Hallo LE
Willkommen zurück! Du warst ja letztens Jahr schon mal hier, so kannst du eigentlich in deinem Faden weiterschreiben. Ich verschiebe deine Vorstellung gleich in deinen alten Thread
Hallo LE
Willkommen zurück! Du warst ja letztens Jahr schon mal hier, so kannst du eigentlich in deinem Faden weiterschreiben. Ich verschiebe deine Vorstellung gleich in deinen alten Thread
Besser sein lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es triggern kann, drum fass ich das nicht mehr an. Bin ein grosser Fan von Mineralwasser, mit viel Sprudel, eiskalt, für den leichten Brainfreeze😀 "Geschmeckt" hatten mir alkohlische Getränke eh nur wegen der Wirkung, über die Jahre hatte ich mir dann einfach eingeredet, dass ich den Geschmack auch mag.
Bei uns im Geschäft war gestern Weihnachtsfeier. Meine Lust darauf hielt sich schwer in Grenzen. Es war nicht so, dass ich wirklich Angst hatte, rückfällig zu werden. Aber viele Leute, laut, nicht meine Muttersprache, viel Smalltalk - einfach nicht (mehr) so mein Ding. Einigen hatte ich schon gesagt, dass ich nicht mehr trinke (ohne gross zu erklären, wie es um mich stand). Denen, die dann trotzdem nachgefragt hatten sagte ich, dass ich meine wilden Tage hinter mir habe. Ein bisschen euphemistisch, aber egal. Frage beantwortet und wirklich interessiert hats niemanden. Als es langsam wilder wurde, habe ich mich um 22 Uhr französisch verabschiedet. Soweit alles gut. Aber ich weiss, dass ich achtsam bleiben muss, vor 2 Jahren hatte ich an Weihnachten meinen ersten Rückfall.
Gruss
Tom
Hallo Nobs
Herzlich willkommen auch von meiner Seite! Ich wrde dich sogleich freischalten. Das heisst, dass dein Beitrag in den offenen Bereich verschoben wird du dann dort weiterschreiben kannst. In den ersten drei Monaten verändert sich so vieles, vielleicht magst du darüber ein wenig berichten oder auch wie du zum Entschluss gekommen bist, mit dem Trinken aufzuhören. Lass dir Zeit, lies dich ein. Mit realer SHG, Suchtberatung und nun diesem Forum hast du ja schon gute Bedingungen geschaffen, den Weg ohne Alkohol weiterzugehen
Gruss
Tom
Mir ist aber auch bewusst geworden , dass mein Problem viel viel tiefer liegt !
Ich hab ne Riesen Baustelle vor mir und möchte gerade einfach nur weinen 😢
Ich kann nachvollziehen wie du dich fühlst. In den ersten Tagen, Wochen und Monaten kommen Gefühle hoch, die man so gar nicht mehr kennt und halt auch nicht mehr per Knopfdruck wegmachen kann. Wobei ich dir nicht zu erklären brauche, dass dieser "Knopfdruck", wenn überhaupt, nur kurzfristig wirkt und spätestens am nächsten Morgen alles nur noch schlimmer ist.
Mir hat es geholfen, nicht so hart Mir selbst gegenüber zu sein. Traurig, betrübt, melancholisch, neutral, aufgedreht, ruhelos - all das ist ok und geht auch wieder vorbei.
Ich kenne deinen Lebenslauf und die Probleme, die dich beschäftigen nicht. Mein Rat ist, nicht alles auf einmal ändern zu wollen. Das funktioniert in aller Regel nicht. Die Baustelle "Alkohol" reicht fürs erste. Viele vermeintlich unlösbar scheinende Probleme haben sich bei mir mit fortschreitender Trockenheit relativiert und ließen sich einfacher als vermutet lösen.
