Beiträge von AmSee13

    ich teile MICH in einem Thema mit" ... ja wen denn bitte sonst? Dich, eine dritte Person?

    Paul , in vielen deiner Beiträge äußerst du dich verallgemeinernd über andere….
    Ich spare mir jetzt die Mühe, das zu belegen.

    Verzeih' doch manchen Äußerungen kann ich absolut nicht folgen!

    Verzeih, das geht mir mit manchen deiner Äußerungen auch so.

    Entschuldige Am See, ich stehe weiter genau zu dieser Aussage. Das ist meine persönliche Einschätzung und "Analyse". Kann man so sehen, muss man nicht.

    Siehst du das wirklich nicht, dass du da eine verallgemeinernde Aussage über andere machst?

    Ich versuche das mal an meinem Beispiel zu verdeutlichen.

    Den Umstand, dass ich nicht JEDEM auf die Nase binde, dass ich ein Alkoholproblem hatte, setzt du mit deiner verallgemeinernden Aussage damit gleich, ein schlechtes Gefühl zu haben, zu meiner Abstinenz zu stehen. Nicht so weit im Verarbeitungsprozess, Nüchternheit als normal zu verstehen, zu sein.

    Siehst du nicht, dass du da eine Aussage über mich machst, ohne meine eigentlichen Motive und Gründe zu kennen?

    Warum sprichst du über andere? Warum bleibst du nicht einfach bei dir?

    Wenn meine Zufriedenheit und meine Ansicht aber ein negatives Beispiel ist...dann sollten sich die "Kritiker" mal hinterfragen und nicht ich mich.

    Honk , darum ging/ geht es doch gar nicht!
    Ich kann echt nicht folgen, wie du darauf kommst. Nur, weil Sparkassen_Helga ihre Meinung in den Raum stellt „ich generiere mich damit auch ein Stück weit als moralische Instanz, wenn ich da als erschlankter Supersportler auftauche, der erstmal erklärt, dass er nun drogenfrei durch´s Leben geht.“?

    Gilt dafür nicht das, was du selbst einforderst: Austausch von Meinungen?

    Wenn das nicht ist, ist es kein Austausch mehr, sonderen eine einseitige Meinungsäußerung

    Falls du dich da auf den Thread „Kleine Ausreden“ beziehst, so scheint noch immer nicht klar geworden zu sein, wo da das Problem lag…

    Hallo Paul,

    bis auf diesen Teil

    Was ist nun wahr? Wahr ist, das einige Menschen auf Teufel komm' raus immer Recht haben wollen, wenn ihnen dann die Argumente ausgehen, wird's persönlich oder es wird unterstellt oder unterstellt unterstellt zu haben. Noch schlimmer, jedoch ebenfalls eine Unterstellung, berichtet jemand von sich (z.Bsp. der zufriedene, sportelnde Honk oder andere Menschen, die mit ihrer Ex-Sucht nun entspannt umgehen), kommt der Vorwurf der Verallgemeinerung.

    sehe ich das ganz ähnlich wie du. Und ich find‘s gut, wenn du von DIR erzählst. Dann bist du nämlich, wie Mojo dir das auch schon geschrieben hat, bei DIR und teilst DICH in einem Thema mit.

    Meine Schwierigkeiten habe ich damit, wenn verallgemeinernde Aussagen über andere Menschen gemacht werden. Greenfox brachte hier immer mal wieder den Spruch „Geht raus aus den Köpfen der Leute“. Mancher hier mochte den Spruch nicht mehr hören, aber an dem Spruch ist etwas Wahres dran.

    Falls sich das, was du als Unterstellung gegenüber Honk bezeichnest, auf Mojos Beitrag #56 im „Kleine Ausreden“ -Thread beziehst, dann schau bitte nochmals genau hin, was genau da moniert wurde. Moniert wurde nicht, dass und was Honk über sich geteilt hat.

