Beiträge von Honk

    Hi,

    es ist ja einfach total absurd das man total fremdgesteuert eine Handlung begeht, die man eigentlich gar nicht will. Und auf der anderen Seite aber doch will. Es ist ja einfach, jedenfalls war es bei mir so, egal wie gut oder schlecht es mir ging, der Rush in der Rübe. Hatte ich einen guten Tag, habe ich mich auf den Rush in der Rübe gefreut, weil er kurzfristig als Verstärker funktioniert hat. Hatte ich einen schlechten Tag, hat der Rush kurzfristig dafür gesorgt, dass ich einen guten Tag hatte, gefühlt. Wobei mich das Zeug am Ende hin einfach nur traurig gemacht hat, depressiv. Der Rush hielt nicht länger an und kippte schnell in die Traurigkeit. Das hatte auch einfach mit der Menge zu tun, die ich mir reinballerte, um auf Pegel zu kommen. Der Katzenjammer kam aber immer am nächsten Morgen. Und dann war es besonders schlimm.

    Ich hab mir immer eingeredet, so lange ich mir morgens oder mittags nichts aufmache, sondern erst am nachmittag, solang kann ich kein Alkoholproblem haben....es gab aber die Momente, gerade im Urlaub, wo ich sukzessive die Zeit nach vorne geschoben habe.

    Tja, wie hab ich den Absprung gefunden. Das steht alles in meinem Thread, Honk - Handbremse gezogen aber im Endeffekt denke ich, meine Vorbereitungen haben mir den Weg bereitet. Bevor ich den Stopp vollzogen habe, war ich mir mindestens 1 Jahr meiner Selbst und meiner Situation bewusst und hab mich ganz aktiv mit mir auseinandergesetzt. Und mir auch vorgestellt als auch "geträumt" was ich alles machen könnte, wenn nur dieser Scheiss Alkohol mir nicht im Wege steht. Und ich hab mir auch vor Augen gehalten, was passiert, wenn ich nicht aufhöre. Und mir die Frage gestellt, soll es das gewesen sein? Und ich hatte kein Bock auf die Antwort...ja das war es dann.

    Dann hatte ich einen sehr prägenden Tag, der rückblickend einfach nur fürchterlich gewesen ist. Mir ging es über den Tag körperlich, psychisch so sau dreckig und ich konnte aus der Situation nicht raus. Ich musste da durch. Quasi Folter. Und am nächsten Tag, nach dem Aufwachen sagte ich mir, das wars. Punkt. Schluss aus. Vorbei.

    Und das war es dann auch. Aber, ich habe nicht einfach aufgehört zu trinken, ich habe an vielen Stellen mein Leben umgestellt. Mentale Ausrichtung, Ernährung, Gewohnheiten, Sport, Gesundheit wurden und sind meine neuen Ziele.

    Das mag nicht für jeden funktionieren, sich auf einmal ganz viele neue Felder aufzumachen könnte auch schnell überfordern. Ich aber als Typ Mensch kann einfach nicht etwas weglassen oder nicht mehr tun, besonders nicht, wenn es eine langjährige, eingeschliffene Gewohnheit / Sucht ist. Ich brauche eine Übersteuerung, eine Überschreibung meiner Synapsen. Neuprogrammierung quasi. Und ich brauche etwas messbares und da sind Gesundheitsdaten was sehr dankbares und sichtbares. Blutdruck, Gewicht, Schlafdauer, Erholung, Wohlbefinden. Das ist schnell sichtbar und messbar, man bekommt schnell die Belohnung der Veränderung und die Abstinenz bekommt einen Sinn.

    Das ist mein Anker und der Anker ist gespickt mit einem Plan B. Was ist, wenn ich mich verletzte? Was ist, wenn ich für meine Aktivitäten keine Zeit habe?
    Wie ich oben aber schrieb, dieses Mindset ist vorbereitet gewesen. Bei mir war es eine Kur, die sich demnächst jährt, die ich aktiv zur Auseinandersetzung mit mir selber genutzt habe.