Gruss
Tom
Hallo Andrew
Herzlich willkommen auch von meiner Seite. Wie von AmSee schon erwähnt, kann ein abruptes Aufhören/kalter Entzug sehr gefährlich sein und soll immer mindestens mit dem Arzt besprochen werden. Wir sind hier alles Selbstbetroffene und keine Mediziner, und schon gar nicht können wir mittels Ferndiagnose einschätzen, ob das abrupte Absetzen körperliche Auswirkungen haben wird.
Schamgefühle, depressive Verstimmungen oder gar eine veritable Depression, daraus resultierend ein nicht mehr vorhandenes Selbstwertgefühl ect. Kennen wohl die allermeisten hier - willkommen im Klub.
Ich habe jahrelang immer wieder mal versucht, zu reduzieren, hab von Bier zu Wein hinüber zu Schnaps und wieder zurück gewechselt in der Hoffnung, dass ich doch nur irgendwie das Feintuning hinkriegen muss, um die alkoholbedingten Kollateralschäden zu verhindern.
Spoilerwarnung:
Hat nicht geklappt 🤪
Es steht dir frei, das ebenfalls zu versuchen. Es mag ein paar ganz wenige (un)glückliche geben, die das so Helmut Schmidt-mässig wie Lemmy von Motörhead bis ans Lebensende hinkriegen. Ich zumindest gehöre nicht zu denen.
Lies dich ins Thema ein, hab keine Angst, Hilfe bei Ärzten, SHGs in deiner Umgebung oder Fachstellen zu suchen. Denn glaub mir, das Tabu Alkohol existiert fast nur noch im Kopf aktiver Trinker.
Gruss
Tom
Darunter waren auf jeden Fall das Buch von Daniel Schreiber "Nüchtern" und das Buch von Simon Borowiak „Alk. Fast ein medizinisches Sachbuch.“
Bin beim Stöbern auf das Buch von Simon Borowiak gestossen. Ich bin noch nicht ganz durch, fühle mich aber jetzt schon bestens informiert und unterhalten. Ein sehr angenehmer Kontrast zu vielen anderen Büchern bisher. Zusammen mit dem unglaublich guten "Nüchtern" von Daniel Schreiber ein tolles Starterpaket für ein trockenes Leben. Kann ich wie AmSee13 nur weiterempfehlen
Hi Patrizius
Herzlich willkommen auch von meiner Seite! freut mich, dass du den Weg in unser Forum gefunden hast. Ich habe deinen Beitrag in den offenen Bereich verschoben und deinen Mitgliedstatus bestätigt. Das heisst, dass du nun weiter in deinem Thread schreiben kannst, aber auch in anderen Threads dich äußern kannst.
Gutes Ankommen und ein schönes Wochenende
Tom
Danke dass du das Thema kalter Entzug aufgreifst.
Da wir hier alle keine Mediziner sind und noch viel weniger die Vorgeschichte, die Trinkmenge und den körperlichen und psychischen Allgemeinenzustand der (neuen) Forenmitglieder kennen, ist es unsere Pflicht, auf einen begleiteten Entzug/begleitete Entgiftung zu verweisen. Alles andere ist verantwortungslos.
Was der einzelne mit diesem Hinweis anfängt, liegt nicht in unserer Hand. Der Austausch im Forum macht erst dann Sinn, wenn Teilnehmer körperlich aus dem Schlimmsten raus ist. Händchen halten im verkaterten Jammertal mit allfälligen Entzugserscheinungen gehört nicht dazu.
Ich hatte auch schon fahrlässig alleine kalt entzogen. Puls und Blutdruck jenseits von gut und böse, schwitzen und zittern sowieso durchgehend zwei Tage und Nächte. Aber mir ist nicht in den Sinn gekommen, dass das Entzugserscheinungen sein könnten, mir gings halt einfach nicht gut🤦♂️🤦♂️🤦♂️ Ich sagte mir, hätte ich Entzugserscheinungen, müsste ich ja Lust auf Alkohol haben. Soweit meine verquere Logik. Hätte böse enden können
Es geht nicht darum, sich selbst zu verurteilen, sondern darum, achtsam zu bleiben. Wer einen Schluck Alkohol zu sich nimmt, sollte das ernst nehmen, reflektieren und gegebenenfalls mit einer Vertrauensperson oder Gruppe besprechen. Nicht, weil es automatisch ein Rückfall ist, sondern weil es ein Warnsignal sein kann.
