Paul führt ein weiteres Mal seine persönliche Ansicht an. Fühle mich dabei an „Täglich grüßt das Murmeltier erinnert“….
Wer sich näher für diese Thematik interessiert, dem empfehle ich den Thread Muss ich den Rest meines Lebens immer vor einem Rückfall Angst haben? und dort insbesondere Beitrag #102.
Beiträge von AmSee13
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ichso , ich kenne das Hörbuch nicht, hab mir beim Durchlesen, worum’s da geht, aber schon gedacht, dass da n bisschen viel von Alkohol die Rede sein könnte….
In den anderen genannten Büchern konsumieren die Protagonisten auch immer mal wieder ungehemmt Alkohol, vorzugsweise Wein. Mich stört das nicht, aber wenn dir sowas nicht behagt, wird dir der Alkoholkonsum grundsätzlich auch in den anderen Büchern aufstoßen. Der wird da so konsumiert und teilweise verherrlicht, wie das allgemein in unserer Gesellschaft üblich ist. -
Moin ichso ,
ein schönes Projekt, was du dir da vorgenommen hast. Sowas liegt mir ja auch, wobei ich noch nichts Größeres angegangen bin, sondern erstmal noch weiter entdecke, was ich mit meinen schönen antiken Nähmaschinen so alles anstellen kann. Letztens habe ich die Möglichkeit von Stickerei entdeckt und auf die Weise Risse an einer Bluse genäht und mit einer Stickerei überdeckt.
An Kleider oder Shirts hab ich auch schon gedacht, die ich für mich umarbeiten möchte, aber da ich, wenn ich schalten und walten kann, wie ich will, noch so viele andere Projekte habe, dauert das noch etwas. 😅
Viel Freude und Erfolg bei diesem Projekt wünsche ich Dir. 🍀Liebe Grüße
AmSee
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Ja, absolut. Zuviel Input macht mich nervös😔 Deshalb konzentriere ich mich jetzt wieder auf den einen Ort. Alles andere wäre ein Riesenaufwand, also vor allem wegen der benötigten ärztlichen Versorgung. Die müsste ich ja sonst in jedem gefälligen Wohnort deutschlandweit erfragen. Alter Schwede! Allein der Gedanke...
Genau. Noch so ein Punkt: Das mit der ärztlichen Versorgung, was du schon angeschoben hast. 👍
Ich kann so schlecht warten 🙈
Wer kann das schon?
Und trotzdem… Ich schlag mal einen Bogen zu Kindern und Adventszeit: Stell dir vor, die Geschenke würd‘s nicht erst an Heiligabend oder an Weihnachten geben, sondern gleich sofort, wenn ein Wunsch nach etwas da ist.
Und noch etwas: Um das herauszufinden, ob du mit deiner zukünftigen Wohnung ein Sahnestückchen oder einen Schatz gefunden hast, brauchst du genügend Informationen. Die kriegst du aber erst, wenn du dir Zeit für die Suche lässt und genügend recherchierst.Wünsche dir ein tolles Schnäppchen in naher Zukunft
Danke dir, aber ich brauche im Moment eigentlich keine weiteren Schnäppchen mehr, müsste vielmehr noch weiter aussortieren und bin da auch dran. 😅
Ich halte natürlich weiterhin hier und dort nach allem Möglichen Ausschau, aber das tue ich nur, weil mir das Spaß macht. Hat was von Schaufensterbummeln.
Wünsche dir, dass du DEIN neues Zuhause findest. 🍀 -
Mache mir etwas Sorgen um meinen Schlafrhythmus. Die letzten zwei Nächte bis nach zwei im Internet rumgegurkt. Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen... Denn mir kam der Gedanke, wenn es nicht klappt mit der Küstenstadt, hat es ja auch andere schöne Ecken in Deutschland. Aber je mehr ich gucke, desto überdrüssiger werde ich.
Dieses sich äußerst intensiv mit etwas Beschäftigen, wenn ich für eine Idee brenne, kenne ich auch.
In meinem Familien- und Freundeskreis bin ich als versierter Schnäppchenjäger bekannt. Manchmal bekomme ich sogar entsprechende Aufträge.
Manchmal übertreibe ich das Suchen und Recherchieren auch. Wenn ich das merke, trete ich ein Schrittchen zurück. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich nichts erzwingen lässt, selbst wenn ich‘s noch so sehr versuche.
