Beiträge von Emily

    Aber mich komplett aus allen Dorfveranstaltungen rauszuziehen, nur weil da an vielen Stellen die ‚Trinkgemeinschaft‘ im Vordergrund steht? Das sehe ich nicht ein.

    Über diese Einstellung hast du ja in meinem Thread schon geschrieben. Ich finde das auch richtig. Du bist ja schon einige Jahre abstinent und kannst sicher einschätzen ob es ein Risiko für dich darstellt.

    Der Alkohol hat früher mein Leben bestimmt. Wenn ich jetzt Veranstaltungen meide, nur weil dort Alkohol ist, dann würde ich ihm ja wieder erlauben, mein Leben (bzw. meinen Terminkalender) zu bestimmen. Das mache ich nicht mehr. Ich finde es schon wichtig, auf dem Schützenfest kurz ‚Flagge‘ zu zeigen.

    Das ist wieder der Punkt, wo ich auch hin möchte. Am Anfang ist davon eher abzuraten, aber wenn die Abstinenz stabil, solide und lange genug steht, dann geht das. Klar gibt es Unterschiede bei Events. Es ist etwas anderes auf ein Schützenfest auf dem Dorf zu gehen oder z.B. Karneval in einer Hochburg. Auf kleinere Feste habe ich mich auch schon gewagt. Habe auch abgesichert, dass ich jederzeit verschwinden kann, wenn es mir zu alkohollastig wird. Hat gut geklappt. Auch in Restaurants war ich schon öfter. Allerdings nicht in typischen Weinlokalen oder Bierschänken. Da schaue ich genau hin, wo ich rein gehe.

    Ein leichtes Schmunzeln ging über meine Lippen. Ich drehte mich um, verabschiedete mich von meinen Freunden und ging den kurzen Weg nach Hause.
    Es war kalt, aber ich spürte die Kälte nicht. Mein Blick wanderte zum Himmel, für einen kurzen Moment waren die Sterne zu sehen. Und ich war einfach nur glücklich.

    Das hört sich schön an. Kann ich mir irgendwie sogar bildlich vorstellen.

    Ich blickte zurück. Er grüßte nicht. Er blickte nur, drehte sich dann um und nahm einen Schluck aus seinem Bier.

    Was mich wundert ist, dass dich dein Kumpel nicht gegrüßt hat. So als wärst du ein Alien oder sonderbar nur weil du keinen Alkohol mehr trinkst.

    Ich denke schon, dass sich saufende Personen in Anwesenheit eines trockenen Kumpels nicht wohl fühlen.

    sich ein sofortiges Notfallprogramm zurecht zu legen.

    Das habe ich und ist ähnlich wie deins. Aus der Gefahr raus und ablenken ist wichtig.

    Ganz wichtig ist es, bei unserem Thema am Ball zu bleiben. Der erste Schritt in Richtung Rückfall wird gemacht, wenn sich nicht mehr regelmäßig mit unserem Problem befasst wird. Es rückt dann mehr und mehr in den Hintergrund und das Suchtgedächtnis hat dann leichtes Spiel uns vorzumachen, wir seinen jetzt geheilt und könnte wie ein Normaler mal etwas trinken.

    Da halte ich mich ebenfalls dran. Ich sehe ja, dass ihr Langjährigen immer regelmäßig im Forum seid. Das hat mich am Anfang sogar gewundert, aber inzwischen verstehe ich das und werde das genauso machen. Ich habe von euch schon viel gelernt und auch umgesetzt. Ihr seid für mich Vorbild wie es geht und funktioniert.

    Ich verwende solche Begriffe auch nicht. Kleines Beispiel: "Nass". Nass bin ich unter der Dusche, in der Wanne und beim Schwimmen im Meer oder einem See/Fluss.

    ich verstehe was du meinst. Ist auch absolut richtig und das was ich mir für mich wünsche. Dem ganzen Thema Sucht nicht mehr Aufmerksamkeit geben als nötig.

