Beiträge von Stilles Wasser

    AmSee13

    Wenn ich in die Stadt gehe komme ich an Bettlern und Pennern vorbei, Ständen die mehr oder weniger aggressiv für eine NGO oder eine religiöse Richtung werben. Hinzu kommen noch politische Gruppierungen die das Unrecht in der Welt anprangern. Ansonsten hastige Menschen die ihren Job nachgehen oder eine Ware kaufen. Im Grunde ist da sehr wenig das der Hektik Einhalt gebietet. Vielleicht ein Straßenmusikant bei dem man gerne Mal eine Weile stehen bleibt oder ein kleiner Laden mit Dingen die einen in eine andere Welt entführen.

    Wir können unseren Sinnen nicht befehlen was wir an uns heranlassen wollen. Das Auge sieht alles, das Ohr hört alles. Wir sind diesem Wirrwarr der Eindrücke fast hilflos ausgeliefert und kommen irgendwie selbst nicht zur Ruhe in solchen Situationen.

    Deshalb sind meiner Meinung diese sogenannten idyllischen Plätze sehr wichtig für einen Menschen der bemüht ist sich selbst zu reflektieren. Sei es oben auf einem Berg nur um herabzusehen wie winzig und unbedeutend die Welt doch ist. Sei es am Meeresstrand in einer sternenklaren Nacht und dem Rauschen der Wellen oder auch in einer zerklüfteten Steinlandschaft wie es dein obiges Bild zeigt.

    Meine Erfahrung ist diejenige das an solchen Orten ich mir sehr viel bewusster über mich selbst bin da die Natur von sich aus dass ihrige dazu tut. Selbst meine Sorgen und Probleme lassen sich besser behandeln wenn mir eine Brise Wind um die Nase weht und ein Schwan am See langsam so einher schwimmt. Die Knoten und Beengungen lösen sich auf.

    LG Brant

    "Um etwas Neues zu tun, müssen wir natürlich unsere Vergangenheit kennen, und das ist recht so. Aber wir sollten nicht an irgendetwas, das wir getan haben, festhalten: wir sollten nur darüber nachdenken. Und wir sollten auch eine gewisse Vorstellung davon haben, was wir in Zukunft zu tun haben. Doch Zukunft ist Zukunft, und Vergangenheit ist Vergangenheit; jetzt sollten wir an etwas Neuem arbeiten. Das ist unsere Haltung, und so sollten wir in dieser Welt leben"

    Shunryu Suzuki

    Zen Geist ist einer der rätselhaften Ausdrücke, die von Zen-Lehrern benutzt werden, um die Menschen auf sich selbst zurückzuwerfen, um sie zu veranlassen, ihren alltäglichen Geist zu hinterfragen und sich darüber zu wundern, was und wie dieser Geist eigentlich ist. Die Unschuld dieser Nachforschung ist Anfänger-Geist.

    AmSee13

    🧭 Ich fahre gerne in Gegenden mit denen ich früher mal verbunden war. ⚓

    Ein Schleier legt sich da nicht über mein Gemüt, ganz im Gegenteil es freut mich zumeist den Ort auf einer sehr viel tieferen Ebene kennenzulernen. So ganz ohne die alten Begierden von haben wollen oder dem krampfhaften Versuch jemand Wichtiges zu sein. Ohne diese Kiste ist der Blick frei für neue Einblicke. Es ist fast so als ob die alten Gemäuer oder die schöne Landschaft mir zurufen würden hier ist die andere Wirklichkeit die du doch damals mit deinem Scheuklappen nicht sehen oder berühren konntest. Doch jetzt kann ich mir vergeben was einst auch immer gewesen ist.

    LG Brant

    Da kamen soviele Erinnerungen hoch.