    Und als ein Aspekt gehört ganz klar der Austausch dazu: Ausrede / Notlüge vs. Ehrlichkeit / ander Möglichkeiten. Im Endeffekt, um das Thema runterzukürzen, geht es eigentlich um das Thema Akzeptanz und Selbstannahme. Nichts anderes.

    Du spitzt da etwas zu bzw.. liest da etwas hinein, was so nicht zutreffend ist. Mojo hat diesen Thread eröffnet, nachdem dieses Thema in einem anderen Thread anklang.
    Hier in diesem Thread wäre für die, die Ausreden verwenden, Raum gewesen, zu teilen:

    Wie war oder ist das denn bei Euch so?
    Welche "Ausreden" habt Ihr Euch bereits so ausgedacht?
    Haltet Ihr es für in Ordnung in solcher Situation auch mal mit einer "Ausrede" oder "Geschichte" aufzuwarten?

    Und wenn du nochmals alles genau liest, sind die, die hier tatsächlich kleine Ausreden verwendet haben, nicht unehrlich und es mangelt ihnen auch nicht an Akzeptanz und Selbstannahme.

    Das, was Menschen treibt, kleine Ausreden zu verwenden, geht in der Diskussion um den „Großen Elefanten“ unter, bekommt so gar nicht den Raum, den es eigentlich haben sollte.


    Für den „großen Elefanten“ gibt es andere Threads.

    Ich möchte zu bedenken geben, wer in erster Linie die Adressaten und Austauschpartner dieses Threads sein sollten:

    Meine Fragen hier richten sich mehr (aber nicht ausschließlich) an die Leute, die beschlossen haben, dem mitunter eben mit einer kleinen "Ausrede" oder auch "Notlüge" zu begegnen.

    Was ich hier ziemlich unglücklich finde, ist, dass Menschen, die beschlossen haben, mancher Situation mit einer kleinen „Ausrede“ zu begegnen, aufgrund gewisser Beiträge ausgerechnet hier auch noch in eine Verteidigungsposition geraten. Von dem, was ihnen teilweise auch noch spekulativ unterstellt wird, ganz zu schweigen.

    Ein Thread mit einem recht klar beschriebenen Anliegen wird einmal mehr durch die Diskussion eines Themas, das bereits in anderen Threads mehrfach diskutiert worden ist, zerschossen. Dabei wäre es ein leichtes gewesen, entweder erneut einen Thread mit explizit diesem Diskussions-Thema zu eröffnen, dort entsprechend auszuwälzen und für Interessierte hier zu verlinken, oder auf bereits vorhandene Threads zu verlinken und die Diskussion dort fortzuführen.

    Deswegen finde ich Mojo s Beitrag #35 völlig berechtigt und gewisse Reaktionen darauf eher unangebracht und ziemlich unfreundlich.


    Außer auf die zu Beginn dieses Threads direkt Angesprochenen habe ich diesen Thread auch als Angebot an Selbstbetroffene, die noch am Anfang ihres Ausstiegs stehen, aufgefasst. Und zwar deswegen:

    Im konsequenten Ausstieg aus einer Alkoholproblematik steht man mehr oder weniger oft vor der Herausvorderung alkoholhaltige Getränke abzulehnen. Vor allem bei Zusammentreffen oder Feiern. Dabei sieht man sich selbst zunächst einer gewissen Unsicherheit und vielleicht sogar vermeintlichem Erklärungszwang ausgesetzt.


    Im Hinblick auf gerade diese Adressaten hat der Thread durch manchen Beitrag gewiss an Lesbarkeit verloren.

    -AmSee-

    Können wir das hier nicht einfach so stehen lassen, dass manche Selbstbetroffenen den Krankheitsbegriff für sich brauchen und dass es für manchen Selbstbetroffenen eine enorme Erleichterung war, dass Alkoholismus 1968 vom Bundessozialgericht als Krankheit anerkannt worden ist?

