Beiträge von Emily

    Zufrieden abstinent bin ich nicht, dafür habe ich noch zuviel Baustellen.

    Bis ich nüchtern ein zufriedenes Leben hatte, hat das etwas über 1 Jahr gedauert. Der nüchterne Weg brauchte Zeit und ich konnte nur Schritt für Schritt gehen. Musste auch div. Baustellen eine nach der anderen angehen, mich reflektieren und meine Gesundheit auf Vordermann bringen. Ich musste auch lernen nüchtern mit Gefühlen, Stimmungsschwankungen, Gedankenkarusell umzugehen. Ich bin jetzt fast 1,5 Jahre nüchtern und bin immer noch auf dem Weg.

    Für besseren Schlaf hatte ich mir ein ruhiges Abendritual angeeignet. Leichte Gymnastik sehr langsam ausgeführt und Meditation (kann ich nicht besonders, daher einfach 5-10 Minuten auf die Atmung konzentriert) und von einem Lavendelspray 2-3 Sprüher übers Bett. Um das Gedankenkarusell abzustellen habe ich bis 10 gezählt, und dann rückwärts. dann bis 20 danach auch rückwärts usw.

    Ich habe gelernt mich in Geduld zu üben, Gelassenheit war auch wichtig. Aber ich habe auch jahrelang getrunken, da ist für mich klar, dass der nüchterne Weg auch seine Zeit braucht und es keinen Resetknopf gibt.

    Einfach nüchtern weiter gehen…

    ... "zufriedenes, nüchternes Leben" ... auch ich konnte anfangs nichts damit anfangen, bis ich die Aussage relativierte in "zufrieden nüchtern/alkoholfrei", dass ich also damit zufrieden bin, dass ich keinen Alkohol trinke und nicht mehr ständig hadere, gequält von Suchtdruck oder den ständigen Gedanken mir würde etwas genommen, ich müsse verzichten.

    = gelassen (zufrieden) Alkohol einfach stehen lassen zu können, ohne dass sich irgendetwas in mir rührt

    Paul das hast du perfekt geschrieben. So geht’s mir und so fühle ich mein zufriedenes nüchternes Leben. 👍

    Hier leuchtet als Ergebnis einer gelebten Abstinenz ein klares Licht, eine echte Zuversicht, im Innern eines Menschen das unabhängig von den Ereignissen in der Außenwelt ist.

    Brant das ist ein toller Satz. Gefällt mir sehr gut.

    Das Thema Sinn des Lebens ist riesig, man kann da viele Aspekte mit einfließen lassen.

    Letztendlich schaue ich täglich, also auch im Alltagstrott einen Sinn zu sehen. Die Arbeit im Job, privat macht kochen Sinn, da ich was essen muss, ein Arzttermin macht Sinn weil ich gesund sein möchte, aufmerksam Auto fahren macht Sinn weil ich keinen Unfall bauen möchte usw.

    Im Grunde sind es doch auch die vielen Punkte im täglichen Leben die Sinn machen.

    Ich muss sagen, dass ich nicht weiter über den Sinn des Lebens nachdenke. Das ist mir zu viel. Mal drüber mit Leuten diskutieren ist das eine, aber so im Alltag wenn ich Freizeit habe, entspanne ich mich lieber, als zu grübeln.

    Wenn man mal das gesamte Weltall sieht, alleine schon wenn ich abends im Dunkeln in den Himmel schaue und die vielen Sterne sehe. Wieviele Planeten es gibt, auch von denen noch niemand etwas weiß, da bin ich als einzelner Mensch ziemlich unwichtig. Nur für meine Lieben, Freunde und Kollegen und evtl. Nachbarn bin ich wichtig.

    Deshalb, ich lebe einfach und versuche mir, das Leben so schön es geht, zu machen. Klar zum Leben gehören Launen und Stimmungen und äußere Umstände, mal fühle ich mich wohler, mal weniger wohl. Ist einfach so.

    Momentan geht’s mir recht gut. Gesundheitlich bin ich noch nicht ganz fit. Habe seit Tagen Bauchschmerzen und egal was ich mache es geht nicht richtig weg. Dafür ist die Erkältung aber fast weg. Was meine Abstinenz betrifft, ist alles gut. Mache mir da kaum noch Gedanken drüber, ist einfach zur Normalität geworden.

    doch ändert das nichts an der Tatsache: kein Alkohol = kein Rückfall!

    Da ist was wahres dran.

