Ich zitiere mal hier aus deinem Post in Threat RE: Das kann weg! .
Als Beispiel: Habe ich soviel Angst vor Suchtverlagerung ins Netz, weil ich Sucht-Andockstationen im Hirn habe, die liebend gern auf ein neues Suchtmittel anspringen wollen? Oder gaukelt mir meine Angst vor, alles kann gefährlich sein?
Leider werde ich wahrscheinlich keine befriedigende Antwort finden. Aber es würde es mir leichter machen zu agieren. Beim Alk, Nikotin, Thc ist es klar: Null. Also heute. Aber beim Internet? Schmerzmitteln? So Sachen...
Ich vermute, dass beides bei dir eine Rolle spielt. Da du mit dem Thema „Sucht“ und einer möglichen Suchtverlagerung vertraut bist, dürften auch solche Emotionen wie Angst davon berührt werden. Und weil du, wie du von dir geteilt hast, auch mit einer Angststörung zu tun hast, dürfte auch das bei dir eine Rolle spielen.
Was würde es dir also leichter machen, damit umgehen zu können?
Ich frage mal direkt nach: Beschäftigst du dich bereits so viel mit dem Internet, dass du reale soziale Kontakte und das alltägliche Leben mehr und mehr vernachlässigst?
Wenn ja, wären das deutliche Warnhinweise, dass du ein ernsthaftes Problem entwickelst oder bereits entwickelt hast.
Nach dem, was du bislang so von dir geteilt hast, gehst du im realen Leben regelmäßig einer ganzen Reihe von sozialen Interaktionen nach. Das klingt bislang nicht danach, dass du das vernachlässigen würdest…..
Ich selbst weiß wohl um die „Gefahr“ von Internetsucht, aber ich setze mich mehr oder minder bewusst mit den Vor- und den Nachteilen meiner Beschäftigung mit dem Internet auseinander.
Vor einer ganzen Weile habe ich irgendwo mal was über den Zusammenhang von sozialer Interaktion und bis ins hohe Alter geistig fit Bleiben gelesen. Dabei ging es, wenn ich mich recht erinnere, um das Geheimnis, wie drei Frauen in hohem Alter dermaßen geistig fit geblieben sind. Das Geheimnis lag in ihren vielfältigen sozialen Interaktionen.
Und so ein Forum wie dieses hier ermöglicht in gewisser Weise durch den persönlichen Austausch eben auch soziale Interaktion. Darin sehe ich einen Vorteil, den ich gerne für mich nutze.
Zeitweise bin ich sehr viel hier in diesem Forum und, klar, mache ich mir darüber auch so meine Gedanken, ob das dann zu viel ist. Andererseits aber leiden meine realen sozialen Kontakte und mein alltägliches Leben nicht darunter und ich habe nicht den Eindruck etwas anderes, was für mein körperliches und psychisches Wohlergehen wichtig ist, zu vernachlässigen.
Kurz und gut:
Ich mache mir wegen einer möglichen Suchtverlagerung keine Sorgen, gehe mit einem gewissen Vertrauen in mich an die Sache heran, ich beobachte, ziehe zwischendurch immer mal wieder Bilanz und ändere etwas, wenn ich den Gefühl habe, dass etwas aus dem Ruder läuft.
Wenn du das Gefühl hast, dass du zu viel im Internet bist, dann stell doch mal fest, wie viele Stunden das täglich sind. Wenn du das Gefühl hast, dass es zu viel ist, dann vertraue deinem Gefühl, begrenze die Zeit und mach ganz bewusst etwas anderes, was du gerne tust.
Liebe Grüße
AmSee