Was mich und wahrscheinlich auch Orangina interessiert, denn so verstehe ich ihre Frage, ist, wie wir uns vor einem Rückfall schützen können bzw. wie jemand, der rückfällig geworden ist, obwohl er/sie wusste, dass er/sie Alkoholiker bzw. Alkoholikerin ist, die Kurve wieder gekriegt hat.
Ich bin bislang unfallfrei unterwegs, daher kann ich nur zur ersten Frage was ausführen. Diese Aspekte haben mich abstinent gehalten, ob sie bei anderen genau so gut funktionieren, kann ich nicht garantieren.
Ganz wichtig erachte ich, selbst rückhaltlos zur eigenen Abstinenz zu stehen und sie an oberste Stelle der persönlichen Prioritätenliste zu stellen und ihr alles andere unterzuordnen. Da lasse ich mir nicht von Dritten reinreden.
So lange oben im Hirnstübchen noch irgendwo versteckt der Gedanke rumspukt, irgendwann gehe doch noch mal was mit dem Alkohol, wird es verdammt schwer. Es war für mich ein mehrmontaiger Entwicklungsprozess, bis ich diesen Gedanken verwerfen konnte. Geholfen haben mir meine ambulante Therapie, Fachliteratur (aus Therapeuten- und Patientensicht), Austausch mit Rückfälligen und Stöbern im Netz.
In den ersten Monaten dem Allkohol, insbesondere Veranstaltungen, auf denen getrunken wird, so gut es eben geht, aus dem Weg zu gehen. Dem Alkohol nicht noch sehenden Auges entgegentreten und auf diese Weise das Risiko zu minimieren.
Gute Vorbereitung vor Ereignissen, die für das Suchtgedächtnis mit dem früheren eigenen Konsum von Alk verbunden sind, dass sich das Suchtgedächtnis meldet und ggf. Kapriolen schlägt und Suchtverlangen auslöst. Für diesen Fall habe ich mir schon vorher eine Strategie zurecht gelegt, sozusagen mein kleines
1 x 1. Mein Therapeut nannte es die Absicherung.
Gruß
Rekonvaleszent