Es wird immer schlimmer und ich kann es nicht stoppen

  • Hallo,

    erstmal danke dass es dieses Forum gibt und alle hier so offen und ehrlich schreiben.

    Zu meiner Person: ich bin weiblich, 30 Jahre alt, in fester Partnerschaft und festem Arbeitsverhältnis - soweit alles gut.

    In meiner Jugend habe ich absolut nix getrunken und dann langsam damit begonnen (Radler). Irgendwann bin ich mit meinem Freund zusammen gekommen, der auch gern einen trinkt. Anfangs haben wir uns darüber oft gestritten und ich konnte sein Trinken absolut nicht verstehen.
    Irgendwann habe ich auch mal ein Bier am Wochenende mitgetrunken, später 2, 3,.. und dann irgendwann auch unter der Woche mal ein Bier. In letzter Zeit hat sich das so hochgeschaukelt, dass wir beinahe jeden Tag 6 Bier trinken und am Wochenende sogar noch mehr.
    Ich merke wie ich meine Arbeit vernachlässige, kaum noch Freunde sehen will und wie sich das negativ auf meine Psyche auswirkt (bin wegen Angstattacken in Behandlung).
    Wenn größere Feiern sind und ich beginne zu trinken finde ich einfach kein Ende und mache mich total zum Obst. Dann folgen Tage der Reue.
    Das Problem was ich erkannt habe ist auch, dass mein Freund gern mit trinkt. Folglich verstehen wir uns da ganz gut und gestalten quasi unsere "Freizeit" dadurch gemeinsam.
    Kürzlich haben mich selbst meine Eltern darauf angesprochen und mir ins Gewissen geredet.
    Sie haben in allen Punkten recht und ich schäme mich so.
    Ich würde es so gern in den Griff bekommen, aber komme immer wieder in Situationen wo mir etwas angeboten wird und ich nicht nein sagen kann.
    Ich weiß ich muss jetzt eine Lösung finden. Gern würde ich wie normale Menschen trinken, aber ich fürchte das geht nicht.
    Auch von meinem Freund kann ich keine Hilfe erwarten. Er wird sagen ich solle halt aufhören wenn ich nicht mehr will und selbst weiter trinken.

    Wie komme ich jetzt da raus? Ich würde es noch o.k. finden 1-2 Bier zu trinken und maximal am Wochenende mehr.
    Wenn ich die Sache jetzt nicht in den Griff bekommen stehe ich kurz davor alles zu verlieren, und das mit 30?!
    Geht es hier jemanden auch so?
    Was ratet ihr mir?

    Sorry für den langen Text :-\

  • Moin, moin und herzlich willkommen hier im Forum!

    Auch ich habe erst relativ spät (mit über zwanzig) damit angefangen, regelmäßig Alkohol zu konsumieren - geendet hat das alles knapp dreißig Jahre später mit dem vollen Programm: klar ausgeprägte körperliche Abhängigkeit, schwere alkoholbedingte innere Erkrankungen, Entgiftung, Langzeittherapie ... und nunmehr seit knapp acht Jahren völliger Verzicht auf Alkohol und einem Leben, dass mir wirklich gefällt ...
    Wie weit Du mit Deiner Alkoholkarriere vorangeschritten bist, läßt sich aus der Ferne schwer beurteilen - die besten Diagnosen liefern die Betroffenen eigentlich immer selber ab. Du scheinst Deinen Konsum und Dein Trinkverhalten mittlerweile selbst kritisch zu hinterfragen und hast mit Deiner Anmeldung hier im Forum einen guten ersten Schritt gewagt.
    Wenn Du Dich in den einzelnen Rubriken etwas einliest, wirst Du sicherlich auf viele unterschiedliche Suchtkarrieren stoßen - auch auf User, die noch rechtzeitig die Kurve bekommen haben. Wo Du Dich dann einordnest, wirst Du am Ende am besten selber entscheiden.
    Nur soviel als gesicherte Erkenntnis von mir:
    Ausser Dir gibt es Niemanden, der etwas an Deinem Trinkverhalten ändern kann. Du bist die handelnde Person, und nur Du kannst den Weg in die eine oder in die andere Richtung beschreiten. Solange keine echte körperliche Abhängigkeit vorliegt, hast Du jede Freiheit der Welt, entsprechende Entscheidungen treffen zu können!

    Auf einen guten Austausch
    und beste Grüße
    keppler

  • Hallo keppler,

    danke für deine Antwort.
    Mir ist auch klar das ich mein Leben selbst in der Hand habe. Meinen Partner der es mir quasi noch leichter macht, kann ich da nicht vorschieben.
    Ich habe auch schon gegoogelt wann man denn körperlich abhängig ist, aber habe dazu nichts richtiges gefunden. Woran erkennt man das? Also ich trinke nie tagsüber, zittere nicht und habe auch so nix körperliches was ich finden könnte - einzig das psychische Verlangen.
    Was meinst du mit dem Spielraum den ich mir einrichten kann solange ich nicht körperlich abhängig bin?
    Meinst du ich kann es schon auf die Reihe bekommen weniger zu trinken und quasi kontrolliert zu trinken?
    Falls ja, wie macht man das konsequent?