    Nötig ist nur, weiterhin keinen Alkohol zu trinken, sonst nichts. Dazu einfach im Forum bleiben, damit das auch so bleibt wie es ist.

    Ich bevorzuge: alkoholfrei, für mich.

    Und muss gestehen, ich fühle mich wohl dabei.

    Gefällt mir. Einfach und simpel.

    Nun wo es für mich wirklich normal geworden ist, keinen Alkohol mehr zu trinken, werde ich auch meine Gedanken normalisieren. Ich rauche nicht, ich esse kein Paprika, ich esse nichts mit Laktose, ich trinke keinen Alkohol.

    Ich denke nie darüber nach, dass ich früher, vor x Jahre geraucht hatte, Ich denke auch nie über Paprika nach, bin allergisch und fertig. Also denke ich auch nicht mehr über Alkohol nach, warum auch? ich trinke keinen und gut ist.

    Ich danke euch für eure Inspirationen. Warum etwas komplizierter gemacht als es ist?

    Danke Kogge das hast du hervorragend beschrieben. Hast auch völlig Recht. Ich brauche gar keine Bezeichung. Ich kann genauso gut sagen, dass ich im zweiten Jahr keinen Alkohol mehr trinke, statt zu sagen, dass ich im zweiten Jahr nüchtern oder abstinent bin. Das fühlt sich auch viel leichter und normaler an. Danke für deine Gedankenanregung. 👍

    Aha. Den Unterschied kapiere ich nicht. Allerdings kann ich mit dem Begriff "trocken" eh nichts anfangen, außer auf der Wein- und Sektflasche. Ich lebe abstinent, ich trinke keinen Alkohol. Das reicht mir völlig.

    Das ist schwierig zu sagen was der Unterschied ist und erst Recht schwierig zu beschreiben. Ich kann da nur meine eigenen Gedanken teilen. Ich finde, dass ich bisher „nur“ nüchtern war. Besonders in den ersten Monaten hatte ich ja Suchtdruck und war öfter getriggert, wenn ich irgendwo Wein gesehen habe, z.B. im Restaurant am Nachbartisch. Da waren noch nasse Gedanken.

    Aber das wurde immer weniger. Ein großer Unterschied habe ich nach einem Jahr gemerkt. Dann aber, so im Dezember ist mir aufgefallen, dass sich nochmal ein gravierender Unterschied entwickelt hat. Alles bezüglich Alkohol ist weg aus meinen Gedanken und Gefühlen. Keine Reaktion mehr wenn ich Alkohol sehe. Alkohol ist mir egal geworden und interessiert mich soviel wie ein Sack Zement. So als wäre ein Knoten geplatzt und ist nun verschwunden.

    Das ist für mich dann Trocken.

    Abstinent leben ist aber der Begriff schlechthin. Du bist bestimmt nach so vielen Jahren staubtrocken 😂

    Der Alltag ist inzwischen so langsam wieder eingekehrt. Alles läuft noch in ruhigen Bahnen nach und nach an.

    Zum Alkohol gibt’s bei mir nichts Neues zu berichten. Alkohol ist kein Thema mehr für mich.Nach dem 1. abstinenten Jahr hatte ich viel Stabilität gespürt, etwas war anders. Es war leicht geworden nüchtern zu bleiben. Dann war gefühlt einige Monate ne Art Stillstand, aber scheinbar gab es unauffällig doch eine Weiterentwicklung. Seit geraumer Zeit merke ich es nun, ich bin komplett vom Alkohol los und habe ihn hinter mir gelassen. Keine Gedanken mehr daran, kein Suchtdruck, keine Emotionen wenn ich irgendwo Alkohol sehe - nichts. Ich bin einfach mal mutig und sage, ich hab’s geschafft. Alkohol ist für mich Geschichte, Vergangenheit.