    Und bei Dir, wie man ließt, bist Du selber in der Auseinandersetzung mit Dir selber und hast sogar eine Therapeutin an der Hand. Ich denke, für meine Begriffe bist Du wunderbar aufgestellt. Ich denke, man muss sich nur einfach dem hingeben, einfach ehrlich zu sich selber sein. Und erkennen, die wohl größte Baustelle ist der Alkohol. Es gibt nichts, aber wirklich gar nichts, was der Alkohol für Dich tut, er macht einfach und stetig alles schlimmer. Stück für Stück. Punkt. Da gibt es kein schönreden.

    In Momenten, wo es mir nicht gut ging, ich Druck hatte, habe ich mich immer folgendes gefragt: "Was verändert sich an der Situation und am Morgen, wenn ich jetzt wieder was trinke"? Und die Antwort ist: "Nichts. Es wird nur noch schlimmer und du musst die ganze Scheisse wieder von vorne durchmachen!"

    Und das ist so. Genau so.

    Ich habe Dir gestern noch den Satz da gelassen:

    Eine Lebensweise, die von klarer Entschlossenheit, bewusster Präsenz, Selbstbewusstsein, persönlicher Entwicklung und den unzähligen Möglichkeiten neuer Abenteuer geprägt ist, übersteigt das bloße Aufhören des Trinkens bei Weitem.

    Der Alkohol weiß, dass das stimmt. Deswegen ruft er nach Dir, um Dich nicht loszulassen, damit Du diese Lebensweise nicht führst.

    Aber was er nicht weiß, es ist total geil. Nicht immer einfach, aber es ist und bleibt einfach geil.

    VG!

    Miaflorentine , ich möchte Dir, bevor ich später ausführlich antworte einen Satz da lassen. Weil Du in deinen Postings ja auch geschrieben hast, dass dir das Betrunken sein gefehlt hat:

    Eine Lebensweise, die von klarer Entschlossenheit, bewusster Präsenz, Selbstbewusstsein, persönlicher Entwicklung und den unzähligen Möglichkeiten neuer Abenteuer geprägt ist, übersteigt das bloße Aufhören des Trinkens bei Weitem.

    Love me....Tender...Love me sweet......

    Nein, ich werde nicht zu Elvis und singen tue ich nur unter der Dusche, ich hatte gestern aber Kontakt zu Tender....Milka Tender. Und was soll ich sagen, die Teile gab es als Dessert im VIP Bereich eines Eishockeyspieles und ich wundere mich beim Futtern des zweiten Riegels, warum das Zeug so schnapsig schmeckt. Potz Blitz, ist auf der sehr versteckten Zutatenliste doch in der Tat Alkohol angegeben. Neben einem Haufen anderen Dreck, den man eigentlich nicht essen will. Soviel "Scheisse" in einem kuchenartigen Stück. Ich weiss schon warum ich "Essen" aus der Industrie meide.

    Aber das der Sprit so derartig dominant im Geschmack hervorsticht, das hätte ich wirklich nicht gedacht. Oder ich reagiere mittlerweile sehr sensibel auf den Geschmack. Das war nicht das erste Mal das irgendwo Alkohol im Essen war und ich doch ziemlich sensitiv auf den Geschmack war.

    Getriggert hat es mich in keiner Weise, auch die restliche Umgebung mit der üppigen Bar war mir ziemlich egal. Auch die Aufforderung kurz ein Bier für einen Nachbarn zu halten, war kein Thema. Ich beobachte mich in solche Momenten immer selber sehr genau ob es was mit mir macht....nö, zum Glück nicht.

    ABER....es macht was mit den anderen, ich habs schon einmal erwähnt. Besagter Platznachbar, eigentlich ein guter Freund von mir stand bei "uns" in der Ecke und er war der einzige, der getrunken hatte. Er sabbelte mich während des ersten Drittels schon ein wenig voll und mir ging doch dezent die Bierfahne auf den Zeiger- auch früher hab ich Bierfahne nicht gemocht, so oder so. Und er meinte dann, als seine Kanne alle war: "Ich hole mir ein Bier. Willst Du ENDLICH auch mal wieder eines?" Ich meinte kurz und knapp nur: Nein.

