Eine gewisse Allgemeingültigkeit steckt da schon hinter, das ist korrekt. Deswegen schrieb ich oben von den sogenannten "Big Five", allerdings habe ich mir das nicht ausgedacht sondern ich trage das weiter und wende das an.
Oh, ich gehe nicht davon aus, dass du dir das nur aufgrund deiner eigenen Erfahrungen ausgedacht hast. Dass Körperliche Bewegung, Ernährungsgewohnheiten, Schlafverhalten usw. entscheidend für das körperliche und psychische Wohlbefinden sind, ist ja nun wahrlich nichts Neues.
Womit ich ein Problem habe ist das Wort "Bekehrung". "Bekehrung" hat so einen negativen Touch, den das Wort aber nicht verdient. Bekehrung klingt nach Dogmatismus, ist es aber nicht. Das ich mit "Bekehrenden Dogmatimsus" meine Probleme habe, sollte, wer meinen Thread gelesen hat, das eigentlich wissen.
Ich hab eine Weile überlegt, wie ich das bezeichnen könnte, was mir in deinem Schreiben aufgefallen ist. Ich wollt’s nicht missionarisch nennen - das hat bei mir aufgrund der Geschichte von Missionierung verschiedenster Couleur eher so einen negativen Touch -, obwohl sich auch bei mir mitunter dieser Eindruck aufdrängt. Da sind mir bei dir so einige Formulierungen aufgefallen, die genau diesen Eindruck bei mir hervorrufen.
Ich selbst sehe das Wort „Bekehrung“ nicht unbedingt im Zusammenhang mit Dogmatismus. Dogmatismus ist etwas, was tatsächlich eher ins Extreme geht und andere Ansichten nicht unbedingt neben sich duldet. So schätze ich dich aber nicht ein, das würde auch nicht zu dem passen, was du sonst schon so geschrieben hast.
Ja, das Wort „Bekehrung“ hat leider auch im Laufe der Geschichte einen negativen Beiklang bekommen, aber in diesem negativen Sinne habe ich diesen Begriff nicht gemeint, sondern in dem Sinn, was das Wort eigentlich ursprünglich bedeutet: Jemanden zu einer Sinnesänderung veranlassen, jemanden für eine bestimmte Ansicht gewinnen.
Das an sich ist nicht grundsätzlich etwas Negatives, sondern kann durchaus auch positiv besetzt sein.
Problematisch wird dieser Begriff erst, wenn anderes, was auch seine Berechtigung hat oder haben könnte, negiert wird.
Ob letzteres bei dir der Fall sein könnte, kann ich gar nicht beurteilen und will es auch gar nicht.
Was den Begriff „Grundbausteine“ betrifft, so vermeide ich aus vielleicht nachvollziehbaren Gründen diesen Begriff, auch wenn ich grundsätzlich weiß, was du damit meinst, und diesbezüglich nicht unbedingt anderer Ansicht bin als du.
Nur dafür braucht es ggf. externe Impulse, um darüber nachzudenken.
In diesem Zusammenhang denke ich an das, was wir insbesondere Angehörigen immer wieder antworten, und ich denke an das, was hier irgendwo mal zum Thema Motivation angedacht oder diskutiert wurde.
So, wie du das formulierst, drängt sich mir der Eindruck auf, dass du die Ansicht vertrittst, von außen jemanden aktiv zum Wendepunkt heranführen zu können.
Das aber funktioniert erfahrungsgemäß - Ausnahmen mag es geben - eben leider nicht, wenn die innere Bereitschaft zur Wende nicht grundsätzlich bereits vorhanden ist. Und das gilt nicht nur für Süchtige.
Doch AmSee13 , es ist oftmals so einfach. Genauso einfach ist es. Nicht für jeden, das ist klar, aber für ganz viele Menschen ist es so einfach.
Ich lass dir das gerne, dass du’s für einfach hältst und ich kann dir und deinen Klienten nur wünschen, dass ihr erfolgreich seid. Meine Lebenserfahrung und meine Beobachtungen unterschiedlichster Menschen im Laufe meines Lebens sprechen dagegen, die Dinge zu verallgemeinern. Dein letzter Satz bringt das, was ich das sehe, auf den Punkt:
Aber wie gesagt, dass muss nicht für jeden passen, soll es nicht, muss es nicht, es wird aber auf Leute passen, das weiss ich.
Auch ich gehe davon aus, dass dein Ansatz auf Leute passt, und das nicht nur aufgrund deiner eigenen Erfahrungen. Deshalb betrachte ich deinen Post ja auch als Einladung, die eben angenommen werden kann, aber nicht unbedingt muss.
Viele Grüße
AmSee