... und es geht von vorne los. :-[ Heute ist der 11.12.2014.
Die Kunst ist, 1 x mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.
... und es geht von vorne los. :-[ Heute ist der 11.12.2014.
Die Kunst ist, 1 x mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.
Hallo Sunny,
Aufgestanden ist aufgestanden! 44.
Dann Neustart ab heute. Ich denk an dich und wünsch dir ganz viel Kraft. Aufgestanden ist der 1. Schritt auf deinem Weg. Nun musst du nur langsam los laufen. Du wirst sehen, es wird funktionieren. Alles Gute dir.
LG von Betty
Liebe sunny,
auch wenn der Spruch schon wieder "out" ist, ich mag ihn noch immer:
"Hinfallen, Aufstehen, Krone richten, Weitergehen!"
Allerdings finde ich es auch für die Zukunft wichtig, in sich zu gehen und zu fragen: "Was ist da eigentlich genau passiert und warum? Was war der Auslöser? Kam es schleichend oder plötzlich? Was waren da für Gefühle/Gedanken im Spiel?
Jeder Hinfaller ist ja ein Signal und die Chance, etwas Neues über sich selbst und über seine eigene Abhängigkeit zu lernen. Von daher: pack diese Chance.
Und es geht wieder von vorne los.... Aber Du fängst ja nicht bei Null an, sunny.
Liebe Grüße
Pinguin
Liebe Sunny!
... und es geht von vorne los. :-[
...aber es geht von vorn los ![]()
Mach weiter! Bleib dran! (Ich) Glaube ganz fest an Dich, Du schaffst das!!
Auch mein Suchtausstieg war nicht einfach mal so von Heute auf morgen, ich bin da auch bissle so´reingestolpert´ und es war in den umittelbaren Wochen vorher etwas ein Auf und Ab...
Ich sage immer: Nur wer es garnicht erst versucht, der kann auch nicht scheitern... Versuchen und scheitern ist also ein Zeichen von Stärke und zeigt großen Mut weil man eben keine Angst vorm Scheitern hat... Und wer es dann einmal mehr versucht als er gescheitert ist, der packt es!
Zumindest war es bei mir so. In der ´Phase´ habe ich umsomehr festgestelt was da eigentlich an Suchtprogrammierung abläuft! Ich wollte das nichtmehr! Zweidreivier Tage lief es gut und schon saß ich wieder wie ferngesteuert im Auto und auf zum Supermarkt... Und GENAU DAVON hatte ich dann irgendwann dermaßen den Kanal gestrichen voll... ich wollte einfach nichtmehr von dieser Substanz und der Sucht, zudem noch in diesem selbstschädigenden Maße fremdgesteuert sein!
- - -
>mal ein kleiner medizinischer exkurs fällt mir grad so ein...
Alkohol blockiert bei Einnahme gewisse rezeptoren im Hirn. daher ja die Wirkung der Erleichterung, enthemmung, entspannung und des Aussblendens gewisser Probleme. Nur ist es nicht so dass die Reize (Probleme, Anspannungen) die dennoch auf uns einströmen dadurch unbeachtet an uns vorbeifließen. Vielmehr ist es so, dass diese sich an den blockierten Rezeptoren hinter der ´Blockade´ ANSTAUEN. Wird nun der Alkohol weggelassen strömen diese Reize ZUSÄTZLICH zu denen die wir eh immer zu verarbeiten haben auf die rezeptoren ein - es kommt zu einer Reizüberflutung. Diese Reizüberflutung ist eine der Erklärungen weswegen es in solchen Situationen oft dazu kommt dass von Jetzt auf Gleich jegliche Motivation vergessen wird und `sofort Stoff´ her muss. Diesen Entzug gilt es in den ersten Tagen/Wochen zu durchbrechen was im besten Falle unter hausärztlicher Beratung und/oder begleitender Suchtberatung stattfinden sollte.
Ganz liebe Grüße und GUTE Kraft immer an Dich!
Sunny, bleib dran an Deinem schönen Leben, es lohnt sich!
Und bis bald, Land-in-Sicht
"Hinfallen, Aufstehen, Krone richten, Weitergehen!"
...
Jeder Hinfaller ist ja ein Signal und die Chance, etwas Neues über sich selbst und über seine eigene Abhängigkeit zu lernen. Von daher: pack diese Chance.