    Sorry ich weiß, schon wieder Fragen über Fragen....aber ich habe jetzt schlichtweg beschlossen endlich mal klarzukommen darauf. Es muss sein ehe es zu spät ist und alles außer Kontrolle läuft. Das möchte ich einfach nicht und das kann kein Alk der Welt das Leben wert sein.

  • nochmals moin ...

    Ich schrieb, dass Du solange Du nicht körperlich abhängig bist, ENTSCHEIDUNGEN treffen kannst. Bei mir war es vor knapp acht Jahren soweit, dass ich nicht mehr die Freiheit hatte, keinen Alkohol zu trinken - ich MUSSTE! Solange Du noch nicht so weit bist, kannst Du unter den unterschiedlichsten Varianten frei wählen: Abstinenz, Mengenreduzierung, moderatem Konsum etc. Aber auch ein starkes (nur) psychischen Verlangen nach Konsum wäre für mich ein eindeutiges Indiz dafür, das mein aktuelles Trinkverhalten unbedingt hinterfragt werden sollte. Ich würde einen Selbstversuch wagen - einfach `mal ein paar Tage ganz bewußt auf Alk zu verzichten und ganz genau hinschauen, wie es mir dabei geht - eine ganz gute Möglichkeit der Selbstdiagnose, wie es mit der Suchtentwicklung fortgeschritten ist - oder halt eben (noch) nicht ...

    Beste Grüße
    keppler

  • Hallo Mittäter,

    ich gehöre zu denjenigen Menschen, die über mehr als zwei Jahrzehnte Alkoholmissbrauch betrieben, wobei die von mir konsumierten Mengen kontinuierlich anstiegen. In den letzten zehn Jahren meiner Sucht gab es keinen einzigen Tag, an dem ich zuhause nicht mindestens eine Flasche Rotwein trank. In diese 10 Jahre fielen andererseits auch zwei Krankenhausaufenthalte, in denen ich abstinent war und keine großen Entzugserscheinungen verspürte. Insofern gehe ich davon aus, dass ich nicht körperlich abhängig war oder nur in geringem Maße.
    Seit über drei Jahren trinke ich Alkohol nur noch in den Mengen, die nach derzeitigem Kenntnisstand der Medizin für den Körper ungefährlich sind.

    Insofern gehe ich davon aus, dass es mehr als nur die beiden Alternativen „Totsaufen“ oder Alkoholabstinenz gibt.

    Ob ein paar Tage Alkoholabstinenz ausreichen, um zu neuen Ufern aufbrechen und diese dann auch erfolgreich erreichen zu können, weiß ich nicht, da ich nur auf meine eigene Erfahrung zurückgreifen kann.
    Ich selbst habe rund einen Monat lang keinen Alkohol getrunken und in dieser Zeit die Erfahrung gemacht, dass meine Welt nicht -wie von mir erwartet- zusammenbrach, sondern dass ich in der Lage war, mein Leben ohne Alkohol zu leben. Und zwar nicht nur irgendwie, sondern zufrieden. Natürlich ließ mich die psychische Abhängigkeit immer mal wieder spüren, dass etwas in meinem Leben fehlte, das ich trotz aller negativen Seiten positiv empfand. Doch ich spürte auch, dass ich den Alkohol letztendlich nicht brauche.
    Mit diesem inneren Wissen im Rücken machte ich den Versuch, ein Glas Rotwein zu trinken und es an diesem Abend bei diesem einen Glas zu belassen, was mir auch gelang.
    Für mich war dieser Selbstversuch gut, denn ich hätte mich nur ungern als krank bezeichnet, ich hätte mich nur ungern dazu bekannt, anders als die meisten anderen Menschen nicht mit Alkohol umgehen zu können usw. Andererseits wäre ich auf die Totalabstinenz eingeschwenkt, wenn der Selbstversuch misslungen wäre.

    Mit dem Wissen in Rücken, dass ich nicht trinken MUSS, hat sich bei mir über die Zeit hinweg immer stärker der Wille entwickelt, Alkohol nur noch sehr bewusst und in sehr geringen Mengen zu mir zu nehmen. Ich könnte mir nicht mehr vorstellen, eine Pulle Bier herunter zu stürzen, weil ich Durst habe. Da würde ich zu Wasser oder alkoholfreiem Bier greifen, denn diese Getränke führen nicht dazu, dass sich in meinem Kopf alles zu drehen anfängt.
    Genau dieses beduselte Gefühl WILL ich nicht mehr haben. (Dass ich es nicht BRAUCHE, steht ebenfalls fest.)
    Und das macht mich so sicher, dass ich nie mehr saufen werde.

