Beiträge von Stilles Wasser

    SuchtfreiLeben ist eine ansprechend gemachte Website auf dessen Vorschläge samt der kleinen Einführung ich hier mal hinweisen möchte. Der Link beinhaltet viele aktuelle Bücher die momentan auf dem Markt erhältlich sind.

    Literatur & Medien

    Im Buchhandel gibt es zahllose Bücher rund um Suchterkrankungen. Als mein Weg in die Abstinenz begann, begann auch die Lust aufs Lesen. Ich wollte wissen, wie andere ihre Erkrankung (oder die eines Angehörigen) erlebt haben, was ihnen geholfen hat, aus der Sucht hinaus zu finden und dauerhaft suchtfrei zu leben.

    Ich las mich durch unzählige Biografien, Ratgeberbücher und Anleitungen. Die Qualität geht dabei weit auseinander. So fand ich viele Bücher sehr bereichernd, hilfreich und manches sogar unterhaltend. Viele andere empfand ich dagegen als wenig hilfreich oder gar als Zeitverschwendung. Hier möchte ich meine persönlichen Lesetipps & Highlights weitergeben*:

    https://suchtfrei-leben.de/buchtipps-fuer…nd-angehoerige/

    Kapitulation

    Ernst Herhaus beendete 1954 – inzwischen zum Alkoholiker geworden – seine bürgerliche Existenz und begann ein rastloses Leben, das ihn nach München, Paris, Frankfurt, Wien und Zürich führte. Er übte Gelegenheitsarbeiten aus und war Gasthörer bei akademischen Vorlesungen, unter anderem bei Adorno und Horkheimer. Daneben verfolgte Herhaus, soweit es seine Alkoholsucht zuließ, weiter das Ziel, Schriftsteller zu werden. Herhaus’ Alkoholsucht hatte jedoch schon lebensbedrohliche Formen angenommen. Im Rahmen und mit Hilfe der Selbsthilfegruppe Anonyme Alkoholiker vermochte es Herhaus im Jahr 1973, sich auf Dauer von seiner Sucht zu lösen.

    Es gab lange keine Literatur über die Abstinenz. Das vielleicht erste Buch hierüber wurde von Herhaus geschrieben. Es erschien 1977 und hieß „Kapitulation. Vom Anfang einer Krankheit". Hierin macht er die eigene Lebens- und Krankengeschichte zum Thema, weist aber hin auf den rettenden Ausweg der totalen Abstinenz in Gemeinschaft mit anderen Abhängigen.

    Er läßt sich das selbst von einem anderen „trockenen" Alkoholiker sagen:

    „Ernst, du wirst es schaffen. Eher als du denkst, wirst du Alkoholikern, die noch drinhängen, durch Erzählen helfen."

    Eine zehnminütige Hörprobe:

    Ernst Herhaus: Kapitulation (aus: Kapitulation. Aufgang einer Krankheit) (1977), gelesen von Marc Mann - YouTube

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    Und mir kam der Gedanke, nach 1000 Tagen Jubiläum, das einmal zurückzugeben und einen Rückblick zu schreiben, um vielleicht anderen, stillen Leser- natürlich auch aktiven Lesern, einen Rückblick zu gewähren. Vielleicht mag der eine oder die etwas daraus für sich ziehen.

    Kogge

    Hmm. Irgendwie scheint die Kogge ja auf Grund gelaufen zu sein. Du hast positives Feedback erhalten für dein Vorhaben und jetzt nach Tagen ist noch Leere. Hast du überraschend ein Schweigegelübde abgelegt? Ein paar klärende Worte von dir wären ganz gut.

    Brant

    Vor ein paar Wochen war ich in der Stadt und da hörte ich markerschütternde Schreie. Sie kamen von einem osteuropäischen Penner, der am Boden saß oder vielmehr herumrutschte als sässe er auf glühenden Kohlen. Dabei versuchte er mit seinen Armen einen Schmerz seiner Füße zu bändigen. Der wirre Blick in seinen Augen verdeutlichte dass er irgendetwas sehr sehr Schlimmes sah dass jedoch nur ihm zugänglich war. Vielleicht sowas wie eine leibhaftige Grube mit sich windenden Giftschlangen. Jemand rief die Sanitäter. Ich ging weiter.