Genau: man sollte schon schauen, warum man denn gefallen ist. Und wenn man die Ursache sieht (offene Schnürsenkel, "Hans-guck-in-die-Luft" gespielt oder was auch immer), dann sollte man diese Ursache vorm/beim Weiterlaufen abstellen. Und sich nicht davor scheuen, sich beim Weitergehen auch mal irgendwo Halt zu suchen, sich irgendwo festzuhalten ...
Ich wünsche Dir
Die Kunst ist, 1 x mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.
viel Kraft und trotzdem ein entspanntes Weihnachtsfest!!
Gruß
Greenfox
Hi, ich nochmal kurz...
Auf der wie ich finde sehr gut geschriebenen Seite die ich hier mal verlinke werden dem Alkohol in der Sucht/Abhängigkeit zwei hauptsächliche Funktionen zugeschrieben:
1. Stress reduzieren - wie ich ja vorhin schon beschrieben hab
und 2. positive Gefühle hervorrufen - Glückshormone etc.
Alles beides Sachen die man wunderbar auch mit unzähligen gesunden und langfristig effizienten Dingen erreichen kann.....
Aber bevor ichs vergess, hier der Link:
http://www.alkoholismus-hilfe.de/alkoholismus-ursachen.html
GLG, LiS
Boaaah... dieser Wind heute! Brrrr...
LiS? Danke für die Website. Dort steht auch…
Alkoholexzesse und Rückfälle nach Abstinenzen können oftmals auch als ein Versuch (indirekter) Selbstzerstörung betrachtet werden. In diesem Fall bewirken Methoden der 'Abschreckung' (Hinweise auf schwere Erkrankungen etc.) in der Regel nichts, denn der Betroffene ist ja ohnehin fest entschlossen, seinem Leben ein Ende zu setzen. Oftmals wird der Wunsch nach Selbstzerstörung schon in der Kindheit angelegt. Missbrauch, Gewalt, Vernachlässigung, nicht kindgemäße oder fehlende Erziehung und - last but not least - Alkoholismus in der Familie sind zu großen Teilen dafür verantwortlich.
Das finde ich sehr interessant. Ich denke, dass ich aus diesem Grund mit dem Alkohol angefangen habe. Und nicht wieder aufgehört habe. Eine (indirekte) Selbstzerstörung. Bestrafung. Was weiß ich...
Doch mittlerweile hab ich viel aufgearbeitet. Und selbst zerstören oder verletzen möchte ich mich nicht mehr. Trotzdem fehlt mir… das entsprechende Gefühl. Dieses Gefühl zu kämpfen für Freiheit. Für mein Leben. Und so weiter… Der Verstand hat alles begriffen. Und ich halte jetzt auch immer wieder die Tage durch ohne Alkohol. Obwohl „aushalten“ ja die falsche Option ist. Ich höre Katro…
Aber die Gleichgültigkeit ist sooo groß.
Aber dieses angenehme, wundervolle Gefühl morgens aufzuwachen und keinen Kater zu haben, oh das ist so schön. Da sind die Gefühle da. Wenn auch kurz. Jippieh. Da.
Oder kennt ihr diese Szene? Nachts missmutig aufzuwachen, genervt nach der Wasserflasche zu greifen. Und plötzlich merkt… „Moment, ich hab gar keinen Durst!.... hm? Oh!!! Ich hab nichts getrunken, den Abend zuvor!!“ Dann selig (ich schwöre… wirklich selig) grinsend ins Kissen zurücksinkt und erleichtert und glücklich einschläft. Das ist das BESTE!!
Oh Leute, ich muss hier ins Forum schreiben. Denn wenn ich nicht mehr schreibe habe ich Angst mich mit der Thematik nicht mehr zu befassen, was wiederum heißt, dass ich aufgegeben habe.
Ich laufe also langsam los… *tapstapstaps* siehst du, Betty? Aber wenn es nur ein bisschen schneller gehen würde mit dem Kampfgeist! Wenn ich die Gleichgültigkeit besiegen könnte mit einer Riiiesenportion: JAAAAAAAAA, ICH WILLLLLL!!!!
Ganz liebe Grüße an euch!
Sunny
Guten Morgen Sunny,
Ich denke, dass ich aus diesem Grund mit dem Alkohol angefangen habe. Und nicht wieder aufgehört habe. Eine (indirekte) Selbstzerstörung. Bestrafung. Was weiß ich...
bist du dir da wirklich sicher?
Hast du von Anfang an so heftig getrunken, dass es dir im Verlauf des Trinkens und danach so richtig schlecht ging? Hast du beim Trinken im Hinterkopf gehabt, dass die Menge möglicherweise ausreicht dich zu töten?
