Beiträge von Paul

    Bevormundung/Wissen ... von Kindesbeinen an wird gepredigt, sauf nicht so viel, gleichzeitig wird gesoffen was was Zeug hält, ... Kulturgut, die Versprechen der Werbung, Fernsehen etc. = niemand kann sich dem entziehen ... mittlerweile, ausser man lebt im Regenwald, in einem Funkloch.

    Prävention, auch in der Schule, wird eher stiefmütterlich behandelt, es gibt sie zwar, doch wenn sie nicht fruchtet, was nützt sie dann? Klar, besser wie nix, das war's aber schon.

    Zurück zu Kogges Thread, Sport, Bewegung und die Freunde daran kann man erlernen, sicher nicht für jeden etwas, doch arg gesund, sogar lebensverlängernd, sofern man es will ^^ .

    Je, genau. Das ist es. Warum zum Teufel? Aber Alkohol ist halt auch einfach überall und wird komplett an der Realität vorbei verharmlost ...

    Ein Volk von Süchtigen müsste sich eingestehen, dass es etwas falsch macht und das geht doch nicht, ganz nebenbei werden mit dem Konsum Unsummen verdient, der wirtschaftliche, gesundheitlich Schaden ist zu vernachlässigen, das zahlt sowieso die Masse, die Süchtigen.

    Nenne es Kapitalismus oder einfach nur Profitgier, egal, ob Rauchen, Saufen, Abholzen von Wäldern, unterdrücken von Menschengruppen etc.pp. - alle wissen, zumindest sehr, sehr viele, es ist verkehrt, auf Dauer, doch wen stört's, wenn man damit ordentlich Profit machen kann?

    Ich, ich allein gönne sie mir, die Zeit! Wer sollte es sonst tun ... können. Wie Bighara es trefflich beschrieb, das darf/muss jeder für sich selbst erkunden. Wer eine Sache exzessiv betreiben möchte, sollte es tun, wenn er damit nicht die Freiheit der Anderen einschränk, dazu zählt auch Bevormundung oder das (unbewusste/fahrlässige) Verhindern von Bildung.

    Ich freue mich jetzt schon auf den Januar, wenn das Ganze wieder überstanden ist…..

    Mir geht es ähnlich.

    Schon seit Jahren ... seit Jahrzehnten, finde ich es sehr sonderlich, dieses "weihnachtliche" Verhalten, diese Sucht nach ... ??? ...alles müsse nun schön und friedlich sein, am Besten spendet man noch etwas für die Wohlfahrt und das Gewissen ist beruhigt, für die nächtsten elf Monate und kann so weitermachen wie bisher.

    Weihnachten erinnert mich immer irgendwie an den Ablasshandel der Kirche ... einmal etwas Gutes tun und alles ist vergeben, rechtfertigt sogar, bestätigt/entschuldigt sämtliches Fehlverhalten, nicht nur der Vergangenheit, sondern auch zukünftiges ... denn bald ist ja wieder Weinachten - welch ein Glück, welch Ironie.

    Auch ich höre kaum noch Radio, zu viel Werbung, zu viel Mainstream, zu viel Manipulationsversuche, beim Fernsehen ist es ähnlich - doch das ist ein anderes Thema.

    Dank Alkohol, entfloh ich früher immer diesen Anwandlungen, heute halte ich sie einfach aus bzw. halte mich fern, soweit es geht.

    Klingt toll, Loner, wenn's den Körper auch freut.

    Gib' ihm etwas Zeit, dem Körper, er wird mit der Zeit geschmeidiger, egal ob mit 50 oder 60.

    Die alten Oma-Sprüche "wer rastet, der rostet" o.ä. sind alle wahr!

    Man arbeitet am Ende nicht nur für sich selber, sondern für die, die man liebt.

    Es geht nicht mehr um Leistung um jeden Preis – das ist nur ein netter Nebeneffekt.

    Gut beschrieben und (!) man lernt sich wieder selbst zu mögen, das schafft Selbstbewustsein, strahlt auch dieses aus, einfach so, ohne Belehrungen, das macht einen auch sympathischer, das bemerkt das Umfeld = weg ist all die Heuchelei, die Furcht entdeckt zu werden (Alkoholismus) ... das entspannt und wie oben bemerkt, gibt es noch nette Nebeneffekte.