    Ich zitiere passend dazu nochmals einen Beitrag von Bighara zu diesem Thema:

    Leute…es gibt zwei Arten von Suchtkranken: Die Einen halten sich die Krankheit immer wieder vor Augen, weil es für sich selbst brauchen, weil sie nicht unachtsam werden wollen, weil sie das für sich selbst benötigen und es ihnen Sicherheit verschafft. Und dann gibt es die Anderen, die irgendwann auch mal genug von dem Thema Sucht haben und das nicht wie so ne Art Damoklesschwert über sich hängen haben wollen und auch mit dem Abstand gut fahren.

    Beide Wege und alles dazwischen hat seine Berechtigung - Hauptsache, es funktioniert und hält einen in der Abstinenz.


    Was ich hier an diesem Forum so schätze, ist seine Offenheit für verschiedene Wege. Anders als anderswo wird hier kein Bekenntnis, Alkoholiker zu sein, verlangt. Wer mit diesem Begriff für sich nichts anfangen kann, lässt es einfach.

    Das ist völlig richtig, dass es niemand etwas angeht, nur kenne ich das selbst auch so, dass man sich, wenn’s um Alkohol geht, unter einem (scheinbaren) Rechtfertigungsdruck sieht, weil man plötzlich etwas, was in unserer Gesellschaft sooooooo selbstverständlich ist, was man selbst bislang auch für selbstverständlich hielt und stets mitgemacht hat, nicht mehr mitmacht.

    Auch ich sehe das mit den „kleinen Ausreden“ als Möglichkeit, sich gewisse Situationen zu vereinfachen.

    Meine „kleine Ausrede“ war, dass ich wegen der Medikamente, die ich nehmen muss, keinen Alkohol trinke. Das war nicht mal gelogen, sondern vollkommen zutreffend. Es offenbarte „nur“ nicht die ganze Wahrheit, warum ich keinen Alkohol mehr trinke.

    Natürlich hätte ich vorsorglich ablehnen müssen. Aber da ich, wie erwähnt, schon oft lange Pausen vom Alkohol bewusst machen konnte, sah ich darin nicht wirklich eine Gefahr. Aber ihr habt vollkommen Recht! Das Risiko sollte ich nicht mehr eingehen…

    Honk spricht von „Grundsatzentscheidung“. Rekonvaleszent hat hier mal den Begriff „geheimer Trinkvorbehalt“ eingebracht, den er als Aspekt bei Rückfällen beobachten konnte.
    Ich zitiere mal den entsprechenden Teil seines Beitrags:

    Dann noch ein weiterer Aspekt, den ich bei Rückfälligen beobachten konnte.

    Haben sie sich innerlich wirklich vom Alk verabschiedet oder stand ihr Wunsch letztlich unter einem späteren Trinkvorbehalt, dass irgendwann doch noch mal ein "normaler" Konsum möglich sei? Wenn sich dieser Trinkgedanke im Hirn befindet (weil er dort schon immer konserviert wurde oder später wieder, warum auch immer, erneut aufflackerte), wird es verdammt schwer.

    Du hattest im Kopf, dass du schon oft lange Pausen bewusst vom Alkohol machen konntest. Lässt du dir mit den Gedanken daran nicht einen „geheimen Trinkvorbehalt“ offen? Ist deine „Grundsatzentscheidung“ schon voll und ganz gefallen?

    Ich selbst habe auch Pausen vom Alkohol machen können, deswegen habe ich mich früher ja auch sicher gefühlt, noch kein Problem mit dem Alkohol entwickelt zu haben. Auch hing ich ebenfalls nie über der Kloschüssel (sowas war mir zuletzt vor über 20 Jahren passiert). Dass ich trotzdem schon längst ein Problem entwickelt hatte, wurde mir erst so richtig bewusst, als ich mich meinem Trinkverhalten, meinen Gründen zu trinken und den Folgen meines Trinkens stellte.

