Beiträge von AmSee13

    Fühlst du dich etwa auf den Schlips getreten?

    Nur um das klar zu stellen: Ich verurteile dich nicht. Das stünde mir auch überhaupt nicht zu.

    Fühl dich also bitte nicht herausgefordert, dich verteidigen zu müssen. Das musst du nicht.


    Vergiss bitte nicht: Das hier ist eine Selbsthilfegruppe, ein Forum von Selbstbetroffenen, deren Interesse die Selbsthilfe ist. Und nur die Selbsthilfe!

    Ob jemand hilfreiche Ansätze für sich selbst aus dem Austausch ziehen kann, oder nicht, darf jeder für sich selbst entscheiden.

    Ich hab ein paar Gedanken mit dir geteilt. Was du daraus machst, bleibt letztlich dir überlassen.

    Mir persönlich ist es völlig egal, ob du eine eigene Verantwortung für dein Handeln und deine Entscheidungen siehst, oder nicht. Das spielt nämlich für mich und mein Leben überhaupt keine Rolle.

    Was ich so aufgrund dessen, was du zu einem früheren Zeitpunkt mal bzgl. deiner Oma geteilt hast, nicht ganz nachvollziehen kann, ist, inwiefern du von niemandem gelernt haben solltest, mit den eigenen Gefühlen zurecht zu kommen. - Wir hatten mal über den Begriff „Resilienz“ diskutiert. -
    Gemäß dem, was du über deine Oma erzählt hast, hätte zumindest diese für dich ein Vorbild oder positives Beispiel sein können, oder nicht?

    Ergänzung:

    Versteh mich bitte nicht falsch: Ich will nicht in Abrede stellen, dass auch du, ähnlich wie ich, aufgrund gewisser ungünstiger Bedingungen in deiner Familie nicht gelernt hast, mit deinen Gefühlen umgehen zu können.

    Was ich lediglich aufgrund dessen, was du über deine Oma geteilt hattest, nicht nachvollziehen kann, ist, inwiefern diese dir nicht ein gewisses Vorbild geben konnte.

    Wie ich selbst ja schon oft geteilt habe, ist in meiner Familie so einiges schief gelaufen, was sich sehr, sehr ungünstig auf mich und meine emotionale Entwicklung ausgewirkt hat. Und dennoch habe ich die Verantwortung für mein Leben immer bei mir selbst gesehen.

    In der Jugend, als Heranwachsender definitv: ja!

    Ich war wie ein Blatt im Wind, versuchte mich anzupassen, von Bewusstsein, dem Leben hatte ich keine Ahnung. Ich lernte zwar allerlei Fachwissen, trainierte Körper und Fertigkeiten, doch wie ich mit meinen Gefühlen zurechtkommen sollte, sagte mir niemand!

    Warum "schiessen" sich gerade so viele junge Menschen weg, egal ob mit Alk., Lachgas oder Cannabis? Oder flüchten sich in die Anonymität des www., werden radikal, depressiv oder beides?

    Um nicht @Emily's Thread völlig zu verfremden, kannst du mir gern in meinem antworten.

    Ich hab deinen Beitrag in Emily s Thread mal hier zitiert, um dir hier in deinem Thread zu antworten.

    Was ich so aufgrund dessen, was du zu einem früheren Zeitpunkt mal bzgl. deiner Oma geteilt hast, nicht ganz nachvollziehen kann, ist, inwiefern du von niemandem gelernt haben solltest, mit den eigenen Gefühlen zurecht zu kommen. - Wir hatten mal über den Begriff „Resilienz“ diskutiert. -
    Gemäß dem, was du über deine Oma erzählt hast, hätte zumindest diese für dich ein Vorbild oder positives Beispiel sein können, oder nicht?


    Zu bedenken möchte ich auch geben, dass nicht jeder, der im Jugendalter mit der Wirkung von Alkohol vertraut wird, später auch zum Alkoholiker wird.

    Was du bislang so von dir geteilt hast, so hat es in deinem erwachsenen Leben ein paar Warnungen gegeben. Liegt die Verantwortung, dass du diese ignoriert hast, da nicht bei dir?


    Bei sogenannten „nassen“ Alkoholikern habe ich immer wieder beobachtet, wie sich diese in einer sogenannten „Opferrolle“ wähnen. Schuld sind immer die anderen.

