Beiträge von Paul

    Hallo Tron100,

    gib deinem Körper mehr Zeit, auch deinem Hirn, deinem Stell- und Regelzentrum, auch für den Schlaf.

    Es braucht Wochen ... Monate bis sich alles wieder halbwegs regeneriert. So war's bei mir zumindest ... ähnlich intensives Trinkverhalten und Alter, da braucht der Körper schon 'ne Weile bis er sich ans neue Normal gewöhnt, bis sich Nervenbahnen, Rezeptoren regenerieren bzw. neu ausrichten können.

    Alkoholkonsum ist ein massiver Eingriff in unser Gefühlsleben, unsere Gedanken, in unser gesamtes biodynamisches System, über das wir (Menschen) immernoch recht wenig wissen.

    Wir nehmen zwar viel an, spielen mit Wahrscheinlichkeiten/Möglichkeiten, aber ....

    da macht die Wissenschaft keine Ausnahme!

    Wie gesund du dich ernährst, wie trainiert dein Körper ist (auch bewegungsarm), weißt du am besten, auch was gesund oder weniger gesund ist = lass' das Ungesunde weg, dann bleibt nur noch "Gesundes" übrig, mit Luftverschmutzung und kritischen Lebensmitteln muss man ggf. leben, alles Andere kann man selbst bestimmen, wäre da nicht der innere Schweinehund.

    Nach ca. einem halben Jahr verbesserte sich mein Schlafverhalten, optimal/ideal wurde es nie!

    Doch, auch mit geschrottetem Knie kannst du sportlich aktiv sein….

    ... sogar sehr sportlich!🙃 Wenn man das Wort "Sport" durch Bewegung ersetzt und es nicht sofort mit dem Leistungs-, Erfolgsgedanken (schneller, höher, weiter) vebindet, kann man sogar sehr bewegungsaktiv sein ... wandern, spazieren, vielleicht auch schwimmen, zu Haus tanzen, im Garten umgraben, Laub harken oder oder oder, auch Sex, Gymnastik oder Radfahren, mal nicht den Fahrstuhl nehmen ... es muss nicht immer "Sport" sein, Bewegung genügt völlig!👍


    die Schlaflosigkeit ... In der Zeit sitze ich auf dem Balkon und giere nach Alkohol.

    Auch mir ist diese Situation wohl bekannt ... Alkohol hatte auch mir immer geholfen, ein hervorragender Einschlafhelfer/Betäuber das kannte ich, das funktionierte - doof nur, die vielen Nebenwirkungen!

    Lange (!!!) dauerte es, bis ich diese Gedanken an dieses "Einschlafmittel" aus dem Kopf bekam, sehr lange, auch meine Wohnung war zum Glück alkoholfrei, die Gefahr eines Rückfalls war also gleich Null.

    Ich gehörte schon immer zu den Einschlaf-/Durchschlaf-/Schalfgestörten. All den "Zaubermitteln" der Pharmaindustrie stand ich ebenfalls sehr skeptisch gegenüber, je mehr ich mich damit internsiv beschäftigte, Studien las und vermeindliche Argumente, meist für die Wirksamkeit dieser Präparate, hinterfragte. Sehr auffällig war und ist, wer diese publizierten Studien finanziert. Das machte mich stutzig, ich recherchierte weiter, was mich noch stutziger machte.

    Der Placeboeffekt, also die Suggestion wird oft unterschätzt, gar oft als suspekt dargestellt. Bei Autosuggestion ist es nicht anders!

    Gleichzeitig werden mittlerweile Affrimationen, also postive Glaubenssätze gepriesen, auf Achtsamkeit gesetzt, Atemtechniken, Meditation u.ä. befürwortet.

    Unsere Welt scheint sich immer schneller zu drehen, zumindest wird sie hektischer, zu viele Informationen, Reize strömen tagtäglich auf uns ein, die wir kaum verarbeiten können, div. Umweltgifte, auch Fehlernährung und Bewegungsmangel runden das ganze ab.

    Warum sind die alten Yogameister, die buddhistischen Mönche oder viele Menschen in nicht so zivilisierten, hektischen Welten so entspannt oder deutlich entspannter, leben gesünder (psychisch) und schlafen sogar besser? Sie streiten sich sogar weniger, warum ist das so?

    Warum haben die, die Arschruhe weg?

    Arthur Schopenhauer ... wer sich ein wenig mit seinem Leben beschäftigte ... na ja ...

    theoretisch wohl ein genialer Kopf, doch einsam, zurückgezogen leben, mit seinem Pudel? ... soll jeder selbst entscheiden!