    In Reddit habe ich einen Erfahrungsbericht gefunden den ich hier einstellen möchte.

    Ja ja der Bruder Alkohol.


    Meine Erfahrung mit Delirium Tremens

    Ich hab das vor ein paar Jahren geschrieben und bin nie dazu gekommen, es zu posten. Das Folgende lasse ich uneditiert aus der Zeit, als es geschrieben wurde, also verzeiht mir etwaige grammatikalische Fehler, da mein Geist noch extrem benebelt war. Das war meine Erfahrung mit Delirium tremens:


    https://www.reddit.com/r/stopdrinking…_tremens/?tl=de

    Meine persönliche Erfahrung ist dass ich ein paar hunderte Mal den Alkohol abrupt abgesetzt habe und vielleicht nach maximal zwei Tagen sich auch die letzten Katerreste gelegt hatten und ich sozusagen wieder auf dem Damm war. Auch meinen Saufkumpels ging es ähnlich. Da war nichts was mit dem Begriff Lebensgefahr in Verbindung gebracht werden könnte. Deshalb ist es für mich nicht möglich mit aller Eindringlichkeit den warmen Entzug in einer Klinik zu empfehlen. Ich weiß dass die Chancen auf ein abstinentes Leben umso größer sind je mehr sich ein Betroffener um echte Hilfe bemüht und dazu gehören eben auch Arztbesuch, Klinikum , Therapie und / oder Selbsthilfegruppe.

    Ich möchte nichts verharmlosen, doch werde ich auch nichts übernehmen dass ich nur mal soeben gehört habe. Zahlen kenne ich bisher nicht. Was mich dann doch etwas verwundert da ja Todesfälle zumeist etwas genauer dokumentiert werden und ich habe hierzu nichts gefunden.

    In der Drogenhilfe wo ich ja mehrere Jahre gearbeitet habe kam dieses Thema nicht vor. Vielleicht auch deshalb da das Angebot sehr niedrigschwellig gestaltet war. Da hätte es entsprechendes Klientel mit so knallharten Ansagen kaum erreicht.

    Brant

    Kalter Entzug bei Alkoholismus

    Vier bis zwölf Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum können bei Abhängigen die ersten Entzugserscheinungen auftreten und bei fortgesetzter Abstinenz bis zu fünf Tage lang anhalten. Magenschmerzen und Unwohlsein gehören zu den häufigsten, wenn auch leichteren Symptomen. Die Dysregulation des vegetativen Nervensystems führt zu starkem Schwitzen, Mundtrockenheit sowie Kreislaufproblemen wie Herzrasen und Bluthochdruck, ggf. mit Blutdruckkrisen.

    Durch den Wegfall des dämpfenden Alkohols kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Sprach-, Seh- und Empfindungsstörungen. Daneben sinkt die Krampfschwelle des Gehirns, so dass generalisierte Krampfanfälle mit Verletzungspotenzial durch Stürze, Aspiration und Zungenbisse häufig sind. Darüber hinaus kann es zu Stoffwechselentgleisungen wie Unterzuckerung kommen.

    Psychische Entzugserscheinungen reichen von innerer Reizbarkeit und Unruhe über Konzentrations- und Gedächtnisstörungen mit verstärkter Suggestibilität bis hin zu depressiven Verstimmungen und Suizidgedanken. Überlegungen, die um die Beschaffung von Alkohol kreisen, sind bei Alkoholkranken auf Entzug die Regel.

    Kalter Entzug kann zum Delirium führen, das häufig intensivmedizinisch behandelt werden muss.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kalter_Entzug?wprov=sfla1

    Ich möchte nochmal auf den Link eingehen den ich vor ein paar Tagen hier einsetzte. Ich finde die verschiedenen Geschichten einfach so wunderbar. Für einen Menschen der das Zuhören versteht gehen die Erzählungen sehr tief, berühren vielleicht sogar den ewigen Ort wo wir wirklich Zuhause sind, wo der Zweifel und die Sorgen verschwunden sind.

