Beiträge von AmSee13

    Hallo Mausezahn,

    herzlich Willkommen zurück. Ich kann dir nur wünschen, dass du hier die Impulse findest, die du zu deiner Selbsthilfe brauchst.

    Das ist gut, wenn du Unterstützung durch deinen Partner findest, aber bei mir kam beim ersten Lesen der Gedanke auf, dass du deinen Erfolg oder Misserfolg nicht von ihm abhängig machen solltest. - Musste dabei daran denken, dass du im Januar davon erzählt hast, dass du nach einem Streit mit ihm wieder Bier getrunken hast. -


    Sich für seinen Konsum zu schämen, den man bislang einfach nicht abstellen konnte oder wollte, begleitet nach meinen Erfahrungen so manchen, der am Anfang seines neuen Weges steht….

    Doch ich habe nicht ohne Grund den Spruch, der unter allen meinen Beiträgen erscheint, für mich gewählt. Vielleicht inspiriert er ja auch dich? 🤷‍♀️

    Empfehlen kann ich dir, dich hier in den verschiedensten Threads etwas mehr einzulesen. Vielleicht findest du dort die Impulse und Hilfestellungen, die du für dich zu deiner Selbsthilfe brauchst.

    Ich habe nächste Woche Urlaub und geh nochmal hin. Mich wundert es, daß er da gesagt hat, die Werte sind zwar leicht erhöht aber nicht handlungsbedürftig?!

    Was heißt schon „handlungsbedürftig“? Was stellst du dir darunter vor? Dass die Leber schon so angegriffen ist, dass ihr der Missbrauch sehr, sehr deutlich anzusehen ist, und kurz vorm Kollaps?

    Soweit ich das mitbekommen habe, ist nicht unbedingt jeder Hausarzt auch auf Suchtproblematik spezialisiert, und ich hab irgendwann auch mal gelesen, dass sich so mancher Mediziner nicht an das Thema heranwagt. - So selbstverständlich, wie Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft ist, wundert mich das auch nicht, Ärzte sind auch nur Menschen und selbst Teil unserer Gesellschaft.

    Als ich noch regelmäßig getrunken habe, hatte mein damaliger Hausarzt, ein wunderbarer Arzt, mit einer hervorragenden Weitsicht und Bodenständigkeit, wie es sie heute so gut wie nicht mehr gibt, meine Leber immer mal wieder im Blick. Er hat vermutlich damals schon geahnt, was mit mir los ist, aber angesprochen hat er mich darauf nicht. - Ich bezweifle auch, dass er mich erreicht hätte, wenn er’s angesprochen hätte. Ich war noch nicht so weit, selbst mein Problem zu erkennen…..


    Was ich damit sagen will: Mach das nicht vom Urteil deines Arztes abhängig, ob Handlungsbedarf besteht oder nicht.

    Wenn dir selbst bewusst geworden ist, dass es so nicht weitergehen kann und sollte, hast du eigentlich schon deine Antwort…..

    Was meinst du, was könnten deine nächsten Schritte sein?

    Freundliche Grüße

    AmSee

    Ich fahr eine BMW F 900 R. Ich liebe diesen Zweizlinder. Für BMW relativ leicht und drückt so schön aus dem Drehzahlkeller 8) .

    Ich hatte vorher die BMW F 800 R und richtig Spaß mit der, von daher kann ich ein wenig nachvollziehen, warum du deine Maschine liebst, deine dürfte noch etwas spritziger sein als die F 800 R. 😁

    In die Kurven legte meine F 800R sich ganz leicht und fast schon allein.

    Im Vergleich dazu wirkt die R 1100 R behäbig.
    Doch wenn sie erstmal rollt, spürst du ihr Gewicht nicht mehr und ja, man kann damit auch herrlich Kurven fahren. 😅

    Der Schwerpunkt ist bei ihr wegen des Tanks recht hoch, sie ist eher kopflastig.

    Mit der R 1100R lässt‘s sich’s herrlich reisen und auf den Sturzbügeln kann man wunderbar die Beine ablegen. Ich liebe das Bubbern und leichte Vibrieren des Boxermotors.

    Eine GS muss man auch nicht zwingend behalten ;) .

    🤣👍😉

    Am Anfang meines Weges, in MEINEM Hier-und-Jetzt zu sein, war es überhaupt erstmal wichtig NUR und GANZ BEI MIR nur bei mir zu sein; meine Aufmerksamkeit zum ersten Mal voll und ganz auf die Wahrnehmung meiner fünf Sinne zu richten; und dann, als ich darin etwas geübt war, auch auf das, was in meinem Inneren so abgeht.

