Beiträge von Franstef

    Hallo zusammen,

    wollte mich mal wieder melden.

    Bin jetzt endlich wieder auf dem Weg der Besserung. Hatte eine üble Bronchitis...das volle Programm.
    Anfangs sogar Verdacht auf Covid 19. Test ergab aber dann nach 3 Tagen das ich negativ war.
    Bin jetzt die 3 Woche zu Hause gewesen und froh, nächste Woche wieder arbeiten gehen zu können!

    Die Annäherung zu meiner Frau ist zeitweise etwas in Stocken geraten, da ich grundlos eifersüchtig und wieder
    zu ungeduldig war. Auch trocken will ich alles wieder schnell haben und Geduld ist nicht immer meine Stärke...oft nicht.
    Muss ich leider zugeben. Da sie aber glücklicherweise immer noch Gefühle für mich hat, klappt es jetzt wieder ganz gut.
    Ich muss an mir arbeiten. Täglich. Die bösen Geister der Vergangenheit holen mich sonst ein.
    Manchmal bin ich leider immer noch zu I c h bezogen und denke, die ganze Welt und vor allem die meiner Frau, müsste sich nur um mich drehen. Das ist natürlich nicht so und das ist auch gut!!!

    Mein kleiner Sohn macht mir sehr viel Freude und er sagt oft: Papa, gib bittte nicht auf...das mit Mama und
    dir... das wird schon wieder. Nicht aufgeben!!! DAS ist sehr süss und berührt mich sehr.
    Tatsache ist, das ich meine Frau sehr verletzt habe. Nie körperlich, aber seelisch. Alkohol macht vieles kaputt und kann auch total zerstören. Eine furchtbare Sucht, vor allem für die Familien.
    Das Vertrauen bei meiner Frau wieder aufzubauen, wird noch lange dauern. Heilung und Wiedergutmachung kann hier nur in kleinen aber kontinuerlichen Schritten erfolgen. Vor allem Geduld ist unbedingt nötig. Das was ich jahrelang kaputt gesoffen habe, kann nicht schnell wieder gut sein. ES braucht Zeit. ... SIE braucht Zeit.

    Mein Sohn vertraut mir total. Er liebt mich über alles und hat Urvertrauen. Gottseidank konnte ich ein paar Tage bevor er in den Kindergarten gekommen ist, mit meiner furchtbaren und selbstzerstörerischen Sauferei aufhören. DAS war eine Gnade!!!
    Nächstes Jahr nach den Sommerferien kommt er in die Schule. Wie die Zeit vergeht...

    Vor ein paar Wochen sagte er: Papa, wenn ich später mal groß und Papa bin...dann werde ich auch keinen Alkohol trinken und nicht rauchen! So wie DU!!!

    Dieser Satz von meinem kleinen Sohn hat mich zutiefsst bewegt...ich fühlte große Dankbarkeit und Demut.
    Es hätte nämlich auch ganz anders laufen können....

    Ich habe gesoffen wie ein Loch und gequalmt wie ein Kamin. Viele Leute hätten keinen Cent darauf gegeben, das ich es jemals
    schaffe, wirklich und dauerhaft mit dem Saufen aufzuhören. Kein Wunder...denn selbst ICH hatte Zweifel, ob ich es jemals schaffen werde.

    Aber es hat funktioniert. Und IHR hier könnt das auch schaffen. Es gibt keine hoffnungslosen Fälle. Ich war so ein vermeintlicher hoffnungsloser Fall...

    Hier zu schreiben erfüllt mich mit großer Freude. Dieses Forum kann nur funktionieren, wenn wir uns mitteilen, uns gegenseitig helfen,
    uns Kraft und Hoffnung geben.

    Das Wichtigste aber ist: Gebt nicht auf!!!

    Ich wünsche euch allen von Herzen einen schönen, friedlichen 2 Advent

    Frank

    Hallo zusammen,

    habe den jetzt vergangenen Sonntag auch arbeiten müssen...Inventur mit Maske :-X

    War froh, als es rum war...die Arbeit mit Covid 19 bringt mich manchmal schon an Grenzen nixweiss0

    Habe heute wieder meine Frau gesehen, als sie unseren Sohn gebracht hat. Diese Nacht ist er bei mir,
    ich gehe heute mit ihm zum Logopädietermin, da ich meinen freien Tag habe und sie arbeiten muss.
    Haben zusammen einen Tee getrunken und noch ein bisschen geredet. Ich würde mir schon sehr gerne mehr wünschen,
    aber ich möchte geduldig mit ihr sein. Vertrauen aufbauen braucht einfach Zeit...