    Bergauf ... bergab - das ganze Leben ist ein ständiges Bergauf, Bergab. Dem Tod, unserem ständiger Begleiter - denke ich nicht daran, fürchte ich mich nicht, vor dem was mir früher oder später (wer weiß das schon?) sowieso ereilen wird oder ganz langsam ^^ geschieht ... in Reinkarnation oder "nur" Inkarnation mündet - kann ich sowieso nicht ausweichen, jedoch kann ich mein Leben gestalten.

    Wenn's betrunken eine Erfüllung ist, das Leben, dann lasst uns erneut anstossen - Mann hat die Wahl, Frau auch.

    Sich dessen bewusst werden und es auch leben, bestimmt doch einizig und allein den Sinn oder Unsinn ... unseres Lebens ...

    In Gedenken an Arthur Schopenhauer und zur Freude aller Abreisskalendersprüchefans wünsche ich allen ein zauberhalftes (Rest-)Leben. 👋

    Ich musste nur durchhalten, durchhalten, durchhalten und fragte mich, will ich das überhaupt?

    Hallo Erna,

    o.g. Frage kann sich nur jeder selbst beantworten. Erschwerdend kommt hinzu, die Frage nach dem Warum, Wozu sollte man aufhören zu trinken - was verbessert sich oder verbessert/verändert sich überhaupt etwas ... zum Positiven?

    Wenn die Welt, das Leben einen sowieso recht fad und belasten erscheint, wirds schwer mit: das erste Glas stehen lassen oder man nimmt gleich das zweite, dritte und vierte Glas und lässt Glas Nr.1 einfach stehen! (Kleiner Scherz für Menschen, die diesen Satz eben so lieben, plausibel und "logisch" finden, wie ich.)

    Wenn Alkohol immer Entspannung, Ruhe, Abschalten vom schnöden Alltagstrott verspricht, praktisch ein Garant dafür ist, dem ganzen Elend zu entfliehen, wird es kaum gelingen!!

    Ein Ziel muss her! Ein Grund oder mehrere, warum man all das/sein Leid ertragen sollte.

    Und sind wir mal ehrlich, die Entwöhnung von Alkohol ist alles andere als lustig.

    Was müsste sich oder ich/du verändern, um mein (dein) Leben erträglicher zu machen???

    startete vor etwas über 3 Jahren mehr oder weniger erfolgreich in mein Experiment Nüchternheit. Hatte in dieser Zeit 3 abstinente Phasen, von der die erste mit eineinhalb Jahren die längste war.

    ... Haus und Hof versaufen ...

    Hallo Erna,

    auch ich startete mit mitte 40 so ein "Experiment", ein Jahr alkoholfrei. Aus anfänglichen einfach nur Durchhalten wurde schnell Normalität.

    Sicher dauerte es ein paar Wochen bis der Suchtdruck, die Gedanken an Alkohol gänzlich verschwanden. Doch sie verschwanden!

    Nach diesem erfolgreichen Jahr "belohnte" ich mich wieder mit einem, zwei ... drei ... Bier. Recht schnell war ich wieder auf dem alten Level, schlimmer noch: ich trank mehr und öfter, um überhaupt eine Wirkung erzielen zu können. Von Kontrolle keinerlei Spur, du wirst das kennen (?).

    Ich kotzte (ärgerte) mich immer mehr an! Es musste mir erst der Führerschein entzogen werden bis ich wieder wach wurde, denn vorher lief es ja, zwar öfter mehr schlecht als recht, es lief aber. Nun lief nichts mehr, führerscheinlos.

    Mit dem Wissen, dass ich schon einmal erfolgreich vom Alkohol loskam, startete ich "Experiment Nr.2", das Prozedere kannte ich ja, auch das es gelingt.

    Ich musste nur durchhalten, durchhalten, durchhalten und fragte mich, will ich das überhaupt?

    Oder irgendwann so enden wie alle Alkoholiker? Der Wirklichkeit völlig entrückt und dauerbesoffen ...

    Mir hilft gerade die medizinische Perspektive bezüglich der Beeinträchtigungen und Gefahren ... Acetaldehyd ...


    Es gibt tatsächlich nicht einen einzigen guten Grund Alkohol zu konsumieren.

    Und trotzdem ist der Alkohol omnipräsent und wird überall verteidigt, verharmlost, schöngeredet, gar als Erhaltenswertes, z.Bsp. Kulturgut erachtet.

    Ob im Film oder Fernsehen, in Geschäften ... überall wird Alkohol als lifestyle angepriesen, als Zeichen von Selbstbestimmung und Freiheit, das prägte und prägt bis heute ganze Generationen.