    Deine Argumentation, Paul , erinnert mich irgendwie an das, was ich sonst von sogenannten „nassen“ Alkoholikern kenne…..

    Paul , willst du dir ernsthaft deine eigene Verantwortung für dein Handeln und deine Entscheidungen absprechen?

    Ich selbst jedenfalls habe, auch wenn ich durch das Aufwachsen in einer dysfunktionalen Familie ein mehr oder minder großes Handicap erworben habe, was mich wohl anfälliger gemacht hat, Alkohol als Bewältigungsstrategie zu wählen, die Verantwortung für mein Handeln und meine Entscheidungen trotzdem stets bei mir gesehen.

    Als Erwachsene wusste ich aufgrund von Intellekt und Bildung, dass regelmäßiger und hoher Konsum riskant sind. Ich bin das Risiko trotzdem eingegangen und hab alle Warnungen ignoriert.

    Kurz und gut: Dafür dass ich als Erwachsene mein Heil im Alkohol gesucht habe und in die Sucht abgeglitten bin, sehe ich die Verantwortung in erster Linie bei mir.


    Anmerken möchte ich ansonsten noch, dass mir solche Grundsatzdiskussionen inzwischen unwichtig geworden sind. Seit meinem Ausstieg habe ich konsequent daran gearbeitet, Problematiken in meinem Leben aufzuarbeiten und das, was allgemein als „Selbstfürsorge“ bezeichnet wird, erlernt.

    Hallo Emily,

    Danke dir für dein Update. Das freut mich für dich. 👍

    Es passt auch zu dem, was wir gemeinsam in dem Artikel Was uns hilft, nicht mehr zu trinken? - Bewusst nüchtern leben: Chance, Freiheit, Fundament, Gewinn festgehalten haben, nicht wahr?

    Mir selbst wird immer wieder bewusst, was mir dieses klare und freie Gefühl bedeutet, und ich freue mich immer wieder darüber. Manchmal, wenn ich andere dem Anschein nach bedenkenlos Alkohol konsumieren sehe, fühle ich Erleichterung, nicht mehr Teil davon zu sein.


    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo Ciara,

    Ichso hat dir schon was dazu geschrieben und auch einen Tipp gegeben, wie du dein Problem gedanklich für dich sortieren könntest. Eine Mindmap kann hilfreich sein, um das Problem etwas zu strukturieren und zu visualisieren.

    Du könntest natürlich so weitermachen wie bisher, aber hilft dir das wirklich weiter? Dein Körper und deine Psyche schicken dir doch schon klare Hinweise….

    Ich denke, dass du für dich selbst ganz klar sortieren solltest, welche Möglichkeiten dir grundsätzlich zur Verfügung stehen, und was jeweils dafür und was dagegen spricht.

    Ich gehe davon aus, dass mit etwas Zeit und Geduld viele verschiedene, einander durchaus widersprechende Antworten/ Gedanken aus deinem Inneren kommen werden. Das ist auch ganz normal.

    Schließlich wirst du dann eine klare Entscheidung treffen müssen. Diese wird, da es unwahrscheinlich ist, dass du alle Antworten/ Gedanken unter einen Hut bekommst, ein Kompromiss sein. Doch da du alles miteinander und gegeneinander abgewogen hast, wirst du damit etwas besser leben können als bislang. Da spielt dann auch Akzeptanz eine Rolle.


    Liebe Grüße

    AmSee

    Moin Ichso,

    ist das denn wichtig, ob das in unserem Kopf Sinn ergibt? Die Hauptsache ist doch, dass du für dich Selbsthilfe gefunden hast, die für dich stimmig ist.

    Da du aber gefragt hast: Ja, ich persönlich kann das nachvollziehen, sowohl das mit der Angst, als auch das mit dem Mut. Ich selbst hab ja auch so meine Baustellen, die mich in meinem Leben immer mal wieder beeinträchtigen, auch eine Panikstörung zählt dazu… und auch ich suche mir meinen Weg dadurch. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

    Ich möchte hier nicht ins Detail gehen oder konkret werden, nur so viel andeuten: Ich bin immer mal wieder so unendlich müde…. Wer das auch kennt, weiß, was einem da so durch den Kopf geht…. Und immer wieder raffe ich mich auf und tue etwas, was mir wieder Mut gibt…

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo Ciara,

    Dieses Eingespanntsein belastet mich, so dass ich wieder häufiger „fliehen“ möchte. Versteht ihr das?

    wer, der eine solche Situation nicht wenigstens vergleichsweise kennt, könnte nicht nachvollziehen, inwiefern sie überfordernd ist?