    Jetzt bin ich rechtschaffen müde und freue mich auf mein Bett 44.

    Mein Kleiner wird in ein paar Stunden topfit sein, da muss ich mithalten können :P

    Trocken kann ich alles meistern :)

    Wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche

    Frank

    Hallo@all + lieber Gerchla,

    deine Intuition war richtig es ist noch nicht alles verloren ;)

    Die Kunst der kleinen Schritte und täglich an mir arbeiten...immer nur für heute 44.

    Wir nähern uns langsam wieder an, sehr zur Freude von unserem Kleinen:-)

    Es ist allerdings viel Geduld meinerseits gefragt, meine Frau kommt manchmal nur langsam aus der
    Deckung. Was mir hilft, die Gewissheit nicht sie sondern nur m i c h ändern zu können.
    Mich selbst nicht zu wichtig zu nehmen und vor allem nicht alles persönlich zu nehmen.
    Sie ist ein wunderbarer eigenständiger Mensch und ich möchte sie so lassen wie sie ist...
    ...und nicht wie i c h sie gern hätte.

    Ich glaube heute, eine Beziehung sollte eine Begegnung von zwei Menschen sein, die sich täglich dafür entscheiden,
    zusammen zu bleiben...aus freien Stücken 44.
    Weil sie sich mögen/lieben, weil sie sich ergänzen, weil sie miteinander lachen können und auch mal miteinander schweigen
    können. Weil sie gerne zusammen das Wertvollste miteinander verbringen wollen...was sie haben...nämlich ihre ZEIT :)

    Eine Beziehung hat nix mit Besitzdenken zu tun...meine Frau oder mein Mann gehören mir nicht.. Mein Mann muss doch oder meine Frau sollte doch...total falsch!!! In einer Beziehung muss man nicht müssen oder sollen. Sonst wird es toxisch!

    Ich habe früher auch oft gedacht...meine Frau muss so und so denken und so ...genau so fühlen. weil ich das so wollte.
    Natürlich ist das schiefgegangen...die Gefühlswelt von einem nassen Alkoholiker ist eh total chaotisch :-X
    Und so lerne ich momentan, n e u mit meiner Frau umzugehen und auch auszuhalten, wenn wir uns ein paar Tage nicht sehen.
    Wir wohnen getrennt und sie hat sehr viel um die Ohren. Beruf, Kind, Haushalt und momentan noch eine sehr schwierige Weiterbildung die 2,5 Jahre in Abendkursen dauert. Also Stress pur.

    Beruflich läuft es bei mir auch gut. Viel Arbeit aber es funktioniert, weil ich mir immer mal wieder eine kurze mentale Ruhepause gönne 44.

    Ich bin froh, jetzt im 4 Jahr trocken zu sein. So langsam kann ich es teilweise richtig geniessen ;D

    Trocken sein bedeutet Verantwortung für sich zu übernehmen. Achtsam zu sein mit Worten und Taten. Dankbarkeit und die Demut, das es keine Selbstverständlichkeit ist, trocken leben zu dürfen sind der Nährboden für ein gesundes Wachstum 44. 44. 44.

    In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine gute und achtsame Restwoche

    Liebe Grüsse

    Frank

    Ich bin sehr glücklich über die Annäherung zu meiner Frau.
    Ich genieße es jetzt wieder Zeit mit ihr und unserem kleinen Sohn zu verbringen.
    Unser Sohn ist sehr happy. Er mochte den Exfreund von meiner Frau nicht.
    Normal müsste ich eigentlich auch Exfrau schreiben, da wir ja geschieden sind. Für mich ist sie immer noch meine
    Frau, da ich sie von ganzem Herzen liebe. Wenn ich schreibe meine Frau, hat das aber nix
    mit Besitzdenken zu tun. Liebe besitzt nicht. Sie gehört mir nicht, deswegen lasse ich ihr Freiraum
    und Freiheit...und vor allem: ich lasse Sie wie sie ist!
    In der Vergangenheit habe ich vielleicht auch bedingt durch meine Alkoholsucht das nicht so gemacht und gedacht.
    Mit jedem Jahr meiner Trockenheit lerne ich dazu 44.
    Ich stelle fest: wenn ich trocken bin geht es aufwärts und es können auch wieder kleine Wunder passieren, die sonst nicht möglich gewesen wären, es jetzt aber sind...da ich mein Verhalten ver und mein Denken geändert habe.
    Genauso sicher ist aber auch: Wenn in irgendeinem Winke meines Hinterkopfes die Hoffnung lauert, eines Tages wieder ''normal'' trinken zu können...geht es abwärts und zwar rasant!!!!