Und ich hab mehr als ein Mal die Erfahrung gemacht, dass mir das, was ich suche oder möchte, irgendwann später mehr oder minder zufällig in den Schoß fällt. Ich warte nicht unbedingt darauf, sondern bin im Grunde einfach nur offen für Möglichkeiten und Chancen.
Du selbst hast ja nun erstmal die Idee, wohin du gerne umziehen möchtest und du hast grundsätzlich Zeit. Deshalb empfehle ich dir, das etwas entspannter anzugehen. Zu viele Infos auf einmal können auch überfordern und frustrieren. Und DAS wirkt sich garantiert auf die Schlafqualität aus.
Liebe GrüßeAmSee
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Ein nächstes Hörbuch, das mir gut gefällt:
„Jetzt ist Sense“ von Hans Rath, gelesen von Sandra Borgmann.
Bei der Psychologin Liv Bentele klingelt an ihrem 50. Geburtstag ein attraktiver Mann verkleidet als Sensenmann an der Tür, doch der scheint sich nur in der Tür geirrt zu haben. Er fragt nämlich nach dem Namen der alten Dame, die über Liv wohnt.
Als Liv dann aber nach dem Besuch des Mannes die alte Dame tot in ihrer Wohnung vorfindet, sie scheint ohne äußere Einwirkung sanft entschlafen zu sein, stellt sie den mysteriösen Fremden zur Rede, als sie ihn wieder trifft.
Er behauptet, der griechische Gott des sanften Todes zu sein.
Vielschichtig, kurzweilig, humorvoll, skurril und zum Nachdenken anregend geht‘s im weiteren Verlauf des Romans über das Leben und den Tod.Von Hans Rath hab ich vor geraumer Zeit schon „Und Gott sprach: Wir müssen reden“ gelesen, das mir gut gefallen hat.
Die Sprecherin Sandra Borgmann finde ich angenehm. -
Wir wissen nicht, wie groß wir sind, bis sie uns zum Aufstehen zwingen. Und wenn wir es dann wirklich tun, wird unser Kopf durch die Wolken dringen.
Emily Dickinson (1830 - 1886)
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Ich hab heute mit dem Hörbuch „Ich und die Menschen“ von Matt Haig, gelesen von Christoph Maria Herbst angefangen.
Das Buch ist aus der Perspektive eines Außerirdischen geschrieben, der sich in menschlicher Gestalt in die Gesellschaft der Menschen auf der Erde einzufügen versucht, um einen außerirdischen Auftrag zu erfüllen, der der Rettung der Galaxis vor den Menschen dienen soll.
Der Blick von außen - der Außerirdische ist mit menschlichen Konventionen und Regeln absolut nicht vertraut - ist witzig und unterhaltsam geschrieben.
Christoph Maria Herbst als Sprecher hat mir schon bei anderen Hörbüchern gut gefallen. -
Liebe ichso ,
ich weiß, was du mit „uffbasse“ meinst, das gilt für mich, die ich selbst mit einer zumindest leichten bipolaren Störung (Bipolar II) zu tun habe, ja ebenso.
Bei mir geht das zum Glück nur in den hypomanischen bzw. submanischen Bereich und nicht gänzlich in den tatsächlich manischen Bereich.
Ich weiß noch nicht so lange, dass ich DAS auch noch haben darf 😜, aber ich hab, seit mir das bewusst ist, gelernt, Anzeichen, wenn’s mal wieder so weit ist, zu erkennen und ggf. gegenzusteuern, und ansonsten im Vorfeld dafür zu sorgen, dass es nicht so weit kommt.
Ich finde, auch solche Handicaps, wenn man denn um sie weiß, gehören zur Erfahrung, auf See bzw. im eigenen Leben unterwegs zu sein und sich auch diese Erfahrungen und den Umgang damit zu Nutze zu machen.Und ich hoffe, es hat bei dir keine bleibenden Narben verursacht 💜
Danke dir. Narben habe ich natürlich davon getragen, die auch bleiben. Doch ich leide in dem Sinne nicht darunter, sondern übe mich in Akzeptanz dessen, was ich nun einmal nicht ändern kann.
Nicht, dass ich nicht immer wieder versucht hab, es zu ändern, aber für den Erfolg braucht eben auch den anderen, doch die anderen haben nicht mitgespielt. 🤷♀️Liebe Grüße
AmSee
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Moin ichso ,
Und doch möchte auch ich es für mich als Leitfaden nutzen. Denn klar, habe ich schon in vielerlei Hinsicht stürmische Meere bewältigt. Aber zu was für einem Preis? Meist war es teuer, vor allem für die Gesundheit. Und nicht nur von meiner eigenen.
