Beiträge von Paul

    Der Gedanke an Buddhismus ...

    ... kommt mir auch oft in den Sinn oder die ganzheitliche traditionelle chinesische Medizin.

    Die eben nicht trennt, zwischen Körper und Geist (Verstand), die alles als Einheit sieht, wo Alles alles beeinflusst. Der Westeuropäer würde es als dynamisches System bezeichnen.

    Selbstverständlich können wir nur einzelne Symtome oder Organe behandeln, doch wenn wir Gefühle, Verstand, wer, wie, was sieht/empfindet nicht mit einbeziehen bzw. berücksichtigen, wird's eine ewige Flickschusterei bleiben.

    Keine Ahnung ob Stärke und Wille immer reichen.

    Am Anfang meiner Abstinenz kämpfte ich gegen meine Sucht (im Kopf). Ich war es gewohnt, dieses "Allheilmittel" Alkohol half bei Stess, Unwohlsein, sogar bei Kopfschmerzen, zauberte negative Stimmungen einfach so weg, es verstärkte sogar positive Stimmungung, entspannte und war ein hervorragender Einschlafhelfer - doch das war nur am Anfang so.

    Mit zunehmender Gewöhnung, brauchte ich eine immer höhere Dosis, die Ausfallerscheinungen nahmen zu, auch meine Lustlosigkeit, mein Interesse an vielen Dingen ging verloren, ich schlief zwar, doch Erholung war es selten - im Gegenteil!

    Mit zunehmender Abstinenz verschwanden allmählich, ganz lansam, diese negativen Begleiterscheinungen, auch das schlechte Gewissen.

    Denn das hatte ich wohl, nicht nur bei der, hoffentlich unbemerkten, Altglasentsorgung oder beim Einkauf, der immer größeren Mengen, auch dass ich immer mehr trank, als alle Anderen (in Gesellschaft) und dies dann auch tat und das meist heimlich/möglichst unbemerkt, machte mich alles andere als froh!

    Der Suchtdruck bzw. das Verlangen verschwand mit der Zeit, irgendwann kam ich gar nicht mehr auf die Idee, Alkohol trinken zu wollen.

    Aus dem anfänglichem Kampf - Stärke, Wille aufbringen "müssen", wurde Gelassenheit - es wurde mir schlichtweg egal ... dieser Alkohol.

    Das klingt alles so einfach, doch war es am Anfang ein echter Kampf.

    Mir halfen bspw. div. Argumentationen in SHG's nicht, im Gegenteil! Auch die immer wachgehaltene Angst vor dem Rückfall war eher kontraproduktiv, auch "heute das erste Glas stehen lassen" überzeugte mich nicht, was ist dann mit dem zweiten oder dritten Glas? Und was ist mit Morgen oder Übermorgen? = für viele bestimmt logisch, nachvollziehbar und sehr hlifreich, doch ich musste diesen Gedanken der immerwährenden Bedrohung aus den Kopf bekommen, diese (meine) Unsicherheit.

    Wenn ich bspw. beim Autofahren immer daran denke, was alles passieren könnte, also ängstlich bleibe ... werde ich meine Unsicherheit nie verlieren und dann auch so fahren.

    Ich musste Sicherheit erlangen, Selbstsicherheit erlernen, mir auch etwas zutrauen, mir beweisen, dass ich es kann!

    Nach ein paar Wochen, nach Beginn meiner Abstinenz, suchte ich bewusst die Konfrontation, erst im Supermakt ... ich nahm Alkoholflaschen, bei mir war's Bier, bewusst in die Hand und prüfte, was da in mir passiert und vorallem warum. Später dann, beim Nachbarn, war es eine offene Flasche Bier, dann ein frisch eingeschränktes Glas Bier, dieser goldgelben, lustig prickelnden, beschaumten Flüssigkeit, die meine Nachbarn lustvoll die Kehle herunterfließen ließen.