    Oh, das hab ich vergessen, geht aber genau in die Richtung von Sparkassen_Helga … Wichtig wurde für mich auch, mich auf mein jeweiliges Tun zu konzentrieren, d.h. wie in der Geschichte von dem buddhistischen Mönch: „Wenn ich stehe, dann stehe ich; wenn ich gehe, dann gehe ich; wenn ich sitze, dann sitze ich; wenn ich schlafe, dann schlafe ich; wenn ich esse, dann esse ich; wenn ich trinke, dann trinke ich; wenn ich schweige, dann schweige ich; wenn ich schaue, dann schaue ich; wenn ich lese, dann lese ich; wenn ich arbeite, dann arbeite ich…“


    Ich bin nämlich auch so ein Mensch, der dazu geneigt ist, mehrere Dinge auf einmal oder viele Dinge nebenbei zu machen.

    Wenn‘s mir auffällt, weil ich mal wieder ruhelos oder leicht konfus oder unzufrieden bin, gehe ich zu meinem jeweiligen Hier-und-Jetzt zurück. - Und bin jedes Mal beeindruckt, wie gut mir das eigentlich tut. 😅


    Im Unterschied zu früher mache ich mir allerdings keine Vorwürfe mehr, dass ich nicht „perfekt“ bin und mich mal wieder hab hinreißen lassen. Vieles auf einmal zu machen ist irgendwie auch Teil meines Wesens. 😅

    Achtsamkeit hat nur mit mir zu tun. Ich stelle im Alltag oft fest, dass ich viele Dinge nebenbei machen und dadurch ein Kuddelmuddel entsteht und ich gedanklich schon wieder neue Probleme schaffe, die am Ende nie eintreten werden. Achtsamkeit bedeutet für mich den Dingen in der Gegenwart Beachtung zu schenken und nicht alle Eventualitäten in der Zukunft bereits zu planen.

    Andere Menschen haben mit dem Prozess nix zu tun.

    Das trifft das, was ich meine. Dieser Prozess läuft bei mir ab und nur bei mir, selbst wenn ich in Interaktion mit anderen Menschen stehe.


    Greenfox brachte hier immer wieder einen Spruch, „Geht raus aus den Köpfen der Menschen.“ So mancher hier mochte den Spruch nicht mehr hören, aber ich finde, dass viel Wahres in diesem Spruch steckt.


    Am Anfang meines Weges, in MEINEM Hier-und-Jetzt zu sein, war es überhaupt erstmal wichtig NUR und GANZ BEI MIR nur bei mir zu sein; meine Aufmerksamkeit zum ersten Mal voll und ganz auf die Wahrnehmung meiner fünf Sinne zu richten; und dann, als ich darin etwas geübt war, auch auf das, was in meinem Inneren so abgeht.

    Für andere Menschen, denen ich vorher seeeehr viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet hatte als mir selbst, waren da erstmal keinerlei Kapazitäten frei.

    Erst später, als ich geübt und emotional halbwegs stabil war, sah ich mich in der Lage, meine Aufmerksamkeit auch auf die Wahrnehmung anderer zu richten.

    Das, was ich da wahrgenommen habe oder wahrnehme, bleibt wiederum bei mir, ermöglicht mir aber, entsprechend zu reagieren oder zu interagieren.
    Und manchmal ist sogar besser, zu ignorieren…..


    Was diesen Freund betrifft, mit dem ich, insbesondere wenn wir Zeit miteinander verbringen, besondere Momente teile und er mit mir, so ist das für uns beide etwas Besonderes, weil wir uns zum einen innerlich ziemlich ähnlich sind und zum anderen gemeinsam und gleichzeitig jeder für sich durch eine sehr schlimme Zeit gegangen sind sowie gemeinsam und jeder sich aus unseren jeweiligen tiefen Löchern herausgekommen sind.

    In diesen besonderen Momenten spielt für uns das, was war, durchaus eine Rolle, denn das jeweilige Hier-und-Jetzt ist für jeden von uns beiden ein Geschenk, für das wir beide sehr dankbar sind.

    Hallo Bassmann-neu ,

    von meiner Seite Danke für das Teilen deiner Gedanken, ich persönlich finde den Austausch über die Gedanken und Erfahrungen dazu wichtig.


    Ich kann das sogar nachvollziehen, was du über deine erste damalige Reaktion schreibst, obwohl ich nicht weiß, wie du hier im Forum damit konfrontiert wurdest.