Ich frage mich bei deinen Zeilen gerade, ob du das Sprichwort anders auffasst als ich. 🤔
Ich sehe das nämlich so:
Unruhige Zeiten, Stürme widerfahren uns ähnlich wie Seeleuten auf dem Meer im Laufe unseres Lebens immer mal wieder. Zwar erlebt der eine möglicherweise mehr Stürme als der andere, aber ruhig und ohne fordernde Zwischenfälle verläuft ein Leben ja nicht, ich denke da Krankheit, Alter, Tod, Eifersucht, Neid usw.
Daraus, wie wir die Stürme bewältigen, können wir lernen. Wer macht denn schon von Anfang an Alles richtig?
Im Sturm auf See kann diese oder jene Handlung, die aus Unerfahrenheit geschieht, zu Schiffbruch führen. Seeleute, die das überleben, haben an Erfahrung hinzugewonnen und können/ werden es beim nächsten Sturm anders machen.
In meinem Leben hat es ja nun reichlich Stürme gegeben, manches habe ich wohl richtig gemacht, aber Fehler habe ich auch gemacht, die sich gar nicht gut auf meine Gesundheit ausgewirkt haben. Auch finanzielle Verluste hat‘s gegeben und der eine oder andere Mensch hat sich von mir abgewandt. Letzteres lag nicht unbedingt nur an mir. 🤷♀️
Doch schau dir an, wo ich heute stehe. Selbst wenn du mich nur aufgrund dessen, was ich hier teile, kennst, so wirst du einen Eindruck von mir haben.
Ich selbst würde mich zu den erfahrenen Seeleuten zählen. 😉
Liebe GrüßeAmSee
P.S.: Für MICH ist es die Perspektive, die ich einnehme, die sich hilfreich/ konstruktiv auf mich und mein Befinden auswirkt, oder aber destruktiv und depressiv.
Blicke ich auf die Stürme und, wie schwer die waren, was ich da alles falsch gemacht und verloren habe?
Oder blicke ich auf die Erfahrungen, die ich dabei gewonnen habe und die ich gelernt habe, für mich zu nutzen?
Ich wähle die letztere Perspektive, sie wirkt sich hilfreich/ konstruktiv auf mich und mein Befinden aus.
- Und das ist nicht im Sinne des sogenannten „Positiven Denkens“ zu verstehen, auf das Brant in einem anderen Thread Bezug genommen hat und vor dem, wie aus dem Vortrag, den Brant als PDF verlinkt hat, hervorgeht, nicht ohne Grund gewarnt werden sollte. -
AmSee13 Alsonich wollte jetzt nicht diejenigen diskreditieren, die diese Willensstärke etc nicht haben. Die wenigsten Menschen haben das. Also ich meinte es so, dass das eher die Ausnahme, denn die Regel ist.
Blackisbeautiful , das hab ich mir schon so gedacht, dass du da niemanden diskreditieren wolltest, aber dennoch halte ich es für wichtig, das anzusprechen, nicht nur deinetwegen, sondern generell.
Es existieren ja in unserer Gesellschaft leider viel zu sehr noch falsche Vorstellungen über Alkoholismus und über Alkoholiker. Ich selbst war dieser falschen Vorstellung ja auch aufgesessen, weshalb ich mich lange dagegen gesträubt, gewehrt und vor mir verleugnet habe, ein ernsthaftes Alkoholproblem zu haben.
Erst, als ich mich dann doch getraut habe, mich meinem Problem zu stellen und mich hier austauschen konnte, begriff ich, wie falsch meine Vorstellung war.
Und aufgrund meiner eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse ist es mir wichtig, zumindest im Rahmen dieses Forums hier, auch dieses Thema ggf. anzusprechen.Dass man auch ohne Substanzen einen Rausch fühlen kann, weiß ich. Das sogenannte Flow Erleben. Meist durch körperliche Aktivität zu erreichen. Ich hab das auch schon beim Laufen geschafft, aber ich kann nicht so lange rennen, wie ich den Rausch brauche 😂. Das hält halt nur solange man die Aktivität weiter betreibt.
Da du deinen Sport erwähnt hattest, hab ich mir schon fast gedacht, dass du zumindest eine Ahnung davon hast. 😄
Man kann z.B. auch über Tanzen, Singen einen Rausch herbeiführen, erleben.
