• Hi Frank

    Zitat

    ''Du hattest nen megastressigen Tag..trink dir doch endlich mal wieder
    einen...du hast es dir wirklich verdient...dann kannst auch schön
    entspannen!''


    Das sind so Gedanken, die einem speziell in der Anfangs- oder besser Aufhörzeit durch den Kopf gehen, aber Suchtdruck ist das keiner und wie du gemerkt hast, sind diese Gedanken schnell wieder weg.
    Ansonsten, prima wie du das machst 44.
    Gerd

  • Guten Morgen Gerd,

    dankeschön für deine Rückmeldung.

    Ja, stimmt die Gedanken waren schnell wieder weg.

    Ich denke, das liegt sicherlich auch daran wie ehrlich man es mit seiner Trockenheit meint.

    Einer, der noch rumzockt, wird dieser Art Gedanken eher nachgehen, als jemand der den
    aufrichtigen Willen und Wunsch hat nicht mehr zu trinken.

    Heute Mittag hatte ich einen kurzen und heftigen Streit mit meiner Frau.
    Um unseren Kleinen nicht weiter unnötig zu erschrecken, habe ich mich dann angezogen
    und das Haus verlassen.

    Ich bin einen guten Freund besuchen gegangen und wir haben Kaffee getrunken und Kuchen
    gegessen und uns gut unterhalten.
    Nach ca. zwei Stunden bin ich dann wieder nach Hause gekommen und trotz das meine Frau
    vorher noch so streitsüchtig war, hab ich ihr natürlich auch ein Stück Kuchen mitgebracht.

    Ich war noch nicht richtig zur Tür drin, kam sie auf mich zugestürmt: Hast du getrunken????
    Hauch mich bitte mal an!!!!

    :o :o :o :o

    Ich sagte: Okay, kein Problem...hier kannste riechen...alles 44.
    Ich war bei T. Kuchen essen und Kaffee trinken...!

    Spürbar erleichtert sagte sie dann: Okay, alles klar. Ich hab mir schon Sorgen gemacht.

    Ich kann sie natürlich verstehen.

    Früher bin ich mir nach solchen Streits ordentlich einen trinken gegangen und dann oft
    nächtens erst wieder zurückgekommen.
    Ich sagte ihr dann, das ich wegen einem Streit mit ihr nicht mehr anfangen werde zu trinken.
    Ich wollte einfach aus der Situation heraus und nicht weiter streiten, vor allem nicht vor dem
    Kleinen.

    Ich hatte also heute absolut keine Gedanken an Alkohol, meine Frau hatte aber heute sofort wieder
    Angst, das ich wieder angefangen haben könnte zu trinken.

    Vertrauen ist ruckzuck zerstört, es wieder aufzubauen geht viel, viel länger ;)

    Ich denke, ich habe heute wieder einen kleinen Pluspunkt bei ihr dazugewonnen. Sie war so erleichtert das ich
    nicht rückfällig geworden bin.

    Zeigt mir allerdings auch, was sie früher alles mit mir mitgemacht hat :(

    Wenn ich auf diesem meinem Weg bleibe, kann ich sicherlich vieles mit der Zeit wieder gutmachen.

    Nicht quatschen, t u n.

    Wünsche euch allen eine gute, neue Woche!

    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

    Einmal editiert, zuletzt von Stefanut (6. Februar 2017 um 02:20)

  • Zum Streiten fällt mir nur ein, - dazu gehören immer zwei (oder noch mehr), allein machts keinen Spaß :D
    Vielleicht solltest du dir eine neue Strategie zulegen anstatt weg zu laufen.
    LG Gerd

  • Ja Gerd, du hast sicherlich recht. Zum Streiten gehören zwei.
    Wobei ich eher zur Harmonie Abteilung gehöre ;)

    Ich bin auch weggelaufen weil ich vor dem Kleinen nicht mehr laut werden wollte.

    Meine Frau hat ein richtig russisches Temperament, die ist schwer zu zügeln, wenn sie
    mal geladen ist ;D

    Wäre der Kleine nicht(und ich will ihn niemals missen)hätte ich meiner Frau schon ordentlich
    KONTRA gegeben(da sie auch im Unrecht war). Er kriegt aber sofort Angst und deswegen
    habe ich den geordneten Rückzug angetreten.
    Immerhin hat sich meine Frau im Laufe des Abends auch entschuldigt.

