Beiträge von Emily

    Ja letztendlich ist es das Wichtigste einfach weiterhin nüchtern zu bleiben. Aber es gibt eben auch viele Rückfälle, sogar Leute die schon jahrelang trocken waren, sind deshalb nicht automatisch safe. Ich versuche schon Risiken zu vermeiden und meine Abstinenz weiter immer stärker zu stabilisieren.

    Jeder muss selbst entscheiden und seinen eigenen Weg gehen, das ist ja klar. Ich bin eben etwas vorsichtiger unterwegs.

    Nein. Um Gottes Willen. Nicht in unserer Wohnung. Wir wohnen zur Miete in einem Zweifamilienhaus im 1. OG. Die Jungs sind draußen im Garten. Das ist räumlich und vor allem geruchlich getrennt. Ich hab lediglich mit aufgebaut und gegrillt und bin danach hoch gegangen.

    Ok das klingt dann schon etwas besser. Pass aber auf dich auf.

    Ich habe im ersten Jahr auf Risikovermeidung geachtet. Auch jetzt setze ich mich keinen unnötigen Gefahren aus. Sowas kann auch Tage später noch nachwirken und triggern. Ich will auch mein Leben zurück, aber das nüchterne Leben.

    Die Jahreszeit vor der ich die größte Angst habe ist da. Besonders diese kurzen Tag hatte ich in der Vergangenheit mit Glüh- oder Rotwein gemütlich vorm Rechner verbracht. Das ist für mich erade bissl brenzlig. Erschwerend hinzu kommt, dass ich auf dem Weg zur Arbeit am Weihnachtsmarkt vorbei komme.

    Hier hast du noch geschrieben, dass es brenzlig gerade bei dir ist, dann kochst du noch selbst höchstpersönlich Glühwein. Willst du testen wann das Fass überläuft? Du hast dir eine Hintertür geöffnet für nen Rückfall.

    300 Tage habe ich letzte Woche geknackt.

    Zu deinen 300 Tagen herzlichen Glückwunsch 🎉. Ist wirklich klasse, aber setz deine Abstinenz mit solchen Glühwein Aktionen nicht aufs Spiel. Es bleibt nicht bei einem Schluck oder einem Glas.

    Loner es ist gut, dass du heute mit der Glühwein Aktion hier im Forum schreibst und liest. Das war/ist eine ziemlich riskante und ziemlich nasse Aktion gewesen. Du setzt deine Abstinenz leichtfertig einer großen Gefahr aus. Pass auf dich auf.

    Heute abend haben unsere Kinder ein paar Gäste. Eine Art privater kleiner Weihnachtsmarkt. Mit massig Glühwein und Bier. Ersteres habe ich sogar in den Kocher gefüllt und auf Betriebstemperatur gebracht. Getrunken habe ich aber nichts.

    Ja, ich weiß. Warum setze ich mich dem aus? Vielleicht wollte ich es auch einfach testen wie stark ich bereits bin.

    Echt? 😨 Das würde ich nie machen. Das hat nichts damit zu tun wie stark du bist. Das ist alles andere als Risikovermeidung. Du kannst sogar damit rechnen, dass sich dein Suchtgedächtnis auch noch nach Tagen deshalb bei dir meldet.

    Da hast dich selbst einer richtigen Gefahr ausgesetzt. Wissen deine Kinder, dass du trockener Alkoholiker bist, der noch ziemlich am Anfang steht? Die hätten ihre Feier auch woanders machen können. Bei mir zuhause ist seit ich nüchtern bin, kein einziger Tropfen Alkohol mehr reingekommen. Egal welches Fest und welche Gäste kommen, es gibt nur alkoholfreie Getränke.

    Bei euch muss doch die ganze Wohnung jetzt nach Glühwein stinken. Ich würde mich sowas wirklich nicht aussetzen.

    Kennt Ihr das auch, dass der Winter bzw. die Weihnachtszeit schwierig ist?

    Ja klar. Es gibt auch einen extra Thread mit Weihnachten und Silvester, Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkte. Schau da gerne mal rein.

    Ich war letztes Jahr nur 1x kurz auf einem Weihnachtsmarkt und das am frühen Nachmittag.