    Es ist schon irgendwie brutal dem Ort der Jugend wieder zu begegnen. Da war so viel destruktives und brutales das geradewegs ins Verderben führen musste. Nirgendwo ein Hinweis oder ein Wegweiser der einen Ausweg aus diesem Dilemma brachte. Es fanden sich damals schon die richtigen Gleichaltrigen, die auf Partys oder Discobesuchen sich mit ihrem Alkohol oder dem dämlichen Haschisch brüsteten und auf diese Art und Weise Supermann und Superfrau spielten. Wir wurden nicht geboren sondern in die Welt geschmissen. Wie wir damals als 15-Jährige im Kneipen rumhingen, den Kicker und den Flipper malträtierten und ganz selbstverständlich dort auch unser Bier bekamen. All das noch einmal hautnah in der Erinnerung zu erleben ist schon schmerzhaft. Doch es ist ein heilsamer Schmerz der die Akzeptanz für das erhöht was gewesen ist. Oder um es mit einem Autoren auszudrücken der die Charles Manson Geschichte recherchierte. ln seinem Schmöker ist mir nur noch der letzte Satz seiner Arbeit in Erinnerung. Er lautete: "Es war vorbei". Er hat den Alptraum gemeint.

    Das Wetter passte. Grund genug für eine kleine Wanderung und das an fast vergessenen Orten meiner Jugendzeit. Da kamen soviele Erinnerungen hoch.

    Kann sein das ich damals zu jung war,

    kann sein das ich damals zu dumm war,

    wer weiss wofür das alles gut war.

    ...

    Alter Schlagertext

    Ozzy Osbourne

    * 3. Dez. 1948

    † 22. Juli 2025

    war ein britischer Rockmusiker. Bekannt wurde er als Lead-Sänger der den Heavy Metal prägenden Band Black Sabbath. Als Solokünstler erreichte er ab 1980 bis Mitte der 1990er Jahre mehrere Platinauszeichnungen. Er trug die Beinamen Godfather of Metal („Pate des Metal“) und Prince of Darkness („Fürst der Finsternis“). Er galt als größte Ikone der Heavy-Metal-Geschichte.

    Quelle: Wikipedia

    16.07.25

    Kein Alkohol an Tankstellen: Wie sinnvoll wäre das?

    Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung Hendrik Streeck will den Zugang zu Alkohol erschweren und schlägt vor, die Flaschen aus der "Quengel-Gasse" der Supermarkt-Kassen zu entfernen. Noch ist das ein Gedankenspiel - aber: Was würde es bringen?

    BR.de

    Hallo Paddy

    Danke für deinen Report und Glückwunsch zu den neun Monaten.

    Was Krankheiten betrifft, hatte zwar jetzt kein Morbus Crohn, dennoch sind viele Kleinigkeiten, sei es nun körperlich oder seelisch, einfach verschwunden oder minimiert worden. Daran dass in der Hinsicht so vieles möglich ist bin ich gewachsen. Abstinenz stärkt die Zuversicht und das Vertrauen in das eigene Ich und erleichtert es den Anforderungen des Lebens zu begegnen.

    Toi toi toi für deinen weiteren Weg.

    LG Brant

    Hallo Scrat

    Meinen Glückwunsch zum heutigen Jubiläum.

    Stabilität und Leichtigkeit sind die besten Begleiter im Leben. Abstinenz ist die Basis.

    Toll wie du das Jahr auf eine dir genehme Art und Weise "zurückgelegt" hast. Weiter so!

    LG Brant

    Mein Neuanfang zuhause nächste Woche /der Abschied aus der "sicheren "Klinik macht mir sehr viele Gedanken / auch im Unterbewusstsein.

    Hallo Laggard

    Klasse dass du die Tönis Etappe jetzt fast durch hast.

    Was die Zukunftsängste betrifft gilt wohl dass nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Der Verstand bauscht da wohl einiges unnötig auf um weiterhin der Herr im Haus zu sein. Der Verstand ist ein prima Diener für vieles, mehr aber auch nicht.

    Weiterhin toi toi toi auf deinem Weg.

    LG. Brant

    Gratulation Loner

    Da ist ein Weg - keine einfache Autobahn

    Es gibt ja eine ganz spezielle Art von Größenwahn, die uns (Ex) Trinkern gewöhnlich zu eigen ist. Die tiefere Frage wer bin ich eigentlich wirklich kann auf dieser Stufe der Ausschweifungen der Sinne nicht umfassend beantwortet werden.