    Manchmal können wir sowas am Abend, wenn der Kleine schläft, dann noch kurz ausdiskutieren.

    Also immer weg zu laufen, kommt auf Dauer für mich auch nicht in Frage; da bin ich gar nicht der
    Typ zu. Ich will die Dinge auch klären.

    Liebe Grüsse

    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

  • Vertrauen ist ruckzuck zerstört, es wieder aufzubauen geht viel, viel länger ;)

    Frank, da hast Du völlig recht.
    Wenn ich daran denke, wie oft ich meiner Frau versprochen habe, nicht mehr/weniger zu trinken ... Wie konnte ich es ihr verdenken, dass sie mir nicht sofort zu 100% vertraute, sondern ziemlich lange mißtrauisch war. Sie hat mich zwar nie direkt gefragt, kam aber immer beiläufig "auf eine Nasenlänge" an mich heran ...


    Meine Frau hat ein richtig russisches Temperament, die ist schwer zu zügeln, wenn sie mal geladen ist ;D

    ... und deswegen habe ich den geordneten Rückzug angetreten.

    Das mit dem Temperament kenne ich - meine (mittlerweile) Ex-Frau kommt auch aus der Ecke ... ;D

    Ansonsten sehe ich es nicht als "Weglaufen", sondern als "die Situation verlassen" ... Ich habe in der Zeit vor unserem Trennungsjahr/Scheidung auch so reagiert. Denn bevor wir uns gegenseitig verbal angehen, anschreien etc - und das möglichst noch in Gegenwart der Kinder - bin ich auch lieber aus dem Haus gegangen, habe mich heruntergefahren und dann wieder nach Hause.
    So haben wir beide dioe Möglichkeit gehabt, uns runterzufahren und danach halbwegs gesittet zu diskutieren.

    Weglaufen wäre, die Situation anschließend totschweigen ...

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Hallo zusammen,

    kurze Rückmeldung von mir:

    hatte heute echt nen nervigen Tag, nix wollte mir so recht gelingen.
    Heute abend als ich nachhause kam, hätte ich mich echt nach n bissi Ruhe gesehnt.
    Mein Kleiner ist momentan mega aktiv und das schlaucht mich manchmal auch ganz schön :o

    Ich spüre mich zur Zeit sehr intensiv, manchmal weit mehr als mir lieb ist.

    Das ''dämpfende'' Gefühl vom Alkohol gerade nach so nervigen, anstrengenden Tagen
    fehlt mir hin und wieder. Das gebe ich offen und ehrlich zu.

    Bin aber trotzdem froh, das ich trocken bin. Sogar sehr 44.

    Entspannung und Urlaub brauche ich...dringend!

    Ab 22. Februar hab ich eine Woche frei, da werd ich mir so einige Auszeiten nehmen.
    Das muss dann auch meine Frau akzeptieren. Ich bin keine Maschine.

    Jetzt fall ich komplett k.o. ins Bett. Liebe Grüsse

    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

  • Hello again,

    der heutige Tag war wieder ganz okay.

    Mit meinen Schlafstörungen das wird langsam besser.
    Ich kann wieder schneller einschlafen.

    Bin gespannt wann ich von der Fachstelle Sucht etwas
    höre, ich würd gern endlich mit der ambulanten Therapie anfangen.

    Trockenheit gibt es nicht zum Nulltarif, ich muss etwas dafür tun!

    Liebe Grüsse

    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

  • Guten Morgen,

    wir sagen: Gut Ding will Weile haben...

    Also: Langsam kehrt dein guter Schlafrhythmus zurück. Das ist toll. 44. Ich merke an mir immer sofort ein allgemeines Unwohlsein, wenn mein Schlaf leidet. Schlaf ist ein wichtiger Punkt für unseren Körper. Schön für dich, dass alles langsam seinen geregelten Lauf nimmt. Ich wünsch dir weiterhin alles Gute dabei und ich drück dir die Daumen, dass deine Fachstelle Sucht sich endlich meldet.

    LG von Betty :sun:

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Guten Morgen allerseits,

    endlich ist eine intensive Arbeitswoche rum.

