Beiträge von Paul

    Ein Irrtum, den Kund:innen teuer bezahlen.

    Die MPU ... ich machte die Erfahrung, die Zulassungsstellen (Fahrerlaubnisbehörde) geben kaum bis gar keine Hinweise, was für eine MPU überhaupt nötig ist - die Aussagen, auf Nachfrage, sind oft sehr schwammig bis unqualifiziert.

    Der hilflose, unwissende und oft auch panische Bürger, denn der Fahrerlaubnisentzug ist ja oft existenzbedrohend, greift selbstverständlich zu allerlei "Heilsversprechen" ... denn er weiß es ja nicht besser!

    Die Unwissenheit, auch von offizeller Seite, denn sie sollten es ja wissen, führt oft zu derart unüberlegten (!) Handlungen, wie im o.g. ARD-Beitrag beschrieben, die letztendlich nur Geld kosten und unheimlich viele Nerven.

    Ich bin in den letzten 30 Jahren 3× den Führerschein wegen Trunkenheit losgeworden (immer über 1,6 Promille).

    Was fehlt sind klare, eineindeutige Aussagen, seitens der Behörde!

    Den Rest bekommt man dann vermutlich sozial, kulturell vererbt.

    "Den Rest" bekommt man beigebracht, anerzogen, beobachtet man tagtäglich ...

    würden alle (Umfeld) die täglich besoffene Oma (nur zum Beispiel) ausschließen, schlecht machen, meiden oder als mahnendes Beispiel offerieren, wäre der Umgang mit Alkohol ein ganz anderer.

    In der Realität sieht es aber ganz anders aus: es wird heruntergespielt, verheimlicht, sogar beworben (der Konsum).

    Kinder dürfen sogar in der Öffentlichkeit "begleitet" trinken, obwohl jeder weiß, es zumindest wissen könnte, wenn er denn wollte, wie schädlich Alkohol ist - nicht sein kann !!!

    Das Gen, welches vererbt wird, ist doch "das pure Nichtwahrhabenwollen", Realitätsverdrängung, -leugnung.

    Bei sehr, sehr wenigen ist "Dummheit" genetisch bedingt.

    Dafür sorgte schon die Natur, das beim Wahrnehmen (Riechen, Schmecken) von Ethanolverbindungen ein angeborener Abwehrreflex ( = unangenehm) hervorgerufen wird.

    Wir, Menschen, sorgten doch erst dafür, das Ethanol schmeckt.

    Es wird aber nichts wirklich "erträglicher". Allenfalls wird das Unerträgliche betäubt, und dadurch für eine gewisse Zeit nicht mehr wahrgenommen. Das was Der-/Diejenige aber, als unerträglich, nicht wahrnehmen will, bleibt an sich unverändert bestehen.

    Es wird nichts wirklich erträglicher? Wenn ich das "Unerträgliche" betäube, es nicht mehr wahrnehme ... ändert sich nichts???

    Nichts an meinem Empfinden, meinen Gefühlen, meinen Wahrnehmungen? Wirklich?

    Ich weiß noch nicht mit Fasching. Sehe da auch Alkohol als sehr großes Risiko. Wie schnell bekommt man was in die Hand gedrückt.

    Wenn alle um einen herum trinken und man es selbst einmal mit Freude verband, ist das Risiko ein großes.

    Das kann man nur probieren und wer sich da keine Exitstrategie, einen sicheren Fluchtweg zurechtgebaselt hat (vorher), läuft natürlich Gefahr ..

    Ich tastete mich langsam heran, erst beim trinkenden Nachbarn, dann im Restaurant, dann in der Kneipe.

    Ich beobachtete mich, fühlte ich mich wohl, machte es mir Freude? ... ohne Suff?

    "Was hast du denn gedacht? Dass man nicht arbeiten kann, wenn man Drogen nimmt? Doch, man kann.“

    Ich würde sogar noch weiter gehen, vieles kann man nur ertragen, gerade weil man Drogen nimmt. Anders sind viele Jobs gar nicht auszuhalten.

    Natürlich ... hat man "seine Höchstkonzentration" (Gewöhnung) der Droge erreicht, passiert oft gar nichts mehr ... der Verfall beginnt. Egal bei wem, das Gift fordert seinen Tribut.