    Für mich ist Risikovermeidung wichtig. Zuhause ist alles alkoholfrei. Meine Familie weiß, dass ich keinen Alkohol mehr trinke und da sitzt niemand mit Alkohol vor mit.
    Silvester habe ich für mich absolut sicher gestaltet. Keine Party.
    Du kannst es dir jetzt auch gemütlich machen mit Kakao oder Tee.
    Die Sucht meldet sich gerade bei dir. Lies dir die Artikel nochmal durch. Trink genug Wasser und sieh zu dass du genug gegessen hast. Eben die HALT Regel im Auge behalten. Mach Sport und lass dich vom Suchtgedächtnis nicht ins Boxhorn jagen.

    Also die ersten zehn Tage hab ich geschafft. Und es geht mir schon viel besser. Ich war täglich in der Arbeit und hab danach Sport gemacht. Bisher läuft es gut. Der Schlaf wird schon besser und ich fühl mich wacher. Und ich bin auch nicht mehr so schnell gereizt.

    Das klingt doch schon mal nach einem erfolgreichen Anfang. Hast du dir schon eine Alternative zum Trinken überlegt. Und hast du dir schon einen Notfallkoffer gerichtet? Kennst du die H A L T Regel? Es wird nun Zeit, dich auf deinen nüchternen Weg vorzubereiten.

    Für mich ist jetzt die Zeit gekommen da mal meine Situation zu überdenken. Ich gehe auf die siebzig zu und bin fast drei Jahrzehnte abstinent. Der Fokus hat sich bei mir verändert.

    Deshalb auch der neue Name „Stilles Wasser“

    Ich bin froh dich hier kennengelernt zu haben und finde, dass du ruhig noch deine Cents hier dazugeben kannst. Gerade von den langjährig Trockenen kann man viel lernen um auch dauerhaft nüchtern zu bleiben. Also mach dich bitte nicht ganz so rar. Du bist immer ein beruhigender Fels in der Brandung.

    Schön, dass du dich gemeldet hast, hatte schon Sorge, dass du vielleicht krank geworden bist.

    Ich habe nicht das Gefühl, meine Zeit zu vergeuden, wenn möglichst wenig bei mir los ist. Ich brauche das sogar so.

    So geht’s mir auch. Und gerade wenn ich die Zeit und Möglichkeit habe gemütlich rum zu gammeln, dann fühle ich mich sehr lebendig. dAs kann ich ja nicht jeden Tag machen. Für mich ist das dann was besonderes einfach so in den Tag zu leben.

    Ob du deine Zeit vergeudest oder nicht, wirst letztlich nur du selbst beurteilen können. Lebst du das Leben, das DU leben möchtest, oder wirst du gelebt, indem du dein Leben so lebst, wie du meinst, das andere das von dir erwarten?

    Ich empfinde es nicht als Vergeudung, weil ich dann so richtig schön bei mir selbst bin. Nach Erwartungen von anderen richte ich mich nicht oder nur selten.

    Durch die Abstinenz gelingt es mir endlich viel besser, mich vom ständigen vergleichen mit anderen zu lösen und irgendwie einfach mehr bei mir zu sein

    Mir ist aufgefallen, dass ich das auch mache. Und zwar was Leute so in ihren Tag, Woche, Urlaub packen und machen. Das hat angefangen, als jemand den verbrachten Urlaub ziemlich genau beschrieb. Was für tolle Erlebnisse. Jeder Tag gefüllt mit mehreren Highlights. Ich hatte kurz vorher auch meinen Urlaub und der war eher ruhig und erholsam. Fast gar kein besonderes Highlight, mehr so rumlümmeln, erholen usw.

    Auch im Alltag packen andere Leute viel in 1 Tag. Ich schaue eher, dass so wenig wie möglich los ist. Stellt sich die Frage ob ich meinen Tag genug mit Leben fülle. Aber muss ich jeden Tag produktiv sein, jeden Tag einen erfüllten Tag haben? Das klingt für mich nach Stress. Mir ist es lieber, wenn nach der Arbeit der Rest des Tages ruhig verläuft. Ist die Frage, vergeude ich meine Zeit? Oder anders gefragt, sind tägliche Highlights das ultimative Leben?