    Heute hab ich ohne PAUSE durchgeackert. Immerhin am Abend
    noch ein gutes Gespräch mit meinem Chef ;)ma guckn :)

    Freitagabend war ich wieder in der SHG. Wir sind inzwischen eine
    richtig gute Truppe.
    Dort wurde mir wieder bewusst, wie ich mir gerade in den letzten Jahren
    mein Trinken immer noch schön geredet habe, obwohl ich schon über
    den Abgrund hing.
    Hätte nur noch gefehlt, das ich mir noch eingeredet hätte, wenn ich den
    Abgrund runterspringe, passiert mir nichts :(
    Sehenden Auges bin ich in mein Unglück gerannt.

    Aber das ist Alkoholismus, es ist auch eine Geisteskrankheit.

    Wünsch euch allen einen schönen Sonntag!


    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

  • Heut bin ich zwei Monate trocken.
    Dafür bin ich sehr dankbar und tue auch etwas dafür.

    Es ist vieles besser geworden, seitdem ich nicht mehr trinke.
    Meine Familiensituation hat sich spürbar verbessert.
    Fast hätte ich meine Frau und meinen kleinen Sohn durch meine
    Saufexesse verloren.
    Ich kann nur annähernd vermuten, was für eine Hölle Ehefrauen
    mit einem trinkenden Mann durchmachen :(

    Ich möchte allen alkoholabhängigen Ehemännern MUT machen,
    mit dem Trinken aufzuhören.
    Ihr bekommt statt dem Alkohol der euch nur kaputt macht, eine
    glückliche Ehefrau zurück, die euch mit der Zeit wieder Vertrauen
    schenkt, wenn sie sieht, das ihr wirklich ehrlich trocken bleiben wollt.

    Kinder merken sofort, wenn sich eine verfahrene Situation zum Besseren
    wendet.
    Mein Kleiner ist zwar immer noch sehr aktiv, aber nicht mehr so nervös
    wie vor ein paar Monaten.
    Er wirkt glücklicher da er mitbekommt, das meine Frau und ich liebevoller
    und herzlicher miteinander umgehen.
    Wir sind wieder eine Familie.

    Trotzdem bin in allererster Linie für m i c h trocken. Nur wenn ich so egoistisch denke, werde
    ich trocken bleiben.
    Wenn ich meine Trockenheit von Personen oder Bedingungen abhängig mache, werde ich scheitern.

    Trocken zu sein lohnt sich. Definitiv!

    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

  • :heartBalloon:

    Glückwunsch zu den 2 Monaten!

    So können aus Tagen Wochen, aus Wochen Monate usw werden 44.

    Alles Gute

    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Perfekt.
    :blumen3:
    Das ist wirklich schön. Und: ja das Umfeld wird anders. Es heißt ja nicht umsonst: Wenn du dich änderst, dann ändern sich auch die Anderen. Es braucht alles seine Zeit, aber dennoch wird es dann irgendwann spürbar. Und es sind zwar schon 2 Monate, aber auch erst 2 Monate. Es wird sich noch eine ganze Menge ändern. Bei mir war es insgesamt komplett positiv. Mach weiter 44.

    LG und noch einen schönen Restsonntag von Betty :sun:

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Hi,

    danke für die lieben Rückmeldungen.

    Ich freue mich, das ich über 2 Monate trocken bin.

    Natürlich wird nicht schlagartig alles besser, nur weil ich mit dem Trinken aufgehört habe.
    Aber einiges wird besser ;)

    Am Valentinstag ging es bei meiner Frau und mir anständig zur Sache.
    Nix mit Tag der Verliebten begehen. Düstere Wolken zogen auf, da ich es am Valentinsmorgen
    gewagt habe, die Erziehungsmethoden meiner Holden zu kritisieren.

    Meine Blumen wurden geflissentlich ignoriert und so war ich eigentlich froh, das der Tag dann rum war :P

    Heute haben wir uns am Abend dann auch noch mal in die Haare bekommen und jetzt herrscht eisiges Schweigen.

    Unangenehm, aber alles kein Grund Alkohol zu trinken.