    Ob du, Mittäter, dein Trinkverhalten ändern kannst, hängt ab, ob du dir vorstellen kannst, die Bedeutung des Alkohols für dein Leben auf einen Wert nahe null zu reduzieren und dich darüber zu freuen, dass es so ist.

    Alles Gute
    Bassmann

  • Genua wie ihr es beschreibt ist es bei mir auch.
    Es tut unheimlich gut zu wissen dass es nicht nur mir so geht und andere die das selbe Problem hatten eine gute Lösung gefunden haben.
    Ich hatte bisher auch immer geglaubt man hat nur die Option weiter zu machen oder komplett aufzuhören wenn man damit ein Problem hat. Immerhin hört man das überall so.

    Was mich wirklich stört ist Folgendes: ich weiß ganz genau das ich meine Zeit besser nutzen kann als zu trinken, ich weiß wieviel angenehmer ich dann schlafe, wie ausgeruhter ich den nächsten Tag bin und wie toll ich mich den nächsten Tag fühle.
    ABER - dann ist es abends und ich lasse mich dazu hinreisen ein Bier zu trinken, dann werden es 2.... immer wieder soweit bis man einen Rausch spürt.
    Aber wofür das Ganze? Immer wenn ich einmal anfange gibt es kein Ende. Zumindest will ich ein bisschen beschwipst sein.
    Das kann ich aber unter der Woche eigentlich für mich selbst nicht durchgehen lassen. Es hängt doch so viel daran und das ist mir auch bewusst, aber in dem Moment total egal.

    Den Selbstversuch finde ich super. Das werde ich definitiv machen. Ich kann für mich nur hoffen dann auch mal zu merken wie schön es doch eigentlich ist klar zu sein und sich fit zu fühlen.
    Irgendwie muss ich jedenfalls einen Weg finden diese Spirale zu durchbrechen.
    Dass ich wie viele andere ein Problem mit Alkohol habe ist mir schon bewusst, aber ich fühle mich auch nicht so abhängig um ein Suchtzentrum aufzusuchen. Gleichzeitig verspüre ich aber auch die Angst das ich mich an der Stelle nur selbst belüge.
    Andererseits habe ich mittlerweile schon von vielen gelesen das sie selbst da raus gekommen sind und es auch möglich ist. Momentan bin ich irgendwie hin und her gerissen.

  • Hallo mittäter, :D (witziger Name)

    erst einmal :welcome:

    Ich schreib dir mal ein wenig von mir. In Kurzfassung. Superkurzfassung.

    Alkoholanfang ab ca. 18 Jahre (mal mehr - mal weniger) Party halt, Festlichkeiten usw.
    Wenn ich heute darüber nachdenke, war es häufig auch einfach zu viel. Täglichen Alkohol brauchte ich nicht. Aber es war einfach zu oft und oft auch zu viel.
    Ab 30 Schwangerschaftsplanung - jetzt nur noch Alkohol in "normal" dosierten Mengen. Was ist bei Alkohol schon normal? Rauschmittel bei Rauschmittel.
    Mit 33 endlich schwanger. Kein Alkohol ab sofort!!!

    Nach der Stillzeit - Man kann ja mal ein Gläschen Wein. Somit wieder alles von vorne.

    2002 war ich an dem Punkt angelangt, dass ich einfach keinen Alkohol mehr wollte. Diese leidigen Kopfschmerzen, Kater und alles was dazu gehört, hatte ich satt. Gesagt, getan. Nach ca. 2 Jahren dachte ich dann: Man kann ja mal ein Gläschen Wein. Somit wieder alles von vorne.

    2014 war ich wieder an dem Punkt angelangt, dass ich wieder keinen Alkohol mehr wollte. Sehr fest entschlossen. Gesagt, getan.

    Ich habe nicht (nie) täglich getrunken. Aber häufig und auch zu viel.

    Ich habe allerdings auch immer mal wieder Alkoholpausen gemacht. Keine Entzugserscheinungen, keine Schwierigkeiten, keine Medikamente ...

    Ich gehe davon aus, dass es sich bei mir um eine psychische Abhängigkeit handelt(e), denn physische Entzugserscheinungen hatte ich nicht. Bei mir war sowieso soweit alles ok. Habe mich von meinem Hausarzt immer wieder untersuchen lassen. Es gab keinerlei Probleme. Mein Leben hat sich sehr geändert und verändert. Freundeskreis neu aktualisiert. Hobbies wieder an wichtigster Stelle 44.

    Ich fühle mich sehr sehr gut. Physisch wie psychisch. Ich fühle mich um Jahre jünger. (Andere bestätigen es). :-[ Der Weg hat sich gelohnt.

    Ich denke, dass es letztendlich bei jeder Person anders verläuft. Vielleicht ähnlich, aber anders.