    Über manche Dinge mache ich mir keine Gedanken. Z.B. ob in Essig Alkohol ist oder in Mozartkugeln. Anders ist es z.B bei Tiramisu. oder eInem Schwarzwaldbecher Eis mit Kirschwasser oder wenn Cognac in Kakao oder Kaffee drin ist. Gibt ja den Rüdesheimer Kaffee mit Asbach. Sowas kommt für mich nicht in Frage.

    Ich muss auch sagen, dass ich mir schon lange keine Gedanken über einen Rückfall mache. Ich bin froh und dankbar, dass ich nicht mehr trinken muss. Ich möchte nicht mehr zurück wo ich mal war. Immer nach vorne schauen und nüchtern bleiben.

    Auf die Idee…ich könnte ja mal wieder ein Glas…bin ich während meiner ganzen Abstinenz noch nicht gekommen. Ich weiß einfach, dass ich das nicht kann. Suchtdruck hatte ich in den ersten Monaten 2x, aber das hat höchsten eine halbe Stunde gedauert.

    Ich kann mir gar nicht vorstellen einen Rückfall zu haben. Deshalb denke ich da auch nicht dran und gehe einfach weiter meinen nüchternen Weg.

    ich kann mir ehrlich keine Situation vorstellen, wo ich ein Glas verwechsle

    Ich kann mir auch nicht vorstellen selbst ein Glas zu verwechseln. So wie ich es gehört hatte hat der Kellner die Getränke von Tischen vertauscht. Sowas kann halt mal passieren.

    Ich habe aber die Situation mit einer hochschwangeren Freundin erlebt, dass wir im Restaurant alkoholfreies Bier bestellt hatten und dann ein "Echtes" gebracht wurde.

    Eben so wie es bei deiner schwangeren Freundin passiert ist.

    Diese Milchshakevariante finde ich arg konstruiert und ich würde, wenn eine Rückfallangst gerade sehr präsent ist, immer auf sichere Getränke ausweichen. Bestell Dir ne Cola - da ist nix drin und die Gefahr, dass Du Cola-Rum bekommst liegt wohl bei 0.

    Ich war da selbst gar nicht dabei. Ich weiß auch nicht ob die Person damit nun Probleme hatte oder Angst vor nem Rückfall.

    Ich trinke weder Milchshakes noch Cola. Ich bestelle mir meistens ne Flasche Wasser und die wird mit Glas auf den Tisch gestellt. Und bei Tee oder Kaffee hatte ich auch noch nie Probleme.

    Rückfällen geht immer etwas voraus und wenn es nur die Angst vor dem Rückfall ist

    Meine Abstinenz ist in den 1,5 Jahren stabil geworden. Über nen Rückfall denke ich nicht mal nach.

    Die Person habe ich noch nicht wieder getroffen und kann nicht sagen ob sie überhaupt Probleme hatte oder nicht.

    Ärgerlich ist sowas aber schon. Und bei deiner schwangeren Freundin finde ich das gar nicht gut.

    Wenn Du ohne Vorsatz versehentlich etwas getrunken hast - schwamm drüber, hak es ab. Mach es nicht zum Problem, sondern schau einfach, wie das zukünftig vermieden werden kann. Ein versehentlicher Schluck führt nicht zum Rückfall.

    Das meinst du bestimmt generell, denn ich war da gar nicht dabei. Sehe ich auch so, ein Versehen ist etwas anderes als Absicht.

    Wenn ich die Person wieder treffe, kann ich gerne mal berichten.

    Wünsche allen eine schöne neue Woche.

    Meine Abstinenz sehe ich auch als stabil an. Ich vermeide Risiken wo es nur geht. Könnte nicht sagen ob mir so eine Praline oder ein Schluck aus einem falschen Glas etwas ausmachen würde. Glaube eher nicht. Wenn ich in Lebensmitteln nichts Alkoholisches schmecke und auch nichts davon weiß, dann kann ich eh nix zu sagen.

    Wie gesagt, ich hatte mal ein flüssiges Medikament mit Alkohol, das habe ich nicht genommen und mir etwas anderes verordnen lassen.

    Bei Eisbechern, Desserts und Kuchen achte ich immer sehr drauf. Da ist öfter was alkoholisches drauf bzw. drin. Kirschwasser, Eierlikör oder Amaretto usw.

    Bei Getränken werde ich in Zukunft drauf achten. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich da bisher noch nie drauf geachtet habe. Aber man lernt ja nie aus. Und Risiken minimieren kann nicht schaden.

    Ganz ehrlich ich verstehe das Ganze auch nicht so wirklich.

    Was verstehst du denn nicht?