    Er kam dann zurück und 5 Minuten vor Drittelende kam dann die Aussage: Ich steh gleich hinten (in einer anderen Ecke mit Leuten die ich kenne), mit denen kann man wenigstens was trinken.....

    Ich interpretiere das mal als endgültigen Abschied, zwischenmenschlich ist das eine Sauerei. So kippt man 10 Jahre Freundschaft in den Ausguss. Egal, ich bin wieder seit 2 Stunden wach, ein anderer Freund rief gerade an, heute wollen wir wohl mal wieder die 100km Radtour angehen - ich hab ja nioch Urlaub.

    Vor nem Jahr hätte ich wahrscheinlich ist sauer gehangen.....

    Ich freu mich auf die Radtour! Besser als 3 Stunden Rausch und nen Kater danach.

    Tschöö!

    Hi zu später Stunde,

    also ich versuche ja immer das positive im negativen zu sehen. Und absolut positiv ist, Du bist hier und hast angefangen, Dich mit Deinem Problem, mit dem Alkohol, auseinanderzusetzen. Und das ist ein erster wichtiger und richtiger Schritt und zwar in die Richtung, dass es Dir besser geht. Ohne Alkohol hast Du auf jeden Fall eine riesige Baustelle weniger. Auch wenn die Probleme dadurch nicht kleiner werden, aber die Probleme werden dann angehbar. Betrunken lösen sich keine Probleme, es wird nur schlimmer. Das ist leider so.

    Ich spreche jetzt nur mal für mich, ich hab auch selber einen riesen Bammel vor dem aufhören gehabt. Ich hatte so viele Momente, da hab ich einfach nur gehasst was ich da tue. Am schlimmsten war es morgens, der Blick in den Spiegel und mit dem Wissen, gestern ist es wieder eskaliert und deswegen geht es mir gerade wieder so dreckig. Und trotz des Wissens, wie ein Automatismus, wie ein Roboter gesteuert, ging es wieder los. Wieder und wieder.

    Ich würde Dir gerne ein Spezialrezept geben, wie man das Knöpfchen findet, es drückt und alles wird einfach. Ich kann Dir von mir erzählen, als ich mein Knöpfchen gedrückt habe, ging es einfacher als erwartet.

    Was mir ein bisschen Sorgen macht und ich denke es ist wichtig zu sagen, alleine mit dem Trinken aufzuhören kann echt gefährlich werden. Stichwort kalter Entzug. Deswegen auf jeden Fall mein Rat oder Tipp mit einem Arzt darüber zu sprechen. Auch wenn Dir der Satz viel Angst machen sollte, denk bitte darüber nach.

    Und wenn Du schreibst, Du hättest gerne jemanden angerufen: Telefonseelsorge. Meine ich ernst, dafür sind die Leute da. Anonym, ein offenes Ohr und eigentlich immer erreichbar. Das ist keine Schande dort anzurufen wenn es einmal schlecht geht.

    Und ansonsten, du hast Dich auf den Weg gemacht, so oder so. Du musst nur Deine Richtung bestimmen und erste, kleine Schritte machen.

    Bis dann :)

    Moin und Willkommen Mia!

    Eine sehr gute Entscheidung sich hier anzumelden und sich erst einmal alles von der Seele zu schreiben. Das ist auf jeden Fall schon mal ein sehr wichtiger Schritt.

    Übrigens, das Thema Angst und Alkohol kenne ich zu gut. Um es aber schon einmal als Spoiler vorwegzunehmen, ohne Alkohol ist auch keine Angst mehr da. Und ansonsten könnten einige Passagen aus deiner Geschichte 1:1 in meinen Thread wandern.
    Komm erst einmal an, lies dich ein bisschen durch, sortier dich ein wenig. Wenn ich Dir einen Tipp geben darf, mir hat sehr der Podcast "Ohne Alkohol mit Natalieh" geholfen. In so schwierigen Momenten am Anfang konnte ich mich damit sehr motivieren und habe mich dann mit anderen Leuten, hier, ausgetauscht, was sehr geholfen hat alles zu reflektieren oder einfach alles einfach in die Tasten zu hauen was mich beschäftigt.