    Ich wusste was passiert, wenn ich es den Nachbarn gleichtue, dass was die letzten Jahrzehnte auch viel zu oft passierte - ingendwann Kontrollverlust, doch wollte ich das?

    Ich wollte meine Angst loswerden, meine Unsicherheit!

    Und es gelang mir. Weil ich beim Alkohol ganz allein entscheide, was passiert und ob überhaupt = ich habe es in der Hand, doch das muss mir bewusst werden, da kommt kein plötzlicher Windstoß oder andere Verkehrsteilnehmer, die mich zu einer Handlung nötigen!

    Ich entscheide es allein - sicher!

    Vielleicht ist mein Monolog etwas zu lang geworden ...🙄

    Doch, du darfst dir sicher sein!

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr unsere Gedanken unsere Gefühle und somit unser Handeln und auch körperliche Reaktionen beeinflussen können.

    Glaube ich an etwas, also erachte ich es als die Wahrheit, beeinflusst das mich oft enorm. Zweifle ich dagegen, ist die Reaktion (oft) eine völlig andere. Ähnlich einem Hypochonder, der keinerlei organische Probleme hat, aber trotzdem krank wird, weil er fest daran glaubt und somit sein Verhalten ändert.

    Oder ... glaube ich einem Arzt, vertraue ihm, ist eine Behandlung oft erfolgreicher, selbst wenn das Medikament ein Placebo sein sollte.

    Unsere Psyche spielt also eine entscheidene Rolle ... das woran ich glaube, von dem ich überzeugt bin.

    Bei manchen hilft der Glaube (Vertrauen) an einen Gott, bei Kindern hilft, das was die Mutti sagt, manche nehmen bspw. homöopathische Mittel, gehen zum Schamanen, meditieren oder vertrauen fest auf Autosuggestion = alles macht etwas bei uns im Gehirn, erzeugt Zufriedenheit oder Zorn/Angst.

    Wer kennt das nicht, eben war die Stimmung noch eine gute, dann kommt ein harsches Wort oder eine herbe Kritik und schon ist der Tag im Eimer oder man sieht Nachrichten ... Alkohol oder auch andere psychosomatische Substanzen linderten zwar die Symtome, doch die Realität blieb wie sie ist.

    Ist man dagegen gelassen, hat sozusagen die Arschruhe weg, hebt einen das Alles nicht an!

    Ähnlich ist es, wenn man sich verstanden fühlt (!) = die Realität bleibt jedoch unverändert, incl. aller Ungerechtigkeiten dieser Welt, doch man fühlt sich besser, sei es in der Psychatrie, bei der Suchtberatung oder auf dem heimischen Sofa.

    Bei der Angst, auch nur ein Gefühl, ist es ähnlich. Ob Höhenangst, Angst vorm Rückfall oder Angst vorm schwarzen Mann ( :S ) ... alles findet in unserem Kopf, unseren Gedanken statt. Oder ist alles nur eine Trainingssache? Oder eine Glaubenssache (nicht Religion)?

    Früher hatte ich Höhenangst, wohl antainiert, erworben durch div. Erzählungen ... was alles passieren könnte, wenn ...

    Durch langsames Herantasten an die Höhe, Üben, verlor ich diese Furcht, dieses Gefühl. Wenn ich bestimmte Sachen beachtete, war ein Balancieren auf dem kleinen Schwebebalken genau so ungefährlich wie in 10 m Höhe, wenn alle Parameter, wie Wind, eventuelles Sicherungsseil oder Geländer zum Festhalten, stimmten. Alles konnte ich selbst entscheiden, ich ganz allein - gab es zu viele unwägbare Parameter/Unsicherheiten, mied ich die Höhe, bis heute. Ein zu wirres Beispiel - vielleicht?

    Autofahren, eigentlich (!) 'ne sichere Sache, wären da nicht all die anderen Verkehrsteilnehmer, die meine Entscheidungsfreiheit arg beeinflussen (können). Was da nicht alles passieren kann/könnte ... seit Jahren fahre ich nun Auto, das übte ich, mir sind die Gefahren bekannt, dementsprechend handle ich.