    Die ganze Zeit war ich nüchtern, nun bin ich trocken. Irgendwie ist das ein Unterschied. Nun brauche ich nur noch diesen Zustand zu erhalten. Schön im Forum lesen und schreiben, damit alles so bleibt wie es ist. Das sehe ich ja an den vielen langjährig Trockenen, alle sind noch im Forum. Das mache ich einfach auch so. Nun geht’s Richtung 2 Jahre. 🍀

    Hab aus der Laune heraus mal eine KI nach kreativen Antworten gefragt. Ganz schön viel

    Wow wirklich ganz schön viel.

    Mir ist gerade aufgefallen, dass mich noch niemand gefragt hat und dass ich noch nie so eine Antwort gebraucht habe. Ich sage immer: Ich trinke keinen Alkohol. Keine weitere Erklärung.

    der Entschluss weiter auf Alkohol zu verzichten für eine Tragweite hat.

    Erst mal gratuliere ich dir zu den mehr als 300 Tagen und freue mich für dich mit.

    Bei mir wurden nach mehr als 1 Jahr das Ganze definitiv normaler. Inzwischen denke ich nicht mehr an Alkohol.

    Aber du schreibst „verzichten“, mir wurde hier im Forum erklärt, dass ich mir damit Verzichtsgedanken schüre. Ich habe dann dieses Wort „verzichten“ durch keinen Alkohol mehr wollen oder keinen Alkohol mehr brauchen ersetzt. Das hat einen Unterschied gemacht. Probier es doch mal aus.

    Generell kann ich sagen, dass nun im zweiten abstinenten Jahr, alles einfacher wird. Ich bin keineswegs leichtsinnig geworden, aber ich habe inzwischen auch keine Angst mehr rückfällig zu werden.

    Also nun fühlt sich das nüchterne Leben wirklich gut an. Mein Leben verläuft mit den üblichen ups and downs, aber Alkohol spielt keine Rolle mehr bei mir.

    Ich bin dafür sehr dankbar und lese immer wieder im Forum, damit ich dran erinnert bleibe wo ich nicht mehr hin will.

    Hallo Tron das hört sich echt übel an mit deinem Knie. Wünsche dir, dass es da bald Hilfe für dich gibt und du die Schmerzen los wirst. Drücke da schon mal die Daumen.

    Es ist sehr vorteilhaft, dass du ein neues Hobby begonnen hast, viel Freude damit. Das ist auch eine gute Strategie gegen Suchtdruck. Suchtdruck hat bei mir so ungefähr 20 bis 30 Minuten gedauert. Am Besten dagegen war immer unheimlich viel Mineralwasser zu trinken. Vielleicht hast du schon von der H A L T Regel gehört. Auch Hunger, Müdigkeit, Einsamkeit und Durst können Suchtdruck hervorrufen. Wir haben unter den „Artikeln“ sehr viele hilfreiche Tipps angesammelt. Hast du da schon mal reingelesen? Ist sehr empfehlenswert und bestimmt ist auch für dich etwas hilfreiches dabei.

    Willkommen hier im Forum aixman.

    Da hast du ja schon gute Vorraussetzungen geschaffen. Perfekt ist auch, dass dich deine Frau so super unterstützt. Ist dein Zuhause alkoholfrei? Das ist superwichtig und unbedingt notwendig. Ich wünsche dir hier einen guten Austausch. Es wird sich noch jemand der Moderatoren bei dir melden und sich um dich kümmern. Bis dahin hab noch etwas Geduld, lies dich doch gerne schon mal etwas hier ein.

    aber ist das möglich, mit dem Thema Alkohol abzuschließen, so als reine Willensentscheidung?

    Das ist bei mir gar keine Willensentscheidung, sondern einfach so von selbst. Alkohol ist mir irgendwie richtig egal geworden. Alkohol ist einfach ein ungesundes Getränk und ist nix für mich. Ich trinke nun einfach Getränke, die gut für mich sind und mir wohl bekommen. Alkohol muss ich nicht mehr haben, ich brauche ihn nicht mehr und will ihn auch nicht mehr. Alkohol bedeutet für mich Schwere und eine Last, deshalb werfe ich diesen Ballast von mir ab. Es ist ein gutes Gefühl, dieses Gepäck nicht mehr länger auf meine Schultern mitzuschleppen. Diese Freiheit und Leichtigkeit ist einfach großartig.