So stelle ich mir Selbstbestrafung oder Selbstzerstörung mit Hilfe des Alkohols vor. (Aber ich habe von solchen psychischen Abläufen nicht wirklich Ahnung,)
Und wenn ich dann diese Sätze lese:
Nachts missmutig aufzuwachen, genervt nach der Wasserflasche zu greifen. Und plötzlich merkt… „Moment, ich hab gar keinen Durst!.... hm? Oh!!! Ich hab nichts getrunken, den Abend zuvor!!“ Dann selig (ich schwöre… wirklich selig) grinsend ins Kissen zurücksinkt und erleichtert und glücklich einschläft. Das ist das BESTE!!
Dann erfahre ich von dir oder über dich, dass neben oder statt dem Wunsch nach Bestrafung/Selbstzerstörung etwas ganz Anderes vorhanden ist. Und dieses Andere gilt es festzuhalten und zu begreifen, dass du es dir selbst schenken kannst, indem du alte Wege verlässt und neue einschlägst.
Es gibt in meinen Augen (fast) nichts Schöneres, als mehr und mehr zu erfahren, dass man sich verändert und durch diese Veränderung sein Leben ins Positive lenkt.
Und von dieser Veränderung profitiert man nicht nur selbst, sondern auch das Umfeld.
Tapse weiter! Es lohnt sich.
Katro
Liebe Sunny,
schön, dass du auf dem Weg bist. 44. Ich freu mich für dich. Dein Köper meldet doch schon "positiv". Kein Kater mehr. Du schläfst besser und du machst dir Gedanken für deinen Weg in die Freiheit. Ich war anfangs auch etwas ungeduldig. Das gibt sich. Je mehr kleine positive Erfahrungen ich machte, um so mehr festigte sich mein "Wille". Jaaaaaaaaaaaa, ich will so (ohne Alkohol) weiter machen. Und ich konnte mich von Tag zu Tag mehr leiden. Es war toll und ist es immer noch. Einfach ein gutes Gefühl. Mein Leben hat sich sehr verändert. Und auf meinem Weg hat sich jeder einzelne Schritt (Tapser) so was von gelohnt. Je länger ich lief (und noch laufe) je mehr hat es sich Verselbstständigt. Irgendwie läuft jetzt alles wie selbstverständlich.
Also: Ich kann dich nur bestärken. Mach weiter.
Ganz liebe Grüße von Betty und ein schönes Adventwochenende
Liebe Sunny ![]()
ZitatIch denke, dass ich aus diesem Grund mit dem Alkohol angefangen habe. Und nicht wieder aufgehört habe. Eine (indirekte) Selbstzerstörung. Bestrafung. Was weiß ich...
Ja kann schon sein. Ich habe da auch schon drüber nachgedacht und mittlerweile denke ich auch dass sich die Katz da mitunter ganzschön selbst innen Schwanz beißt?!
Ich mein, wer sich selbst hoch wertschätzt und sich selbst bewusst liebt wird sich ja wohl nicht selbst zerstören oder sich anderweitig schaden oder sich für die Taten anderer (z.B. Eltern,…) bestrafen wollen, oder? Somit geschieht dies wohl auch aus einem mangelnden Selbstwertgefühl heraus. Das ständige Trinken und das ´hilflose´ Gefangensein in einer Sucht, was einem ja oftmals über eine gewisse Zeit hinweg zumindest teilweise bewusst ist, führt ja aber wiederum zu einem sinkenden Selbstwertgefühl, man fühlt sich oft schwach und wertlos… Also fragt es sich ob man trinkt weil man sich selbst zerstören will oder ob man sich selbst zerstören will weil man trinkt…oder ob gar beides zutrifft… Ähnlich wie bei Alkohol und Depression, da weiß man auch oft nicht ob die Henne oder das Ei, zuerst da war…. Naja, ganzschön kniffelig jedenfalls….