    Mit fortschreitender Dauer der Abstinenz wird es gewöhnlich leichter die eigenen Emotionen einzuschätzen und zu handhaben.

    Diese geistige und allgemeine Entwicklung hin zu einer mehr ganzheitlich gelebten Haltung ist vermutlich das größte Geschenk dass uns die Nüchternheit bietet.

    LG Brant

    08.07.2025

    "Nicht zeitgemäß": Bayern will Aus für Alkohol ab 14 anstoßen

    Im Kampf gegen das "begleitete Trinken" ab 14 Jahren will Bayern über den Bundesrat den Druck auf die Bundesregierung erhöhen: Gesundheitsministerin Gerlach kündigte für Freitag einen Antrag an. Die Grünen begrüßen den Beschluss, verlangen aber mehr.

    Br.de

    07.07.2026

    Statistik für 2024

    2.137 Drogentote - und viele waren noch keine 30 Jahre alt

    Der Konsum illegaler Drogen hat im vergangenen Jahr 2.137 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Der neue Bundesdrogenbeauftragte warnt: Der Markt für Drogen werde immer unübersichtlicher, die Substanzen immer gefährlicher.

    Tagesschau.de

    "Sieh dir an, wie er mich verletzt und geschlagen,

    wie er mich zu Boden geworfen und ausgeraubt hat."

    Lebe mit solchen Gedanken,

    Und du lebst in Hass.


    "Sieh dir an, wie er mich verletzt und geschlagen,

    wie er mich zu Boden geworfen und ausgeraubt hat."

    Gib solche Gedanken auf,

    Und lebe in Liebe.


    In dieser Welt

    Hat Hass noch niemals Hass vertrieben.

    Nur Liebe besiegt Hass.

    Dies ist das Gesetz,

    Alt und unverbrüchlich.

    Auch du wirst einmal sterben.

    Weißt du dies,

    Wie kannst du dann noch streiten?


    Gib die alten Gewohnheiten auf

    Leidenschaft, Hass, Torheit.

    Erkenne die Wahrheit und finde Frieden.

    Gehe den Weg.


    📿 Buddha

    Mal etwas abseits vom Begriff Opferrolle.

    Was heißt das lösungsorientiert? Wie tief ich auch immer in meine Vergangenheit hineinschauen kann begann schon sehr früh die Suche nach einem Ausweg indem ich vor allem durch eine ãusserst toxische Familienstruktur steckte. Da gab es viel Bemühungen meinerseits hinter die Kulissen zu schauen, zu Erwachen oder wie immer man dann das auch nennen möchte. Es sollte nicht sein. Knoten, Blockaden hielten mich weiterhin gefangen, schlimmer noch es ging abwärts. Meine positiven Erfahrungen zwang ich in ein Korsett und diesen Lebensstil kann man durchaus als destruktiv bezeichnen. Nach außen hin hui und im Inneren ein pfui dass ich jedoch ständig wegdrückte und so nicht an den Kern der Sache herankam um damit konstruktiv und lösungsorientiert arbeiten zu können. Es musste wohl so sein dass ich durch eine lange lange öde und lebensfeindliche Wüste wanderte bevor ich den Schlüssel für mich, die Abstinenz, fand und endlich das Mittel hatte um meine Situation merklich in eine gewünschte Richtung, die mir auch zusagte, zu lenken. Der Witz ist vielleicht dass es in etwa dieselben Methoden sind die jetzt eher meiner Befreiung dienen als der Vertuschung und Verharmlosung dessen wie es in meinem Inneren wirklich ausschaute.

    Grüsse Brant

    Noch ein Nachtrag zu obigen Text.

    Der verlinkte Faden zum anderen Forum wurde dort im Co-abhängigen Bereich erõffnet und zumeist von diesen Personenkreis aus weitergeführt. Es ist also eine sehr spezielle Sicht auf das eigene Leid in Bezug auf eine Beziehung zu ihrem XY, so wird dort der alkoholabhängige Partner genannt.

