... Sein Arzt hat ihm wohl vor einem Jahr gesagt, dass er ihm "in 2 Jahren Blümchen" schickt, wenn er nicht aufhört. Wenn er tatsächlich nicht mehr lange durchhält sehe ich schwarz für meine Jüngste. Er wird sie direkt mit sich in den Abgrund ziehen. Meine Große hält sich noch wacker, aber was das wirklich mit ihr macht kann ich gar nicht erahnen.
Hallo Nekobasu,
solange die Hoffnung am Leben erhalten wird, wird das Leid der Angehörigen nie aufhören.
Ich, selbst Kind eines Alkoholikers, erlebte das ebenfalls (sehr schmerzlich). Auch ich "durfte" einiges erleben!
Alle Appelle, Bitten, ja "Beschwörungen" verhallten oft nach kurzer Zeit (beim Alkoholiker). Auch nach einem längeren Krankenhausaufenthalt meines Vaters, er lag im Koma, er war "eigentlich", biologisch-medizinisch gesehen, trocken, begann die Reise wieder von vorn.
Erst als ich jegliche Hoffnung begrub, konnte ich mich von meinem Qualen befreien. Ja, es tat weh, ja, es dauerte sehr lange und einfach war es schon gar nicht.
Doch ich musste die Realität akzeptieren!
Wenn Erwachsene sich schon schwer tun, mit diesem Gedanken (Hoffnungslosigkeit), haben es Kinder/Heranwachsende doppelt schwer, weil es außerhalb ihrer Vorstellungskraft liegt.
... wie soll man akzeptieren, dass ein Mensch, zu mal man ihn einmal liebte, sich dermaßen veränderte? Gerade als Kind.
Mein Vater war krank, mittlerweile auch im Kopf, in seinem Denken, ähnich einem Demenzkranken ... hin und wieder flackerten helle Momente auf, Einsicht, Willensbekundungen, Absichtserklärungen. Hielten vielleicht auch ein paar Stunden, Tage, doch selten länger. Ein Rückfall folgte dem nächsten.
... bis gar nichts mehr ging!
Wenn man das immer wieder verdrängt, die Hoffnung am Leben erhält, dass man als Angehöriger etwas verändern könnte, wird man selbst zum Leidenden, wenn nicht gar zum Kranken.
Letzter Satz: Wenn der Alkoholiker nicht, von sich aus, aufhören will, bleibt die Hoffnung Hoffnung, egal wie viele Zugeständnise man ihm abringt.