    Aufgehört habe ich in der Zeit, als die Corona-Pandemie gerade erst losging, so kam es nicht zu Parties oder Treffen mit einem Umfeld, in dem ich üblicherweise mitgetrunken habe. Als das im Sommer ´21 wieder losging, glaubte ich mich stabil abstinent und fühlte mich sicher in der Konfrontation.

    Den Freitagabend beim gemeinsamen Grillen mit unseren Nachbarn hatte ich meines Erachtens gut überstanden, auch wenn ich mich ein bisschen dafür bedauerte, nicht mehr so mitfeiern zu dürfen, wie ich das sonst kannte. Doch ich hatte mich ja entschieden und wollte daran nichts ändern.

    Es folgten darauf noch eine Konfrontation am Samstag und eine Konfrontation am Sonntag, als ich meinen Mann und eine Freundin zu einer Veranstaltung fuhr, an der ich sonst auch teilgenommen hätte, und die beiden sich im Auto begeistert über die Getränkeflat auf jener Veranstaltung unterhielten und wie sie den Abend richtig zu feiern gedächten.

    Das alles zusammen war offenbar zu viel Konfrontation für mich. Als ich die beiden abgeliefert hatte, kriegte ich überwältigenden Saufdruck, was mich fast völlig überforderte. Allein hätte ich das vermutlich nicht überstanden, zu meinem Glück fand ich Hilfe bei anderen Selbstbetroffenen.

    Ich war selbst ziemlich überrascht und schockiert von diesem Erlebnis, glaubte ich doch, mich bewusst für die Abstinenz entschieden zu haben und sogar zufrieden abstinent zu sein.

    Danach hab ich das Erlebnis für mich aufgearbeitet und mit ein paar Gedanken aufgeräumt.

    Und zu letzt noch, gibt dem Prozess mal Zeit. Wenn Du dich grundlegend entscheidest, dann auch Dein Leben nüchtern angehst - es warten nüchtern verdammt viele tolle Abenteuer - das kann ich Dir versprechen, wird sich die Perspektive nach und nach verschieben und es wird sowohl leichter, als auch ab einem Punkt zur Selbstverständlichkeit :) Und das ist auch ziemlich cool, denn, wie intensiv nüchtern sein kann, hat niemand erzählt. Dagegen ist besoffen sein ein Scheiss.

    Das kann ich aus meinen eigenen Erfahrungen bestätigen, auch wenn ich selbst das etwas bescheidener ausgedrückt hätte, weil, wie das Leben nun einmal so spielt, nicht immer alles eitel Sonnenschein ist. 😄


    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo Ciara,

    Hallo zusammen, wollte mal kurz berichten über die Party am Samstag. Es hat tatsächlich ohne Alkohol funktioniert. Ganz so lustig wie die anderen Anwesenden fand ich die Party zwar nicht, aber ich habe mich als Beobachter ganz gut gemacht, denke ich…

    das freut mich natürlich für dich, dass nun auch du die ersten Erfahrungen sammelst, dass man Party auch ohne Alkohol machen kann. Das kann man nämlich richtig gut. 😉

    Doch gerade in der ersten Zeit des neuen abstinenten Lebens ist der im Umgang mit Menschen, die selbstverständlich Alkohol konsumieren und auf Parties üblicherweise gar nicht mal so wenig, ne Sache, auf die man sich entweder aus Selbstfürsorge gar nicht einlässt oder auf jeden Fall nicht unbedarft und unvorbereitet.

    Es gibt Selbstbetroffene, die von Anfang an den Weg der Konfrontation gehen. Das sind, wie ich das in den vergangenen Jahren mitbekommen habe, aber eher solche, die aufgrund eigener entsprechender schlimmer Erfahrungen im Umgang mit Alkohol an einen Punkt gelangt sind, an dem es für sie hieß, entweder zu sterben oder zu überleben.

