Der teure Kampf um jede Kehle

  • ... geht mir auch mächtig auf die Nerven - ich meine damit grundsätzlich die Werbung für Alkohol. Nun ist es überhaupt nicht so, dass ich persönlich mich dadurch irgendwie gefährdet fühlen würde und ich glaube auch nicht, dass es die Werbung an sich war, die mich persönlich zum Alkoholiker gemacht hat.

    Die Gefahr besteht viel mehr im Image, dass durch die Werbung aufgebaut wird. Über Jahre und Jahrzehnte - unsere Politiker (auf jeden Fall hier in Bayern und bestimmt auch in den anderen Bundesländern) fördern dieses Image auch noch wo sie können.

    Ich denke, dass wird sich auch auf längere Sicht nicht ändern. Zu positiv ist das Image besetzt, zu sehr glauben die Menschen, dass Alkoholismus nur andere Betrifft. Zu wenig nehmen die Menschen Alkohol als bewustseinsvernändernde Droge war. Es ist halt einfach gesellschaftlich anerkannt, dass man Alkohol trinkt, dass man "auch mal" besoffen sein muss um darüber dann jahrelang Legend bildend erzählen kann.

    Und es ist ja auch ziemlich scheinheilig einerseits "Kenne Deine Grenzen"-Kampagnen zu fahren und andererseits z. B. Veranstaltungen wie das Oktoberfest (in meinen Augen einfach nur eine riesen Besäufnisveranstaltung) als, in diesem Fall, bayerische Kulturveranstaltung hinzustellen. Ich könnte mich da ziemlich hinein steigern - und das will ich eigentlich nicht. Ich kann nur für mich selbst sorgen und mein nahes Umfeld bekommt natürlich auch meine Meinung zu hören - allerdings immer mit dem Versuch dabei sachlich zu bleiben. Denn wir wissen ja: Nix ist lästiger als ein Ex-Ketten-Raucher der Rauchern ständig erklärt wie ungesund das Rauchen ist, nur weil er aufgehört hat! Und das gleiche ist es auch mit trockenen Alkoholikern - gerade die, die ein (aktives) Alkoholproblem haben wollen sich schon mal gar nicht belehren lassen. Kennen wir ja von uns....

    LG
    gerchla

  • Der Bierkonsum und damit die Gewinne der Brauer in D gehen ja seit Jahren zurück. Nur warum? Diese Fragen schossen mir spontan durch den Kopf:

    Verändertes Freizeit- und Gesundheitsverhalten der Deutschen?

    Verändertes Rauschmittelverhalten der Jugend? Weg vom Bier und hin zu Cannabis und chemischen Drogen?

    Oder wollen die Deutschen einfach nur gesünder leben?

    Es grüßt der
    Rekonvaleszent

  • Zitat

    Der Bierkonsum und damit die Gewinne der Brauer in D gehen ja seit Jahren zurück. Nur warum? Diese Fragen schossen mir spontan durch den Kopf:

    Mit Vermutungen wird man da nicht weit kommen. ;)
    Zumindest was die Jugend anbetrifft findet man in Google viele Ausführungen.

    Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass vor allem Bier stark rückläufig ist, weil es halt kein "In" Getränk ist.
    Wogegen ich nicht glaube, dass es stattdessen eine stärkere Hinwendung zu Cannabis oder chemischer Drogen gibt.
    Bei all den Statistiken darf man m. E. nicht vergessen, dass heute viel mehr und viel genauer hingeschaut wird, was sich in diesen Szenen tut.
    Ich bin mir sicher, früher, zu meiner Jugendzeit, hat keine Statistik die erfasst, die in meinem Umfeld (ländliche Gegend) schwarzen Afghanen und andere Haschischsorten geraucht haben.

    Im Übrigen ist das Ganze kein typisch Deutsches Problem. ;) Es betrifft auch nicht alleinig Deutsche Brauereien.

    Einmal editiert, zuletzt von Dietmar (18. August 2017 um 11:26)

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