    Und gleichzeitig verblöden/verharmlosen immer mehr Menschen, ignorieren vermeintliche, nicht hundertprozentig nachgewiesene (Spät-)Folgen für Gesundheit und besonders die Psyche.

    Durch die tägliche Triggerei (Konfontation/Anblick) von glücklich machenden, freiheitsentscheidenden alkoholischen Getränken, immer und jederzeit verfügbar und auch noch für jeden (!) erschwinglich, ist es so gut wie unmöglich dem zu widerstehen. Einmal eingeimpft (am besten schon im Kindesalter) wird man diese "Fehlpägung" schwerlich wieder los.

    Höchstrichterliche Aussagen, man könne nichts dafür, bestätigen dann noch die eigene Machtlosigkeit.

    Die paar Wenigen, die sich von ihrer Sucht dauerhaft lösten und die, welche erst gar nicht zum Alkoholiker, zum problematischen Trinker wurden, scheinen das Ganze zu widerlegen.

    Auch die Politik, die die uns führen und richtungsweisend sein soll, uns vor Gefahren und Krankheit schützen/warnen könnte, sollte ... dessen Aufgabe es wäre ... setzen auf Eigenverantwortlichkeit = 's soll halt jeder selbst entscheiden

    und gleichzeitig wird die "Allmacht" des Alkohols, die ständige Verfügbarkeit, des nicht gerade förderlichen Mittels (Alkohol) regelrecht gefördert und beworben, durch die permanente Präsenz in allen Lebensbereich.

    Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

    Einmal die Woche geht’s zur Nachsorge.Ein sehr wichtiger Termin für mich.

    Hallo Laggard,

    verzeih' meine Neugier, was passiert bei so einer Nachsorge?

    Werden einem die positiven Aspekte eines alkoholfreien Lebens, also eines vergiftungsfreien Lebens bestätigt? Die langsame Erholung des Körpers, die Verbesserung der Vitalfunktionen, des Stoffwechsels?

    Heute tue ich alles um meine Gesundheit wieder aufzubauen. Während der nassen Zeit habe ich einfach die Augen verschlossen und meine Gesundheit aufs Spiel gesetzt.

    Vielleicht ist es wirklich so, dass der Mensch erst wach wird, wenn es ihm so richtig schlecht geht? Sich erst dann Bewusstsein aufbaut?

    Wenn alle saufen ... trinken, es sogar erlaubt ist (für legitim gehalten wird), dass junge Menschen unter Aufsicht konsumieren, es also verharmlost wird, wie will sich da jemals ein Bewusstsein, über die Gefährlichkeit, die möglichen und nicht sehr unwahrscheinlichen Folgen, bilden?

    Ich war einmal mit einer Gruppe Jugendlichen in einer Suchteinrichtung, absichtlich da wo die besonders schweren Fälle, die "Wracks" sich aufhielten ... das schockierte und regte hoffentlich zum Nachdenken an.

    Ich fürchte, der Mensch muss erst das Elend mit eigenen Augen sehen oder erleben, bei sich oder anderen, um es begreifen zu können.

    Auch ich machte da keine Aussnahme, zumindest was Alkohol angeht.

    Inzwischen konnte ich den Anflug von Lust auf ein (oder mehr) Bier reflektieren.

    Hallo Herr Loner,

    diese "Anflüge", besser diese Lust ... auf was auch immer, trainierten wir uns an, jenachdem was wir damit verbinden.

    Je öfter wir, z.Bsp. Alkohol mit etwas Negativen verbinden, desto früher stirbt sie, die Lust.

    Affirmationen (positiv, bejahende Sätze/Gedanken) funktionieren ähnlich, sage ich mir immer wieder wie gut etwas ist, glaube ich es irgendwann, bin überzeugt davon. Beim sich-etwas-schlecht-reden ist es nicht anders!

    Alles was uns positiv erscheint (!), uns Befriedigung verspricht, wollen wir ... darauf haben wir Lust, egal ob Motorradfahren, Biertrinken oder Sex mit der Ex ^^ = erzeugen "diese" Handlungen eher oder oft Unbehagen, lassen wir es.

    Klingt einfach, ist auch einfach. Nur dauert es 'ne Weile bis wir es auch akzeptieren.

    Wenn ich mir alle (!) Nachteile des Alkoholkonsums aufrufe, müsste ich doch mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein, würde ich weiter trinken.

    Welche Vorteile gibt's dagegen??? ... ausser, so etwas wie Fröhlich- und Entspanntsein oder Kulturgut?

    aber hier kurz KI-generiert

    Je nach dem womit KI gefüttert wird, das spuckt sie auch aus: eine KI denkt nicht, sie nimmt die ihr zur Verfügung stehenden Daten und bastelt, aus den häufigst vorkommenden Daten, Meinungen, Ansichten eine Antwort.