    Ich habe einfach aufgehört zu trinken. Ich persönlich habe es allerdings trotz mehrerer Versuche nicht hinbekommen, dosiert und kontrolliert zu trinken. Wenn ich trank, dann trank ich. Und ich habe in den letzten Jahre meine 5 Flaschen Wein die Woche immer getrunken. Hierbei eben auch nicht täglich, insgesamt kam ich auf die Menge. Für mich hieß es also. Entweder - oder. Ich habe mich für "ohne Alkohol" entschieden. 44. 44. 44.

    Ich würde es immer wieder tun. Ich bin stolz auf mich.

    LG von Betty

    :lach: "Superkurzfassung"

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Ich hatte vor einige Zeit auch mal eine Woche an dem ich nicht abends mit meinem Freund zusammen war und mich ohnehin ums Grundstück kümmern musste.
    Dort habe ich absolut nichts alkoholisches getrunken und es war auch eigentlich kein Problem für mich. Es ist nicht so das ich etwas vermisst hätte.
    In der Woche sagte ich mir immer wieder zu mir selbst: Alk in der Woche machst du nicht nochmal wieder, es ist so toll wie fit du dich fühlst, wie schnell und leicht die Arbeit von der Hand geht und wie lebensfroh man ist.
    Dann eine Woche später "Komm wir trinken ein Feierabendbier" und schon ist es vorbei gewesen.
    Ich schätze mal das ich wirklich eine ganz schön charakterschwache Person bin. Kaum reicht man mir den kleinen Finger...

  • Da schließe ich mich Gerchla an.

    Auch ich habe viele Jahre versucht, weniger zu trinken. Das gelang nie. Und ich denke, dass dieses Vorhaben nicht gelingen konnte, weil ich mich und meine Einstellung zum Alkohol letztendlich nicht wirklich ändern wollte. (Man kann auch sagen, dass ich krank war und mich so verhielt, wie es die Krankheit vorgab.)
    Ich wollte einfach nur weniger trinken. Ansonsten wollte ich, dass mir der Alkohol nach wie vor das gibt, was er mir vorher gegeben hatte.
    Ein solches Vorgehen scheint jedoch in aller Regel nicht zu funktionieren.

    Bei vielen Menschen scheint nur der endgültige Bruch mit dem Alkohol zum Erfolg zu führen. Bei mir reichte eine komplette Einstellungsänderung.
    Bis zu dieser Einstellungsänderung war es für mich normal, unkontrolliert Alkohol zu konsumieren. Heute stellt der Alkoholkonsum für mich etwas Besonderes dar. Das kann ein Feierabendbier mit einem Kumpel sein, ein Glas Wein zu einem netten Gespräch usw.
    Die Betonung liegt auf ein. Denn das erste Glas schmeckt am besten. Danach geht es nur noch um Berauschung.
    Und da ich die nicht mehr will, stellt sich für mich nie die Frage nach einem zweiten Glas.

    Ich stelle für mich fest, dass dieser (neue) Umgang mit dem Alkohol zu mir passt. Ich fühle mich wohl damit. Und dieses Wohlfühlen ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass es mir nicht in den Sinn kommt, irgendetwas anders zu machen, als ich derzeit tue. Das Ganze zieht sogar Kreise, denn auch bei anderen Dingen habe ich mittlerweile die Einstellung entwickelt, das weniger mehr ist.

    Ich wünsche dir Veränderung.
    Bassmann

  • Danke Bassmann,
    genau so wie du es beschreibst kann ich es mir richtig vorstellen. Ich denke auch es ist eine Einstellung, denn letztendlich geht es ja nur um das Berauschen. Etwas anderes bringt mir der Alkohol nicht und selbst dieses Berauschen ist eigentlich völlig sinnlos. Man schadet sich, fühlt sich schlecht, macht sich zum Deppen, riskiert Führerschein, Arbeit, verliert Freunde usw. aber wofür?
    Im Kopf ist das bei mir schon drin, aber irgendwie hapert es an der praktischen Umsetzung.
    Wie hast du es geschafft das was in deinem Kopf ist auch umzusetzen Bassmann?

  • Hallo mittäter,

    das, was Bassmann bei sich beschreibt, motiviert mich jetzt, dazu noch meine Meinung kund zu tun. Ich will eigentlich keine Diskussion aufmachen, ob kontrolliertes Trinken möglich ist oder nicht. Bassmann, und das glaube ich ihm selbstverständlich uneingeschränkt, kann kontrolliert trinken, oder sagen wir mal: Er genießt Alkohol zu besonderen Anlässen und nimmt nicht mehr als die bisher als medizinisch unbedenklich definierten Mengen zu sich. Was mengenmäßig echt nicht viel ist. Er verhält sich hier also so, wie es eigentlich "normal" ist oder wie es sein sollte.