    Zu dem „Fliehen“ - du denkst da an die „Flucht“ durch Alkohol? - haben dir andere schon etwas geschrieben. Diese „Flucht“ wird an deiner eigentlichen Situation nichts ändern.

    Dass du aber wieder an diese „Flucht“ denkst, kannst du als klaren Hinweis deines Körpers bzw. deiner Psyche nehmen, dass du an deine Grenzen gekommen bist, das du Ent-Lastung brauchst.

    Nun stellt sich die Frage, wie diese Ent-Lastung zu erreichen wäre.

    Die erste Pflegekraft hat etwas geleistet, was weit über das geht, was eine Pflegekraft leisten muss. Es gibt solche Menschen und für die, die sowas erfahren dürfen, ist das ein Geschenk, aber von den Arbeitsbedingungen her leistet die zweite meiner Kenntnis nach das, was ihre Arbeitszeiten vorgeben…

    Dein Vater scheint eine 24-Stunden-Betreuung zu brauchen, richtig? Deine Brüder mögen zwar viel verlangen, die Frage ist aber, ob das von dir geleistet werden kann. Und die Antwort liegt auf der Hand: Du schaffst das beim besten Willen nicht.

    Ich finde auch nicht, dass das eine Frage des Geldes ist, also dass du dich zerreißen müsstest, weil du finanziell nicht auch noch etwas dazu beisteuern könntest. Eine solche Pflege, wie dein Vater sie offensichtlich braucht, ist zweifellos eine ungeheure Herausforderung.

    Du hattest mal geschrieben, dass du Antidepressiva nimmst, die würdest du gewiss nicht nehmen, wenn du vollkommen fit wärest.
    Und wenn ich das richtig verstanden habe, hast du selbst auch noch einen Beruf und Familie….
    Woher soll da denn - selbst bei einem vollkommen gesunden Menschen - noch die Kraft, die Energie und die Zeit kommen, die Zeiten, in denen die Pflegekraft sich das nimmt, was ihr rechtlich zusteht, zu überbrücken?

    Was würde eigentlich passieren, wenn du vollkommen ausfällst, weil du überhaupt nicht mehr kannst?

    Ich frage mich, ob du nicht wieder (oder immer noch?) vor der Herausforderung stehst, „Nein“ sagen zu können. „Nein“ zu deinen Brüdern, aber auch „Nein“ zu den immensen Anforderungen, die du an dich selbst stellst.

    Gibt es Beratungs- oder Hilfsangebote in der Nähe, an die du dich wenden könntest?

    Liebe Grüße

    AmSee

    Ich kann (noch?) nicht nachvollziehen, inwiefern der Gesetzgeber oder die Behörde noch nachlegen müsste. Vielleicht kann mir das ja jemand von euch erklären?

    Jemand, der sich unter Alkoholeinfluss ans Steuer setzt, gefährdet doch nicht nur sich selbst, sondern nicht selten gerade auch andere. Wie viele Unfälle auch mit Todesfolge geschehen schließlich unter Alkoholeinfluss?

    Ist das von der Behörde etwa nicht richtig, jemandem, der auffällig geworden ist, den Führerschein zu entziehen? Es geht in diesem Fall doch den Schutz der Allgemeinheit, oder etwa nicht?

    Er oder sie kann den Schein ja immerhin unter bestimmten Umständen wiedererlangen. Ob er oder sie wieder dafür geeignet ist, soll eine MPU prognostizieren.

    Die Frage ist doch, bei wem das Problem liegt, wenn der oder die Betroffene an seiner oder ihrer Denk- und Verhaltensweise nichts ändern kann oder will. Liegt es beim Gesetzgeber/ der Behörde oder liegt es bei dem oder der Betroffenen selbst?

    Ich bin in den letzten 30 Jahren 3× den Führerschein wegen Trunkenheit losgeworden (immer über 1,6 Promille).