    Heute habe ich mir die Episode 010 angehört. Wie bei all diesen Interviews passen sie vielleicht nicht so genau für jeden. Doch verdeutlichen wir uns dass hinter jeder Geschichte die Trostlosigkeit und Einsamkeit des alkoholischen Daseins deutlich zu spüren ist. Und das ist es doch was uns leider verbindet. Und vielleicht auch der befreiende Schritt heraus aus dieser elenden Hölle.

    010 - Marions Geschichte: AA und Zen | Vom Trinken und vom Nüchtern werden

    Marion erzählt uns von ihrem Aufwachsen mit ihren Eltern, die beide alkoholkrank waren, in einer Familie, in der kein Raum für Emotionen war. Als Kind war Spiritualität schon so anziehend für sie, dass sie Nonne werden wollte. Mit 7 Jahren inspiriert durch die Serie „Raumschiff Enterprise“ und vor allem Mr. Spock erfährt sie von Meditation. Sie besorgt sich als Zehnjährige eigenständig ein Heft darüber und fängt an zu meditieren. Jahrzehnte später wird sie zur Meditation zurückkehren. Sie kommt früh in Kontakt mit Alkohol, hat mit 12 Jahren ihren ersten Vollrausch und ein Leben mit Alkohol sogar am Arbeitsplatz wurde normal. Sie beschreibt das Familienleben und wie sich ihr eigener Alkoholismus entwickelte, obwohl sie das abschreckende Beispiel der Eltern vor Augen hatte. Als sie Mitte Zwanzig war, hörte der Alkohol auf zu funktionieren und wendet sich gegen sie. Depression, chronische Rückenschmerzen und Angstzustände zwingen sie zum Handeln. Welche Rolle der Dalai Lama und ein amerikanischer Zen-buddistischer Mönch in ihrer Genesung spielen, das erfahrt ihr auch in dieser Episode.

    https://www.n%c3%bcchtern-werden.de/episode/010-ma…chte-aa-und-zen

    Hallo Kogge

    Schön dass du da bist und Gratulation für deinen bisher so erfolgreichen Weg.

    An Berichten über die eigenen Erfahrungen bin ich immer sehr interessiert. Ich habe festgestellt das es ist für beide Seiten sehr heilsam ist. Für den Berichterstatter sowie auch den Leser. Also ein gutes Ankommen hier im Forum und nur raus mit deiner Rückblende.

    Einen verregneten Gruß 🌧️ (der Blick aus dem Fenster)

    Brant

    Ja so ist das mit dem Geld. Ich schrieb ja selbst in meiner eigenen Rückblende:

    Zahlte keine Miete mehr da ich für mein Geld eine bessere Verwendung sah.

    Nachträglich wundere ich mich sehr wie ich es schaffte so viel Energie und Geld für meinen Lebensstil aufzubringen. Schließlich hatte ich mich ja schon ziemlich herunter gesoffen im Laufe der Jahre. Nicht mehr fähig ordentlich zu agieren. Doch hatte ich mein Leben gnadenlos optimiert. Saufen, saufen und so wenig wie möglich noch von der bösen Welt mitkriegen. Da spielte es kaum noch eine Rolle woher das Geld kam. Die Hauptsache war es kam. Beschämend aus heutiger Sicht. In der AA erzählte mal jemand wie er seine eigene Mutter bedrohte weil er einen hohen vierstelligen Betrag haben wollte und auch bekam. So ist das wenn Moral und Ethik den Bach hinunter gehen.

    Warum ich das hier schreiben. Die meisten die das lesen waren ja noch nicht an diesem Punkt und werden wohl nie dorthin kommen. Anfangs ist doch immer diese Beschreibung: "Nun ja zwei drei Bier meistens und vielleicht in letzter Zeit etwas übertrieben. Aber ich habe es jederzeit im Griff." Sowas halt.

    In den eigenen Abgrund zu blicken mag für jeden wohl etwas anders ausschauen, doch eins ist gewiss, die Courage diesen Anteil im eigenen Inneren nicht mehr tot zu schweigen, das kann sehr heilsam für einen Menschen sein und vielleicht wie du ein Wunder braucht er nicht mehr zu trinken.

    Cents of Brant

    Eine erschütternde Geschichte, mir kommt da einiges bekannt vor…..