Aber das ist ja ansich auch erstmal gar nicht so wichtig. Der eigentliche ´Punkt´ auf den ich in diesem Beispiel hinaus will und an dem man ansetzen kann ist doch dann aber nicht die Selbstzerstörung, sondern eher das Selbstwertgefühl. Oder? Ich habe es nun mittlerweile genau anders herum erlebt. Also nicht, was ich viele Jahre versuchte, zu verstehen warum ich trinke um es regeln oder damit aufhören zu können – sondern aufhören zu trinken um endlich verstehen und handeln zu können…
Wenn es mir gelingt mich vom Alkohol zu lösen und zu befreien, dann bringe ich mich, wenn ich es richtig angehe, auch in die Lage zu ergründen wo meine selbstzerstörerischen oder depressiven oder wie auch immer negativen Verhaltensmuster liegen. Hierfür kann passende psychologische und/oder suchtpsychologische Hilfe sehr hilfreich sein. Erst meine nüchterne Denkweise zeigt mir auf welchen Umgang ich mit welchen Missständen oder Defiziten anzugehen habe um diese in gute Bahnen zu lenken und einer positiven Entwicklung zuzuführen. Während meines bisherigen Ausstieges mache immer wieder die tatsächliche Erfahrung dass sich dies ab einem gewissen Punkt immer wieder direkt greifbar auch in Punkten auf meinem Selbstwertkonto(!) auszahlt…
Sunny, du sprichtst von GLEICHGÜLTIGKEIT. Nun das ist ja zumindest schon mal ein UNENTSCHIEDEN – es steht sozusagen 10:10 zwischen Sucht und Freiheit nach Verlängerung und Elfmeterschießen. Also, das passt irgendwie zu meinem Gefühl dass dir echt ´nicht mehr viel fehlt´, du sozusagen kurz davor bist das ganze für dich einer Lösung zuführen zu können…. Einen TATsächlichen Wandel herbei zu führen… Du machst dir viele Gedanken, reflektierst sehr ehrlich und erkennst ja auch schon vieles. Für die Dinge die Du vielleicht nicht komplett alleine lösen kannst: suche dir Hilfe.
Der ganze ´Trick´ ansich der besteht eigentlich ganz simpel darin dass die Motivation zur Freiheit größer ist als die Motivation zum Trinken, das ist fast schon ´alles´…
Dies mal wieder mein Gedankensalat dazu…
Ich wünsche dir viel, viel Gutes und immer bestes Gelingen!!
Machs gut und einen schönen Sonntag noch,
bis bald, Land-in-Sicht
Liebe sunny,
ich mache mir gerade sehr viele Gedanken darüber, was Land-in-Sicht geschrieben hat. Er hat das meines Erachtens gut analysiert, mit dem Ursache-Wirkung- / Henne-Ei-Vergleich. Mir fällt dazu ein, dass ich ja ziemlich lang in Psychotherapie war. Der Alkoholmissbrauch bzw. die Sucht war da auch Thema, aber ich war ziemlich erstaunt, als meine Therapeutin mir damals sagte, sie dürfe das in ihren Gutachten für die Krankenkasse nicht veröffentlichen, da ich sonst keinen Anspruch auf eine Psychotherapie hätte. Auf gut deutsch: wer ein Suchtproblem hat, ist laut Kostenträger verhaltens- und psychotherapeutisch nicht therapierbar.
Ich ging es nämlich auch anders herum an. Ich dachte, zuerst löst du die ganze Kindheitskacke auf, dann löst sich das mit dem Alkohol auch auf. Heute weiß ich, dass es umgekehrt ist. Dass man mit klarem Kopf besser verarbeiten, reflektieren und an sich arbeiten kann.
Mir fällt auch wieder diese Parabel vom "Kleinen Prinzen" ein:
Den nächsten Planeten bewohnte ein Säufer. Dieser Besuch war sehr kurz, aber er tauchte den kleinen Prinzen in eine tiefe Schwermut.
„Was machst du da?” fragte er den Säufer, den er stumm vor einer Reihe leerer und einer Reihe voller Flaschen sitzend antraf.
„Ich trinke”, antwortete der Säufer mit düsterer Miene.
„Warum trinkst du?” fragte ihn der kleine Prinz.
„Um zu vergessen”, antwortete der Säufer.
„Um was zu vergessen?” erkundigte sich der kleine Prinz, der ihn schon bedauerte.
„Um zu vergessen, dass ich mich schäme”, gestand der Säufer und senkte den Kopf.
„Weshalb schämst du dich?” fragte der kleine Prinz, der den Wunsch hatte, ihm zu helfen.
„Weil ich saufe”, endete der Säufer und verschloss sich endgültig in sein Schweigen.
Und der kleine Prinz verschwand bestürzt.
Die großen Leute sind entschieden sehr, sehr wunderlich, sagte er zu sich auf seiner Reise.
Allerliebste Grüße
Pinguin
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!