    Ich selbst zum Beispiel stand nicht an einem solchen Punkt, mir war „nur“ bewusst geworden, wo ich mit meiner Trinkerei bereits stand und wohin es noch mit mir kommen würde, wenn ich nicht die Reißleine zog. Ich hab lieber die Reißleine gezogen. Das bedeutete aber nicht, dass ich den Weg der Konfrontation gehen konnte. Ich bin aus Selbstfürsorge zunächst den Weg der Vermeidung gegangen. Zu diesem Weg wird auch immer wieder geraten und auch ich rate anderen Selbstbetroffenen, die hier im Forum aufschlagen, dazu.

    Ja, und gestern musste ich einen Fingerhut voll Alkohol zu mir nehmen, weil mir eine Flasche Schnaps geschenkt wurde und ich diesen unbedingt wegen der Schenkerin probieren musste! Ist aber alles gut gegangen.

    Ich hab mich, als ich das gelesen habe, gefragt, warum du nicht „nein“ gesagt hast, sondern dich dazu hast zwingen lassen.
    Ich hätte mich definitiv nicht zwingen lassen, sondern hätte freundlich, aber bestimmt abgelehnt.

    Was hättest du denn gemacht, wenn‘s nicht „gut gegangen“ wäre? Wäre es das wert gewesen, um der Schenkerin ihren (vermutlich völlig ahnungslosen) Willen zu lassen?

    Dass Gedanken an Alkohol nach so was wieder näher kommen, passiert in der Regel.

    Ich habe hier und auch anderswo von Selbstbetroffenen gelesen, die zeitlich verzögert selbst nach „einem bisschen Alkohol“ einen Rückfall hatten, aus dem sie erst Monate oder sogar erst Jahre später wieder herauskamen. Wegen solcher Erfahrungsberichte nehme ich das ganze sehr ernst und betrachte sie als Warnung für mich selbst. - Wie so ein Rückfall abläuft, kenne ich selbst nur allzu gut beim Rauchen…


    Ich kann nur unterstreichen, was Paddy dir schon geschrieben hat: Gar nichts musst du!
    In deinem eigenen Interesse solltest du aber lernen „Nein“ zu sagen. Das gehört auch zur Selbstfürsorge.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo Ciara,

    ich denke auch, dass es hier und da einige ähnliche Erfahrungen gibt.

    Dement waren in meiner Familie ihren jeweils letzten Lebensjahren meine Mutter, deren Mutter und deren Großmutter. Häusliche Pflege war bei allen dreien nicht möglich, deshalb waren sie jeweils im Heim untergebracht. Meine Mutter war allerdings aufgrund eines Schlaganfalls, der sie auf der linken Körperseite völlig lähmte, nicht mehr so mobil und konnte zuletzt auch ihren elektrischen Rollstuhl nicht mehr bedienen.
    Sowohl meine Omi als auch meine Uromi sind öfter weggelaufen und mussten gesucht werden.

    Ich kann mir vorstellen, dass das für dich gestern der totale Stress war. Da kam ja mal wieder mehreres zusammen für dich.
    Was hast du denn unternommen, um dich im Nachhinein etwas zu entspannen, dir die nötige Erholung zurückzuholen und wieder etwas mehr in die Balance zu kommen?
    Ich selbst hätte mir wohl ein Wannenbad mit entsprechend wohltuendem Duft gegönnt, mich danach wahrscheinlich mit einem guten Buch oder einem guten Hörbuch eingekuschelt.
    Andere hätten möglicherweise Sport gemacht, um Stress abzubauen.

    Liebe Grüße

    AmSee


    P.S.: Guck mal in deine PN.

    Mich entsetzt bei der Plastikflut, dass es Duschgels mit Plastikpartikeln als Peeling gibt. Mir ist wirklich schleierhaft wofür man das braucht. Auch in Zahncremes wird das eingesetzt. Und ich glaube den meisten Menschen, die diese Produkte verwenden ist das noch nicht einmal bewusst.

    Ich kann nicht mal sagen, wie viele Jahre das inzwischen schon her ist, dass ich über diese Thematik einen Beitrag im Fernsehen gesehen habe… Hab mich damals auch schon gefragt, was dieses Mikroplastik in den verschiedensten Produkten überhaupt soll und warum dagegen nichts unternommen wird.