    Genau wie Sparkassen_Helga beschreibt ... jeder soll sein Ding machen, seinen Weg finden.

    Einer mag Medaillen, einer mag seine Gesundheit verbessern, sein Aussehen, nur für sich allein, ein Anderer benötigt Publikum, Sozialmedia ... Anerkennung.

    Schlagwörter wie Selbstoptimierung, Achstsamkeit etc. machen die Runde, auch Suchtverlagerung, woran man sich halten solle oder lieber nicht, ohne es jemals richtig zu erklären, ohne dass sich jeder Einzelne damit identifizieren kann.

    Wenn der Mensch den Vergleich (mit anderen Menschen) liebt, weil es Glückshormone ausschüttet, sei es ihm gegönnt. Einer hat Gefallen am Marathon, ein Anderer am gemütlichen Wandern, Schach spielen ... egal was ihn befriedigt, Hauptsache es macht ihm Freude, Hauptsache er ist glücklich oder zumindest ein bisschen.

    Vielleicht sollte ich mir das Studio doch mal anschauen.

    Unbedingt! Vielleicht auch zwei, drei Probetrainigs durchführen.

    Bewegung hat noch niemanden geschadet ^^ und wenn es auch noch Spaß macht = doppelt schön. Ich entdeckte mein Fahrrad wieder und tastete mich immer weiter an größere Strecken, auch vernachlässigte ich nicht div. Dehn-, Streck- und Lockerungsübungen. Nie wollte ich wie George Clooney aussehen, eher wie Julia Roberts ^^ ^^

    Man kann soooo viel machen, auch zu Haus, Gymnastik, Calanetics, Thai Chi, auch "Pumpen", wenn's Freude bereitet, Tanzen, sich mal ins Schwimmbad bequemen u.v.a.m.

    Manchmal ... aber nur manchmal triggern mich bestimmte Reize. In meiner ersten Abstinenzzeit war ich ein regelrechter Triggerphobiker, nicht dass mich nicht nur vieles tiggerte, mich tiggerte schon die Furcht, dass mich etwas triggern könnte.

    Erst mit der Zeit wurde ich gelassener, nachsichtiger, vor allem mit mir, die Angst (vor'm Rückfall) wich, dem sich langsam bildenden Bewusstsein, dass ich es kann ... ähnlich einem gerade laufenlernenden Kind, welches durch stetiges Üben Sicherheit erlang.

    Auch ich, sagte mir anfangs, mantraartig "nie wieder", sich bloß von allem fernhalten, nicht hinsehen, nicht daran denken - das half!

    Langsam wich die Angst, keine Stresshormone wurden mehr ausgeschüttet, beim Anblick von Alkoholika in Flaschen oder Gläsern, keine Unruhe befiel mich, sah ich, fröhlich sich zupostende Menschen in Filmen, Gasstätten oder Grillpartys. Auch der Geruch, wenn ich mich denn mal so nahe an Bier, Wein & Co. heranwagte, löste in mir eher Befremdlichkeit, auch Wider (widerliche Gefühle) aus.

    Ähnlich dem laufenlernenden Kind, lernte damit umzugehen und verlor meine Angst ... mit der Zeit. Manch einer benötigt dazu nur ein paar Wochen, ein anderer Monate, Jahre oder ein Leben lang.

    Immer wieder, auch heute noch, rufe ich mir die Vor- und Nachteile von Alkoholgenuss vor Augen. Bei den Nachteilen fällt mit verdammt viel ein, bei den Vorteilen, ehrlich gesagt, gar nichts.

    ... Statt dessen winselt man nur wieder rum, dass es doch nicht hätte sein müssen und das übliche Programm Schuldgefühle und Selbstentwertung.

    Mit genau diesem Bewusstsein/Wissen tastete ich mich immer weiter voran, gedanklich =:es spielt keine Rolle, ob ich trinke oder nicht, die Welt bleibt wie sie ist, nur mir geht's immer besch...eidener und ganz nebenbei, stresse ich meinen Organismus, schade ihm sogar und das wissentlich = wie blöd muss ich eigentlich sein, dass ich das immer wieder tue (tat)?

