen erbärmlichen Zustand begeben.

    Klingt für mich schon hochnäsig und irgendwie herablassend wie Du auf Menschen mit Deiner Krankheit schaust.

    Ich hoffe, Du entwickelst Dich noch weiter.;)


    Mir genügt es, um heftig trinkende Zeitgenossen einen Bogen zu machen.


    Ich kenne ein paar "Verzicht" Alkoholiker.

    Die kommen mir sehr verbittert vor und kapseln sich vom sozialen Leben ab.

    Nur die Pulle wegzustellen führt nicht unweigerlich zu einem zufriedenen Zustand. Es gilt, die Zeiten, die früher für's Saufen draufgingen mit anderweitigen, sinnvollenAktivitäten zu füllen.

    Wenn das vermeintlich "soziale Leben" nur mit alkoholträchtigen Veranstaltungen verbunden ist, erscheint es sinnvoller zu sein, diese zu meiden. Mich berührt es nach all den Jahren nicht, wenn in meinem Umfeld Leute dezent und maßvoll, nicht exzessiv wie früher bei mir, mal 1-2 Gläser trinken.

    Von diesem ganzen "ich-bin-Alkoholiker-Rechfertigungs-Gedöns" hielt ich mich stets fern!

    Als "Gedöns" bezeichne ich es nicht. Es gibt halt Zeitgenossen, die benötigen zum eigenen Schutz einen sehr offenen Umgang mit ihrer Sucht, andere wie Paul und ich gerade nicht.


    So unterschiedlich die Vorgehensweisen so sind, zählt am Ende letztlich nur eins, die zufriedene Abstinenz und genau die nehme ich für mich in Anspruch.

    Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit fremden Menschen etwas über meine Gesundheit zu erzählen.

    Ich gehe noch einen Schritt weiter. Ich habe es nur einem ganz kleinen Kreis erzählt, genauer gesagt exakt 4 Personen, davon sind Frau und Kind inbegriffen. Alle anderen geht es überhaupt nichts an. Erst recht nicht die ach so netten Arbeitskollegen oder gar Vorgesetzte. Auf der Arbeit bin ich nie als Trinker aufgefallen, auf Feiern habe ich mich stets am Wasser festgehalten, ich wüsste nicht, warum ich schlafende Hunde wecken sollte. Was nützt es mir ein umfassendes Outing? Nichts.


    Ich weiß, dass so eine Vorgehensweise nicht von allen geteilt wird. Manche andere SHGs bis hin zu einem anderen Forum gehen die Sache viel offensiver an, weil sie denken, dass es ihnen nützt. Das dürfen sie gerne tun, ich fahre mit meinem Kurs seit Jahren gut. Daran werde ich nichts ändern.


    Es ist meine Krankheit, auch wenn ich mich absolut nicht krank fühle. Und über die bestimme immer noch ich.