    Im Gegenteil, es war nach meiner ersten, dreijährigen Abstinenz fatal zu glauben, das Thema sei abgehakt und ich somit geheilt.

    Als trockene Alkoholikerin bin ich nicht geheilt, das ist mir klar. Vermutlich würde 1 Glas alles zunichte machen. Aber genau dieses eine Glas trinke ich nicht.

    Wenn ich gut alkoholfrei lebe, warum sollte ich noch über Alkohol nachdenken, wenn Gedanken an Alkohol nicht mehr da sind? Ich möchte Alkohol auch nicht mehr Aufmerksamkeit schenken, als nötig. Sicherheit ist natürlich wichtig und dazu bin ich regelmäßig im Forum. Zumindest derzeit ist das für mich genug und völlig ausreichend zum Thema Alkohol. Außerhalb vom Forum lebe ich ganz normal und lasse das Suchtgedächtnis ganz in Ruhe vor sich hin schlafen.

    Ich fühle mich irgendwie losgelöster und stabil und das fühlt sich gut und richtig für mich an. Damit das auch so bleibt, nutze ich weiterhin das Forum.

    Mein Urlaub ist vorbei und Montag geht’s wieder los. Habe mir für den Januar vorgenommen wieder mal zuhause auszumisten und einiges auszusortieren. Das mache ich gerne und finde, dass ich beim Sortieren im Äußeren auch gleichzeitig mein Inneres sortiere. Ich sehe das auch als Befreiung von Ballast.

    Dazu gehört auch das Thema Alkohol, ich möchte mich nun auch gedanklich ganz davon befreien. Einigen hier ist das ja schon gut gelungen und so möchte ich das bei mir auch haben. Mich im Forum beteiligen dient dazu, den Respekt vor Alkohol zu behalten. Aber ansonsten schließe ich mit dem Thema Alkohol ab und lasse es los.

    Ich werde einfach mein nüchternes Leben ganz normal leben und völlig selbstverständlich alkoholfreie Getränke trinken. Das ist alles.

    Ansonsten möchte ich in diesem Jahr meine Gesundheit weiterhin verbessern.

    Bei mir hat das Trinken gar nicht soviel Zeit in Anspruch genommen. Meistens habe ich nach Feierabend zuhause getrunken. Da war das volle Glas beim Kochen dabei, oder beim Haushalt als Belohnung zwischendurch. Auch in meiner Leseecke stand das Glas.

    Seit der Abstinenz habe ich mich, wenn ich in meiner Leseecke saß, mit reflektieren und meiner Trockenheitsarbeit beschäftigt. Gymnastik habe ich verstärkt ausgeübt.

    Wie gesagt soviel freie Zeit habe ich nicht gewonnen. Ich bin mit Job, Familie, Haushalt und Betreuung von kranken Familienmitgliedern ausgelastet und habe genug zu tun. Ich habe aber, zur Selbstfürsorge, bewusst alles ein bisschen langsamer gemacht und mit mehr kleinen Pausen, als noch während der Trinkzeit.

    Also ich habe zum Thema nichts besonderes zu berichten. Jetzt, inzwischen im zweiten abstinenten Jahr hat sich mein Tag einfach eingependelt

    Denn ... einfach nur herumzusitzen und die Zeit totzuschlagen

    Das war bei mir nie der Fall.

    oder nur ständig den Gedanken im Kopf zu haben "wichtig ist nur, dass ich nichts trinke", wird uns auf Dauer nicht wirklich auf Abstand zum Alkohol halten.

    Die ersten Wochen oder auch Monate habe ich so gedacht. Von Tag zu Tag war mir tatsächlich das wichtigste, nichts zu trinken. Ich finde das gerade am Anfang völlig normal und auch richtig. Ich habe mich selbst im ersten Jahr komplett auf links gedreht und verschiedenste Themen aufgearbeitet.

    Nun lebe ich einfach mein nüchternes Leben und denke nicht mehr über Alkohol nach.