    Dann hast du wohl zu den 50 Prozent gezählt, die wieder auffällig geworden sind, weil sie an ihrem Verhalten dauerhaft nichts verändert haben….

    Ich selbst bin niemals unter Alkoholeinfluss Auto/ Motorrad/ o.ä. gefahren. Hätte mir selbst nicht verzeihen können, wenn da etwas passiert wäre. Mir war stets bewusst, dass Alkohol die Reaktionszeit und -fähigkeit verändert….


    Was fehlt sind klare, eineindeutige Aussagen, seitens der Behörde!

    Ich hab darauf nur mal n bisschen im Netz gesucht….

    Recht schnell hab ich diese Informationsbroschüre der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) gefunden:

    https://www.bast.de/DE/Publikation…icationFile&v=1


    Aufschlussreich finde ich ansonsten diese Informationen vom ADAC:

    https://www.adac.de/verkehr/rund-u…ein/mpu/ablauf/

    Ich sehe das so wie Mojo und ichso das bereits geäußert haben. Solche Sätze, Paul oder Ähnliches kenne ich sonst nur von Menschen, die selbst konsumieren, als Rechtfertigung für den eigenen Konsum.

    Wenn es unerträglich ist, Paul : Ist das nicht ein Warnhinweis von Psyche und Körper, dass da was falsch läuft?

    Ändert die Betäubung irgendetwas an den Umständen, aufgrund derer solche Warnhinweise kommen?

    Emily , ich kann dir nur raten, deinem eigenen Empfinden zu trauen. Wenn du unsicher bist und ein Risiko für dich siehst, dann überleg dir gut, worauf du dich einlassen kannst und willst, und worauf eher noch nicht.

    Wenn du hingehst, überlege dir vorher gut, was dich da voraussichtlich erwarten wird und wie du damit umgehen kannst und willst. Überleg dir auch, wie du die Situation verlassen kannst, wenn du beginnst, dich unwohl zu fühlen.

    Was meinst du, würdest du das Gefühl haben, etwas zu vermissen, wenn du andere Alkohol trinken und enthemmt feiern siehst?
    Wirst du ablehnen können, wenn dir jemand Alkohol in die Hand drückt?

    Wenn du die erste Frage für dich mit „ja“ oder „vielleicht“ beantwortest, die zweite mit „weiß nicht“ oder „vielleicht“, scheint mir das Risiko zu hoch.

    Das kommt ja ganz darauf an, wie viele Kristalle du dran machst. Die, die ich hier habe, sind unterschiedlich groß und unterschiedlich schwer. Die kleineren sind leicht, aber wenn du viel davon nimmst, dann kommt da trotzdem ein bisschen Gewicht dazu….

    Doch sooo viele sind ja gar nicht notwendig….

    Ja, warum dann nicht „Arktika“? Arktis und Antarktis dürfte grundsätzlich ja jedem ein Begriff sein. 😅

    Und jetzt denke ich gerade beim Schreiben: Das ist so ein Quatsch - aber ich liebe es!

    Ist das beim Karneval nicht so, dass da jede Menge Quatsch erlaubt ist? Wenn‘s dir Spaß macht und du über dem stehst, was andere denken mögen (Ist doch deren Problem!), was spricht denn dagegen?

    Ich bin überhaupt kein Karneval-Mensch, das ist nicht meine Sache, aber in anderen Belangen mache ich mein Ding und kümmere mich nicht sonderlich darum, was andere davon halten mögen.

    Ich mag kreatives Upcycling. 👍😄

    Willst du noch mehr an das Kleid dranmachen? Bspw. Kristalle von einer Kristalllampe, die über die Kleinanzeigen in deiner Nähe zufällig gerade zu verschenken ist?

    Ich hab mal über die Kleinanzeigen so eine Lampe mit vielen verschiedenen Kristallen geschenkt bekommen. Mit der eigentlichen Lampe konnte ich nichts anfangen, die war auch an verschiedenen Stellen korrodiert, ich war nur an den verschiedenen Kristallen interessiert. Die dienen bei mir im Winter zur Deko, auch am Baum.

    Bei dem Schwarz als Grundfarbe würde vielleicht eher „Regina hiberna“ passen…. 🤔

    Moin,
    darf’s n bisschen lateinisch klingen: „Regina hiberna“?
    Übersetzt würde das „Winterkönigin“ bedeuten.