    Irgendwann tauchte der Begriff auf einmal auf und auch ich begegnete diesem Begriff dann sehr, sehr häufig. Ich hatte damals durchaus den Gedanken, dass ich das vielleicht etwas für mich sein könnte, aber mit dem, was ich so an Informationen fand, konnte ICH wenig anfangen. Also hab ich das dann beiseite geschoben.

    Was damit eigentlich gemeint ist und wie das funktioniert, begriff ich selbst erst, als ich in der Klinik meine Stationsärztin darauf ansprach und sie mich anleitete. Zu dem Zeitpunkt hätte ich aber auch nach jedem Strohhalm gegriffen, der mir irgendwie aus meinem Zustand, in dem ich zu dem Zeitpunkt war, heraushalf.

    Deine Übersetzung ist ganz richtig, aber ich selbst hab das damals trotzdem nicht begriffen, obwohl dieses „Im-Hier-und-Jetzt-leben“ in der Klinik ein Schlagwort war, das wir Patienten immer wieder zu hören kriegten und worüber wir uns in gewisser Weise lustig machten, indem wir uns dies Schlagwort gegenseitig sagten: „Hey, x, sei im hier und jetzt!“😉 oder „AmSee, im Hier-und-jetzt-sein“! 😜

    Und doch sickerte es bei mir und zumindest einem Patienten, mit dem ich mich angefreundet hatte und noch immer befreundet bin, durch, wie hilfreich und wichtig das für uns ist. Irgendwie haben wir’s beide verinnerlicht, manchmal, wenn Momente besonders sind, teilen wir miteinander, wie sich das für uns gerade anfühlt, und nicken dann zufrieden.


    AmSee

    AmSee13 Wird mich sehr freuen, wenn du bei Gelegenheit auch den vierten Begriff (Fawn?) etwas näher erklären magst.


    Ich zitiere dazu mal aus:

    Stangl, W. (2025, 12. Mai). Fawn Response. Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik. https://lexikon.stangl.eu/36776/fawn-response:

    „Fawn bedeutet im Englischen Kitz, Response bedeutet Antwort. Fawn ist im Englischen aber auch ein Verb und bedeutet: jemandem schmeicheln, sich unterwerfen, also versuchen, so harmlos, freundlich und nett zu sein, dass niemand „böse“ wird.“

    „Die Fawn Response – auch Bambi-Effekt oder Bambi-Reflex – bezeichnet in der eher populärwissenschaftlichen Psychologie eine Reaktion auf traumatische Ereignisse und kann bei Menschen auftreten, die Missbrauch oder Vernachlässigung erlebt haben. Es handelt sich um eine komplexe Stressreaktion, die häufig durch das Bedürfnis nach Beruhigung oder Beschwichtigung ausgelöst wird und dazu führen kann, dass Menschen ihre eigenen Bedürfnisse ignorieren und stattdessen versuchen, anderen zu gefallen oder ihnen zu helfen. Der Bambi-Reflex ist eine Form chronischer Unterwerfung und Überanpassung.

    Menschen mit Fawn Response haben daher oft Schwierigkeiten, ihre eigenen Bedürfnisse auszudrücken und stellen die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen, was zu ungesunden Beziehungen führen und die psychische Gesundheit beeinträchtigen kann. Es ist wichtig zu betonen, dass Menschen mit Fawn Response eigentlich Hilfe suchen, um diese Muster zu durchbrechen und gesunde Beziehungen aufzubauen.


    Pete Walker hat diese Reaktionen in seinem Buch „The 4Fs: A Trauma Typology in Complex Trauma” beschrieben: “Fawn types seek safety by merging with the wishes, needs and demands of others. Sie handeln, als ob sie unbewusst glauben, dass der Preis für die Aufnahme einer Beziehung der Verzicht auf alle ihre Bedürfnisse, Rechte, Vorlieben und Grenzen ist”.“


    Das scheint mir korrekter, aus diesem Online-Lexikon zu zitieren, als wenn ich mich da jetzt selbst an einer Erklärung versuche.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo Loner,
    das freut mich für dich und ich wünsche dir noch viele, viele solcher glücklichen Momente. 🍀

    Da ich selbst Motorradfahrer bin: Wie war das heute unterwegs? Hast du‘s intensiver genießen können, das Fahren?