    LG!


    "Harter" Sport am Abend, wie Squash, ist reiner Stress für den Körper. Sport ist ja auch eigentlich Stress für den Körper, wenn man es genau nimmt. Und wenn man sich da abends richtig die "Kante" gibt resultiert das in schlechten Schlaf, damit schlechter Erholung und der nächste Tag wird wieder mies.

    Ich hab echt lange gebraucht um das zu verstehen. Aber schön, so lernt ein alter Knochen wie ich immer noch dazu :) Laufen war ich gestern auch, das hat sich soweit gut angefühlt, vielleicht komme ich doch wieder langsam rein, darüber würde ich mich sehr freuen.

    Es ist aber echt ein Spiel mit der Geduld. Ich hab zwar einen Trainingsplan für 10km hier liegen aber der pausiert.

    Und hab ich erwähnt was für ein Mehrwert eine eigene fitte im Keller ist? Alter Falter, ich freu mich immer wie ein Schnitzel wenn ich runtergehe :)

    Tja, das alte Zusammenspiel des Ausgleiches zwischen Sympathikus und Parasympathikus ist unergründlich. Manchmal braucht es halt auf die Fresse um die Anspannungen abzubauen. Aber jetzt mal ohne Quatsch, das ist ja wirklich der Schlüssel zur Entspannung, für sich herauszufinden, was einen abholt. Und da kurzer, knackiger Sport durchaus hilfreicher sein, als Cardio Training. Manchmal ist der Kopf einfach so voll, da braucht es anarchischer Explosion.

    Aber wenn ich einmal ganz altklug einen echten, wirklichen, kostenfreien und hochwirksamen Tipp geben darf, es gibt ein Mittel, dieser ist der Heilsbringer und ich fange jetzt an zu predigen weil es wirklich wichtig ist:

    Schlafen.

    Ihr müsst wirklich alles dransetzen um gut zu schlafen. Wenn ihr nicht gut schlafen könnt, oder meint gut zu schlafen, aber dennoch morgen gerädert seit, arbeitet an Eurer Schlafhygiene und macht alles um Euren Schlaf zu verbessern. Gutes Schlafen ist der absolute Gamechanger.

    Ich hab wirklich niemals realisiert und für voll genommen, wie krass positiv sich schlafen auswirkt. In meinem Thread gibt es ja einige Passagen, in dem ich sehr gestresst bin oder auch klinge und mir einige Dinge gehörig auf den Sack gingen oder mich belasten. Seitdem ich daran arbeite gut zu schlafen und dieses auch wie ein Baby tue, bin ich ein neuer Mensch.

    Ich hab da oben ja von Sympathikus und Parasympathikus geschrieben, das meine ich auch ernst, das sind im übrigen die beiden messbaren Teile unseres Nervensystems, die im Endeffekt dafür sorgen bzw uns zeigen, ob wir hochgestresst oder tiefenentspannt sind. Der Kampf zwischen den Beiden, jetzt wird es fancy technisch, wirkt sich auf unsere Herzfrequenzratenvaribilität, kurz HFV aus. Und ist diese HFV aus dem Gleichgewicht, egal zu welcher Seite, schlafen wir schlecht, regenerieren schlecht, sind wir gestresst und nicht belastbar.

    Ich hab mal ein Bild angehängt, ein Bild in das Innere vom Honk, die 7 Tage Durchschnitts HFV von mir. Und was man beeindruckend sehen kann: Ich war krank. Man kann das genau ablesen. Das ist absolut Fancy und ein super Werkzeug. Ich kann das nur empfehlen sich damit auseinanderzusetzen bzw. wirklich auf seinen Körper zu hören und sich nicht zu übersteuern. Und tadaa...überall Lila Wolken, trotz scheisse auf der Arbeit und doofe Menschen die einen Nerven. Das perlt ab.