    Ich glaube (meine persönliche Meinung), dass ein Alkoholiker nicht mehr kontrolliert trinken kann. Zumindest nicht auf Dauer. Die Gretchenfrage ist bei dieser ganzen Diskussion deshalb für mich: Bist Du nun (schon) Alkoholiker oder nicht? Ich BIN Alkohliker, Versuche kontrolliert zu trinken sind IMMER fehlgeschlagen, deshalb blieb mir nur die Option gar nichts mehr zu trinken. Jetzt, nach fast 2 Jahren Trockenheit, kann ich nur sagen: Ich vermisse NICHTS., gar nichts! Das habe ich mir am Anfang nicht vorstellen können. Ich WILL gar nicht mehr kontrolliert trinken, wozu denn auch bitte? DENN: Ich habe Alkohol ja nur getrunken wegen der Wirkung, nicht weil's mir so gut geschmeckt hat. Natürlich hat Bassmann recht, das erste Glas schmeckt vielleicht noch, aber dann geht's ja weiter....
    Ich möchte sagen, dass ich diese Diskussion über kontrolliertes Trinken für (noch nicht ganz gefestigte) trockene Alkoholiker für gefährlich halte. Denn man kann schnell der Meinung sein: Naja, vielleicht probier ich's halt mal.... Allerdings, wenn Du noch säufst, dann passiert ja erst mal nicht viel, wenn Du es probierst. Also probier es doch mal aus. 0,5 - 0,75 Liter Bier am Tag oder 0,2 - 0,25 Liter Wein (ein Gläßchen). Und das war's dann! Und das vielleicht auch nur ein- bis zweimal die Woche. Du wirst schnell merken, wohin Deine Reise gehen wird.

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute.

    VG
    gerchla

  • Danke für deine ehrliche Meinung!
    Wenn man kontrolliert trinken könnte dann wäre das wirklich perfekt.
    Ob ich eine Alkoholikerin bin und in welchem Maße kann ich nicht richtig sagen. Ich meine auch das hängt arg von der Definition ab.
    Was ist wenn ich unter der Woche gar nichts trinken würde und nur am Wochenende? Dann würde ich sicher auch in das Raster eines Alkoholikers fallen.
    Mein Problem ist auch irgendwie dass es mit an meinem Partner hängt. Wenn wir trinken dann reden wir zusammen, sind zusammen, lachen zusammen. Wenn er weiter trinken würde und ich nicht, dann fehlt das irgendwie. Ich würde irgendwie auch meine Beziehung verändern (wir sind 10 Jahre zusammen).
    Ich weiß das klingt komisch und ich weiß auch nicht wie ich es richtig beschreiben soll, aber das ist ein wichtiger Punkt für mich (wenn nicht sogar der Punkt um den sich alles dreht).

    Ich hasse mich richtig dafür ständig zu saufen, aber ich bekomme es einfach nicht hin NEIN zu sagen oder nur zu trinken wenn es einen Anlass gibt.
    Bei uns im gesamten Freundeskreis ist es auch ganz normal ein paar Feierabendbier zu trinken. Aber der Punkt ist dass ich dann nicht mehr aufhören kann.
    Immer will ich den Rausch haben. Dann aber auch wieder nicht. Ich weiß auch nicht was ich an dem Rausch so Besonderes finde. Eigentlich ist es alles vollkommener Quatsch nixweiss0

  • Ich kann alles was Du hier so schreibst wunderbar nachvollziehen. Vielleicht mal der Reihe nach:

    Definition, wann bin ich Alkoholiker, wann nicht: Du hast natürlich Recht, dass es nix bringt, wenn Du am Wochende Dir dann das Hirn wegsäufst, nur weil Du unter der Woche nix getrunken hast. Es gibt ja unterschiedliche Arten von Alkoholikern, also die Spiegeltrinker, die halt täglich ihren Level brauchen, aber auch die Quartalssäufer, die monatelang nichts trinken können und dann eine Woche komplett abstürzen.... Auch die Kategorie "Kontrollverlusttrinker".... Und man kann da auch nicht sagen, die eine Variante wäre besser oder einfacher zu therapieren als die andere. So wie Du Dich beschreibst, fällst Du aber nicht in die Kategorie der Quartalssäufer, eher regelmäßiger Problem/Entspannungstrinker/in.

    Deshalb glaube ich, dass Du diesen kleinen Selbsttest sicher recht gut machen könntest. Wobei ich, und das meine ich wirklich erst, eigentlich lieber den Weg zum Arzt und einen ärztlich begleiteten Entzug empfehlen würde. Denn ein möglicher kalter Entzug (Du weißt ja nicht genau wo Du stehst) kann auch mal übel ausgehen. Schlimmstenfalls mit Delir und Tod. Wobei ich wirklich nichts dramatisieren will, aber das ist nun mal Fakt.