    Ich selbst genieße diese besondere, ganz andere Freiheit beim Motorradfahren. Was einem das bedeuten kann, kann niemand, der nicht selbst Biker ist, nachvollziehen. 😄


    Beste Grüße

    AmSee

    Und jetzt male ich mir sogar ausnahmsweise mal wieder die Nägel an. Mit Klarlack, will es ja auch nicht mehr übertreiben 🤭 Im Suff dachte ich immer, ich muss mich aufbrezeln, damit ich gesehen werde. Heute leuchte ich mehr so von innen raus. Also nicht immer, aber immer öfter^^

    Das freut mich für dich! 👍

    Ich weiß, was du damit meinst……

    Die Unsicherheit hat mich auch lange begleitet und die Angst generell ist ja meine beste Freundin^^ Nur das ich aus Unsicherheit früher nicht still war. Im Gegenteil. Meine Mutter war Opfer pur (also ewig in unseren Köpfen) - da war ich das krasse Gegenteil. Laut, schrill, rechthaberisch bis zum erbrechen. Achjee... Ich war eine unangenehme Person. Und auch zu meinen Kindern. Bei aller Liebe (alles Wunschkinder). Sie mussten funktionieren. Und so viel schneller erwachsen werden 💧 Denn ich wollte alles. Und zwar sofort. Haus Baum Kinder Job Ehe Elternbeirat Fasching Osterkörbchen basteln - nur backen konnten andere besser^^

    Dazu nur kurz:


    Das klingt, als wenn bei dir von den Varianten des „Notfallprogramms“ das „Fight-Prgramm“, der Kampfmodus, angesprungen ist, während es bei mir eher „Flight“, d.h. Flucht und Vermeiden, war….

    So oder so ein „Notfallprogramm“, das unwillentlich (es sitzt offenbar im Stammhirn, dem entwicklungsgeschichtlich ältesten Teil unseres Gehirns) bei „Gefahrensituationen“ aus Selbstschutz anspringt…


    Und jemand, der das „Pech“ hatte, das sogenannte „Urvertrauen“ nicht oder nicht vollständig erwerben zu können, lebt offenbar gefühlt nahezu ständig „in Gefahr“….

    Hallo Miteinander,

    Kann man sich die Frage beantworten, was einen erzürnt, erregt, deprimiert oder ängstigt (diese negativen Gefühle hervorrbringt), wüsste man schon mal den Grund für diesen "Stresshormonüberschuss" ... und anstatt immer die Wirkung zu bekämpfen bzw. zu betäuben, wäre es von Vorteil sich der Ursache zu widmen.

    Was stört also einen? Was bringt diese negativen Gefühle (Erregungszustände) hervor? Und warum regt man sich überhaupt darüber auf???

    Angst (Phobie) ... warum habe ich diese? Warum kann ich es nicht gelassen(er) sehen? Und wenn ich es gelassen sehen würde ... wäre es es ein Nachteil und wenn ja, welcher?

    Ich weiß nicht, wie das anderen hier, die tatsächlich mit einer Angststörung zu tun haben oder gehabt haben, und insbesondere Laggard mit diesem Ausführungen gegangen ist…

    Mir selbst, die ich tatsächlich Jahrzehnte unter einer Angststörung gelitten habe, stoßen diese Ausführungen irgendwie auf….

    So, wie ich nun einmal bin und auch geprägt worden bin, habe ich mir solche Fragen durchaus auch gestellt, wann immer ich mit meinen Angst- und Panikgefühlen konfrontiert worden bin. Sie sind ja auch von außen betrachtet so logisch und ich bin auch ein sehr rationaler Mensch….

    Geholfen hat MIR das herzlich wenig, sondern mich im Gegenteil noch kleiner und schlechter fühlen lassen, als ich mich eh schon gefühlt habe.

    Das, was bei mir ursächlich für meine Angststörung gewesen ist, saß, wie sich dann, als ich das endlich mit zu mir passender professioneller Hilfe angehen konnte, tatsächlich sehr viel tiefer.

    Eine gewisse Gelassenheit im Umgang damit und eine spürbare Verbesserung (Heilung?) stellte sich bei mir erst ein, als das, was in der Tiefe lag, mit professioneller Hilfe bewältigt wurde und ich hilfreiche Werkzeuge und Übungen im Umgang mit meinen Ängsten- und Panikgefühlen erlernt habe.

    Wie oft bin ich gedanklich in meinen „Keller“ gegangen, um selbst eine Lösung zu finden, obwohl mich mein Arzt immer wieder davor gewarnt hat. - Heute ist mir klar, warum er mich davor gewarnt hat und warum ich das nicht hätte tun sollen…. - Selbst gefunden hab ich die Lösung auf diesem Weg nicht, obwohl ich nicht auf den Kopf gefallen bin….