    Über Recycling bzw. Probleme des Recyclings, über die unterschiedlichen Kunststoffe und Verbundstoffe hatte ich vor inzwischen über 30 Jahren mit meinem Onkel schon ein sehr aufschlussreiches Gespräch. Ich habe damals schon nicht verstanden, warum das, was man darüber wusste, zu keinen entsprechenden Konsequenzen geführt hat, sondern alles weiter so lief, wie es nicht laufen sollte….

    Müllvermeidung, Plastikvermeidung, Nachhaltigkeit und so weiter ist mir schon seit Jahrzehnten ein Anliegen, das ich beim Einkaufen und meiner Haushaltsführung so konsequent wie möglich umzusetzen versucht habe. Nach Möglichkeit stelle ich auch vieles selbst her. Inspiration und Anleitungen dazu habe ich zum Beispiel auf den Webseiten von https://www.smarticular.net, von deren Verlag ich inzwischen auch dieses oder jenes Buch habe, gefunden.
    Die erste gemeinsame Anschaffung in der noch jungen Beziehung zu meinem jetzigen Mann war ein Joghurtbereiter. 😅 Den nutzen wir seit inzwischen über 30 Jahren.
    Frischkäse stellen wir seit einer Weile selbst aus Milch (Pfandflasche), etwas Zitrone, Sahne (Pfandflasche) her.

    wenn also keine zwangsläufige Handlung aus dem Bewusstsein resultiert. Na dann haben wir beide, werte AmSee13 , völlig andere Vorstellungen von diesem Bewusstsein.

    Wenn’s dir darum geht, dass in diesem Zusammenhang gesamtgesellschaftlich und politisch zu wenig getan wird, bin ich bei dir.

    Nicht bei dir bin ich wie gesagt bei der Behauptung, dass Bewusstseinsaufbau gezielt verhindert würde.

    Dass einigen hier das Thema schon längst am Herzen liegt und daraus entsprechendes Handeln erfolgt ist, klang bereits häufiger z.B. in Stilles Wasser s, in Sparkassen_Helga s und auch meinen Beiträgen an.

    Inwiefern du selbst konkret ins Handeln gekommen bist, war deinen Beiträgen bislang nicht entnehmen. Wäre vielleicht mal interessant, wenn du davon erzählst…

    Ja, ich würde am liebsten mit nichts zu tun haben… musste jetzt die Danksagung in die Zeitung setzen und bald müssen die verdorrten Kränze und Gestecke vom Grab geräumt werden… gestern hat der Steinmetz angerufen usw. das kostet sooo viel Kraft!

    Ja, das kenne ich…. Das, was vorher alles war, hat schon soooo viel Kraft gekostet und dieser Teil ist ein weiterer Kraftakt….

    Der Brauch mit dem Sterbebildchen ist mir bei den diversen Beerdigungen, die ich besucht habe oder mitgestaltet habe, noch nicht begegnet. Danke für deine Erläuterung.
    Ich selbst kenne nur die Trauerkarten, die man zur Information und zur Danksagung herumschickt, aber da waren meiner Erinnerung nach keine Bilder des/ der Verstorbenen drauf; sowie die Liederzettel zur Begleitung der Trauerfeier, auf denen sich der Trauerspruch, der Ablauf der Trauerfeier und die ausgewählten Lieder befinden.

    Ich habe das für meine Mama selbst gestaltet mit einem ihrer Lieblingsgebete und einem schönen Foto von ihr und der Mutter Gottes darauf :)

    Ich kann mir gut vorstellen, was dir die Gestaltung dieses Kärtchens bedeutet hat. Ich weiß nämlich, was es mir bedeutet hat, den Liederzettel, den ich zur Begleitung durch die Trauerfeier meiner Mutter vorbereitet habe, zu gestalten.😊

    Ich wünsche dir die nötige Kraft, um auch diesen letzten Kraftakt, der nun noch vor dir liegt, bewältigen zu können.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Jo, Paddy , so schnell kann’s manchmal auch gehen. 👍😄

    Na, dann wünsche ich dir, dass das klappt und auch zu dir passt.