    Ich dachte hier fürs Forum ist das interessant und ein Risiko Punkt mit dem kaum jemand rechnet und an den man gar nicht so denkt. Gerade wenn man noch ganz am Anfang seiner Abstinenz steht, finde ich, ist das ein wichtiger Hinweis, darauf zu achten ob man unterwegs sein bestelltes alkoholfreies Getränk auch hingestellt bekommt. Mehr war das von meiner Seite her nicht.

    Als ich das gehört hatte, hat mich das beschäftigt und zu denken gegeben, dass eben auch so etwas vorkommen kann. Wenn mir das passieren würde, dass ich wegen einer Verwechslung von einem alkoholischen Getränk etwas trinken würde, wäre ich da bestimmt etwas aufgewühlt.

    Ich werde da jedenfalls nun zukünftig Acht geben. Jetzt wo ich weiß, dass auch so etwas passieren kann, gehört das nun für mich zur Risiko Vermeidung mit dazu. Ich habe bisher da überhaupt nicht dran gedacht, dass vom Kellner ein Glas vertauscht werden kann. Aber solche Fehler können passieren.

    In einem Café frage ich bei Kuchen auch, ob da was alkoholisches drin ist. Daran habe ich direkt seit Beginn meiner Abstinenz gedacht.

    Wem das Thema nicht wichtig ist, muss ja nicht drauf achten. Ich habe bisher darauf nie geachtet, werde nun, nachdem ich davon gehört habe, aufmerksamer sein.

    Hier wollte ich lediglich die anderen User eben auch darüber informieren und sensibilisieren, dass so etwas passieren kann. Das habe ich nun auch gemacht, und jeder kann mit diesem Hinweis umgehen wie er möchte.

    warum nicht auch über so ein Thema hier reden…

    Danke AmSee13 ich dachte echt schon ich rede chinesisch oder völlig unverständlich. Ich fand es einfach wichtig und nützlich auf so etwas in einem Alkohol Forum hinzuweisen. Habe nicht gedacht, dass so ein einfacher Hinweis auf soviel Unverständnis stößt und soviel Erklärung und fast Rechtfertigung bedarf.

    Es geht hier nicht um mich, sondern um alle die auch mal unterwegs irgendwo etwas trinken.

    Falls das für niemand relevant ist, dann ist es halt so. Ich habe jedenfalls meine Pflicht getan hier darauf aufmerksam zu machen.

    Ich verstehe jetzt momentan deine aufgewühlte Richtung bezüglich des Themas nicht mehr so ganz.

    Ich bin nicht aufgewühlt. Ich dachte, dass ist ein wichtiges Thema wenn man unterwegs etwas trinkt. Das man da gut aufpassen muss, weil eben auch die Gläser vertauscht werden können oder eben die Tische verwechselt werden.

    Das ist alles. Von mir aus muss hier nicht mehr weiter geschrieben werden. Wer es liest kann ja selbst dann aufpassen und evtl. mit nem kleinen Schluck kosten ob er sein bestelltes alkoholfreies Getränk auch serviert bekommt.

    Ich sehe das als kleine Sicherheitsmaßnahme um einem Rückfall vorzubeugen.

    Ist nun für mich erledigt, habe hier drauf hingewiesen und gut ist.

    Ich hatte ganz am Anfang auch mal Medizin in Tropfenform. Da war Alkohol drin. Fand das eklig vom Geschmack. Habe dann das Medikament entsorgt und mir was anderes geben lassen. Da passe ich seit dem immer auf.

    Aber so einen richtigen Schluck von einem alkoholischen Getränk wäre für mich schlimm. Die Person hat ja nicht damit gerechnet, dass sie das falsche Getränk serviert bekam und hat einen richtigen Schluck getrunken und untergeschluckt. Im gleichen Moment auch den Alkohol raus geschmeckt. Sie hat wohl in dem Lokal auch laut reklamiert. Aber sie hat leider ungewollt einen Schluck Alkohol getrunken. Meines Wissens kam es dadurch nicht zu einem Rückfall. Ich finde das schon aufwühlend und mich hätte das belastet.

    Weiß jetzt auch nicht ob man von einem Schluck wieder rückfällig werden kann.

    Versehentlich Alkohol trinken -wie muss ich mr das vorstellen?

    Jemand hat in einem Lokal einen Milchshake bestellt, natürlich alkoholfrei. Hingestellt wurde ein Milchshake, aber die Bedienung hat versehentlich das Glas von einer anderen Bestellung eines anderen Tisches gebracht. Das war etwas mit Alkohol drin.