    Gerne referiere ich darüber weiter wenns von Interesse ist, weil es ultra spannend ist.

    Update am Sonntag,

    kann ich eigentlich kurz und knapp halten, im Bereich Alkohol gibt es nichts Neues, das Leben ohne manifestiert sich als normaler Zustand. Wobei, doch, zwei Dinge gibt es:

    Ich stehe ja mittlerweile mehr und mehr öffentlich zur Abstinenz und habe das mittlerweile auch als Lebenseinstellung etabliert, soweit das jetzt schon geht, oder man das so sagen kann. 222 Tage übriges :) Boah, wie die Zeit rasst, egal.

    Und wir kamen Mittwoch in der Mittagspause auf der Arbeit auf das Thema Gesundheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Und die gesundheitlichen Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter sind ja non-existent. Und ich beschäftige mich damit ja wirklich aktiv und habe ein kleines Referat dazu gehalten, und da ging es natürlich auch um das Thema Alkohol. Und zwar Alkohol als Brandbeschleuniger, dass das Zeug ab einem gewissen, sehr frühem Niveau absolut schädlich und kontraproduktiv für die Regeneration und Stressabbau ist. Natürlich habe ich auch erzählt, dass ich mit dem Thema Alkohol für immer und ewig durch bin und ich es ziemlich cool finde auch um 7 am Wochenende aufzustehen anstatt bis Mittags in Sauer zu liegen.

    Das hat natürlich großes Erstaunen hervorgerufen und Ungläubigkeit und damit waren wir dann natürlich auch schnell bei dem Thema Menge. Ich hab dann ausgeführt, dass ich einen Konsum, u.a. schon dann für problematisch halte, wenn in dem Augenblick, in dem man sich befindet, das Ablehnen eines Glases mit Alkohol zum Problem wird oder aber auch, wenn man ein Getränk getrunken hat, dieses oft zu weiteren Getränken führt, quasi der Kontrollverlust einsetzt, bis man seinen individuellen Pegel erreicht hat.
    Mein Lieblingsvergleich ist da Kamilletee, niemand verliert bei Kamilletee die Kontrolle oder wird schief angeguckt, wenn er keinen mehr möchte ;)

    Was ich auf jeden Fall gemerkt habe, dass ich eine sehr junge Kollegin mit meiner Aussage sehr berührt habe, sie wurde höchstwahrscheinlich ihretwillen sehr nachdenklich. Mein Bauchgefühl sagt, das Thema ist da noch nicht von Tisch.

    Das andere Thema ist, ich hab ja gerade meinen Keller zum Homegym umgebaut, da hab ich doch tatsächlich noch Bier gefunden. Ich hatte ganz vergessen das da noch was stand ^^ Was für ein Kontrast. Ich stand dann da, guckte auf die Pullen, steht meine Tochter neben mir und meinte: "Papa, hast Du Durst"?
    Und es war total schön zu antworten: "Yap, aber auf ganz andere Dinge als auf den Scheiss da". Und es ist mir in keiner Weise schwer gefallen. Morgen bringe ich die letzten Überbleibsel zum Altglas, dann ist meine kleine Fitte 1000% Sober.

    In dem Sinne, gehabt euch wohl!

    Lindner fährt Porsche Cabrio, der hat das auf die Allgemeinheit pauschaliert und meint bestimmt, die Leute sollen das Dach aufmachen, dann wäre das nicht so schlimm.

    Gurkentruppe, durch die Bank weg. Alle.

    Für mich war es damals erschreckend, dass der Großteil meiner sogenannten Freunde eigentlich nur Saufkumpane waren und sich, weil es bei/mit mir nix mehr nichts mehr zu saufen gab, nicht mehr gemeldet haben.

    Um so schöner war es, die ECHTEN Freunde zu erkennen, die auch weiterhin zu mir hielten. Weniger ist in diesem Falle doch mehr.