    Mir auch. Alkoholiker sind ja große Jongleure wenn es darum geht zu ihrem Vorteil zu handeln auch wenn die Wahrheit bis zur Unkenntlichkeit verdreht wird. Am Beispiel der Geschichte kann man sich nur wundern über so viel Leichtgläubigkeit im Umfeld eines Trinkers.

    Sie gab ihm 100 000 Mark, um ein altes, heruntergekommenes Haus zu kaufen und zu renovieren und seine Angestellten, die er beschäftigte, zu bezahlen. Unser Vater hat getobt.

    ...

    Das renovierungsbedürftige Haus hatte er verkauft. Was aus dem Geld geworden ist, weiß ich nicht.

    ...

    Die 25 000 Euro, die er vom Konto unserer toten Mutter ab­gehoben hat, sind wohl futsch.

    Damit lässt sich doch der eine oder andere Drink finanzieren.

    😂 Brant

    Ein ertränktes Leben

    Matthias ist schwerer Alkoholiker. Er leugnet es, verschanzt sich, lehnt jede Hilfe ab seit Jahrzehnten. Bald wird er wohl sterben. Sein Bruder erzählt ihre gemeinsame Geschichte.

    https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gese…tes-leben-81550

    Unser Autor darf seinen Namen nicht nennen, da das die Persönlichkeitsrechte seines Bruders verletzen würde. Er entschloss sich trotzdem, diese Geschichte zu erzählen, um zu zeigen, dass es wirklich jede Familie treffen kann - und wie aussichtslos es oft ist, einen Alkoholiker vom Trinken abhalten zu wollen.

    sz-magazin

    "Freiheit beginnt da, wo die Sucht endet"

    Ich stelle mal zwei Leute vor die ihr neues Leben mit dem Kreuzbund begannen.


    Caritas in NRW: Wie sind Sie selbst in Kontakt mit dem Kreuzbund gekommen?

    Helga Albrecht-Faßbender: Als mein Sohn sich weigerte, mit mir zu sprechen, weil ich bekifft und betrunken war, erkannte ich mein ernstes Alkohol- und Cannabisproblem. Mir wurde bewusst, wie andere mich erlebten. Ich schämte mich. In der Caritas-Suchtberatung legte ich dann den Grundstein für meine persönliche Entwicklung. Ich realisierte, dass ich meine Ängste und Sorgen nicht einfach wegkiffen oder wegtrinken kann, da sie darin schwimmen.

    https://www.caritas-nrw.de/magazin/2025/a…ff-2c2972bd8088


    Machst du etwas oder bringst du dich um? Vor dieser Frage stand Werner Barke vor 20 Jahren. Seine Alkoholsucht brachte den lebensfrohen Mann dorthin. Er sieht es heute so: Ein Zeichen von Gott führte ihn wieder weg von diesem Punkt. Seitdem unterstützt er als trockener Alkoholiker andere alkoholkranke Menschen.

    https://www.caritas-nrw.de/magazin/2025/a…3c-e1e420180752

    Ich erinnerte mich soeben an ein Taschenbuch das schon etwas außergewöhnlich ist. Es ist von einem Amerikaner namens Mel Ash und der Buchtitel ist:

    Das Zen der Gesundung

    Der Untertitel: Spirituelle und therapeutische Techniken auf dem Weg von Abhängigkeit zur Freiheit.

    Das 1997 bei Knaur erschienene hat 367 Seiten. Es ist nur noch im Antiquariat erhältlich.

    Das Programm der AA erschien mir damals als ich trocken wurde allzusehr verstaubt und irgendwie im amerikanischen Bibelgürtel der 20er stehen geblieben. Das Buch hat meine Meinung jedoch auf den Kopf gedreht und es mir ermöglicht alles was mit Abhängigkeiten und Freiheit zu tun hat aus einem leeren Geist heraus neu und frisch zu erfahren.