    Was mich in meiner Langzeittherapie sehr beeindruckt hat war die sogenannte ''Kapitänsübung''

    Wir bestimmen den Kurs und wo es in unserem Leben lang geht und nicht die Sucht!!!
    Wir haben das Steuer wieder in der Hand und bestimmen aktiv über unser Leben.
    Wir sind nicht mehr passiv in der Sucht gefangen. Probiert es aus 44. es funktioniert 44. 44. 44.

    Ich bin sehr glücklich wieder in diesem tollen Forum schreiben zu können und zu dürfen.
    Deswegen nehme ich mir jetzt wieder aufrichtig vor hier öfters zu schreiben und zu lesen.
    Zusammen sind wir stark :heartBalloon:

    Wünsche euch eine gute und bewusste Restwoche

    Liebe Grüsse

    Frank

    Hallo zusammen,
    aufgrund technischer Probleme habe ich jetzt hier ein neues Thema eröffnet.

    Seit Allerheiligen 2020 bin ich 3 Jahre trocken.
    Dafür bin ich sehr dankbar und auch ehrlich gesagt, ein bisschen stolz darauf.

    Bis 2017 hätte ich es nie für möglich gehalten, das i c h es mal schaffe, wirklich richtig trocken zu
    werden und es auch zu b l e i b e n.

    Hab allerdings auch viel dafür getan, bin regelmässig in Gruppen gegangen, zur Fachstelle Sucht
    und habe Anfang 2018 eine Langzeittherapie gemacht. 20 Wochen in einer Klink im Wald. Kein Internet
    kein Fernsehen, nix zur Berieselung aber viel zum Besinnen. Die beste Entscheidung meines Lebens 44.

    Auch nach der Langzeittherapie habe ich was für mich getan: Nachsorgegruppe(wird empfohlen nach LZT)
    Eigentlich ein halbes Jahr; ich habe ein Jahr gemacht.
    Wenn ich nur soviel auch für meine Ehe gemacht hätte... Nach der Langzeittherapie war ich zwar trocken,
    aber hatte ehrlich gesagt, verdammt dünne Nerven. Ich war oft unsicher und so fing oft Streit mit meiner
    Frau an, wegen Nichtigkeiten...Viele Streits waren komplett unnötig. Das weiß ich heute.
    Die Annäherung zu meiner Frau ging mir auch nicht schnell genug. Ich war jetzt zwar trocken, vergaß aber
    oft, was ich in den ersten 3,5 Jahren unserer Ehe, als ich noch trank, alles kaputt gemacht habe.

    Im August 2019 reichte ich die Scheidung ein, da ich dachte, es geht mir ohne meine Frau und ohne um ihre
    Gunst kämpfen zu müssen, viel besser. Ich Idiot hätte einfach noch ein bisschen Geduld haben müssen.
    Auch das weiß ich heute. Mit jedem Jahr Trockenheit lernt man dazu und der Nebel der Sturheit lichtet sich.

    Meine Frau hat bis März diesen Jahres auf ihre Art und Weise versucht mich dazu zu bewegen, die Scheidung
    zurückzunehmen. Sie hat mich nicht direkt darum gebeten, aber durch ihre Gesten hätte ich Hornochse das merken müssen.
    Im April als ich endlich was gemerkt habe, war es zu spät, weil meine Frau jemand anderes kennengelernt hatte.
    Das war sehr schwer für mich zu akzeptieren und Gespräche mit ihr waren zum Scheitern verurteilt, weil ich blind vor Eifersucht war und ich am Anfang auch Dinge sagte, die einfach nicht okay waren.
    Meine Frau dachte, ich wolle sie nicht mehr und hat sich von mir verstoßen gefühlt. Der Neue war nett und verständnisvoll. Auch das verstehe ich heute. Er war einfach zum richtigen Zeitpunkt da.