    Ja Fox,

    da hast Du schon Recht. Es ist halt nur doof am Anfang aber die Zeit wird es regeln. Ich bin mir da sicher und als Mensch ja auch nicht ganz unkommunikativ etc, da wird sich was Neues aufbauen. Auf der anderen Seite ist nach langer Zeit wieder ein Mensch aufgetaucht, wo ich dachte, da wäre Funkstille. Und darüber freue ich mich. Die Person hat auch wenig mit trinken zu tun bzw. respektiert meine Abstinenz voll und ganz.

    Aber mal kurz ein Update, nachdem ich die letzten Posts doch öfters mal den Mond angeheult hatte: Leute, was geht es mir aktuell gut!

    Ich habe gerade bei Rent kommentiert, dem es nicht so gut geht, deswegen von der Stelle hier, schicke ich Dir mal nen Haufen Sonne.

    Aktuell, und ich klopfe auf Holz, geht es mir richtig gut. Gute Laune, energetisch, kraftvoll, ich schlafe wie ein Baby, alles schön. Und auch meine geliebte Technik bescheinigt dem alten Honk gerade Bestwerte.

    Woran liegt es? Mehrere Baustellen würde ich sagen, die ich angegangen bin, sodass aktuell ein seelisches Gleichgewicht als auch Entlastung herrscht. Und zwar auch in der Familie an einer großen Baustelle. Meine große Tochter ist Typ 1 Diabetikerin und die letzten Wochen liefen gar nicht gut. Pubertät, mieser, unzukontrollierender Blutzucker etc, das hat uns alle schon echt belastet und sie natürlich erst Recht, weswegen wir Eltern natürlich auch schwer belastet waren.

    Aber....ich hab die ganze Zeit abgewettert und auf eine neue Insulinpumpe gewartet die nun endlich in Deutschland verfügbar ist und meine Tochter ist das zweite Kinder der Klinik die damit "ausgerüstet" wurde. Und dieses feine Teil der Technik bringt soviel Entlastung, das haben wir uns jetzt aber redlich verdient. Und das eigene Kind auch so verändert und glücklich zu sehen...Haccchh....was gibt es schöneres. Was hat das Weib alles ertragen müssen.

    Ich hab unter meinem alten Nick mal einen Vergleich gezogen zwischen der Akzeptanz einer chronischen Krankheit und der Akzeptanz der Abstinenz von Alkohol.

    Ich bleib dabei, es ist sehr ähnlich. Aber irgendwann kommt der Schalter, da wird alles viel leichter. Und ich hab so das Gefühl, bei uns beiden gab es gerade den Schalter. Das ist mega!

    Joah, sportlich läuft, sportlich wird auch gleich die Fahrt zur Arbeit, es regnet in Strömen, einmal nass bis auf die Haut bitte. Aber egal, juckt mich nicht. Und, die Aussicht auf 2,5 Wochen Herbstferien. Dazu kommt morgen mein neuer Boden für das eigene Fitnessstudio im Keller, am Samstag gehts zum ersten Mal an die Geräte, da freu ich mich drauf.

    So, muss mich fertig machen. Der Regen wartet! Euch einen guten Start in den Tag!

    So mehr und mehr wird klar, was die Abstinenz für einen Impact auf den Alltag und alles hat. Also bei mir trifft der Spruch "einfach nicht mehr trinken" so gar nicht zu, ich bemerke eher stetig und konstant einen Wandel in mir selber.

    Ich war eigentlich immer sehr Eishockey affin, habe kein Spiel ausgelassen. Jetzt war ich letzte Woche Freitag da und es hat mich überhaupt nicht gekickt. Jetzt Freitag war Derby, eigentlich ein Highlight. Ich hab mir keine Karten geholt, das Spiel zwar im Livestream angeschaut aber zur Hälfe des zweiten Drittels ausgemacht und bin ins Bett gegangen.

    Und auch, ich hatte das an anderer Stelle ja schon einmal angedeutet, unsere Eishockey Clique, welches eigentlich mit so das Zentrum meiner soziales Kontakte gewesen ist, hält sich mir gegenüber abstinent.