    Heute war ich allerdings auch ein bissi streitsüchtig, das muss ich mir selbstkritisch eingestehen.

    Auch ordentlich zu streiten, mit einer gewissen KULTUR will gelernt sein:-)

    Wohl dem, der dies auch erkennt 44.

    Gute Nacht und liebe Grüsse

    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

  • Hallo zusammen,

    hab mich heute morgen bei meiner Frau entschuldigt.

    Mir war danach besser; ich finde es zeigt Größe, sich bei Fehlverhalten auch
    entschuldigen zu können.
    Es ging ja dabei um meine Fehler, nicht um Ihre ;)

    Unser Kleiner geht mir manchmal gehörig auf die Nerven, er ist grad in so einer
    Trotzphase, echt anstrengend schwitz.
    Da bin ich desöfteren von Gelassenheit Lichtjahre entfernt.

    Ich versuche natürlich ruhig zu bleiben, merke aber selbst, das ich kurz vorm
    Überkochen bin :o

    Habe heute Rückmeldung vom Rentenversicherungsträger bekommen, die wollen
    nochmals zusätzliche Bögen von mir ausgefüllt haben, um meine Motivation zu
    checken.
    Hab ich in der Mittagspause dann direkt erledigt und wieder zurückgeschickt.

    Jetzt mal abwarten, wie sie entscheiden...

    Freue mich nächste Woche auf meinen Kurzurlaub, immerhin eine Woche 44.
    Ich will mal wieder machen, was i c h will ;D

    Es grüsst euch

    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

  • Ja Frank, mit dem Thema Erziehungsmethoden habe ich 10 Jahre Erfahrung mit der Ex-Schwiegertochter. Hat sich zum Glück erledigt, nur die jetzt 14-jährige ist reichlich verkorkst, zum Papa gezogen und versucht selbständig und eigenverantwortlich zu werden.
    Als Opa hatte ich natürlich nichts zu sagen aber ich weiß inzwischen, dass die bescheuerten SAT- und RTL-Nachmittagssendungen reale Bezüge haben.

    LG Gerd

  • Ja, Gerd da hast du wohl recht ;D

    Auch was zum Schmunzeln, also ich musste das zumindest:

    vergangenen Freitagabend kam ich kurz nach 22 Uhr vom AA Meeting zurück nach Hause.
    Ich war gut drauf, war n interessantes Meeting und so freute ich mich auf zuhause.

    Meiner Frau war ich wohl zu gut drauf, sie nahm mich gleich in's Kreuzverhör, kaum war ich
    zur Tür drin: Warum grinst du so...warum bist du so gut drauf..hast du etwa wieder getrunken??!!??
    nixweiss0 schwitz. nixweiss0
    Ich wusste gar nicht wie mir geschieht und prompt wollte sie auch noch angehaucht werden um eine
    Alkoholriechprobe zu machen :o ??? :o

    Die überzeugte sie dann aber wohl und ich erklärte ihr das die anonymen Alkoholiker zwar so heissen
    aber niemals zusammen Alkohol trinken würden. Genau das Gegenteil ist ja der Fall, wir treffen uns
    dort zum Austausch um eben n i c h t zu trinken 44.

    Nachdem sie sich wieder beruhigt hatte, haben wir dann unseren kleinen Alarmpiloten ins Bett gebracht
    der zwischenzeitlich während dem Spielen mit seinen zwei Lieblingsautos auf dem Teppich eingeschlafen
    war.
    Vor 22 uhr kriegen wir ihn leider selten ins Bett, wir arbeiten dran, das wird bestimmt auch
    mal besser.

    Gestern abend war ich nach der Arbeit wieder eine Stunde im Fitnesscenter, d a s tut mir richtig, richtig, richtig
    gut :) Hab immer ein gutes Gefühl, wenn ich da wieder rauskomme. Wirklich was für die Gesundheit gemacht und
    auch für die Psyche. Mir hilft's!

    Das trockene Leben gefällt mir. Ich hatte bis jetzt in den gut zwei Monaten noch keinen Moment, in dem ich ein
    Verzichtsgefühl gehabt hätte. Bin froh, das ich gerade auch meine freien Wochenenden wieder bewusst erleben
    kann und diese freie Zeit für Familie und vernünftige Dinge nutze.