    Die Situation mit Deinem Partner, tja, das ist auch nicht so selten. Ich weiß, das macht es nicht einfacher. Gibt es nicht die Option, dass ihr das beide gemeinsam angeht? Wenn nicht, musst Du wissen was DU willst. Du bist für DEIN Leben verantwortlich. Dein Partner für seins. Vielleicht denkst Du Dir jetzt: Na, der hat ja leicht reden. Is aber nicht so: Ich habe meine Familie bzw. meine Frau verlassen weil ich wusste, dass ich es sonst nicht schaffe mit dem Saufen aufzuhören. Das hört sich jetzt vielleicht etwas verwirrend an, wäre jetzt hier aber eine zu lange Geschichte ums sie in ein paar Sätzen zu erklären. Unterm Strich kann ich aber sagen: Hätte ich nicht mein Leben komplett verändert, wäre ich die klassische Alkoholiker-Leiter nach unten gestiegen. GANZ sicher. Davon hätten dann auch meine Frau und meine Kinder nichts gehabt, und ich natürlich auch nicht. Jetzt haben wir ein gutes (getrenntes) Verhältnis, besser als in den letzen Saufjahren.

    Was ich damit sagen will: diese Krankheit ist leider so heimtückisch, so mieß, dass sie oft/meist/fast immer nicht nur mit Willenskraft zu besiegen ist. Nicht saufen wollte ich viele Jahre. Bis auf ein paar Tage am Stück, habe ich es nie geschafft. Am Schluss war es schon ein Erfolg, wenn ich mal "nur" 6 oder 8 Bier an einen Tag hatte...
    Es kann also sein, dass Du, falls Du Alkoholikerin bist, wirklich Dein ganzes Leben inkl. Umfeld umstellen musst um trocken zu werden und zu bleiben. Aber um das alles zu entscheiden, solltest Du erst mal wissen, wo Du eigentlich stehst.

    Und dann halt auch wirklich professionelle Hilfe suchen. Du bist ja nicht allein auf dieser Welt. Ich habe es auch nicht alleine geschafft obwohl ich jetzt keine LZT hatte, aber sehr wohl psychologische Hilfe.

    Ach und noch was: Sich selbst hassen ist ganz schlecht! Und das brauchst du auch nicht. Schließlich bist Du jetzt ja hier, du hast ein Problem erkannt, Du willst etwas tun! Vergiss nicht, dass Alkoholismus eine KRANKHEIT ist. Muss man sich für eine Krankheit hassen oder schämen? Nö, aber man sollte etwas dagegen tun. Noch eine kleine Geschichte: Eine trockene Alkoholikerin hat mal geschrieben, dass sie eine Freundin in den Tod begleitet hat. Diese Freudin war nicht Alkohlkrank, sie hatte Krebs. Man konnte nichts mehr dagegen tun, er war zu weit fortgeschritten. Sie hatte keine Chance mehr, auch wenn sie noch so dafür gekämpft hätte. Sie hat geschrieben, dass sie dankbar dafür ist, dass sie alkohlkrank ist, noch keine Folgeschäden hat und dass sie die Chance hat, ihre Krankheit SELBST zu besiegen. Diese Chance hatte ihre Freundin nicht....

    Ich habe mir das zu Herzen genommen.

    LG
    gerchla

  • Hallo liebe Mittäterin und auch von mir ein "GrüßDich hier im Forum!" wikende091

    Ich möchte auch erstmal von mir erzählen:
    ich bin Mitte 30 und für mich war es so, dass am Anfang meines jetzigen Weges deutlich klar war erstmal die `Reißleine´ zu ziehen. Darüber hinaus bin ich aber meinen Weg über eine weitgehende Zieloffenheit angegangen. Ich habe mir gesagt dass ich zunächst mal für eine kurze/oder mittelfristige Weile verzichte um so konsequent mal ein par Problemen in meinem Leben nüchtern und grundlegend an die Wurzel zu gehen.

    Eine weitere Zielsetzung was den Konsum angeht, so habe ich es mir ganz zu Beginn gesagt, kann ich nach und nach finden. Es ging dann allerdings (erstaunlicherweise) ziemlich schnell und fast 'wie von selbst' dass ich merkte dass ICH mich ohne Alkohol sehr viel wohler fühle, auch bestätigter in meinem Selbst, und dass er eigentlich garnicht (mehr) in mein Leben gehört.

    Schön dass du hier bist, Mittäterin :)
    Das ist der erste und wichtigste Schritt, dass man erkennt dass man etwas ändern will.
    Dass man ein falsches Leben lebt und dies nun aktiv in eine gute Richtung korrigieren möchte.
    Die nächsten Schritte sind das TUN. Denn man KANN wirklich einiges ändern - und es lohnt sich sehr!

    Welcher Weg auch immer, es wird so oder so damit verbunden sein, dem was bisher war konsequent etwas entgegen zu stellen. Ich wünsche dir sehr dass du sehr bald DEINEN Weg findest!

    Alles Gute an Dich und Gute innere Kraft!
    Ahoi und bis bald, Land-in-Sicht


  • Wie hast du es geschafft das was in deinem Kopf ist auch umzusetzen Bassmann?

    Vieles zu dieser Frage findest du in meinem unter dem Namen "Katro" laufenden Thread https://alkoholforum.de//index.php?topic=109.0.