    Jetzt bestand sie auf die Scheidung. Ich wollte die Scheidung nicht mehr. Seit Juli sind wir rechtskräftig geschieden.
    Meine Bemühungen sie zurückzuerobern führten zu nix, da sie dachte ich wolle sie nur wegen dem Neuen und aus männlichem Ego zurück. So wie ein Spielzeug.
    Im August konnten wir endlich mal vernünftig und lange miteinander reden. Sie war fast soweit, ihre neue Beziehung zu beenden, aber wieder standen mir meine Eifersucht und meine Ungeduld im Weg. Sie bat mich,
    es langsam beenden zu können. Mir ging es wieder nicht schnell genug. So nährte sich wieder der Verdacht in ihr, ich wolle sie nur aus männlichem Ego zurück. Das war aber nicht so. Ich wollte sie zurück, weil ich sie liebe.

    Mitte September an meinem Geburtstag konnten wir endlich nochmal miteinander reden und ich schaffte es sie zu überzeugen, das es mir wirklich nur um sie geht und ich sehr gerne wieder mit ihr zusammen wäre.
    Wir haben auch einen kleinen Sohn miteinander, der uns beide liebt.

    Sie hat dann die Beziehung ein paar Wochen später beendet und wir nähern uns langsam aber sicher wieder an.
    Ich lasse ihr viel Zeit und mache keinen Druck. Wir reden viel. Liebevoll und mit Respekt.
    Es fühlt sich gut an. Unser kleiner Sohn ist natürlich glücklich darüber.

    Ich schreibe vielleicht gleich noch ein bisschen mehr. Muss kurz Pause machen.

    Liebe Grüße

    Frank

    Hallo 27 Jahre,

    herzlich willkommen auch von mir hier in diesem Forum.

    Mir gefällt der Gedanke, das du bei uns bleibst und ab und an mal reinschaust
    und gelegentlich etwas schreibst 44.

    Du bist ein Beispiel dafür, das man sehr lange ohne Alkohol leben kann und mit den zunehmenden
    Jahren auch immer zufriedener.
    Deine Berichte machen MUT und ZUVERSICHT.

    Ich finde klasse, wie ehrlich du schreibst. Würde mich wirklich sehr freuen hier immer mal wieder was
    von dir zu lesen.

    Grüsse

    Frank

    Hallo Forum

    danke für das Daumen drücken.

    Hab jetzt 7 Dosen 0,5 Liter Bier getrunken und weiteren
    Alkohol hab ich nicht mehr.

    Ich bin müde und hoffe, bald schlafen zu können.

    Wenn es irgendwie geht, werde ich versuchen, morgen nichts mehr zu trinken.

    Diesen Text habe ich hier reinkopiert.

    Ich habe diesen Text vor genau einem Jahr am 31 Oktober 2017 um 23:32 geschrieben.

    Seit diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr getrunken. Darüber bin ich sehr glücklich und sehr, sehr dankbar.

    Es ist keine Selbstverständlichkeit trocken zu sein. Es ist eine Gnade und eine Riesenverantwortung.
    Ich bin jeden Tag aufs Neue für meine Trockenheit verantwortlich. Deswegen versuche ich auch jeden
    Tag anständig mit mir umzugehen. Achtsam zu sein. Demütig zu sein. Zuzuhören. Bereit zu sein von anderen
    zu lernen. Mich selbst zwar wichtig aber nicht zu wichtig zu nehmen. Trockenarbeit zu leisten: für mich bedeutet
    das regelmässig in meine reale Selbthilfegruppe zu gehen.

    Wenn ich trocken bleiben will, dann muss ich aktiv sein. In Bewegung, im Erfahrungsaustausch mit anderen.

    Es ist jetzt 23:32.

    Ich bin genau ein Jahr trocken. Ein gutes trockenes Jahr und noch viele werden folgen:-)

    Ich bin sehr dankbar das es dieses Forum gibt.

    Liebe Grüsse

    Frank

    Hallo Greenfox,

    vermutlich hast du recht, was meine Frau betrifft.

    Wir verstehen uns wieder sehr gut momentan und sind halt ''gute Freunde''

    Der Kleine ist glücklich damit und ich bin froh, wenn ich in seiner Nähe bin.

    Kommende nächste Woche bin ich dann bald genau 1 Jahr trocken 44. 44. 44.

