Damit kenne ich mich nicht aus. Aber irgendetwas ist ja bei mir als Alkoholikerin anders als bei „normalen“ Leuten. Deshalb unterschätze ich das auch nicht.
Mit „Auswirkungen dieser psychoaktiven Wirkungen“ habe ich mich gedanklich auf das bezogen, was ich im vorherigen Beitrag an Paul bezüglich „neurobiologisch engrammiertes Suchtgedächtnis“
zitiert hatte….
Da fallen zwar einige Fachbegriffe, aber vielleicht kannst du trotzdem etwas damit anfangen?
Was ich dabei spannend finde, ist, dass sich die psychoaktive Wirkung von Alkohol dermaßen tief auf verschiedenen Ebenen ausgewirkt hat, und zwar auf die Ebene der Moleküle des Gehirns, auf die Nervenzellen, die für die Reizaufnahme sowie die Weitergabe und Verarbeitung von Nervenimpulsen zuständig sind und schließlich auf die psychologische Ebene, die alles umfasst, was unsere Psyche betrifft.
Im Artikel wird auch erwähnt, dass dem therapeutisch schwer beizukommen ist.
Ich kann das nachvollziehen…. - Und ich weiß zu gut, wie das ist, wenn Altes, von dem du glaubst, dass sich das längst erledigt hat und sozusagen „verschwunden“ ist, wieder hochkommt….
Ware es dir möglich, dein „Abstinenz-Training“ hier im Forum stichpunktartig aufzuführen? Mich würde das jedenfalls sehr interessieren. Ich mache auch einiges, aber ich bin immer offen für Ideen und Inspirationen.
Ich weiß nicht, ob das sinnvoll ist, wenn ich das hier ausformuliere.
Als ich vor ein paar Jahren mit der Frage konfrontiert war, was MIR eigentlich gut tut, konnte ich mit Listen anderer wenig anfangen.
Für mich war das ein Lernprozess, herauszufinden, was ICH eigentlich brauche.
Mein „Training“ ist in dem Sinne kein systematisches Training, bei dem ich einen festen Plan abarbeite. Im Prinzip geht’s dabei darum, einen Mittelweg zwischen zu viel und zu wenig zu finden und mich stets um ausgeglichene Selbstfürsorge zu bemühen.
Diese SHG hier ist durch die Beschäftigung mit unserer Thematik in gewisser Weise ein wertvoller Begleiter.
Du selbst machst ja schon das, was du für dich brauchst und für wichtig und richtig erkannt hast.
So manches ergibt sich erst im Laufe der Zeit, wenn‘s gewissermaßen „dran“ ist. Entsprechende Erfahrungen hast du ja auch schon gemacht, wenn du an die letzten 50 Wochen zurückdenkst.
Liebe Grüße
AmSee