Das ist etwas anders als mit Alkohol, denn für genau das, was man im Alkohol sucht, gibt es keinen vergleichbaren Ersatz, das hat eben auch etwas mit dem psychoaktiven Cocktail zu tun, den man sich mit Alkohol, ohne sich dafür anstrengen zu müssen, binnen Nullkommanix reinziehen kann.
Von daher würde ich immer davon abraten, sich einen adäquaten Ersatz zum Alkohol oder zu anderen Drogen zu suchen. Das macht nur unzufrieden und das Belohnungssystem lässt sich auch nicht verarxxxxxx.
Im Laufe der Abstinenz kann man aber viele andere Möglichkeiten entdecken, auf natürliche Weise das zu bekommen, was man eigentlich braucht.
Und manchmal möchte man auch „berauscht“ sein. Ich empfinde mich zum Beispiel manchmal „berauscht“, wenn ich in Feld, Wald und Wiesen unterwegs bin, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Motorrad. Zu Fuß und auf meinem Motorrad hab ich schon die besten „Räusche“ gehabt. Und auch beim Tanzen in der richtigen Atmosphäre auf einer Party mit der richtigen Musik. 😅
Liebe GrüßeAmSee
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Hallo mia ,
von mir ein Danke für deinen Beitrag. Ich kann das gut nachempfinden, was du geschrieben hast, ich finde mich sogar teilweise in deinen Gedanken und Erfahrungen wieder.
Und ich find’s auch gut, wie du deine Empfindungen und Erfahrungen mit dem anderen Forum beschrieben hast.
Ich habe dort auch etwas für mich mitnehmen können, aber es hat dann letztlich doch nicht zu mir gepasst.
Liebe GrüßeAmSee
P.S.: Guck mal in deine PNs.
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Blackisbeautiful , gerne.
Ganz ehrlich, bei allem, was ich bislang zum Suchtthema gelesen habe, und darunter war auch einiges an wissenschaftlicher Literatur, habe ich keine Erklärung gefunden, wie diese Selbstremission möglich ist.
Noch hat sich die Neurobiologische Forschung damit wohl nicht befasst, zumindest hab ich dazu noch nichts gefunden.
Ist auch nicht verwunderlich, denn bislang hat sich das Gesundheitssystem wenig mit diesem Phänomen beschäftigt.
Ich wäre äußerst vorsichtig damit, das mit enormer Disziplin, Willensstärke und emotionaler Stabilität zu erklären. Das geht nämlich im Prinzip in Richtung Stigmatisierung derer, die das denn doch nicht schaffen und wirkt sich u.U. fatal aus.
Sucht ist ne komplexe Angelegenheit und hat wenig mit fehlender Disziplin und fehlender Willensstärke zu tun. Und was die emotionale Stabilität betrifft: Nicht jeder verfällt der Sucht, weil‘s ihm (zu) schlecht geht, auch das Gegenteil kann der Fall sein.
Ich selbst hab den Aufräumprozess in den vergangenen Jahren durchlaufen und wage zu behaupten, emotional stabil zu sein, aber ich würd‘s trotzdem nicht auf einen weiteren Versuch ankommen lassen, Alkohol zu konsumieren, wie Bassmann das getan hat.
Nicht, weil ich Angst hätte. Ich hab keine Angst vor Alkohol, sondern ich hab das Interesse daran völlig verloren. Für mich gibt’s überhaupt keinen Grund mehr dafür, warum ich mir Alkohol nochmals und sei‘s in noch so geringem Maße antun sollte.
Da fällt mir ein:
Weißt du eigentlich, dass man Rausch auch ohne Alkohol und Drogen hervorrufen kann; und das frei von unangenehmen, schädlichen Nebenwirkungen?
Liebe GrüßeAmSee
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🤔 Möglicherweise ist jemand anderem entgangen, was sowohl Stilles Wasser als auch ich zum Ausdruck bringen wollten? 🤷♀️
Egal, vielleicht kann der eine oder die andere etwas mit dem anfangen, was Brant und ich geschrieben haben.
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Fehlt noch: ein harter, langer Weg, nie wieder, für immer süchtig, lebenslang, bekennst du dich ... Alkoholiker und ähnliche dramatische Vokabeln.
Klingt provokativ, Paul . Möchtest du provozieren?
Und wenn ja, warum? - Passt doch gar nicht zu dem, was du hier laut eigener Aussage eigentlich möchtest….