    In der Nacht vom Reformationstag zur Allerheiligen hab ich mich letztes Jahr nach zweiwöchigem
    Dauerexzess mit 7 Bier ''runtergesoffen''

    Seit dem bin ich trocken und darauf bin ich verdammt stolz.

    Ein gutes trockenes Jahr und noch viele werden folgen:-)

    Ein gute Woche euch allen(bald ist ja wieder Freifeiertag ;))

    Liebe Grüsse

    Frank

    Hallo liebes Forum,

    hab mich jetzt lange Zeit nicht gemeldet.

    Das Gute gleich vorweg, ich bin nach wie vor trocken, obwohl die vergangenen Wochen
    sehr stressig waren. Beruflich wie privat.

    Mit meiner Frau ist es, sagen wir mal, schwierig. Ich blicke bei ihr nicht durch.

    Mal sagt sie mir eiskalt, es gibt keine gemeinsame Zukunft mehr, eine Woche später redet sie
    dann zu meinem großen Erstaunen doch wieder von gemeinsamen Plänen.

    Sonntag vor einer Woche waren wir mit unserem Kleinen gemeinsam im Wild und Freizeitpark.
    Der Kleine hatte einen tollen Tag, er war sehr glücklich.

    Als ich im Park so einige anderen Paare verliebt und händchenhaltend gesehen habe, musste ich schlucken.

    Auch ich sehne mich nach Liebe und Harmonie, glücklich zu sein.

    Meine Frau und ich sind wie gute Freunde, mit Liebe aber hat es leider nicht viel zu tun :(

    Sie ist oft distanziert.

    Es tut nicht mehr so weh wie letztes Jahr, macht mir aber immer noch zu schaffen.

    Bin froh und dankbar das ich ohne Probleme trocken bin. Ich habe kein Verlangen mehr nach Alkohol.

    Dieses Teufelszeug hat mir genug kaputt gemacht.

    Frank

    Hallo zusammen,

    gestern 11.9. war also mein Geburtstag.
    Es war ein schöner Tag und ich war trocken.
    Habe viel Zeit mit meinem Kleinen verbracht
    und fall jetzt platt aber nüchtern ins Bett.
    Das konnte ich nicht an jedem Geburtstag von mir
    behaupten...etliche Geburtstage war ich voll wie ein Uhu.

    Und dann der dicke Kopf am nächsten Tag >:(

    Ich bin froh, das dies rum ist, habe keine einzige Sekunde an
    Alkohol gedacht 44.

    Bin stolz auf mich und mein Kleiner ist glücklich.
    WinWin Situation ;)

    Liebe Grüsse

    Frank

    Hallo Gerchla,

    vielen lieben Dank für deine tollen Zeilen 44. ich freue mich immer sehr, wenn ich von Dir eine Rückmeldung bekomme.

    Nachdem ich mich die letzte Zeit ziemlich zurückgezogen hatte, kam meine Frau wieder etwas auf mich zu.

    So wie es aussieht, kann sie nicht mit mir, aber wohl auch nicht ohne mich schwitz.

    Seit einigen Tagen macht sie wieder ein Praktikum, um so wieder in ihren erlernten Beruf hineinzukommen.

    Ich unterstütze sie momentan dadurch, das ich unsereren Sohn immer morgens in den Kindergarten bringe.

    Ist mit ziemlichen Stress für mich verbunden und viel Fahrerei, ich mache es aber gerne:-)

    Sie setzt alles daran, das ich in Zukunft für S I E keinerlei Unterhalt zahlen muss und das finde ich klasse!!!

    Wir haben uns jetzt geeinigt wirklich freundschaftlich miteinanderumzugehen. Für den Kleinen und bis jetzt funktioniert es.

    Mir geht es momentan so wie es jetzt gerade ist, sehr gut. Der Kleine ist glücklich und das ist absolut das Wichtigste für mich :)

    Ja und das alles geht n u r trocken, wie recht du hast Gerchla.

    Wenn wir wirklich wirklich trocken sind, dann spürt das unsere Umwelt und speziell die Familie. Uns wird wieder VERTRAUEN entgegengebracht!!!

    Jetzt muss ich schleunigst ins Bett, ich bin stehend k.o. :o

    Gute Nacht und liebe Grüsse

    Frank

    Hallo Greenfox,

    das mit dem Jugendamt habe ich mir auch schon überlegt.

    Will aber momentan Konfrontation vermeiden, da meine Frau sagt, sie liebt meinen Sohn und will auf jeden
    Fall das er mich jederzeit sehen kann. Er fragt ja schon die ganze Zeit nach mir.