    Ich kenne mich mit sowas gar nicht aus, dass der Sozialarbeiter aber sogar zu dir nach Hause kommt, hört sich für mich gar nicht übel an, sondern im Gegenteil nach etwas Sinnvollem, wenn der Hintergrund der ist, die Unterstützung/ Therapie auf dich und deine Lebenssituation zuzuschneiden bzw. daran anzupassen.
    Also nix mit Nullachtfuffzehn, sondern mehr individuell.

    Wenn du uns berichten magst, wie sowas läuft, gerne. 😉


    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo Paddy,

    Ich würde gerne eine ambulante Therapie beginnen, aber es ist anscheinend unmöglich, einen Therapeuten zu finden. Dabei zu suche ich schon in einem größeren Umkreis, trotzdem gibt es kaum Rückmeldung oder fast nur Aufnahmestopps für Neupatienten.

    ich kann dir da nur raten, gaaaanz viel Geduld und Hartnäckigkeit zu haben. Ich war vor geraumer Zeit in einem anderen Zusammenhang auch auf der Suche nach einem Therapeuten. Ich habe da ebenfalls in einem größeren Umkreis gesucht und war schließlich kurz davor aufzugeben, weil ich nur Absagen bekam. Und dann fand ich schließlich doch einen, das war der 14., den ich anrief. Ich musste dann zwar noch etwas warten, bis er wirklich für mich Zeit hatte, und nachdem der Antrag auf Verlängerung durch war, musste ich wieder etwa ein halbes Jahr warten, aber ich bin heilfroh, dass ich nicht aufgegeben habe.

    Und ich verspüre nach wie vor keinen Saufdruck, Situationen, vor denen ich vor der Entgiftung etwas Angst hatte, triggern mich überhaupt nicht. Manchmal frage ich mich, ob das nicht alles zu leicht geht und achte sehr darauf, nicht leichtsinnig zu werden.

    Nicht jeder spürt automatisch Saufdruck und du hast dich, wie ich das so von dir mitbekommen habe, eingehend vorbereitet und dir - modern ausgedrückt - ein entsprechendes Mindset zugelegt.

    Es zeugt auch von Achtsamkeit, dass du im Blick hast, nicht leichtsinnig zu werden.

    Das freut mich sehr für dich, dass „das neue Normal“ so gut bei dir läuft. Möge es weiter so gehen.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo Ciara,

    das kann ich sogar nachvollziehen, dass du da unter Druck gekommen bist. Ich hab eine ähnliche Situation auch schon erlebt und mich dabei ziemlich überfordert gefühlt. Bei mir war’s da nicht CT sondern MRT und nicht HNO sondern Neurologiepraxis.
    Dass dir spontan die Tränen gekommen sind, kann ich ebenfalls nachvollziehen, auch wenn bei mir bei sowas nicht Tränen gekommen sind, sondern Panikempfindungen.

    So schlimm das gestern auch für dich war, so kannst du diese Situation zum Anlass nehmen, etwas für dich dazu zu lernen und entsprechend für dich vorzusorgen.

    Ist das bei dir auch so, dass dich mehrere Termine hintereinander total stressen bzw. unter Druck setzen? Bei mir ist das so, deshalb vermeide ich das nach Möglichkeit und verteile solche Termine u.U. auf mehrere Tage. Und ich habe meinen Mann ins Boot geholt, der mir, wenn ich nicht beim Arzt anrufen kann oder etwas abholen kann - das ist mir krankheitsbedingt manchmal einfach nicht möglich -, das abnimmt.