    Die Person hat arglos einen Schluck getrunken und dann erst gemerkt, dass da Alkohol drin ist. Klar dann reklamiert. Aber dieser Schluck hat der Person zu schaffen gemacht und sie belastet.

    Das könnte jedem in einem Restaurant, Café oder Eisdiele passieren.

    leidenschaftlicher Gärtner habe ich mir einen kleinen Traum verwirklicht :

    Hochbeete aus Alu gekauft(da hätte ich früher ein Auto für gekauft).

    Da werde ich heute mit dem Aufbau beginnen.

    Vorher habe ich da noch eine Terasse für gebaut.Ein längeres Projekt also.

    Da hast du doch schon was tolles vor. Da wirst du abends glücklich und stolz sein auf dein Werk. Wie es entsteht und täglich siehst du was du geleistet hast. Wünsche dir viel Spaß. Kannst ja mal Bilder posten.

    Hallo Laggard schön von dir zu lesen.

    Eine zufriedene Abstinenz ,wie von mir gewünscht,ist halt noch nicht eingetreten.

    Es fehlt abends etwas,was ich nicht definieren kann.Aber eben nicht jeden Abend.

    Diese beiden Sätze stechen mir natürlich direkt ins Auge.

    Zufriedene Abstinenz was ist das überhaupt? Ich würde sagen ein zufriedenes Leben. Aber bei niemandem ist immer nur alles Friede Freude Eierkuchen, alles rosa und leuchtend und spannend.

    Das reale Leben hat Höhen und Tiefen, Schwankungen in allen Bereichen wie Gesundheit, Stimmung, Alltag und Job. Mit Alkohol konnte ich das benebeln und entspannen. Ohne Alkohol sehe ich alles klar und deutlich.

    Ich kann überlegen ob Verändungen mich weiterbringen. Jobwechsel, Umzug, andere Essgewohnheiten oder Sport statt Sofa, Obst statt Chips usw.

    Und ich brauche etwas anderes worauf ich mich freuen kann, statt eben Alkohol zu trinken. Abends einen besonderen Tee, etwas spielen, meditieren eben etwas anderes statt zu trinken.

    Hast du da schon etwas für dich gefunden?

    Hast du gerade das Gefühl, dass du feststeckst und sich nichts weiter entwickelt? Das kenne ich auch, aber es entwickelt sich etwas weiter. Unbewusst tut sich trotzdem was. Lass einfach der Zeit ihren Lauf. Irgendwann merkst du es und fühlst dich glücklich und zufrieden. Aber auch das sind Phasen, die nicht andauernd anhalten, da kommen auch wieder Veränderungen. Ist bei mir gerade so. Da ist es wichtig einfach stur an der Abstinenz festzuhalten.

    Denn hier werden die Hintertürchen geschlossen.

    Das ist ein wichtiger Hinweis. Denn das Suchtgedächtnis findet jede Lücke und jedes Hintertürchen. Deshalb ist eine stabile Abstinenz wichtig. Das bringt die Zeit. Es wird zur Normalität alkoholfreie Getränke zu trinken. Immer und überall. Ich finde es wichtig, dass ich selbst täglich am Ball bleibe. Dazu ist auch das Forum gut um sich mit der Sucht auseinanderzusetzen.

    Nachlässigkeit oder Unachtsamkeit können dazu führen, dass ich plötzlich ein Glas in der Hand habe und daraus trinke.

    Das kann auch nach vielen Jahren passieren. Es gibt ja auch Zeiten wo alles schief läuft und ein Rückfall schon im Kopf entsteht.

    Ich würde einfach am Glas riechen.

    Mein Geruchssinn ist gleich Null. Meine Nasen-Nebenhöhlen sind durch häufigen allergischen Schnupfen zu strapaziert, ich rieche leider nicht viel.

    Es ging bei jemand um einen Milchshake und da war wohl Likör oder sowas drin. Mich würde das schon ziemlich aufregen wenn ich davon einen Schluck getrunken hätte.

    Oder jemand hat nur wegen Weinbrand Pralinen einen Rückfall gehabt. Das ist doch schrecklich.

    Hat hier schon mal jemand versehentlich einen Schluck Alkohol getrunken?

    z.B.

    - dass im Restaurant die Gläser verwechselt wurden

    - versehentlich ein falsches Glas gegriffen wurde

    - versehentlich Alkohol in das bestellte alkoholfreie Getränk gemischt wurde

    Wenn ja, wie ist es euch damit ergangen? Wie seid ihr damit klargekommen? Ist für euch wie ein Weltuntergang oder eher Schwamm drüber?