    Das sicherlich Wichtigste für mich war die Erfahrung, dass ich den Alkohol letztendlich nicht brauche, um ein zufriedenes Leben zu führen. Als ich aus dem Suchtkreislauf ausstieg, war ich uneingeschränkt bereit, den Alkohol los zu lassen und ein Leben zu führen, in dem ich meinen Körper wieder ganz alleine seine Glücks- und sonstigen Hormone produzieren lasse und in das Geschehen nicht künstlich mit Drogen eingreife. Allerdings ging mir das ewige „Alkoholismus ist eine chronische Krankheit“, „ein Alkoholiker kann mit Alkohol nicht umgehen“, „nach dem kleinsten Schluck Alkohol erleidet der Alkoholiker einen Kontrollverlust“ usw. ziemlich auf die Nerven. Und ich wollte nicht mein Leben lang die Sorge in mir herumtragen, auf einem Pulverfass zu sitzen und in die Luft zu fliegen, wenn ich einmal nicht aufpasse und die berühmte Cognacbohne verzehre.
    Deshalb machte ich den Selbstversuch. Und ich stellte dabei keinen Kontrollverlust fest. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass mein Kontrollvermögen mit jedem zusätzlichen Glas abnehmen würde. Das ist allerdings bei jemandem, der nie ein Alkoholproblem hatte, nicht anders.

    Den Alkohol loslassen kannst du m.E. jedoch nur dann, wenn du seine Bedeutung für dein Leben minimierst. Solange du das Trinken mit dem Wohl und Wehe deiner Beziehung verknüpfst, wird das sehr schwierig.
    Denke da mal drüber nach.

    Bassmann

  • Hallo, Mittäter(in) und auch von mir ein "Herzlich Willkommen!" hier im Forum.

    Man, ich war doch gestern hier ... und jetzt ist Vieles, was ich zu sagen hätte, schon gesagt ;)

    Ich würde es so gern in den Griff bekommen, aber komme immer wieder in Situationen wo mir etwas angeboten wird und ich nicht nein sagen kann.

    Du kannst - aber Du willst nicht! Bevor Du gleich protestierst - überleg erstmal. Es zwingt Dich niemand mit vorgehaltener Waffe, ein Angebot anzunehmen. Wenn Du wirklich wolltest, kannst Du jederzeit ablehnen.

    Was mich wirklich stört ist Folgendes: ich weiß ganz genau das ich meine Zeit besser nutzen kann als zu trinken, ich weiß wieviel angenehmer ich dann schlafe, wie ausgeruhter ich den nächsten Tag bin und wie toll ich mich den nächsten Tag fühle.
    ABER - dann ist es abends und ich lasse mich dazu hinreisen ein Bier zu trinken, dann werden es 2.... immer wieder soweit bis man einen Rausch spürt.
    Aber wofür das Ganze? Immer wenn ich einmal anfange gibt es kein Ende. Zumindest will ich ein bisschen beschwipst sein.
    Das kann ich aber unter der Woche eigentlich für mich selbst nicht durchgehen lassen. Es hängt doch so viel daran und das ist mir auch bewusst, aber in dem Moment total egal.

    Das nennt man KONTROLLVERLUST und ist typisch für eine Abhängigkeit. Für ebenso typisch halte ich es, dass Du begeistert jeden Strohhalm von angeblich erfolgreichen Rezepten für "kontrolliertes" Trinken greifst ... Natürlich kann man sich nicht vorstellen, komplett auf Alkohol zu verzichten - das geht doch gar nicht. Aber wenn man es immer wieder versucht und immer wieder auf die Fresse fliegt ...
    Mir ging es wie Betty:


    Ich habe ... aufgehört zu trinken. Ich persönlich habe es allerdings trotz mehrerer Versuche nicht hinbekommen, dosiert und kontrolliert zu trinken. Wenn ich trank, dann trank ich. ... Für mich hieß es also. Entweder - oder. Ich habe mich für "ohne Alkohol" entschieden. 44. 44. 44.

    Ich würde es immer wieder tun. Ich bin stolz auf mich.

    Aber Du bist Dir selbst noch nicht im Klaren über Dich und Dein Verhältnis zum Alkohol. Du hast Angst davor, Dir einzugestehen, dass Du abhängig sein könntest/bist:


    Wenn man kontrolliert trinken könnte dann wäre das wirklich perfekt.
    Ob ich eine Alkoholikerin bin und in welchem Maße kann ich nicht richtig sagen. Ich meine auch das hängt arg von der Definition ab.
    Was ist wenn ich unter der Woche gar nichts trinken würde und nur am Wochenende? Dann würde ich sicher auch in das Raster eines Alkoholikers fallen.
    Mein Problem ist auch irgendwie dass es mit an meinem Partner hängt. Wenn wir trinken dann reden wir zusammen, sind zusammen, lachen zusammen. Wenn er weiter trinken würde und ich nicht, dann fehlt das irgendwie. Ich würde irgendwie auch meine Beziehung verändern (wir sind 10 Jahre zusammen).