    Ich hatte beim Spiel eigentlich einen langjährigen, sehr guten Freund getroffen aber auch da war unser Gespräch eigentlich sehr schnell erledigt. Er erzählt mir von einem Eishockeycamp in der Tschechei in dem er mit Freunden gewesen ist und eigentlich war der Kern der Geschichte der, das die Truppe zwei Eiszeiten lang mit einem fetten Kater auf dem Eis stand, weil man sich ordentlich den Schädel weggeballert hatte.

    Und überhaupt, besagter Freund war eigentlich ein begeisterter Radfahrbuddy, aber auch das ist komplett eingeschlafen. Er geht jetzt aktuell lieber angeln. Ich weiß auch warum, Ansitzangeln ist der perfekte Moment um sich ein paar Getränke in die Kiste zu schrauben.

    Wir sind zwar vor einigen Wochen eine Tour gefahren aber auch da schleppte er sich mehr oder weniger über die Wege, weil, wie er erzählt, am Vorabend 12 Bier getrunken hat. Wenn das mal reicht.

    Und so kristallisiert sich wirklich Immer mehr raus, wie sehr der Alkohol eigentlich der Kit gewesen ist, der eigentlich alles zusammenhält. Und wie normal es ist, insbesondere am Wochenende am Vormittag nichts zu machen, weil man tendenziell in sauer liegt.

    Und ich hab gerade mehr oder weniger ein schlechtes Gewissen, weil ich heute erst um halb zehn aus dem Bett gekrabbelt und total matschig bin. Nicht weil ich gefeiert habe sondern mit der Familie gestern Abend im Zirkus war, der Abend einfach deutlich länger als gewohnt gewesen ist und ich meinen eingebürgerten Schlafrythmus nicht eingehalten habe. Ich werd echt alt.

    Nun ja, so scheint die Herausforderung über die dunkle Jahreszeit zu sein, sich quasi ein neues, soziales Umfeld aufzubauen. Ich hab wirklich so das Gefühl, ich kann mit den anderen nichts mehr anfangen und die nichts mehr mit mir. So ist es einfach, wenn ich das im wahrsten Sinne mal nüchtern. betrachte.

    Aber, wie im Thread "fit mit Honk" schon angedeutet, schwenke ich meinen persönlichen Lifestyle jetzt deutlich in Richtung Sport um. Für den Keller hole ich mir nachher eine komplette Hantelbank mit Dip-Station und allem was dazu gehört. Im Job hat sich jetzt die Möglichkeit ergeben 1x in der Woche eine private Stunde Selbstverteidigung mitzumachen und mein Schwimmen hat sich insofern mehr oder weniger mit einer Privattrainerin ergänzt.

    Zudem treffe ich mich gleich mit einer Bekannten, die sich vor kurzem zu einer Personaltrainerin hat ausbilden lassen und wir besprechen, ob wir ggf. nicht zusammen ein Projekt beginnen wollen.

    Es riecht alles irgendwie nach Neuanfang. Ein bisschen Schiss habe ich auch davor ungewohntes Terrain zu verlassen aber mal gucken wo das hinführt.

    Eine Rudermaschine ist halt schon geil, aber auch einseitig in der Bewegung. Und kostet halt 1300 Euro, jedenfalls die Maschine die ich nehmen würde. Concept 2, das ist halt auch was ordentliches.

    Mit Hanteln kann ich das Training variieren je nach Gusto, das ist natürlich auch cool. Dann hab ich was zu tun, meinen Keller ordentlich einrichten mit dem Kram. Und vor allem da mal neues Licht einbauen damit es gemütlich wird. :)

    2 Typen, ein Gedanke. Ich hab gerade auch meinen Zirkel gemacht, aber irgendwie bin ich heute nicht gut drauf. Nur zwei Runden von vier, sagt mein Körper. Na gut, dann ist das so.

    Morgen hole ich mir für den Keller eine komplette Hantelbank mit Dip-Station und alles, konnte ich relativ günstig bei Kleinanzeigen schiessen. Da das deutlich günstiger ist als eine Rudermaschine, hab ich auch das okay vom Hausdrachen. Da bin ich schon ganz aufgeregt

    Moin und herzlich Willkommen erst einmal hier im Forum!