    Ich wusste, die Erinnerungen verblassen mit der Zeit und Ungeduld ist eher ein schlechter Ratgeber.

    300 Tage habe ich letzte Woche geknackt.

    Hallo Loner,

    dann bist doch schon "über'n Berg", dein Körper kommt wunderbar zurecht, bestimmt merklich besser, nun alkohol-/giftfrei. Nur der Kopf, die Erinnerungen ... schwelgen an vermeindlich angenehmen Erinnerungen.

    War das denn immer wirklich so toll, mit 'nem Rotwein Abends am Rechner oder einem, eher minderwertigen, Glühwein auf'm Weihnachtsmarkt? Oder war es nur der Glaube, der Wunsch, dass es so sei? Warst du nach einem Schluck Alkohol zufriedener oder nach drei ... vier Schlucken nur betäubter/benebelter/gleichgültiger und ging es dir deshalb besser?

    Was ändert sich beim "Genuss" von Alkohol? Ändert sich überhaupt etwas ... gänzlich? Ausser, dass man Anfangs etwas euphorischer ist und dann zunehmender müde wird?

    Hallo Nobs,

    ich glaube auch, du meinst Bighara.

    Als ich bei einer Reha-Massnahme war, auch kein Entzug, hatte ich natürlich eine Erwartungshaltung, ich wusste zwar nicht was ich erwartete, doch ich war dermaßen unterfordert, unterbeschäftigt, auch gelangweilt, dass ich es nur schwer ertragen konnte ... Ruhe, Alleinsein = beschäftigungslos, musste ich erst lernen, in einer völlig fremden Umgebung mit arg begrenzten Mittel, fiel mir das sehr schwer. Zum Glück gab es Bücher, also las ich, fast den gesamten Tag, die "Beschäftigungsprogramme" forderten mich eher wenig, zumal man fast alles allein zu absolvieren hatte, auch das Klientel war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Vielleicht lag es auch daran, dass ich schon immer ein "ADHS-Kind" war und Beschäftigung brauche und sei es nur geistige (???). Mich auch mal auspowern muss.

    Was soll sich bis Woche 8 ändern wenn nichts da ist.

    Das fragte ich mich auch, als ich in einer ähnlichen Einrichtung war, zugegeben ich war schon immer ungeduldig.

    Du kannst doch nur aus dem etwas machen, was möglich ist ... vielleicht wirst du ja auch ein begnadeter Seidentuchmaler oder Tassentöpferer, endeckst die Fachbibliothek und bildest dich weiter, Meister im Treppensteigen oder begeisterte Gymnastik-Queen, nutzt permanent Sauna, Schwimmbad, Tischtennisplatte - falls vorhanden oder baust doch einen Helikopter zusammen.

    Hallo Nobs,

    das klingt ja alles sehr überschaubar ... wie kann man sich da beschäftigen, den ganzen Tag? Seine Freude zum Treppensteigen zu entdecken, kann ja nicht gerade das Ziel sein oder doch?

    Gibt es da wenigstens Bücher?

    ein Ort brauche um sicher zu sein.

    Verzeih' meine Offenheit, doch wenn ich (!) nur in Betracht ziehe, einen sicheren Ort (wo ich sicher bin, vor meinem Liebsten) zu benötigen ... allein die Vorstellung, wäre für mich ein Trennungsgrund, auf jedenfall ein Grund für eine eigene Wohnung, wo nur ich allein die Schlüsselgewalt habe!!!

    Der Film "Der Rausch" (Druk) ist stellenweise ganz schön heftig und für noch trinkende oder frisch abstinente wohl der eine oder andere Trigger zu viel, zeigt er jedoch sehr anschaulich, vor allem unverblümt, wie schnell man in die Sucht gerät und sich jeglicher (eigenen) Kritikfähigkeit beraubt, vor allem in der saufenden Gruppe.

    Hallo Alex,

    ich empfehle dir das Gleiche, wie dein Umfeld: eigene Wohnung suchen.

    Wenn dein Alkoholiker wirklich weg vom Alkohol kommen will, wird er das tun! Egal, wo du wohnst, denn er tut es für sich.