    Somit hat der Tag doch noch sehr viel positives gebracht.

    Das stimmt, denn du bist an dem Tag nüchtern geblieben. Das ist das allerwichtigste überhaupt. Je mehr Tage du nüchtern bist, desto stabiler wird deine Abstinenz. Also war der Tag sehr positiv. Kannst dich ja auch einfach ausruhen und entspannen. Zuviel am Handy ist auch nicht so das wahre. Dann lieber Treppensteigen als sportliche Betätigung. Kannst ja auch für uns alle hier Forumstassen töpfern. 👍

    Ich habe mir den Film kürzlich angeschaut. War wirklich krass, was Alkohol bewirken kann. Schlimm fand ich, dass ein alkoholisierter Lehrer einem Schüler empfahl, vor der Prüfung Alkohol zu trinken.

    Der Film zeigt aber auch, dass Alkohol lockerer, oder interessanter und witziger machen kann. Es wird auch gezeigt, dass generell überall Alkohol getrunken wird und dass Alkohol was „Normales“ ist.

    Also ich war etwas zwiegespalten. Sehe den Film aber eher als abschreckend an anfixend.

    Hallo und willkommen hier im Forum.

    Ich werde dir da nicht viel raten können, weil ich selbst Alkoholikerin bin. Ich kann dir nur die Sicht des Alki’s mitteilen und ich kann dir sagen, es ist möglich, dass Alkoholiker es schaffen nüchtern zu leben. Mache ich ja 😊

    Nur die absolute Abstinenz kann die Sucht lediglich stoppen. Es ist nur möglich, die Sucht zum schlafen zu bringen. Nun ist dein Mann ja in der Klinik und ist im Entzug. Es ist für einen trockenen Alkoholiker empfehlenswert keinen Alkohol im Haus zu haben. Risikovermeidung ist das A und O. Kochen ohne Alkohol, drauf achten, dass Lebensmittel die Alkohol enthalten gemieden werden, z.B. Tiramisu, Rotwein in Soße usw.

    Auch gerade jetzt mit den Weihnachtsmärkten, Weihnachten, Silvester, Fasching. Das ist für einen frisch trockenen Alkoholiker alles im Idealfall zu vermeiden. Eine SHG wie z.B. dieses oder andere Online Foren, evtl. eine reale SHG, evtl. eine weitere Therapie oder Reha. Als Partner ist es wichtig, nicht vor dem Alkoholiker abends selbst Alkohol zu trinken. Das kann den Alkoholiker triggern, auch wenn er sagt, es macht ihm nichts aus.

    Ausziehen oder bleiben.

    Dazu kann und werde ich nichts sagen. Ich kann dir nur sagen, dass meine Partnerschaft es überstanden hat und immer noch besteht. Aber diese Entscheidung musst du selbst treffen. Der Entzug ist ja vielleicht eine Chance für euch wenn er es schafft nüchtern zu bleiben. in den 3 Wochen hast du ja die Möglichkeit dir zu überlegen ob du ihn unterstützen kannst oder nicht.

    Alles Gute für euch.

    Jemand der Moderatoren wird sich noch bei dir melden.

    Nobs ich kann da nicht mitreden, ich war nie in so einer Therapie. Nimm alles mit, was dir hilft. Wie wär’s mit Ohrstöpsel nachts? Nutze die Zeit dort um dich mit dir auseinandersetzen und deine Abstinenz zu sichern. Ich hoffe, dass sich viel Nützliches für dich zeigt und du dich reflektieren kannst.

    Bestimmt können sich da einige andere hier besser mit dir austauschen bezüglich dem Klinikaufenthalt.

    Ich bin schon gespannt. Dass du einen besonderen Schreibstil hast habe ich sofort erkannt. Und in den Kapiteln, die du hier eingestellt hattest, hast du es hinbekommen, eine gewisse Spannung zu erzeugen, sodass ich gerne weiter lesen wollte und wissen wollte was als nächstes kommt.

    Du hast mit deinem Schreiben einen Weg gefunden, dich komplett zu reflektieren und zu sortieren. Du hörst dich jedenfalls wirklich gut und positiv an.