Wenn ich in die Stadt gehe komme ich an Bettlern und Pennern vorbei, Ständen die mehr oder weniger aggressiv für eine NGO oder eine religiöse Richtung werben. Hinzu kommen noch politische Gruppierungen die das Unrecht in der Welt anprangern. Ansonsten hastige Menschen die ihren Job nachgehen oder eine Ware kaufen. Im Grunde ist da sehr wenig das der Hektik Einhalt gebietet. Vielleicht ein Straßenmusikant bei dem man gerne Mal eine Weile stehen bleibt oder ein kleiner Laden mit Dingen die einen in eine andere Welt entführen.
Wir können unseren Sinnen nicht befehlen was wir an uns heranlassen wollen. Das Auge sieht alles, das Ohr hört alles. Wir sind diesem Wirrwarr der Eindrücke fast hilflos ausgeliefert und kommen irgendwie selbst nicht zur Ruhe in solchen Situationen.
Deshalb sind meiner Meinung diese sogenannten idyllischen Plätze sehr wichtig für einen Menschen der bemüht ist sich selbst zu reflektieren. Sei es oben auf einem Berg nur um herabzusehen wie winzig und unbedeutend die Welt doch ist. Sei es am Meeresstrand in einer sternenklaren Nacht und dem Rauschen der Wellen oder auch in einer zerklüfteten Steinlandschaft wie es dein obiges Bild zeigt.
Meine Erfahrung ist diejenige das an solchen Orten ich mir sehr viel bewusster über mich selbst bin da die Natur von sich aus dass ihrige dazu tut. Selbst meine Sorgen und Probleme lassen sich besser behandeln wenn mir eine Brise Wind um die Nase weht und ein Schwan am See langsam so einher schwimmt. Die Knoten und Beengungen lösen sich auf.
LG Brant