    Ist's beim Alkohol bzw. der "Rückfallgefahr" nicht ähnlich? Wenn ich nicht trinke, kann mir auch nichts mehr passieren - doch dazu muss ich erst wieder die "Allheilkraft", die ich mir irrsinnigerweise antrainierte, aus meinen Gedanken verbannen, das benötigt Zeit und jede Menge Übung.

    Doch das Schöne beim Alkohol ist doch, ich entscheide es allein.

    Ich allein habe es in der Hand! Egal ob mit Wind, mit oder ohne Sicherungsseil oder auch die anderen "Verkehrs-"Teilnehmer spielen keine Rolle!

    Gut, ich könnte mich verführen lassen, doch warum sollte bei starken Windböen mich in die Höhe wagen oder mit 200 km/h durch den Verkehr jagen? Ich kenne doch mittlerweile die Gefahren! Ist's beim Alkohol anders?

    Stress, Trauer, Schmerz ... vielleicht ein Argument (???), doch zu welchen Preis?

    Das wäre ja ein Ding, wenn man/frau sich demnächst eine Impfung gegen einzelne Suchtmittel verpassen lassen könnte!

    Vielleicht wäre es ein viel größeres Ding, wenn man es erst garnicht zu einer Sucht kommen ließe?

    Wenn man sich mehr auf die Ursachen, wie es dazu überhaupt kommen kann, konzerntieren würde.

    Ich "outete" mich nicht. Warum auch? Auch wollte ich mich nicht jedem erklären müssen oder eine Krankheit, Autofahrt erfinden.

    Wie manche einen dry january machen, was einige sehr trendy und sogar bemerkenwert finden, machte ich ein freiwilliges alkoholfreies Jahr, weil ich eben merkte, dass es in letzter Zeit schon etwas viel Alkohol wurde.

    Ich erklärte, ich mache es für mich, für meine Gesundheit, ich wollte wissen, ob ich das schaffe - da musste ich nicht lügen oder irgend etwas erfinden. In meinem "Übermut" lud ich besonders hartnäckige Erklärungsbedürftige ein, mir es gleichzutun. ^^

    18. Juni 1968 - Bundessozialgericht erkennt Alkoholismus als Krankheit an
    Alkoholsucht ist keine Charakterschwäche, fehlender Wille oder eine Laune. Sie ist
    "eine Krankheit" stellt das Bundessozialgericht in seinem Urteil vom 18. Juni 1968 fest.
    Seitdem bezahlen Krankenkasse oder Rentenversicherungsträger die Therapie. Denn
    wer krank ist, verdient Hilfe.
    wdr.de

    Bin ich erstmal süchtig, mag das stimmen!

    Doch wie kommt es zur Sucht, warum wurde ich überhaupt süchtig?

    War es eine Charakterschwäche, fehlender Wille oder trank ich aus einer Laune heraus? War ich zu unbedarft, unwissend, zu ignorant?

    Heute bin ich viel kritischer, hinterfrage, zweifle an und weiß auch viel mehr, d.h. ich gehe bewusster mit mir und meiner Umwelt um. Früher tat ich all das nicht!

    Ich baute mir ein Bewusstsein auf. Stimmt, viel zu spät und ganz allein. Hätte das nicht schon früher passieren können ... in Kindes-, Heranwachsendenalter?

    Ja, ich weiß hätte, hätte Fahrradkette.

    Ich war vor kurzem mal wieder in einer realen Selbsthilfegruppe (pure Neugier) ... samthandschuhartig, wurde dort auf Grundschulniveau über Alkohol debattiert, sicher, einige hatten es nötig, doch erreicht man etwas durch diese Weichstreichlerei?

    Viele redeteten (wehmütig?) vom Tiefpunkt, den sie erreichen mussten = also es musste erst richtig weh tun, bis sie wagten etwas zu ändern bzw. einen Versuch starteten.