    Schönen Restsonntag wünscht

    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

  • Hello again,

    es ist schön, mal wieder hier hineinzusehn ;)

    Hab eine extreme Woche hinter mir. Am Dienstagabend hat es hier so dermassen gekracht,
    das ich mich selbst erschrocken habe.
    Ich kam bester Laune nach Hause, mit dem Wissen ab Mittwoch Urlaub zu haben und hab
    mich auch auf den Geburtstag von meinem Kleinen gefreut der auch am Mittwoch war.
    Meine Frau hatte mal wieder eine von ihren gefährlichen Launen und ist dann noch so
    dermassen beleidigend und frech geworden, das ich fast einen Hängeschrank in der Küche
    demoliert habe. Ich bin komplett ausgeflippt, weil ich mir dachte, das blöde Weib wieder,
    die versaut mal wieder alles, mit ihren unsäglichen Launen.

    Am Geburtstag von meinem Kleinen war hier dann natürlich Totengräberstimmung, am Mittag
    kamen dann noch ihre Freundinnen mit Kinder und ich hab mich verdrückt.
    Ich wollte einfach nicht noch zusätzlich Öl ins Feuer giessen.
    Natürlich hat Junior seine Geschenke auch von mir noch zusätzlich gekriegt und ich hab dann
    am Spätnachmittag ein paar Stunden mit ihm verbracht.
    Er hatte am Mittag schön mit den anderen Kinder gespielt und da wollte ich mich auch nicht
    dazwischenmischen.
    Am Abend ging das Theater aber dann wieder los >:(und dann hatte ich die Faxen dicke und
    hab meiner Frau mitgeteilt, das ich mich trennen werde, weil mir die Situation und ihre unsäglichen
    Launen einfach nicht mehr guttun und ich meine Trockenheit nicht aufs Spiel setzen möchte.
    Sie reagierte kurz etwas geschockt und dann aber gleich wieder weiterzukeifen.

    Gestern wieder den ganzen Tag stille Messe und am Abend wurde sie dann etwas freundlicher.
    Ich spürte, sie hatte Angst, ich mach diesmal wirklich Ernst.
    Ich teilte ihr dann noch gesternabend mit, das ich heute Freitag mit ihr zum Jobcenter gehen
    möchte, um herauszufinden, ob sie und der Kleine bei Trennung Anspruch auf Harz 4 haben, natürlich
    abzüglich des Unterhalts, den ich zahlen müsste.

    Heute morgen haben wir uns dann auf den Weg zur Leistungsabteilung Jobcenter gemacht und ich habe
    gemerkt, das sie deutlich angeschlagen war.
    Vor der Tür habe ich ihr dann gesagt, das ich für unseren Sohn noch einmal bereit bin, es zu versuchen.
    Unser Kleiner, konnte sich uns als Eltern schliesslich nicht aussuchen und da bin ich der Meinung,das alles
    probiert werden muss, damit wir ihm als Eltern im positiven Sinn erhalten bleiben.
    Meine Frau will jetzt auch an sich arbeiten, ich würde mich freuen, wenn sie es diesmal endlich ernst meint.

    Für mich ist es nun der letzte Versuch, wenn der auch nicht klappt, werde ich mich definitiv trennen.
    Dieses Hin und Her ist auch für den Kleinen nix, der liebt uns zwar beide, aber er leidet auch unter unseren
    Streitereien. Er braucht Ruhe und Harmonie!!!

    Beleidigen und demütigen, werde ich mich auf keinen Fall mehr lassen. Auch nicht mehr einlullen, das sie es
    eigentlich gar nicht so meint....es waren nur ihre Nerven, das sie wieder so ausgetickt ist... NEIN...mit mir
    nicht mehr.
    Ich gehe anständig und nett mit ihr um, das gleiche erwarte ich von ihr auch!!!

    Als trockener Alkoholiker muss ich dafür sorgen, das ich mich wohlfühle. Andauernden Stress kann ich nicht
    brauchen.

    Bin gespannt, wie es jetzt weitergeht...das bin ich wirklich. Ich bin aber auch bereit, mich zu schützen und
    abzugrenzen, wenn es nötig ist.
    Gerade in diesen extremem Situationen spüre ich, wie immens wichtig es ist, einen klaren Kopf zu haben.
    Nur dann kann ich richtige Entscheidungen treffen 44.

