Zufrieden abstinent bin ich nicht, dafür habe ich noch zuviel Baustellen.
Bis ich nüchtern ein zufriedenes Leben hatte, hat das etwas über 1 Jahr gedauert. Der nüchterne Weg brauchte Zeit und ich konnte nur Schritt für Schritt gehen. Musste auch div. Baustellen eine nach der anderen angehen, mich reflektieren und meine Gesundheit auf Vordermann bringen. Ich musste auch lernen nüchtern mit Gefühlen, Stimmungsschwankungen, Gedankenkarusell umzugehen. Ich bin jetzt fast 1,5 Jahre nüchtern und bin immer noch auf dem Weg.
Für besseren Schlaf hatte ich mir ein ruhiges Abendritual angeeignet. Leichte Gymnastik sehr langsam ausgeführt und Meditation (kann ich nicht besonders, daher einfach 5-10 Minuten auf die Atmung konzentriert) und von einem Lavendelspray 2-3 Sprüher übers Bett. Um das Gedankenkarusell abzustellen habe ich bis 10 gezählt, und dann rückwärts. dann bis 20 danach auch rückwärts usw.
Ich habe gelernt mich in Geduld zu üben, Gelassenheit war auch wichtig. Aber ich habe auch jahrelang getrunken, da ist für mich klar, dass der nüchterne Weg auch seine Zeit braucht und es keinen Resetknopf gibt.
Einfach nüchtern weiter gehen…