    Viele (nicht alle!) nehmen dieses dann als Wahrheit an, oft absolut, ähnlich wie die Weissagungen eines Orakels, denn es ist ja eine KI, ohne zu wissen, wie diese funktioniert, wirklich funktioniert ... wenn ich in einen Smoothie nur zweifelfaftes Zeug reinschütte, ist selbiger selbstverständlich ebenfalls zweifelhaft.

    Obst und Gemüse (natürlich belassenes) sind grundsätzlich weniger "schädlich", als diverse, besonders hochverarbeitete/gezüchtete Produkte. Selber denken kann auch von Vorteil sein, vorausgestzt die nötigen Informationen stehen zur Verfügung und der eigene Logarithmus (Gehirn) wurde auch damit gefüttert. ^^

    Wenn, dann würde ich mir eine Kiste vom Getränkehändler holen und zu Hause konsmumieren.

    Solche Gedanken hatte ich auch Anfangs oder "nur" 2...3 Bier, wohlwissentlich das es nicht dabei bleiben würde.

    War ich wirklich so ein Idiot, so ein Schönreder, Verharmloser? ... das "Suchtgedächnis" wollte mir das immer wieder einreden. Meine Vernunft dagegen appellierte an meine Stärke, dass ich es kann, NEIN zu sagen. Das ich eben nicht so schwach bin, wie all die anderen Säufer. Ich wollte mir etwas beweisen!

    Mir half es, die Anderen (Säufer) schlecht zu reden, ich für mich sllein, da fühlte ich mich besser, das motivierte mich. Irgendwann wurde das NEIN-sagen zum Alkohol normal, ganz automatisch! Neulich bot mir ein Nachbar ein Bier an, ganz automatisch sagte ich "nein danke", bevor ich überlegen konnte, bevor der Gedanke "na ein Bier kann ja nicht schaden" aufkam. Selbst nach vier Jahren alkoholfrei kommen bei mir noch, hin und wieder, kleine Zweifel auf ... aber nur kurz, sehr kurz.

    "Und als ich begriffen hatte, das ich gegen die Sucht und den Alkohol nicht gewinnen kann" ...

    Als ich begriff, dass ich weder gegen die Sucht noch gegen Alkohol kämpfen musste, hatte ich gewonnen!

    Mir geht's ähnlich wie Emily, ich bin mittlerweile völlig entspannt was Alkohol angeht!

    Es ist schon der pure Wahnsinn, was so ein Getränk, so ein Stoff im Kopf anrichten kann. Was man sich so alles einbildet bzw. was einem auch eingeredet wird ... dann nüchtern irgendwann, d.h. richtig nüchtern nach 3 ... 12 Monaten oder mehr, denn so lange braucht nun mal das Gehirn, meines jedenfalls, bis es den Urzustand wieder hergestellt hat, vorausgesetzt es ging nichts richtig kaputt und man wieder klar denken kann, suchtfrei.

    Ich lehne den Begriff Alkoholiker ab, denn er reduziert den Menschen einzig ...

    Auch ich bin kein Freund dieses Wortes, obwohl es einzig und allein, das beschreibt was es ist, eine Alkoholabhängigkeit.

    Doch assoziiert es vieles mehr ... das berühmte Stigma. Warum lassen wir nicht jeden, es so beschreiben, wie er es möchte?

    "Jeder hier muss Tag für Tag nüchtern bleiben."

    Und jeder tut es ausschließlich für sich allein, für sein Wohlbefinden.

    Ich hab' nicht mit der Trinkerei aufgehört, damit es anderen besser geht, das war nur ein posiver Nebeneffekt, ich hörte auf, weil ich mich nicht mehr ertragen konnte, also purer Egoismus, nennt es meinentwegen auch (Selbst-)Fürsorge.

    Ich wollte das schlechte Gewissen am Tag danach loswerden ...wenn ich Alkohol kaufte, das Leergut wegbrachte, das Verheimlichen, ja, auch das sich selbst immer belügen/schönreden.

    Wie sieht’s da aus mit Bier, Wein & Co?

    Es dauerte bei mir vielleich ein Jahr (+/-) bis ich mit Alkohol nichts mehr Posives verband, bis auch sämtliche Wehmut verschwand, auch die Angst, ich könne rückfällig werden, doch das musste ich trainieren, üben, mich auch damit konfrontieren und mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass meine doch recht heftige alkoholische Zeit, alles andere als schön war - grundsätzlich.