• Bin neu hier nach 3 Wochen Privatklinik mit 1 Woche Entgiftung/Entzug und 2 Wochen Therapie. Fühle mich gut und derzeit stark und suche Möglichkeiten zum Austausch auch über regionale Gruppen hinaus. Meine Frau, die mir in dieser Zeit eine außerordentliche Stütze war, ist auf dieses Forum gestoßen, und es hat mich auf Anhieb angesprochen. Ich hoffe hier auf ein Geben und Nehmen zur erfolgreichen Abstinenz aller hier.

  • Willkommen hier im Forum aixman.

    Da hast du ja schon gute Vorraussetzungen geschaffen. Perfekt ist auch, dass dich deine Frau so super unterstützt. Ist dein Zuhause alkoholfrei? Das ist superwichtig und unbedingt notwendig. Ich wünsche dir hier einen guten Austausch. Es wird sich noch jemand der Moderatoren bei dir melden und sich um dich kümmern. Bis dahin hab noch etwas Geduld, lies dich doch gerne schon mal etwas hier ein.

  • Hallo aixman

    willkommen im Forum! Schön, dass du hier her gefunden hast. Magst du noch ein bisschen mehr von dir erzählen wie z.B. wie welche Rolle der Alkohol in deinem Leben hatte und was dich dazu bewogen hat, nun nüchtern zu werden? Wir haben alle einen sehr unterschiedlichen Background, umso mehr hilft es, sich ein ungefähre Bild seines Gegenübers machen zu können - und erleichtert auch ungemein den Austausch;)

    Gutes Ankommen

    Tom

  • Hallo Tom,

    Alkohol als Beruhigungsmittel zum dämpfen ist erst 2023 in mein Leben getreten. Bis dahin war es der gelegentliche Konsum im Freundeskreis oder z.B. das Feierabendbier im Sommer.

    Überforderung im Job durch - für mich unangenehme- Umstrukturierungen zum Ende meines Arbeitslebens war der entscheidende Auslöser, ich bin selber über kalten Entzug da rausgekommen und hatte zweimal mehrere Wochen und Monate problemlos ohne Alkohol überstanden. In zwischen bin ich seit 1.3.25 in Rente mit 63. Im September 2025 hatte ich dann eine Fuß-OP wegen eines Sehnenrisses und war mehrere Wochen mit einer Orthese und hochgelegten Beinen zu Hause "eingesperrt". Der Frust hat mich zum Trinken einer Flasche Wein veranlasst, damit begann die Spirale mit immer mehr in immer kürzeren Abständen. Heute weiß ich: dies war wieder ein Rückfall und mit der ersten Flasche Wein hat ein Teil meines Gehirns übernommen, das ich bewusst nicht kontrollieren kann. In der zweiten Dezemberwoche war dann der Absturz, der meine Frau veranlasste, einen Platz in einer privaten Entzugsklinik zu organisieren, was meine private Krankenversicherung glücklicherweise bezahlt hat. Der Entgiftung folgten 2 Wochen Therapie, in denen bei mir ein Schalter umgelegt wurde, ich habe die Krankheit verstanden und dadurch wieder zu mir zurück gefunden. Im Moment fühle ich so gut wie ewig nicht mehr, weiß aber auch, dass ich nicht leichtsinnig werden und mich in Sicherheit wiegen darf.

    Ich werde keinen Alkohol mehr trinken und habe einen "Werkzeugkasten" an der Hand, um bei Suchtdruck oder Rückfallgefahr angemessen reagieren zu können. Für die Nachsorge habe ich einen Psychologen ausgesucht, bei dem ich regelmäßig Termine haben werde. Meine Frau ist in alles zu 100% eingeweiht, ich habe keinerlei Geheimnisse (mehr) und werde es auch artikulieren, wenn ich z.B. Suchtdruck aufkommen spüre. Dies ist für mich eine große Stütze.

  • Hallo aixman

    das hört sich toll an! Mit Enzug/Therapie und Nachsorge, zudem die Partnerin mit eingeweiht und unterstütztend zur Seite und nicht zuletzt auch noch im Forum angemeldet , top👍

    Ich hab zwar noch gut 15 Jahre bis zum Ruhestand, aber mit ein Gedanke war, als ich entschieden habe aufzuhören auch fogender: "Vielleicht schaffe ich es saufend bis zur Pension, aber spätestens dann, ohne Tagesstruktur, werde ich mich endgültig zu Grunde richten damit". Drum lieber jetzt als irgendwann später aufhören...

    Im Moment fühle ich so gut wie ewig nicht mehr, weiß aber auch, dass ich nicht leichtsinnig werden und mich in Sicherheit wiegen darf.

    Geniess es, das hast du dir verdient. Ich hatte auch einen riesen Flow in den ersten Monaten. Das wird sich aber wieder einpendeln. Wichtig ist, sich bewusst zu sein, dass die oft beschriebene Hochphase sich auch wieder legt und in ein neues, besseres "Normal" übergeht. Ich berücksichtigte das zu wenig und hatte prompt einen Rückfall gebaut. Soll keine Panikmache sein, sondern einfach mein Tipp, die Situation hin - und vorallem anzunehmen, wenn die erste Euphorie verflogen ist. Hierfür hast du deinen Werkzeugkasten, die Nachbetreuung und nun auch das Forum.

    Ich schalte deinen Thread sogleich in den offenen Bereich und ich als Mitglied frei.

    Gruß

    Tom

  • Hallo aixman ,

    auch von mir ein herzlich Willkommen.

    Ich hoffe hier auf ein Geben und Nehmen zur erfolgreichen Abstinenz aller hier.

    So ist das hier auch eigentlich gedacht. :)

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen hier und einen hilfreichen Austausch.

    Freundliche Grüße

    AmSee (Mitglied und Mod)

    Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
    aber du kannst jetzt neu anfangen und das Ende ändern.

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