Ich bin einverstanden, dass man das mit einer Vertrauensperson oder in der SHG besprechen soll. Umso mehr, wenn der unabsichtliche Konsum auf irgendeine Art triggern sollte. Trotzdem ist die Intention hier absolut zentral: bei unbeabsichtigtem Konsum darf die Antwort auch "Schwamm drüber" sein. Wenn ich jedoch billigend in Kauf nehme, oder gar absichtlich auch nur einen Schluck trinke ist für mich der Fall klar, dass dies als Rückfall zu bewerten ist. Das heisst, der Abstinenzähler wird auf Null gesetzt, es gilt Alarmstufe rot und sofort Hilfe aufzusuchen.
Tom
Hi Beritt
Vielen Dank für dein Update! Es freut und inspiriert mich immer wieder, Geschichten von erfolgreicher und zufriedener Abstinenz zu hören.
Einen schönen Sonntag wünsche ich dir
Tom
Alles anzeigenKann wieder durchschlafen
- Schmerztabletten schlagen auch wieder an, sodass ich nahezu schmerzfrei bin.
- alle kleinen Blessuren, die ich vorher hatte, sind verheilt und verschwunden.
- ich bin tagsüber, bis 21:45 Uhr, wieder tipfit, dann gehe ich ins Bett um seelenruhig bis zum Aufstehen, schlafen.
- nehme wieder 10kg ab.
- Kann wieder laufen , ohne zu humpeln und mein Knie schmerzt nicht mehr.
- Treppen kann ich wieder step by ste
Ich verstehe jetzt nicht ganz, ob das schon eingetreten ist oder deine Ewartung an die Abstinenz ist. Wie Helga schon sagt, es wird besser, garantiert. Lass dem Kopf und dem Körper ein bisschen Zeit. ich habe oft erst im Rückblick die gewaltigen Verbesserungen des Wohlbefindens festgestellt.
Klar ist auch, dass sich oben genannte Punkte nie erreichen lassen, garantiert sogar sich verschlechtern, wenn du wieder trinkst. Bleib dran, es lohnt sich. Nur für heute, ein Tag nach dem anderen
Gruss
Tom
Ich kann's auch empfehlen. Die reale SHG sowie das Forum hier hat mich nach den ersten 9 Monaten und einigen Rückfällen davor bewahrt, wieder komplett abzurutschen. Dazu noch ausgewählte Podcasts und Literatur und und der Mix passt.
Hier wurde Tacheles geredet über das Thema Alkohol und den eigenen Erfahrungen damit. Heilung hat wohl viel damit zu tun zu erkennen dass wir mit unserem Problem nicht alleine sind und endlich imstande sind hinzuhören oder auch darüber sprechen über das was wir ja jahrelang nicht wahrhaben wollten.
Wie die AA sagen: du schaffst es, aber du schaffst es nicht alleine
Gruss
Tom
Danke Brant
Hab mir gleich die ersten paar beim Autofahren angehört. Ich gehe selber auch regelmässig zu den AA.
Schade, dass in den Podcasts "Gott" oder die "höhere Macht" immer so prominent propagiert wird. Das hält so viele davon ab, es auszuprobieren und trifft überhaupt nicht den vorherrschenden Spirit der Meetings
Gratuliere Paddy
Ein komplettes Jahr, das heisst, du hast alle Jahreszeiten und jährlich wiederkehrenden Situationen schon einmal nüchtern durchgespielt, top![]()
Ich nehme dich gleich als Vorbild, ich will das komplette Jahr (und natürlich alle, die dann noch folgen) auch ohne Rückfall schaffen
Liebe Grüsse
Tom
Ich denke Bighara hat das ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Solange das wirklich versehentlich passiert, Mund und allenfalls Gedanken ausspülen.