    Du suchst nach Möglichkeiten/Begründungen, warum es auf Dich nicht zutreffen kann, dass Du abhängig sein könntest/bist.

    Ich kann alles was Du hier so schreibst wunderbar nachvollziehen.

    Geht mir genauso! Warum? Weil ich mich noch gut daran erinnern kann, wie ich mich gewunden habe.
    Ich erinnere mich aber auch daran, wie ich zu der harten und schmerzhaften Erkenntnis gekommen bin, dass ich eben doch abhängig bin und einen Schnitt machen MUSS.
    Heute frage ich mich manchmal, was gewesen wäre, wenn ich früher zu der Erkenntnis gekommen wäre ...
    Meine Antwort darauf: Hätte, hätte, Fahrradkette ...
    Ich bin wie ich bin - und es ist gekommen, wie es gekommen ist.

    DIR wünsche ich jedenfalls alles Gute - und einen guten, fruchtbaren Austausch hier!

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Wow, vielen Dank für die Hilfe und die wirklich nützlichen und ehrlichen Ratschläge!

    Ihr habt einfach vollkommen Recht. Ich habe einfach keine Kontrolle mehr darüber wenn ich einmal angefangen habe.
    Gestern zum Beispiel: 1 Feierabendbier 18 Uhr, darauf noch eins. Man quatscht über Gott und die Welt. Dann ist es 21.30 Uhr und ich habe 6 Bier getrunken. Ich habe allerdings in dem Moment noch den Geist zu sagen "jetzt ist gut, jetzt gehe ich ins Bett". Aber trotzdem, hallo? 6 Bier an einem gewöhnlichen Abend, das geht doch gar nicht.

    Wo ich stehe und wo ich hin will ist eine sehr gute Frage. Ich weiß nur ich stehe an einem Punkt wo es Zeit wird die Reißleine zu ziehen und ich will dorthin wo es mit einer gesunden Menge Alkohol (oder aber gar keinem Alkohol) möglich ist.

    Ich gehe aber jetzt trotzdem mal davon aus, dass es ohne medizinische Hilfe möglich ist (zumindest ärztlicher Aufsicht zwecks Delirium und Tod).
    Wie geht es nun für mich weiter?
    Klar, wie schon sehr oft hier geschrieben wurde sollte ich einfach mal einen Selbsttest machen. Wenn ich unter der Woche mal nix getrunken hatte, fühle ich mich auch super und habe mir gesagt: "nie wieder trinken unter der Woche, das Leben ist so schön!"
    Ihr habt einfach ganz klar Recht.
    Morgen bin ich bei einem Vereinsfest wo ich gleich mal freiwillig fahren werde, da habe ich eine gute "Ausrede" und komme einfach nicht drum rum nix zu trinken. Sonntag will ich auch nicht, weil ich nächsten Tag arbeiten muss und unter der Woche will ich es auch einfach lassen.
    Soweit jetzt die Theorie. Wahrscheinlich muss ich es wirklich einfach selbst erleben wieviel besser es ist nichts zu trinken und mich an der Stelle selbst mal betrachten.

  • Guten Morgen!

    Ich gehe aber jetzt trotzdem mal davon aus, dass es ohne medizinische Hilfe möglich ist (zumindest ärztlicher Aufsicht zwecks Delirium und Tod).

    Wenn Du meinst, dass unsere Warnungen hier und auch allgemein (einfach mal googlen) grundlos sind und für Dich nicht zutreffen ... Deine Entscheidung.
    Ich persönlich war bei meiner letzten Entgiftung sehr, sehr froh, dass ich in einer Klinik war - wie übrigens auch bei den Entgiftungen davor (da waren sie allerdings ein "Kinderspiel"). Und ein Gruppenfreund hat auch trotz Warnungen kalt entzogen und ist am 4.Tag mit einem Krampfanfall auf der Straße zusammengebrochen ...
    Also pass auf Dich auf und achte auf Dich!

    Und wenn Du es so durchziehen willst, dann setz Dir mal selber die Frist von 4 Wochen und schau, ob Du das schaffst, in der Zeit keinen Alkohol zu trinken - ohne Wenn und Aber und "nur einen wönzigen Schlock". Dann wirst Du ja sehen, was passiert und wie es Dir dabei geht.

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Jetzt machst du mir wirklich ganz schön Angst!
    Es ist nicht so das ich unheimlich starke Sachen trinke. Wenn dann trinke ich ja "nur" Bier. Ich habe doch vor ein paar Wochen schonmal eine Woche nichts getrunken. Da ist überhaupt nix passiert. Ich hatte nur immer mal wieder Lust und Appetit ein Bier zu trinken. Meinst du echt dass ich richtig einen Anfall bekommen kan, auch nach einer Woche?

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