    Bei einem Konzert, auf oder auch hinter Bühne/Kamera ist man oft so aufgepuscht (ohne Drogen), dermaßen angespannt, konzentriert, voll mit körpereigenen Botenstoffen vollgepumpt ... soviel kann man gar nicht meditieren, abatmen, um wieder runterzukommen und wenn ... dauert es oft Stunden, wenn nicht gar Tage!

    Drogen können das kompensieren/ausgleichen. Sie übernehmen die Funktion einer Beruhigungstablette (nach der Show) und letztendlich eines Schlafmittels, auch betäuben sie (oft) vortrefflich viele Nebenwirkungen.

    In meiner langjährigen Tätigkeit bei Kunst und Medien traf ich selten jemanden, der nicht trank. Die Anspannung ist einfach zu groß, auch der Erolgsdruck.

    war das Wissen, das neue Gewohnheiten oder Entwöhnungen mindestens 6 Wochen beötigen um sich im Gehirn zu manifestieren. Dannach wird es definitiv sehr viel besser, was das craving angeht.

    Genau dieses Wissen, bestärkte auch mich. Anfangs schleppte ich mich von Tag zu Tag, dann von Woche zu Woche - immer stolz, was ich bereits schaffte - und irgendwann wurde es zur Normalität, das Craving verschwand allmählich, nachdem es immer schwächer wurde, die Angst (!) verschwand, ich wurde immer entspannter, gelassener.

    Auch fagte ich mich nun (schon länger trocken), warum ich dem vorher nie widerstehen konnte. Wie "krank" muss ich im Hirn gewesen sein ....

    Vielleicht wissen wir ja auch oder glauben es nur, dass wir entscheiden, was wir tun, nicht die Sucht oder ein plötzlich auftretendes, unbändiges Verlangen - ich nenne es ganz einfach angstfrei oder bewusst.

    Dieses ganze Hätte, Würde, Könnte, Eventuell ... ja, aber ... wenn ... nervt mich manchmal sehr, weil man nie zum Ziel kommt, hält man sich daran auf.

    Diesem Angstfrei oder Bewusst, stehen doch Argumente/Annahmen entgegen: ... das Unterbewusstsein ... ich könnte, plötzlich ein unbändiges Verlangen, wohl das Schlimmste: du wirst immer süchtig bleiben, also abhängig u.v.a.m. .

    All das untergräbt doch das Bewusstsein, all das erzeugt doch Reize in unserem Gehirn, auf die wir täglich reagieren, auch unterbewusst oder gerade unterbewusst. Wenn ich immer (unterbewusst, weil das wurde mir so gesagt, also glaube ich auch daran) an mir zweifle, werde ich nie selbstbewusst, mir nie sicher sein.

    Ähnlich einem Fahrerlaubnisanfänger, der nie seine Angst verliert, ... denn es könnte ja etwas passieren, man hätte ja einen Fehler machen können, vielleicht würde ja XY passieren. Im Stassenverkehr ist mein Handlungsspielraum etwas begrenzter, doch in Bezug auf Alkohol habe ich die volle Handlungsgewalt, da entscheide ich und das weiß ich (!), da bin ich mir sicher.

    Ich werde nicht von "fremden Mächten", dem Unterbewusstsein gesteuert, ich bin nicht hilflos - ausser ich versetzte mich selbst in Stress und aus der daraus resultierenden Panik, handle ich dann ... äußerst unüberlegt.

    Das kann ich trainieren, das ist sogar logisch, nur verinnerlichen muss man es. Da waren alle möglichen Zweifel für mich sehr hinderlich ... was alles passieren könnte.

    Selbsthilfegruppen (einige) schüren auch oft diese Zweifel, anstatt sich mehr dem Aufbau des Selbstbewusstseins zuzuwenden.

    Wenn ich nichts mehr trinke, bin ich auch nicht in Gefahr.

    Klar, daran muss ich mich erstmal gewöhnen - doch das funktioniert! 100%ig, das erlebten alle Abstinenzler. Nur die stetigen Zauderer, "Ungläubigen" tun sich schwer.

    Auch nachdem ich mir:

    https://www.ardmediathek.de/video/hirschha…WRkZjFkZTdjMjY2

    ansah, kam eigentlich nur eine Frage auf:

    Sind wir wirklich alle so blind, gutgläubig, doof, unwissend, hoffnungsvoll (das passiert mir nicht, nur den Anderen)?