    Lieber Laggard , ich weiß nicht, was bei dir die Ursachen sind, - kann es auch nicht wissen und muss es auch nicht wissen - ich kann dir nur sagen, dass ich, als ich soweit war, nach einem Therapeuten gesucht habe, der auch Erfahrung im Bereich „Traumatherapie“ hat, obwohl ich kein „Traumapatient“ im eigentlichen Sinne bin, sondern mit etwas zu tun hatte, das sich „Entwicklungstrauma“ nennt.

    Bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten bin ich auf „Somatic Experiencing“ gestoßen und auf „EMDR“.

    Vielleicht ist eine von diesem therapeutischen Möglichkeiten auch für dich interessant?

    Liebe Grüße

    AmSee

    Liebe ichso ,

    erstmal Danke dir für dein Feedback.

    Über das andere, was du geschrieben hast, möchte ich noch etwas länger nachdenken, bevor ich was schreibe. Nur auf deinen letzten Satz, drängt es mich, jetzt kurz einzugehen:

    Und last but not least: Ich empfinde mich schon lange nicht mehr als verletzbar. Die größten Verletzungen habe ich hinter mir. Wir haben Sternenkinder in der Familie.

    Da passt etwas nicht zu dem, was ich in der letzten Zeit von dir gelesen habe, denn du selbst hast letztens geschrieben, wie verletzbar du dich fühlst…. Als du dich zu Stilles Wasser s Erklärung zu seinem Nickname geäußert hast, zum Beispiel, aber auch an anderen Stellen.
    Ich frage mich gerade, wie das mit diesem deinem letzten Satz zusammenpasst. 🤔

    Verzeih, wenn das zu direkt ist. Ich weiß, dass das keine einfachen Themen sind….


    Liebe Grüße

    AmSee

    ichso , interessant und auch spannend, was du für dich (mal wieder) feststellst, nicht wahr?
    Danke dir für dein Teilen, vielleicht finden sich ja auch andere darin wieder.

    Und für mich (wieder mal) erkannt, dass ich im Internet gern nach "Liebe" bettel

    Mir kommt dabei der Gedanke, dass du dich damit auch verletzlich machst….

    Für mich unter anderem ein Grund, mich nicht von Anerkennung, geschweige denn Liebe, im Internet oder anderswo abhängig zu machen….


    Bei mir spielen allerdings entwicklungsbedingt Verletzungen und Verletzbarkeit eine sehr große Rolle….

    Ich hab mich fast mein ganzes Leben darum bemüht, nicht so verletzbar zu sein…

    Am liebsten wäre ich unsichtbar gewesen, denn ich glaubte, dass, wer unsichtbar ist, von anderen nicht verletzt werden kann.

    Deswegen hab ich mich, so gut es ging, unsichtbar zu machen versucht und mich um Anpassung bemüht, um eben möglichst nicht aufzufallen.

    Doch ich war nie unsichtbar, zum einen, weil die Anpassungsmöglichkeiten ihre Grenzen haben und ich eben anders war als die Menschen, mit denen ich zu tun hatte.

    Zum anderen, weil ich dieses überaus ausgeprägte Verantwortungs- und Gerechtigkeitsempfinden hatte - Bin viel zu früh in die Verantwortungsrolle geraten - und ggf. eben nicht schweigen oder nicht nichts tun konnte, selbst wenn das auf meine Kosten ging.

    Zugleich habe ich mich immer danach gesehnt, dass mich jemand „sieht“ und mich so annimmt, wie ich bin. - Als mir das vor einigen Jahren in der Klinik, in der ich wie schon oft erwähnt wegen Depressionen war, geschah, dass mich tatsächlich jemand „sah“…… Was war DAS für eine überwältigende Erfahrung! Ich hab geheult, als es geschah.

    Inzwischen brauche ich das nicht mehr, dass mich jemand anderes „sieht“, weil inzwischen etwas in mir geheilt ist und ich mich selbst richtig sehen und annehmen kann. Doch ich freue mich noch immer, wenn mich jemand tatsächlich „sieht“.


    Das mit der Verletzbarkeit spielt übrigens für mich hier im Forum ab und zu noch eine Rolle….
    Es ist dadurch, dass ich hier auch Moderatorin bin, so, dass ich hier sehr präsent bin.
    Das ist mir eigentlich gar nicht so recht.
    Manchmal denke ich, mein Schreiben hier könne den Eindruck erwecken, ich wolle mich hervortun.
    DAS will ich aber gar nicht, mich hervortun.
    Manchmal fühle ich mich deswegen im Nachhinein mit meinen Beiträgen gar nicht so wohl.


    Liebe Grüße

    AmSee