Solawi (solidarische Landwirtschaft) ist eine gute Idee, rechnete man die dort freiwillig geleisteten Arbeitsstunden in den Verkaufspreis ein und setze sie auf den Endverbraucher um, wäre das Geschrei groß.
Jeder Klein- oder mittlerer Bauer kämpft (ums Überleben), egal ob Kartoffelbauer oder Viehzüchter.
Alles wird teurer, Strom, Benzin etc. , die Preise sollen aber möglichst niedrig bleiben, nicht preiswert sonder billig.
Schlimmer noch, ca. ein Drittel des Gewinns streichen die Supermarktketten ein, nach Abzug aller Kosten, wie Transport, Lieferung, Bürokratie, Lagerung u.s.w..
Wer schon mal selbst Kartoffel anbaute, weiß was das für eine Arbeit ist. Wir, Verbaucher, wollen jedoch max. 2,50 €, wenn's geht 1,99 für's kg ausgeben - wie soll das gehen? Was kommt da noch beim Bauern an?
Man kann auch Eier nehmen oder Milch, Fleisch ... wer würde für so einen niedrigen Lohn (Gewinn) arbeiten?
Nicht die Preise müssen hoch, der Gewinn muss anders/besser verteilt werden, sonst gibt es bald nur noch Billigfutter mit äußerst fragwürdigen Labeln. Die EU u.a beschließen "lustige" Verordnungen, der Bauer soll's dann umsetzen, incl. Nachweispflicht und Preisdruck.
Wer soll das alles leisten (Arbeit)/bezahlen?
Wir (alle Käufer) benötigen mehr Solidarität mit den Erzeugern in der Landwirtschaft! Nicht mit Aldi, Lidl & Co.. Oder wir bauen unsere Lebenmittel selbst an und lernen endlich mal die Arbeit (der Bauern) zu schätzen!