    Das ich ihn morgen abend direkt sehen kann, unterstützt sie ja auch.

    Allerdings werde ich diese Option Jugendamt sofort nutzen, wenn sie ihre Meinung ändern sollte 44.

    Frank

    Hallo zusammen,

    hab seit fast 4 Wochen hier nicht mehr geschrieben.

    Es ist inwischen viel passiert und es gab einiges zu verdauen und zu verarbeiten.

    Nüchtern und mit klarem Kopf. Ohne Hass im Herzen.

    Seit 25. Juli sind meine Frau und ich mal wieder getrennt. Diesmal wohl endgültig.

    Keine Hoffnung mehr auf ein Familycomeback.

    Sie will keinen Mann. Sie hasst alle Männer und möchte alleine sein. Ohne meinen Sohn wären
    wir eh nicht mehr zusammen.
    Ich habe mir ziemlich verletztende Worte anhören müssen, das hat verdammt weh getan.

    Klar habe ich gehofft, jetzt nach der Langzeittherapie wird wieder alles gut. Es sah ja auch gut aus.

    Die Wahrheit aber ist, meine Frau ist inzwischen gewohnt, alleine rumzuwurschteln.

    Da ich aus der Klinik ja krank entlassen wurde, war ich die letzten Wochen bis zum 25. Juli sehr oft bei meiner
    Frau und dem Kleinen. Ihn hat's gefreut, meine Frau mit zunehmender Zeit wohl eher genervt.

    Am 25. Juli ist sie dann mal wieder ausgeflippt und hat mich aus ihrer Wohnung geschmissen.

    Momentan ist sie noch mit dem Kleinen im Urlaub im Ausland bei ihren Eltern. Morgen fliegen sie zurück.

    Nachdem wir 10 Tage absolute Funkpause hatten, habe ich ihr eine email geschrieben und ein Friedensangebot gemacht.

    Zuerst wollte ich das nicht, ich wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben, ich war voller Wut und Groll. Enttäuscht!

    Bin nun froh, das ich ihr eine vernünftige email geschrieben habe. Ohne Vorwürfe.

    Wir haben uns nun beide darauf geeinigt, trotz endgültig getrennter Wege a n s t ä n d i g miteinander umzugehen, zum
    Wohle des Kindes. Der Kleine ist das Wichtigste. Sein kleines Herz soll keinen Schaden nehmen, dafür sind wir beide, meine
    Frau und ich, verantwortlich.
    Sie hat mir versichert, weil er mich auch braucht, darf ich ihn jederzeit sehen. Sie sagt, sie weiss das er mich auch liebt und
    sehen will.

    Morgen abend, nach meiner Nachsorgegruppe werd ich ihn holen und etwas Zeit mit ihm verbringen. Ein Eis essen und auf den Spielplatz
    gehen.
    Klar würde ich immer noch gerne mit ihm zusammen wohnen, ihn abends ins Bett bringen und morgens aufwecken. Ich liebe meinen Sohn sehr.

    Keine einfache Situation. Irgendwann demnächst wird es sicher auch möglich sein, das er auch öfter mal über's Wochenende zu mir kommt.
    Momentan ist er noch zu klein und zu sehr auf meine Frau fixiert. Bin ja froh, wenn es so bleibt, das ich ihn jederzeit sehen kann.

    Ich bin dankbar und empfinde Demut, das ich auf meine Frau zugegangen bin. Es wäre falscher Stolz gewesen und nasses Denken, dies nicht zu tun. Ich bin ein liebender Papa und habe Verantwortung mich so zu verhalten, das mein Sohn und ich uns jederzeit sehen können und Zeit miteinander verbringen können.
    Das wäre nicht gewährleistet, wenn ich mit meiner Frau Krieg führen würde. Hass und Wut sind keine guten Ratgeber. Ich will Frieden.

    Ich habe in den letzten Wochen keinerlei Saufdruck gehabt. Alkohol ist keine Option oder Alternative mehr. Im Gegenteil und das weiss ich heute. Ich brauche einen klaren Kopf, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich habe viel gelernt in der Klinik und war natürlich für diesen Fall auch vorbereitet. Schliesslich hat meine Frau auch viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Sie will in Zukunft ihren Weg ohne mich gehen. Das ist ihr gutes Recht.