    Wäre es anders gekommen, hätte man ihnen schon im Vorfeld bewusst machen können, was Alkoholismus überhaupt bedeutet, wäre es dann überhaupt dazu gekommen?

    Kann man "diesen Tiefpunkt" nicht auch gedanklich, also in unseren Vorstellungen erzeugen, also bevor man abstürzt? Oder reicht da die Vorstellungskraft nicht aus? ... weil's keiner probiert?

    Zu viele Konjunktive - vielleicht?

    Einige behaupten, die Prävention, auch in Schulen, sei ausreichend. Die Realität beweist, dass dem nicht so ist. Weder die Anzahl der Alkoholiker nahm ab, noch die Situation in den Suchtkliniken. Auch das Bewusstsein der nicht süchtigen Alkoholtrinker bzw. Noch-nicht-Alkoholtrinker hat sich kaum geändert ... in den letzten Jahrzehnten, es ist immer noch bedenklich bis unterirdisch - es wird verharmlost was das Zeug hält!

    So lange das so ist, wird es auch so bleiben.

    Ja, man muss jeden Einzelnen nötigen, sich damit zu beschäftigen. Es muss nicht immer der Holzhammer sein, es geht auch liebevoll konsequent ...:thumbup:

    Hallo Emily,

    ich versuche den Dingen auf den Grund zu gehen. Es erstmal, ganz einfach zu sehen, Ursache -> Wirkung, ohne allerlei Komplikationen einzubauen bzw. zu berücksichtigen.

    Vielleicht ist es ähnlich wie beim Schach, es gibt klare eineindeutige Regeln, ohne wenn und aber, ohne vielleicht oder eventuell. Mein Handeln, mein Zug bestimmt den Fortgang des Spieles.

    Es ist eben nicht, wie bspw. beim Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel, wo ein Würfel, also der Zufall oder "das Glück" den Ausgang des Spieles entscheidet.

    Im Grunde genommen ist es sehr einfach, ... diese Sucht: wir sind süchtig nach positiven Gefühlen, Alkohol oder andere Psychopharmaka gaukeln einem diese Gefühle vor, erzeugen sie (anfänglich) oder unterdrücken negative Emotionen, ungeachtet der Realtiät.

    Das wäre alles nicht bemerkenswert, wären da nicht diese bösen, organschädigenden Nebenwirkungen. Die nicht nur beeinträchtigen, sondern irgendwann auch lebensbedrohlich werden können.

    Jeder, sofern er dazu in der Lage ist oder noch in der Lage ist, kann das frei entscheiden!

    Wir wissen doch alle, wie unwissend, fahrlässig, gutgläubig wir in die Sucht "schlitterten". Niemand machte uns klar, wie fatal die Sauferei ist bzw. werden wird. Wir dachten, ich zu mindest, das könne mir nie passieren.

    Heute kann ich sagen, ja, ich war zu gutgläubig, zu unbedarft, zu doof. Auch weil mich niemand an das Thema heranführte - mich zwang, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Alles war immer: halb so wild ... na ja das Bisschen ... Kulturgut ... Tradition ... das war im Elternhaus so, in der Schule u.s.w..

    Ja, harte Drogen oder AIDS, das war gefährlich, aber Alkohol???

    Mir wurde das erst so richtig bewusst (Alkohol), als ich selbt in der Schei**e sass.

    Rückfall, das passiert doch nicht einfach so ... weil mir irgendwas nicht gefällt, ich traurig bin oder verletzt oder nur die Nase voll habe - das ist doch eine bewusste Entscheidung. Ich weiß, doch was passieren wird!!!

    Und will ich das?

    Höher Preise und stärkere Barrieren beim Kauf von Alkoholika, wie bspw. in einigen skandinavischen Ländern würden sicherlich einiges ändern, vernachlässigte man nicht die Aufklärung!