    Inhaltsangabe:

    Mel Ash, Zen-Meister und trockener Alkoholiker, stellt in diesem Buch einen außergewöhnlichen Ansatz vor, der Betroffenen hilft, sich nachhaltig von Süchten und Abhängigkeiten zu befreien: mit der fernöstlichen Praxis des Zen und dem Konzept der Anonymen Alkoholiker. Anschaulich und leicht verständlich beschreibt er, wie es gelingt, mit ehrlichem Blick das eigene Tun zu bewerten, sich die persönlichen Probleme bewusst zu machen und schließlich den Weg zur geistigen Freiheit zu gehen.

    Auch hatte ich keine Gedächtnislücken mehr seit ich trocken bin.

    Was meinst du mit den Gedächtnislücken genau?

    Ich war auf der Party, habe jedoch ab so und so viel Uhr keinerlei Erinnerung mehr. Geschweige denn wie ich nach Hause und ins Bett gekommen bin. Das wäre dann so der klassische Filmriss.

    Oder meinst du eher die Lücken im gewöhnlichen Alltag?

    Dieses: "Wie hieß Der denn noch gleich?" Da erschwert eine Lebensweise mit einem Zuviel an Alkohol ja auch das Erinnerungsvermögen.

    Das Wichtigste ist vielleicht die Entdeckung dass ich die Fähigkeit habe ohne Alkohol meinen Stress wenn auch nicht abzuschalten, so doch zu mindern und zumindest eine Weile jenseits von ausufernden Aktivitäten zu sein. Aus diesem entspannten Momenten heraus entsteht dann ein anderer Blickwinkel auf so viele Dinge. Genannt sei mal der Schlaf, die Ernährung und die Bewegung. Das hat dann sehr viel mit einer Stabilisierung der Psyche zu tun, fördert das Wohlbefinden, die Zufriedenheit und damit natürlich auch den Umgang mit mir Selbst und den Anderen.

    Wenn ich zurückblicke fallen mir so viele Veränderungen ein, da könnte ich einen Roman schreiben. Deshalb beschreibe ich nur kurz die Veränderung meines Schlafs. Betrunken bis zum Anschlag schlief ich gut ein wachte jedoch ziemlich aufgedunsen und unausgeschlafen auf. Mit der Abstinenz änderte sich das. Die Zeit vor dem Schlafengehen trinke ich gern Kräutertee, schaue in ein Kerzenlicht. Auch der Morgen brachte eine Transformation. Sprang ich doch früher aus dem Bett wie ein Verrückter und machte dann oft zwei, drei Sachen gleichzeitig. Hektik vorprogrammiert. Inzwischen nehme ich mir die Zeit und komme ganz langsam aus dem Tiefschlaf in ein relaxteres Wachbewusstsein, dass ich zumeist mit in den Tag nehmen kann.

    Nö, das ist nicht der Paul der hier im Forum schreibt. Selbst habe ich mit diesem Podcasts auch nichts zu tun. Ich habe die Website eher zufällig entdeckt und nach dem Anhören von zwei Audiodateien dachte ich mir das könnte auch für das Forum interessant sein und stellte es halt heute ein.

    Schade, dass in den Podcasts "Gott" oder die "höhere Macht" immer so prominent propagiert wird. Das hält so viele davon ab, es auszuprobieren und trifft überhaupt nicht den vorherrschenden Spirit der Meetings

    Ist leider so. Es kommt leicht der Eindruck auf dass es unablässig ist bei der AA einen bestimmten Glaubenssystem beitreten zu müssen. Dem ist jedoch nicht so. Für mich selbst waren Programm und Schritte fast völlig außen vor. Mich interessierte die lebendige und ehrliche Atmosphäre, die mich seit meinen ersten Meetings fast magisch anzog. Hier wurde Tacheles geredet über das Thema Alkohol und den eigenen Erfahrungen damit. Heilung hat wohl viel damit zu tun zu erkennen dass wir mit unserem Problem nicht alleine sind und endlich imstande sind hinzuhören oder auch darüber sprechen über das was wir ja jahrelang nicht wahrhaben wollten.

    Ich habe mir heute Episode 6, die über Paul, angehört und mir gedacht wie toll es doch für das Forum ist hier auch Sachen anbieten zu können wo die Stimmen der "echten Alkoholiker" zu hören sind. Das ist ja dann noch ein anderes Level als halt nur zu lesen. Ich kann die Podcasts nur wärmstens empfehlen.

    Gruß