Was für ein interessanter Thread! Danke euch für den durchaus auch kontrovers diskutierten Austausch.
Ich finde mich in den unterschiedlichen Positionen durchaus wieder.
Im Prinzip geht’s mir diesbezüglich so, wie Stilles Wasser das für sich formuliert hat:
Nun das Thema berührt mich nicht. Ich investiere keine Zeit, keine Gedanken in das Studieren desselben. Um es auf den Punkt zu bringen. Ich bin von Kopf bis Fuss auf Abstinenz eingestellt und das ist meine Welt und sonst gar nichts.
Die Sorge, die hier u.a.von Tom und Bighara zum Ausdruck gebracht worden ist, halte auch ich nicht für unberechtigt, sehe das persönlich aber eher so wie Mojo .
Es ist für dieses Forum bzw. für die daran Beteiligten nicht immer einfach gewesen, aber grundsätzlich war’s hier in diesem Forum auch nach meiner Beobachtung stets ein Anliegen, möglichst offen für verschiedene Wege zu bleiben und sich darüber durchaus auch kontrovers auszutauschen.
Ich selbst hab nicht wenig davon profitiert und muss auch gestehen, dass ich den offenen Austausch brauche und auch will.
Was das Thema KT betrifft, so wurde es ab und zu durchaus leidenschaftlich diskutiert, mehrheitlich aber recht kritisch betrachtet. Vor diesem Hintergrund hatte ich willibald42 in seinem Vorstellungsthread auch folgendermaßen geantwortet:
„Das klingt bei dir, als wenn du derzeit mit dem sogenannten „Kontrollierten Trinken“ unterwegs bist. In Bezug auf dieses Thema gibt es in diesem Forum so gut wie niemandem, der damit positive Erfahrungen gemacht hätte, im Gegenteil. Insofern wird dieses Thema von diversen Nutzern nicht ganz unkritisch betrachtet.“
Was mich persönlich betrifft: Wenn dieses Forum oder vielmehr der eine oder andere aktive Nutzer hier vor über vier Jahren nicht so offen gewesen wäre, wie es das hier nun einmal war und meiner Wahrnehmung nach geblieben ist, stünde ich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht da, wo ich heute stehe.
Ich hab nochmals in meinen ersten Thread hier hineingeschaut und denke heute einmal mehr, wie hilfreich Gerchla s Beitrag an mich für mich gewesen ist. Es ging da zwar nicht direkt ums sogenannte Kontrollierte Trinken, aber es ging um Ergebnisoffenheit.
Hilfreich war für mich dabei auch - und ich bemühe mich darum, das auch so zu handhaben - was er von seinen eigenen Erfahrungen berichtet hat und was bei ihm zu einem Rückfall geführt hatte.
Geht es uns hier nicht darum, dass jeder/ jede seinen/ ihren eigenen Weg findet?
Ich frage mich, ob wir eine Allgemeinheit von Selbstbetroffenen bzw. Forenmitgliedern tatsächlich schützen bzw. ob wir uns damit nicht möglicherweise auch etwas anmaßen, was uns eigentlich nicht zusteht, wenn wir das Thema „KT“ stiefmütterlich behandeln.
Womit wir ja nun wahrlich nicht hinterm Berg halten, ist, wie überaus zufrieden, ja sogar glücklich wir auf unserem Weg der Abstinenz sind. Womit die Mehrzahl von uns nicht hinterm Berg hält, ist, dass wir unseren Konsum nicht kontrollieren konnten bzw. uns ein weiterer Versuch, es kontrollieren zu wollen, zu anstrengend und herzlich wenig erfolgversprechend gewesen wäre.
An dem, wie Bassmann-neu es für sich handhabt, habe ich zum Beispiel keinerlei Interesse, mich reizt so ganz und gar nichts daran, ab und zu mal Alkohol trinken zu können, ich bin bestzufrieden ohne Alkohol bzw. von Kopf bis Fuß auf Abstinenz eingestellt.
Ich frage mich ernsthaft, ob die Gefahr, dass jemand von einem Austausch über KT getriggert wird, nicht in der persönlichen Verantwortung des jeweiligen stillen Lesers oder Forenmitglieds liegt. Wenn sich ein Forenmitglied getriggert fühlt, könnte er oder sie das ja ansprechen und ggf. auch zum eigenen Thema machen, oder nicht?
Eigentlich hoffte ich nur persönliche Erfahrungen zu erfahren,
Find ich übrigens gut, dass Paul das explizit nochmals ausgesprochen hat.
Beste Grüße
AmSee