    Rückblickend könntest du dir vor Augen führen, ob es tatsächlich sinnvoll und gut für dich gewesen wäre, Alkohol zu trinken und ggf. Rückfall zu erleiden, nur wegen der Nachlässigkeit dieser HNO-Praxis. Hätte das irgendwas für dich besser gemacht? - Das kann hilfreich sein, um den verführerischen Gedanken, dass Trinken als Selbstmedikation in Frage käme, entgegenzuwirken und ihnen das Verführerische zu nehmen. Stell‘s dir wie ein Training vor, dir diese Verbindung „Alkohol = gut/ geeignet zur Selbstmedikation“ abzugewöhnen.

    Und schließlich kannst du dich nach Möglichkeiten umschauen, was statt zu trinken tun könntest. Es gibt da zum Beispiel Atemübungen, Körperübungen und sogenannte Skills https://alkoholforum.de/article/1-alkoholiker-glossar-abk%C3%BCrzungen, um mit Situationen starker innerer Anspannung adäquat umgehen zu können. Ich selbst hab mir im Laufe der Zeit dies und das als hilfreich kennengelernt und wende es ggf. an.

    Ich find‘s gut, dass du trotzdem zum CT-Termin gegangen bist. Wenn man bedenkt, wie teuer so eine Untersuchung ist (in der Radiologie, wo ich regelmäßig zur Kontrolle hin muss, laufen die Geräte fast rund um die Uhr und einmal, als es in unserer Stadt Stromausfall gab, war das für diese Praxis fast eine Katastrophe, ohne eine entsprechende Versicherung wäre das die Praxis teuer zu stehen gekommen.) und dass ein kurzfristiger Terminausfall nicht durch einen anderen Patienten kompensiert werden kann, war die Wahrscheinlichkeit, dass sie dich abweisen, gar nicht sooooooo hoch. Eine Überweisung hattest du ja grundsätzlich schon, auch wenn die vom letzten Quartal war, und meines Wissens nach hätte eine für dieses Quartal gültige Überweisung ggf. auch nachgereicht werden können. Es war ja auch nicht dein Versäumnis, sondern das Versäumnis der HNO-Praxis.

    Wie du mit deiner Trauer umgehst, finde ich sehr gut. Ich habe das Sterbebildchen von meiner Mama und ihren Rosenkranz auf meinem Nachtschränkchen und rede auch oft mit ihr.

    Ich habe das auch erst lernen müssen, mit meiner Trauer umzugehen. Am liebsten möchte man ja davor davonlaufen, weil‘s so weh tut, aber hilfreich ist das eher nicht….

    Darf ich dich fragen, was ein „Sterbebildchen“ ist? Ist das so ein Bild, wie man es bei Trauerfeiern neben dem Sarg oder der Urne aufstellt, oder ist das ein Bild von einem Sterbenden oder bereits Toten? Ich kenne diesen Begriff nicht.

    Ich finde das gut, welchen Weg du für dich gefunden hast. Das Bild kannst du dir ansehen und mit ihm sprechen und den Rosenkranz kannst du anfassen. Beides erzeugt Nähe, wo uns die Nähe doch sonst soooo sehr fehlt. Für mich ist meine Mama nicht ganz weg, sondern irgendwie doch noch anders da, auch wenn sie körperlich nicht mehr da ist. Auf jeden Fall hat sie einen festen Platz in meinem Herzen und in meinen Erinnerungen und ich bin ihr auch dankbar für das, was sie für mich getan hat und wie oft sie für mich da war, wenn ich sie brauchte. Eine solche Dankbarkeit trägt übrigens auch durch die Trauer.

    Liebe Grüße

    AmSee


    Na, wenn das so ist, wird sich ja in den nächsten Jahren etwas ändern, bei so viel Aufklärung

    Ich habe dir lediglich widersprochen, dass ein Bewusstseinsaufbau gezielt verhindert würde.
    Wenn du da mehr herauslesen willst…. 🤷‍♀️

    Am Ende verweist du selbst auf einen Beitrag, den es nicht geben dürfte, wenn bei uns tatsächlich gezielt ein Bewusstseinsaufbau verhindert würde.