Dann definiere das doch so, wie Du meinst, dass es für Dich richtig ist.Ansonsten ist es doch einfacher, z.Bsp. "trocken" statt "abstinent lebend", "staubtrocken" statt "verbissener Dogmatiker" oder "nass" statt "saufend" zu schreiben. Zumindest sehe ich kein Problem darin, dass es jeder nach seiner Fasson beschreibt ...
Ja, es ist vlt. Wortklauberei.
Trotzdem, für mich ist trocken = staubtrocken. nicht ganz trocken ist nicht trocken. Denn wo fängt (nicht ganz) trocken (bzw != staubtrocken) an und wo hört es auf.
Schwieriger wirds bei Bassmann zb, da könnte man sagen: trocken, aber nicht staubtrocken und kontrolliert innerhalb der Harmlosigkeitsgrenze? Nein, die Definition ist eh nicht so leicht, das festzumachen. Wo finge dann der Begriff von "nass" an? Beim Übertreten des Tageschnitts der "Gefährdungsgrenze" von 60g Alkohol am Tag, was etwa drei Halbe entspricht?
Oder ist das dann der Level, wo ich dann einfach nicht mehr die Menge, die ich an dem Tag trinken will oder zugestehe, einhalten kann. Oder ist mehr Alkoholkonsum als die Harmlosigkeitsgrenze vorsieht schon, Grund dazu, den Begriff "nass" zu verwenden? Oder wenn ich nicht mehr locker mehrere Tage hintereinander auf Alkohol verzichten kann?
Es kann sich eh jede/r bezeichnen (sich selbst und andere) wie er/sie will.
Nur mir behagt dieses Vokabular nicht, mich selbst als trocken, nass, Alkoholiker, ... sonstwas zu bezeichnen. Das hat nichts mit Verneinung oder nicht wahrhaben
der (also hier meiner) Situation zu tun, aber warum soll das oft erwähnt oder in mir auch gedacht werden.
In der Tat, ich "lebe gerade alkoholfrei" hört sich besser, positiver und motivierender an für mich.
Franz