Sprengt zwar den Thread, Aber noch fast wichtiger ist für mich, wie man mit alkoholfreiem Bier/Wein, Saucen und Speisen umgeht. Ich meine, dass man das, vorallem im ersten Jahr, komplett sein lassen soll. Bei mir war alkoholfreies Bier mit ein Auslöser für einen Rückfall. Das lasse ich nun auch komplett sein. Auch deshalb, da es mir nicht wirklich schmeckte, sondern ums Ritual "Biertrinken" und ums nicht Auffallen unter Biertrinkern ging...
Gruss
Tom
Hi Helga
Interessante Betrachtungsweise. Die Frage nach dem Sinn habe ich mir schon länger nicht mehr gestellt, ich denke sogar dass ich mit den Jahren ein kleiner Nihilist geworden bin. Die Sinnfrage stellte ich mir vorallem in meinen schlimmsten Trinkerphasen. Dies wohl weil ich in erster Linie mit dem Lösen der aus dem Konsum resultierenden Alltagsprobleme beschäftigt war. Stand heute lehne ich für mich die Frage nach dem Sinn ab. Ich sag mir allenfalls: tu dir und anderen Gutes und sei vorallem kein Arsch. Sorry, kann glaub nichts substanzielles zum Thema beitragen 🤷♂️
Der Film hat mich ziemlich berührt gestern. Ich hatte mich in so vielen Szenen wiedererkannt. Alkoholreste zusammenzuschütten, um den schlimmen Kater abzuschwächen, um dann aus dem Haus zu trauen, und noch mehr Alk an der Tankstelle zu kaufen. Übel, übel. Und doch hatte es mich kurz gekitzelt. Zuschütten als gäbs kein Morgen mehr, das war ja mein Zufluchtsort für lange Zeit.
Solche Filme darf ich mir nur wohldosiert zu Gemüte führen, da ich gemerkt habe, dass die morbide Sehnsucht nach Abriss und Absturz noch irgendwo in mir schlummert.
So ein ähnlicher Effekt wie der Film "wir Kinder vom Bahnhof Zoo" dazumals auch auf zukünftige und Ex-Junkies hatte...
Deshalb: And now for something completely different![]()
Raus an die Herbstsonne, eine Runde joggen und was leckeres essen
Schönen Abend allerseits
Paul
Sprich einfach für dich und hör auf, Allgemeinplätzte, die so ganz grundsätzlich falsch sind, rauszuhauen. Ich brauch keinen Paul, der mir die Welt erklärt. ist auch nicht der Sinn dieses Forums.
Weil sie ständig an sich zweifeln, sich nichts zutrauen, immer wieder sich nicht selbst ertagen können, ihr Leben, die Situation in der sie sich befinden?
Es viel einfacher ist, all dem zu entfliehen ... praktisch auf Knopfdruck ... zwei ...drei Drinks und die Welt ist plötzlich kunterbunt, alle Probleme weg, bis zum nächsten Katzenjammer?
Weil man einfach nicht kapiert, verstehen will, dass der Suff alles (!) nur noch schlimmer macht?
Diesen selbsgerechten Bullshit nehm ich persönlich.
Tom
Nicht als MOD
Da würde ich erstmal die neusten lesen und bearbeiten.
Genau. Die, der letzten beiden Wochen. Was weiter zurückliegt, hat sich oft schon von selbst erledigt, oder ist schlicht nicht (mehr) relevant. Vorausgesetzt, man hat eine klare Abwesenheitsmeldung mit Stellvertreter hinterlassen. Die Abwesenheitsmeldung lass ich meistens noch einen Tag länger laufen, so hab ich jeweils Zeit, die Inbox abzuarbeiten oder gleich zu schreddern😀