    Nur bunte Bildchen oder schwarzgerahmte Wahrnhinweise auf den Produkten, werden das Problem kaum lösen. Auch "nur" höhere Preise oder Verbote, werden das Problem nur in Richtung Schwarzmarkt verschieben.

    Wenn es uns (Gesellschaft) nicht gelingt, jeden Einzelnen zu überzeugen und zwar so, das er freiwillig, also bewusst (!) auf bestimmte Dinge verzichtet, wird es ein ewiges Sich-im-Keis-drehen bleiben. Ähnlich wie bei allen anderen Drogen, incl. Zucker.

    Hallo Emily,

    "Füher musste ich trinken, heute nicht mehr."

    Warum? Was hatte sich geändert? Bevor ich den Alkohol kennenlernte, "musste" ich auch nicht trinken.

    ... geringe Mengen Alkohol, je nach Trainingszustand, wirken entpannend (angstlösend, auch stimulierend ... anfänglich) ... man wird ruhiger, ist nicht mehr so aufgeregt/ängstlich.

    Anders gesagt, bestimmte Rezeptoren, eigentlich alle, werden allmählich betäubt, unempfänglich für bestimmte Botenstoffe, die der Körper aussschüttet und/oder bestimmte Reiźe werden gar nicht mehr wahrgenommen bzw. arg verzögert weitergeleitet.

    Die von ichso gepostete Seite zählt div. Gründe auf, was in nicht betäubten Zustand passieren kann = anstatt sich mit dem Problem auseinanderzusetzen, wird sich entweder weiter hineingesteigert oder es wird versucht (!), es zu ignorieren, was selten gelingt.

    Das bedeutet, durch diese ständige Betäubung verlernt der Körper allmählich die Fähigkeit, auf diese Botenstoffe, die Angst, Unwohlsein etc. auslösen, zu reagieren = anstatt zu handeln - was wiederrum andere Botenstoffe auslöst, die diese "unguten", aber auch nützlichen Botenstoffe "neutralisieren" würde, betäuben wir.

    Das ist einfach und macht, zumindest am Anfang, auch Freude, da dieses "Zaubermittel" Alkohol noch zusätzlich "Glückshormone" freisetzt.

    Als ich begriff, dass die Situation immer so blieb - egal, ob ich nun trank oder nicht, ich nur meine Wahrnehmung veränderte, zweifelte ich nicht nur an meinem Verstand, sondern fragte mich auch, warum "muss/musste" ich trinken, wenn sich sowieso nichts in der realen Welt veränderte? Wenn ich die Augen schließe, verschwindet ja auch kein Problem nur weil ich es nicht sehe. O.k., ich nehme es nicht mehr wahr, aber weg ist es nicht.

    Warum bildete ich mir also ein, ich müsse Alkohol trinken, wohlwissentlich, dass sich nichts verändert? Und auch wissentlich, dass ich nicht nur div. Organe, sondern auch mein Hauptorgan, das Regel- und Stellwerk, mein Gehirn massiv beeinträchtige?

    War ich zu dumm, zu unwissend oder mittlerweile schon so benebelt (süchtig/trainiert)? Ich entschied mich für Letzteres.

    Vielleicht gelang es mir deshalb, ohne fremde Hilfe, vom Alkohol loszukommen - ich wollte es. Ich vertraute mir!

    Ich kann diese "Rückfallkrankheit" beeinflussen, nur ich allein, egal wer was behauptet.

    Vielleicht bin ich da auch zu einfach gestrickt (?), wenn ich keinen Alkohol trinke, ist ein Rückfall auch ausgeschlossen.

    Mir schmeckt alkoholfreies Bier tatsächlich einfach gut.

    Dann genieße es!

    Ich fand den Geschmack (alkfreies Bier) schon immer etwas absonderlich, auch bei alkoholfreien Sekt u.ä.. Ich liebte bei alkoholischen Getränken den Alkohol, die erst ganz leicht beginnende Wirkung, so richtig geschmeckt hat mir Bier und Co. eigentlich nie ... aber es wirkte vortrefflich!