    Oder wenn’s Richtung russisch gehen soll, guck dir mal an, welche Rolle die „Snegurotschka“ spielt. Vielleicht ist das interessant für dich.

    LG AmSee

    Ich habe Angst vor dem, was Angst mit den Menschen macht - sie werden unachtsam.

    Entschuldige, Paul , aber das stimmt so nicht!

    Ich schreib zwar selbst immer mal wieder, Angst sei ein schlechter Begleiter, aber dabei habe die negative Seite von Angst im Sinn, nicht ihre positive Seite, die Angst ja eben auch hat.

    Menschen, die wegen eines neurologischen Defekts im Gehirn keinerlei Angst verspüren, leben gefährlich, haben ein höheres Verletzungsrisiko, weil sie die Angst als wichtigen Schutzmechanismus nicht kennen.
    Angst macht nämlich auch wachsam für mögliche Gefahren, schärft die Sinne. Sie hilft Menschen, einer möglichen Gefahr ins Auge zu blicken. So können sie sich einer Gefahr entweder stellen oder sie meiden oder sogar vor ihr flüchten.


    Insofern macht Angst nicht, wie du behauptest, unachtsam, sondern im Gegenteil macht sie sogar achtsam.

    Worin wir uns, denke ich, einig sind, ist, dass ein Übermaß an Angst nicht sonderlich hilfreich ist, wenn man ein zufriedenes nüchternes Leben führen möchte.

    Moin, Ichso. 🙋‍♀️

    Evtl. hilft eine Umkehr des "nicht gut genug aufgepasst haben" in "auf meinen Körper kann ich mich mittlerweile gut verlassen, der schützt mich unterstützend bei Überforderung"?

    Das erinnert mich an das, was mir mein Arzt zu verstehen geben will. 😅

    Da ist gewiss was dran, nur fühle ich mich durch diese „Auszeiten“ immer wieder so unvermittelt ausgebremst… Bei diesen „Auszeiten“ geht bei mir nämlich mal wieder so gut wie gar nichts… Gestern noch mit Freude und Energie an einem Möbelstück gearbeitet oder an irgendwas anderem meiner diversen kreativen Projekte und am nächsten Tag geht unerwartet nix….

    Was solche Threads wie bspw. den „Vaterblog“ betrifft: Aufgrund entsprechender persönlicher Erfahrungen in den vergangenen vier Jahren im Umgang mit den verschiedensten Themen hier im Forum und anderswo geht Selbstschutz für mich persönlich vor.

    und dann "sagt" nach kurzer Zeit meine Seele zum Körper "Mach du sie krank, auf mich hört sie nicht..." Und so bekomme ich immer mal wieder eine Auszeit geschenkt, in der ich wegen Knie, Erkältung, Kopfschmerz, whatever mal kurz rausgenommen bin aus dem täglichen Einerlei.

    Das kommt mir sehr bekannt vor, weil das bei mir ähnlich zu laufen scheint. Mein Arzt vertritt die Perspektive, dass mein Körper mich auf seine Weise durch solche „Auszeiten“ vor Überforderung schützt….

    Bin trotzdem manchmal niedergeschlagen, weil bei mir dann manchmal Gedanken hochkommen, dass ich noch besser hätte auf mich aufpassen müssen…. Dabei bemühe ich mich doch schon so….

    Mein Arzt meint dann, ich würd‘s mir nur schwerer machen, wenn ich mich auf solche Gedanken einlasse….

    Das kann ich nachvollziehen, dass dich das im „Vaterblog“ getriggert hat…

    Ich selbst passe aufgrund solcher Erfahrungen, dass mich dieses oder jenes zu bestimmten Zeiten zu sehr getriggert hat, inzwischen besser auf, auf welche Themen ich mich einlasse und auf welche nicht oder zumindest nicht zu diesem oder jenem Zeitpunkt.

    Denn ich bin ja neben Mutter auch Tochter.

    Eben….
    Für mich war es irgendwie hilfreich, zu begreifen, wie die Verkettung in meiner Familie war, wie Leid und psychische Wunden von Generation zu Generation weitergegeben wurden…

    Liebe Grüße

    AmSee