    Ich war gestern mal wieder bei Thalia und im Ausverkauf lachte mich ein gebundenes Buch für nur 3,95 € an. Ich blätterte lose darin und es gefiel mir was da so stand. Ein Retreat in einem Kloster das hat doch was für sich. Der Titel des Buches: Ich bin dann mal still - Meine Suche nach der Ruhe in mir. Genau mein Thema dennoch habe ich das Buch nicht gekauft. Ich beliess es beim Erwerb von zwei Räucherstäbchenpackungen und verließ dann wieder den Laden.

    Das Buch in der Beschreibung:

    Horst Lichter, wie man ihn noch nie erlebt hat

    Horst Lichter, Deutschlands beliebtester Moderator und TV-Koch, begibt sich auf eine Reise in die Stille und zu sich selbst: Ein Lebensratgeber voller Ruhe, Kraft und Entschleunigung, aber auch voller Humor, Augenzwinkern und Lebensfreude.

    Die Sehnsucht nach einem Moment des Innehaltens in einer Welt, die uns alles abverlangt, die Stress und Burn-out, Überforderung und Anstrengung mit sich bringt, kennen wir alle. Schweigen, still sein, einatmen, ausatmen, in der Meditation ganz für sich sein – dieses Abenteuer, diese Selbstfindung wagt der Mann, der nie um einen flotten Spruch verlegen ist. Was macht die plötzliche Stille mit ihm? Die Pause vom schnellen Leben?

    Ist Meditation der Schlüssel zum Glück? Und was hat es eigentlich mit diesem Buddhismus auf sich?

    Horst Lichter erzählt auf sympathische und humorvolle Weise, was ihn zum Schritt in die Stille bewogen hat, weshalb er sich die Pause vom Alltagsstress gönnt. Er berichtet von der Zeit der Ruhe und was passiert, wenn man plötzlich allein in seinem Kopf ist. Wenn die laute Welt durch die eigenen Gedanken ersetzt wird. Welche Fragen man sich selbst stellt und auch selbst beantworten muss. Und er verrät, was am Ende bleibt von dieser Erfahrung. Wie es gelingt, seine Kraft und innere Mitte zu bewahren, wenn man wieder zurück im Alltagsstress ist. Dieses Buch ist ein spannendes Experiment, berührend, inspirierend und zum Schmunzeln, aber auch echte Lebenshilfe für den Umgang mit der Überforderung und der Belastung, die wir alle täglich spüren.

    Reflektiere seit einiger Zeit über dieses Wort. Habe mich in meiner Nüchternheit nicht konkret mit dieser Inneren Haltung befasst. Doch bestimmt ist vieles von dem abgefallen bei meinem fortlaufenden Bemühen aus der Spirale "nasser Verhaltensweisen" herauszukommen um mit mir im Reinen zu sein. Muss wohl so sein denn wo ist Derjenige abgeblieben der die Straße entlang ging, im Selbstgespräch vor sich hinbrabbelte und in Selbstmitleid nur so zerging.

    Im Internet habe ich eine kurze Beschreibung gefunden die die Opferrolle sehr gut erklärt.

    Die Opferrolle beschreibt eine Haltung, in der sich jemand als hilfloses Opfer von Umständen oder anderen Personen sieht. Betroffene neigen dazu, sich selbst zu bemitleiden und die Verantwortung für ihre Situation abzulehnen. Sie konzentrieren sich auf erlittenes Leid und fühlen sich machtlos, etwas an ihrer Lage zu ändern. Diese pessimistische Sichtweise kann dazu führen, dass sie passiv bleiben und sich nicht um Lösungen bemühen.

    https://kurz.wortbedeutung.info/Opferrolle/

    Bei der "Konkurrenz" existiert ein vierseitiger Thread aus dem Jahre 2009 mit dem Namen Opferrolle und der ist durchaus lesenswert, sehr kompakt und ohne größere Abschweifungen.

    https://alkoholiker-forum.de/forum/thread/15367-opferrolle/