    Mir war's auch egal, ob andere tranken oder nicht. Ich war ich! Wenn ich keinen Alkohol trinken wollte, tat ich es auch nicht. Ich musste (!) nie Alkohol trinken - ich wollte es!

    Selbst in meinen letzten zwei Jahren des totalen Alkoholismus - ich wollte es!

    Hallo Emily,

    diese sogenannten Alternativen (alkfreies Bier, etwas was wie Sekt aussieht, aber keiner ist ... ) sind Alternativen für was?

    Eine Alternative, um sich etwas zu beweisen? Warum tut man das?

    Um die Erinnerung wachzuhalten? Um nicht anders zu sein, sich zu belohnen? Um dazuzugehören? Das erinnert mich an vegetatische Wurstesser, die einfach nicht loslassen können/wollen!

    Nun kenne ich einige, die alkolfreies Bier als mega-wichtiges isotonisches Getränk propagieren, etwas was jeder Fruchtsaft + Mineralwasser besser kann.

    Ist das nicht die eigentliche "Kankheit", sich nicht lösen wollen von alten Gewohnheiten? Sich festhalten, ähnlich einer verflossenen Liebe, die man wissentlich am Leben erhält ... in Wehmut versunken?

    Bei mir war's, ähnlich einer verflossenen Liebe - viel zu lange trauerte ich ihr hinterher, anstatt zu akzeptieren, es ist aus - für immer!

    Klar sind wir "Gewohnheitstiere" und es benötigt Zeit, um sich von diesen Gewohnheiten gänzlich zu lösen. Doch machen wir uns es nicht nur unnötig schwerer, wenn wir diese Erinnerungen immer wieder wachrufen, befeuern, durch diese "Alternativen"?

    Also darf ich mir nie, auch nach Jahren nicht, zu sicher sein.

    Doch, du darfst dir sicher sein!

    Das Schöne ist doch, du allein entscheidest es. Es ist doch eine bewusste Entscheidung.

    Du bist doch kein kleines, naives Kind mehr, du weißt ... wieder Alkohol trinken und es ist sehr wahrscheinlich, dass du wieder der Sucht erliegst, dass du den Körper wieder sehr schnell daran gewöhnen kannst, immer mehr zu wollen, gerade weil dein Körper es kennt und es auch nie vergessen kann (Suchtgedächnis).

    Deshalb funktioniert dieses kontrollierte Trinken ja auch so selten (???) bis gar nicht.

    "Also darf ich mir ... nie zu sicher sein"

    Hallo Emily,

    diesen Grundzweifel kann ich nicht nachvollziehen! Wenn du die Finger vom Alkohol lässt, kannst du dir sehr sicher sein!

    Ausser dich entführen fremde Mächte und flössen dir heimlich Alkohol ein. 🥳

    Ich frage mich, muss ich dann den Rest meines Lebens immer vor einem Rückfall Angst haben?

    Nein.

    So ein "Rückfall" ... darüber entscheide doch ich oder du!

    Wer glaubt mal wieder nippen zu können ... am Gläschen, kann sich sogar sicher sein, das der ganze Schei** von vorn beginnt.

    Warum kommen einige auf solche Ideen, es wiedermal zu probieren? Wissend, um das Suchtpotential des Alkohols und seiner eigenen Vergangenheit/Erfahrung? Sind wir wirklich so naiv ... so nach dem Motto: nur einmal von der Klippe springen, das wird schon gut gehen?

    Alkoholeinschänkung in russischem Gebiet ... wie gut das funktioniert, sah man in den 80ern zu Zeiten der Prohibition Gorbatschow's in der UdSSR: der Schwarzmarkt explodierte, ebenso die Preise für Kartoffeln, Getreide, Zucker & Co..

    Vielleicht wäre ein Modell nach irischem oder skandinavischen Vorbild vorteilhafter ...