    Fakt ist aber auch, das wir Eltern bleiben. Unser Sohn liebt uns beide.

    Das hier jetzt mal endlich zu schreiben, hat mir jetzt richtig, richtig gutgetan.

    Es gibt wirklich keinen Grund, zu saufen ;)

    Frank


    Irgendwann wirst Du merken, dass Dir das Leben ohne Alkohol aus selbstverständlich vorkommen wird. Als eine innere Überzeugung sozusagen, als eine Lebensentscheidung die Du getroffen hast und hinter der Du zu 100 % stehst.

    Genau so ist es.

    Ich vermisse jetzt den Alkohol nicht mehr und habe auch kein Verlangen mehr.

    Der Respekt und die Achtung vor dem Alkohol ist aber natürlich absolut vorhanden, mein''Autopilot'' ist programmiert und zwar indem ich regelmässige Trockenarbeit leiste.
    Ich habe nach wie vor Kontakt mit einigen Leuten, mit denen ich zusammen in der Klinik war und wir tauschen uns aus. Ich gehe in meine Selbsthilfegruppe und in die Nachsorge. Ich schreibe und lese hier.

    Das hilft mir ''geerdet'' zu bleiben.

    Momentan gibt es einige neue Perspektiven. Eventuell kann ich mich nochmals beruflich verändern mit deutlich mehr Gehalt:-)

    Ich merke und spüre, wenn ich wirklich richtig a k t i v trocken bin, ist alles möglich 44. 44. 44.

    Und das fühlt sich verdammt gut an :D

    Liebe Grüsse

    Frank

    Hallo Gerchla,

    dankeschön für deine Rückmeldung.

    Mit meiner Frau die Beziehung hat sich ziemlich entspannt. Sie scheint mir langsam aber sicher wieder zu vertrauen.
    Ebenfalls eint tolle Beziehung habe ich zu meinem Kleinen. Er ist glücklich, das Papa endlich wieder da ist:-)

    Wenn ich jetzt trocken bleibe und das werde ich, denn ich habe eine ganz klare Abstinenzentscheidung getroffen;
    kann ich sagen, ich hab aufgehört zu trinken, als mein Zwerg in Kindergarten gekommen ist.

    Diese 20 Wochen Langzeittherapie zu machen, das war d e f i n i t i v die beste Entscheidung meines Lebens 44. 44. 44.

    Gestern hatte ich meinen ersten Nachsorgetermin in der Fachstelle Sucht. Habe auch hier einen positiven Eindruck, das ich
    wieder was für mich mitnehmen kann. Ende des Monats habe ich den nächsten Einzeltermin.
    Ab 8 August ist dann noch zusätzlich jeden Mittwochabend Nachsorgegruppe, das wird bestimmt auch ein interessanter
    Erfahrungsaustausch mit anderen, die auch Langzeittherapie gemacht haben. Ich freue mich drauf!!!

    LG

    Frank

    Hallo zusammen,

    dankeschön für eure Rückmeldungen.

    War ja am Montag in der Suchtambulanz zur weiteren ambulanten Gesprächen.

    War wirklich gut. Der Arzt ist wirklich toll und hat eine sehr angenehme Art.

    In 3 Wochen habe ich wieder den nächsten Termin.

    Heute um 15:30 hab ich meinen ersten Nachsorgetermin bei der Fachstelle Sucht.

    Da freue ich mich auch drauf, ich will einfach am Ball bleiben 44.

    Mir ist es extrem wichtig, auch weiterhin etwas für meine Trockenheit zu tun.

    Bin auch froh, wieder hier im Forum unterwegs zu sein :)

    Liebe Grüsse

    Frank

    Ich möchte doch nur kontrolliert trinken.

    Hallo kays2310,

    den aufrichtigen Wunsch kontrolliert trinken zu wollen, den kennen wir hier vermutlich fast alle ;)

    Funktioniert aber nicht!

    Ich finde es gut, das du dir Gedanken machst. Du merkst, du hast es nicht mehr unter Kontrolle.

    Vielleicht gehst du mal in eine Fachstelle Sucht und lässt dich da beraten.

    Ein Besuch in einer Alkoholselbsthilfegruppe könnte dir ebenfalls helfen. Auch zu spüren, das du nicht allein
    mit diesem Problem bist. Du kannst den Weg in die Abhängigkeit noch stoppen, werde aktiv 44.