    Wünsch euch allen ein schönes Wochenende.

    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

  • Wow - das war ja mal ein Donnerwetter!

    Hallo, Frank!

    Ich denke aber, Du hast das einzig Richtige getan. Denn egal ob Alkoholiker oder nicht - wenn Einen etwas so fertig macht, dann sollte man die Situation beenden.
    Und Du hast völlig recht: insbesondere (auch) für den Lütten sind solche Streitereien nicht schön, eigentlich Gift.

    Ich habe auch gerade die Scheidung hinter mir. Grund war nicht mein Alkoholkonsum damals. Es ging einfach nicht mehr. Wir haben uns auch dauernd nur gestritten.
    Und um die Kinder zu schützen (vor dem EMotionskrieg), bin ich ausgezogen.
    Bei meinem Alkoholausstieg stand meine Frau voll hinter mir und hat mich unterstützt - und das rechne ich ihr auch sehr hoch an.
    Aber das Leben geht auch ohne Alkohol weiter und entwickelt sich. Leider ebend nicht immer nur in Richtung Sonnenschein.


    Als trockener Alkoholiker muss ich dafür sorgen, das ich mich wohlfühle. Andauernden Stress kann ich nicht
    brauchen. ...
    Gerade in diesen extremem Situationen spüre ich, wie immens wichtig es ist, einen klaren Kopf zu haben.
    Nur dann kann ich richtige Entscheidungen treffen 44.

    Sehr richtig! 44.

    Trotzdem wünsche ich Dir/Euch, dass es sich wieder einrenkt und diese letzte Cahnce genutzt wird - nichts ist unmöglich!
    Wenn nicht - sei konsequent!

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Hallo Frank,

    auf der einen Seite ist diese ganze Situation unschön, aber auf der anderen Seite bringt sie auch Klarheit. Hier muss dringend etwas geändert werden. So kann euer Leben für alle Beteiligten nicht weiter gehen. Entweder ihr findet eine Lösung für euer Zusammenleben (hier gibt es übrigens auch Beratungsstellen) oder ihr müsstet tatsächlich getrennte Wege gehen. Eine Familienberatung (Paarberatung) hilft manchmal einfach deutlicher zu sehen und sich entsprechend zu verhalten. Warum beleidigt dich deine Frau? Warum ist sie ungerecht? Warum...
    Ausgebildete Menschen können euch da helfen.

    Ich wünsch euch jedenfalls alles Gute. 44.

    Wenn ihr keine Lösung miteinander findet, dann geh deiner Wege. Du bist jetzt wichtig. Du möchtest ja weiterhin alkoholfrei bleiben. Um deinen Lüttjen kannst du dich trotzdem kümmern. Liebe schafft alles. 44.

    LG von Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Hallo,

    dankeschön für die Rückmeldungen, freue mich immer wenn ich
    Antworten bekomme,so funktioniert ein reger Austausch ;)

    Zuhause läuft es momentan wirklich gut, das merke ich vor allem
    am Kleinen, der blüht richtig auf grad :)

    Ich hoffe, das es diesmal wirklich klappt, denn ich hab mir auch immer
    eine Familie gewünscht.

    Heute geht die Fasnet, so heisst es bei uns, wieder kräftig weiter.
    Wir wohnen mitten in der Stadt da gehts natürlich ordentlich rund :o :o :o

    Der Alkohol fliesst in Strömen, das kann ich sehen und vor allem hören ;D
    Für mich ein guter Test zu spüren, ob ich schon etwas sattelfest bin.
    Ich spiele natürlich nicht mit dem Feuer und bin auch nicht aktiv im närrischen
    Treiben dabei. Ich muss mir nichts mehr beweisen und bleibe deswegen daheim:-)

    Erfahrungsgemäss passieren an Fasnet/Karneval die meisten Rückfälle.

    Ich bin froh und dankbar das ich trocken bin, ohne Verzichtsgefühl und mich auch
    noch wohl dabei fühle. Mehr geht nicht!!

    Liebe Grüsse

    Frank

    DU MUSST DEIN ÄNDERN LEBEN.

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