    Heute, im Nachhinein, kann ich die Frage eindeutig mit JA beantworten!

    Gefördert wurde es selbstverständlich auch durch die allgem. Akzeptanz in der Bevölkerung (Kulturgut u.ä.), der permanenten Verfügbarkeit, immer und überall, der Werbung und den niedrigen Preisen.

    Und der anfänglichen, sehr angenehmen berauschenden Wirkung.

    All das verbinden/verbanden wir mit Alkohol, oft über Jahre, Jahrzehnte ... es verschmolz praktisch mit unseren Genen, unseren Gefühlen unseren Erfahrungen, unserer Denkweise (mind set). Das trainierten wir uns an bzw. wurde uns antrainiert und das passiert auch heute noch! Immer und überall.

    Schlimmer noch, trinkt man nicht oder nicht mit, wird man schnell verspottet, ausgeschlossen, selten akzeptiert.

    ... Sein Arzt hat ihm wohl vor einem Jahr gesagt, dass er ihm "in 2 Jahren Blümchen" schickt, wenn er nicht aufhört. Wenn er tatsächlich nicht mehr lange durchhält sehe ich schwarz für meine Jüngste. Er wird sie direkt mit sich in den Abgrund ziehen. Meine Große hält sich noch wacker, aber was das wirklich mit ihr macht kann ich gar nicht erahnen.

    Hallo Nekobasu,

    solange die Hoffnung am Leben erhalten wird, wird das Leid der Angehörigen nie aufhören.

    Ich, selbst Kind eines Alkoholikers, erlebte das ebenfalls (sehr schmerzlich). Auch ich "durfte" einiges erleben!

    Alle Appelle, Bitten, ja "Beschwörungen" verhallten oft nach kurzer Zeit (beim Alkoholiker). Auch nach einem längeren Krankenhausaufenthalt meines Vaters, er lag im Koma, er war "eigentlich", biologisch-medizinisch gesehen, trocken, begann die Reise wieder von vorn.

    Erst als ich jegliche Hoffnung begrub, konnte ich mich von meinem Qualen befreien. Ja, es tat weh, ja, es dauerte sehr lange und einfach war es schon gar nicht.

    Doch ich musste die Realität akzeptieren!

    Wenn Erwachsene sich schon schwer tun, mit diesem Gedanken (Hoffnungslosigkeit), haben es Kinder/Heranwachsende doppelt schwer, weil es außerhalb ihrer Vorstellungskraft liegt.

    ... wie soll man akzeptieren, dass ein Mensch, zu mal man ihn einmal liebte, sich dermaßen veränderte? Gerade als Kind.

    Mein Vater war krank, mittlerweile auch im Kopf, in seinem Denken, ähnich einem Demenzkranken ... hin und wieder flackerten helle Momente auf, Einsicht, Willensbekundungen, Absichtserklärungen. Hielten vielleicht auch ein paar Stunden, Tage, doch selten länger. Ein Rückfall folgte dem nächsten.

    ... bis gar nichts mehr ging!

    Wenn man das immer wieder verdrängt, die Hoffnung am Leben erhält, dass man als Angehöriger etwas verändern könnte, wird man selbst zum Leidenden, wenn nicht gar zum Kranken.

    Letzter Satz: Wenn der Alkoholiker nicht, von sich aus, aufhören will, bleibt die Hoffnung Hoffnung, egal wie viele Zugeständnise man ihm abringt.

    Genau so harmlos, wie Klebstoff schüffeln, Lachgas inhalieren u.s.w. - da braucht's doch kein Smiley. Da genügt doch Vernunft, auf Wissen basierte Vernunft, das ist doch das allgem. Problem.

    Früher, vor nicht all zu langer Zeit war Aids ein Problem ... plötzlich war das Wissen da. Corona war nicht schlimm/einschneidend genug (die Bedrohung), um ein nachhaltiges Wissen aufzubauen -> nun ist von einstiger Furcht/Besonnenheit/Vorsicht kaum noch etwas zu spüren.

    Ähnlich ist's auch beim Alkohol, es muss doch erst etwas schreckliches passieren ... einem selbst, damit ein Umdenken entwickelt wird.

    Oder ich bin so gebildet/wissend, dass ich mir der Gefahren bewusst werde. Wie soll das denn jemals funktionieren (rethorische Frage), bei dieser ganzen verbalen Weichspülerei?