Das, worauf Stilles Wasser meines Erachtens anspielt, ist die Selbsttäuschung, die vielen hier doch nur allzu vertraut ist. Wenn ich mich recht erinnere, hast du auch schon mal davon geschrieben.
Ich weiß von mir selbst noch allzu gut, wie ich meinen Alkoholkonsum vor mir selbst verharmlost hab.Diese Frage „trinke ich zu viel und will ich so weiter machen?“ hab ich vor mir selbst immer wieder so beantwortet: Oh, Mann, ich trinke zu viel, ich will so nicht weitermachen.“ Und dann hab ich entweder eine Trinkpause eingelegt, es zu kontrollieren versucht, oder auch nicht.
Insofern, hatte ich eine Antwort, aber eigentlich oder uneigentlich war damit gar nix gesagt.
In dem Moment, als ich die Wahrheit erkannte, nämlich dass ich dabei bin, unterzugehen - und das steckt in dem Begriff „Alkoholiker“ ja drin - , der Wahrheit in die Augen schaute, war ich bereit, mich dieser Wahrheit konsequent zu stellen und Nägel mit Köpfen zu machen.
Und von wegen „harter, langer Weg“…. Du erzählst doch selbst von deinen Erfahrungen, wie schwer es dir gefallen ist und dass es Zeit und Geduld gebraucht hat, bis du dahin gekommen bist, wo du jetzt bist….. 🤔Egal welchen Weg oder welche Worte du wählst oder ich oder sie, er muss plausibel sein für dich, mich oder sie. 👋
Stimme dir grundsätzlich zu, aber ich hab bei diesem Ringen um Begrifflichkeiten auch vor Augen, wie ich selbst (und nach meiner Beobachtung viele andere, die am Anfang stehen) geneigt war, mein Problem vor mir selbst zu verharmlosen.
Und mit anderen harmlosen Begriffen kann man sich auch vor der eigentlichen Realität drücken. -
Hallo Miteinander,
zu etwas, was Bassmann-neu geschrieben hat, möchte ich gerne noch etwas schreiben. Es richtet sich nicht explizit an dich, Blackisbeautiful , sondern allgemein an jeden, der mitliest.
Was ich für mich aber auch beim Neuanfang nicht akzeptieren konnte, war dieses bedingungslose "Nie-wieder". Ich hätte es akzeptiert, wenn ich die Erfahrung gemacht hätte, dass es wirklich nicht anders geht. Ich machte diese Erfahrung jedoch nicht. Aber ich machte die Erfahrung, dass die Überwindung der Sucht das größte Geschenk war, das ich mir machen konnte.
Bassmann gehört, wie es aussieht, zu den Selbstbetroffenen, die so etwas wie „Selbstremission“ erfahren haben.Seit geraumer Zeit gibt es auch Studien, die sich mit diesem Phänomen befassen, von dem aber in Selbsthilfegruppen und auch im Gesundheitswesen (noch?) nur selten die Rede ist, das aber, wie Studien bestätigen, nicht so selten ist, wie es scheint.
Solche Selbstbetroffenen wie Bassmann sind in den üblichen Selbsthilfegruppen eher selten anzutreffen. Die Gründe dafür wird sich denken können, wer sich näher mit der Thematik beschäftigt.
Insofern ist Bassmann-neu hier eine seltene Ausnahme.
Wer Bassmanns (ehemals Katros) Zeit hier im Forum so nachverfolgt, weiß, womit er, umgekehrt aber auch die Mehrzahl der Selbstbetroffenen hier zu kämpfen hatten, und warum es zu unangenehmen Auseinandersetzungen gekommen ist.
Die Mehrzahl der Selbstbetroffenen hier und auch anderswo hat eben gegenteilige Erfahrungen gemacht als Bassmann und sie haben im üblichen Suchthilfesystem das gefunden, was sie brauchten.
Dass diese SHG und auch Bassmann-neu die Auseinandersetzungen ausgehalten haben, ist meines Erachtens etwas Besonderes und ich halte die Tatsache, dass Bassmann ein Teil dieser Community ist, für eine Chance. Denn was Bassmann zu teilen vermag und teilt, ergänzt den Bereich der Möglichkeiten und Wege im Umgang mit unserer Suchterkrankung.