    Ich habe mich nach 25 Jahren Alkoholsucht dazu entschlossen, endlich eine Langzeittherapie zu machen.
    Ich war 20 Wochen weg. Der harte Weg. Absolut. Allerdings auch die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.

    Es funktioniert, aber man muss was tun!

    Ich wünsche dir Mut, jetzt die richtige Entscheidung zu treffen:-)

    Gruß

    Frank

    Hallo zusammen,

    ich bin jetzt ja schon über 3 Wochen wieder zuhause.

    Ich habe mir extra Zeit gelassen, h i e r wieder zu schreiben, ich wollte erst mal in Ruhe daheim
    ankommen.

    Mir geht es soweit ganz gut, bin froh wieder in meinem Gewohnten zu sein; 20 Wochen weg ist schon
    eine sehr, sehr lange Zeit.

    Ich kann jedem nur empfehlen, wenn die Abhängigkeit anders nicht mehr gestoppt werden kann, eine
    Langzeittherapie zu machen.
    Es ist zweifelsohne der richtig harte Weg, nur manchmal geht's eben nur so!!!

    Für mich ist nicht mehr zu trinken inzwischen normal geworden, ich denke praktisch nicht mehr darüber nach,
    Konflikte mit Alkohol lösen zu wollen.

    Seit November 2017 bin ich nun ohne Alkohol und sehr froh darüber.

    Ich habe in der Therapie viel gelernt und genau deswegen mache ich jetzt zuhause auch weiter 44.

    Vergangenen Freitag war ich das zweite Mal in meiner SHG bei den anonymen Alkoholikern.

    Heute habe ich einen Termin bei der Suchtambulanz meines Landkreises, hier mache ich ambulant weiter und habe
    regelmässig Gespräche mit einem ausgewiesenen Spezialisten,der schon vielen Alkoholikern geholfen hat, mit ihrem aktiven Zutun
    trocken zu bleiben.

    Kommenden Mittwoch habe ich meinen ersten Termin bei der Fachstelle Sucht zur Nachsorge.Dies wurde ebenfalls schon in der Langzeittherapie
    organisiert und jetzt von mir auch eingehalten. Ich will weiterhin etwas für meine Trockenheit tun, denn für mich ist es keine Selbstverständlichkeit
    das ich nicht mehr trinken muss. Ich bin verantwortlich dafür, auf Kurs zu bleiben; denn ich habe eine ganz klare Abstinenzentscheidung getroffen :)

    Ich freue mich jetzt wieder hier zu schreiben und natürlich auch zu lesen. So funktioniert ein fruchtbarer Erfahrungsaustausch:-)

    Viele Grüsse und habt alle eine gute, ausgeglichene Woche!

    Frank

    Hi zusammen,

    gerne berichte ich euch bald ausführlich von hier 44.

    Gestern habe ich vor der Gruppe und meiner Therapeutin meine Abschlussbilanz vorgelesen.

    Ich habe hier viel lernen dürfen.
    Weil ich mich bedingungslos auf die Therapie eingelassen habe.
    Weil ich nicht erwartet habe, das hier etwas mit mir gemacht wird,
    sondern selbst aktiv bin und war.
    Weil ich gut zugehört habe und offen für andere Ansichten war.
    Weil ich eine klare Abstinenzentscheidung für mich getroffen habe.
    Weil ich hier stets aktiv war, ständig im Dialog mit anderen Patienten.
    Weil ich mich mit mir beschäftigt habe und mit meinen Baustellen, anstatt über andere
    zu reden.
    Weil ich begriffen habe, das das Wertvollste was ich besitze, ich selbst bin und alle Resourcen
    bereits in mir habe.
    Weil ich wenn ich morgens trocken aufstehe, bereits 51% positiv habe von 100 Prozent ;) für die
    restlichen 49% Prozent bin ich über den Tag selbst verantwortlich. Jeden Tag auf's Neue :)

    Morgen abend habe ich die Verabschiedung aus der Gruppe, das wird sicher nochmals ein sehr
    emotionaler Moment werden.
    Aber es hat alles im Leben seine Zeit. Eine Zeit sich kennenzulernen und zusammen zu verbringen
    und eine Zeit sich dann wieder zu verabschieden.

    Freue mich darauf hier bald wieder regelmäßig zu schreiben, sobald ich zuhause bin.

    Es grüßt euch

    Frank