    Ja, erstmal ist es ein riesiger Schritt für sich zu erkennen, das man ein Alkoholproblem hat. Und dann auch direkt eine Therapie anzufangen, ist schon stark, dass muss man sagen. Es bleibt aber nicht aus, dass man durch die Therapie und auch durch die Abstinenz egoistisch wird oder Dinge einfach anders sieht oder sich einfach nur auf sich selber konzentriert. Was ja eigentlich auch richtig ist. So ein Entzug ist ein heftiger "Einschnitt" in bekannte Lebensmuster. Das Leben orientiert sich an vielen Stellen einfach neu und wer lange und dauerhaft getrunken hat, bei dem ist alles, aber wirklich alles mit Alkohol verknüpft. Und gleichzeitig wird einem auch klar, was der Alkohol mit einem so alles angerichtet hat. Und das muss man erstmal klar bekommen.

    Also von daher würde ich persönlich auch erstmal Raum geben, auch wenn es nicht einfach ist. Einfach nur Raum geben ist auch eine Art von Sicherheit schenken und für einander da sein. Und den Rest wird die kommende Zeit zeigen.

    Was auf jeden Fall immer ein schlechter Ratgeber ist, ist Druck. Mit Druck erreicht man leider überhaupt nichts. Von daher musst Du für meine Begriffe erstmal abwarten.

    Was anderes kann ich dazu gerade nicht sagen.

    VG!

    Die letzten, ja, knapp 9 Tage waren sportlich gesehen ziemlich ruhig, aber wer einen Männerschnupfen hat, der schont sich besser. Aber spannend, ich war ziemlich schnell durch mit der Erkältung.

    Eigentlich war ich / bin ich vom Immunsystem glücklicherweise ziemlich robust und, toi toi toi, selten von Erkältungskrankheiten wirklich betroffen. Außer ein mildes Corona letztes Jahr.

    Aber dieses Mal, ich hab mich Dienstag von der Arbeit ferngehalten, weil ich mittlerweile ernsthaft auf meinen Körper höre und mich auch nicht zur Arbeit quäle und Freitag extra früher Feierabend gemacht um mich ins Bett zu werfen, als Resultat war ich Samstag quasi wieder fit.

    Und gestern wollte ich dann eine ruhige Runde Rad fahren, was natürlich wieder ein eine Ballerei ausgeartet ist, aber ich scheine das gut verkraftet zu haben.

    Dafür winkt nachher meine Lieblingsübung: Matte und Yoga. Bzw. Faszienrolle. :/ Na ja, und da wären wir beim Hinweis oder Tipp bei "Fit mit Honk": Aktive Regeneration ist echt wichtig.

    Faszienrolle, aktive Dehnübungen, meine geliebte Akkupressurmatte etc. Bis auf die Matte alles kein Genuss, aber nötig.

    Schönen Feiertag!

    Also ich weiss nicht, ich sehe Kaffee wirklich nicht als großartig problematisch an. Aber natürlich respektiere ich den Entschluss dazu, dieser ist m.E. eine individuelle Entscheidung und dann ist das ja völlig in Ordnung.

    Aber ich nehme den Kaffeegedanken für mich einmal mit, aber, es gibt auch sehr positive Eigenschaften von Kaffee, die sind auch einfach mal da.

    VG!

    Also, für meine persönlichen Begriffe sollte man sich lieber viel mehr Gedanken um Zucker machen als um Kaffee. Zumal Kaffee, jedenfalls im Sport, durchaus sehr positive, Regenerative Effekt hat.

    Wem Kaffee nicht bekommt oder man meint, wie bei ganz vielen Dingen, man hat negative Effekte durch den Konsum, dann sollte man es lassen. Aber bei Kaffee den "schwarzen Teufel" an die Wand malen sehe ich jetzt nicht gegeben.

    Meine persönliche Meinung zu dem Thema. Zudem sehe ich die verlinkte Webseite nicht als die seriöseste Quelle an.