Kurz eingehen möchte ich aber auch auf eine gewisse Problematik:
Nach allem, was ich bei mir selbst und bei vielen Selbstbetroffenen, die hier aufgeschlagen sind, beobachten konnte, kann ich ziemlich gut nachvollziehen, worin Selbstbetroffene, wie bspw. Rekonvaleszent oder Greenfox oder langjährig abstinente Selbstbetroffene im anderen Forum, die Gefahr sehen, sich mit der Möglichkeit, irgendwann zu einem risikoarmen, klinisch unauffälligen Konsum zurückfinden zu können, zu beschäftigen.Ihre Erfahrungen bei sich selbst und vielen anderen Selbstbetroffenen im Selbsthilfesystem sind eben, wie wenig jegliche Kontrollversuche bei ihnen und vielen anderen funktioniert haben.
Insofern dienen die Diskussionen und Auseinandersetzungen sowohl der Selbstfürsorge, haben aber auch etwas mit einem gewissen Verantwortungsgefühl zu tun.
Als ich selbst noch relativ am Anfang stand und mich sozusagen „nur“ notgedrungen vom Alkoholkonsum verabschieden musste, hätte das verlockend geklungen, irgendwann zu einem risikoarmen Alkoholkonsum zurückkehren zu können.
Ich bezweifle sehr, dass das hilfreich für mich gewesen wäre.Durch die intensive Auseinandersetzung mit der Thematik und mit mir selbst bin ich mir hundertprozentig sicher, dass ich wieder einen Kontrollverlust erleiden würde, wenn ich Alkohol konsumieren sollte. - Nun stellt das für mich deswegen kein Problem dar, weil mir das Interesse am Alkoholkonsum so gänzlich vergangen ist.
In so einer Selbsthilfegruppe wie dieser hier eine gute Balance zu finden, ist und bleibt eine Herausforderung.
Ich schließe mit folgendem Hinweis:
Wer glaubt, dass Selbstremission ohne eigene Aktivität möglich sei, täuscht sich.
In diesem Zusammenhang möchte ich einen Satz in Bassmanns Beitrag nochmals hervorheben, weil er eine absolut nicht unwichtige Information enthält:Ich musste erst komplett aufhören, um neu anfangen zu können.
Beste Grüße
AmSee
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Hallo Paul ,
das finde ich richtig gut, wie du das beschrieben und durchdacht hast. 👍
Ich hab ja nun selbst so gar kein Problem mit den Begrifflichkeiten, ich lebe und empfinde trotz dieser Begrifflichkeiten das, was du mit anderen Begriffen beschreibst.
Doch ich bin ja nun lange genug dabei, um zu wissen, dass mancher mit den bislang so üblichen Begrifflichkeiten seine/ ihre Schwierigkeiten hat.
Möglicherweise findet sich mancher in dem wieder, was du beschrieben hast, und kommt mit deinen Begriffen besser klar.
Deshalb von mir ein Danke an dich, dass du das hier teilst.
Viele GrüßeAmSee
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AmSee13 Ja, habe ich verstanden. War auch eher etwas provokant gemeint. Ich fand dieses Wort „Trinkvorbehalt“ irgendwie unpassend.
Blackisbeautiful , was meinst du, was es hier in diesem Forum aufgrund der unterschiedlichen Wege schon für Diskussionen gegeben hat? 😅
Inzwischen gibt’s nach meiner Wahrnehmung der letzten Jahre hier schon seit geraumer Zeit eine friedliche Co-Existenz.
Und dafür setze ich mich auch ein, dass das so bleibt.Mit Rekonvaleszent und Bassmann hast du hier nun zwei langjährige Mitglieder kennengelernt, die unterschiedlich unterwegs waren und es noch sind.
Und ich für mich konnte von beiden etwas für mich mitnehmen und darin sehe ich hier eben auch eine Chance.
Mein Tipp: Nimm das zur Kenntnis, was Rekonvaleszent von sich erzählt hat, in dem Kontext sehe ICH das nämlich mit dem „Trinkvorbehalt“.
Ich empfehle dir, das mit dem „Trinkvorbehalt“ mal im Hinterkopf zu behalten. Vielleicht kannst du das noch brauchen. Vielleicht auch nicht. Time will tell.
Beste GrüßeAmSee (als Mod und Mitglied)
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Oder ist es die Bedingung eine lebenslange Abstinenz anzustreben, um hier im Forum aktiv sein zu können?
Ist aus dem bisherigen Austausch nicht schon deutlich geworden, dass das in dieser SHG nicht als Bedingung gestellt wird?
Ich kann nur nochmals wiederholen, was ich dir schon einmal geschrieben habe:Wie du beim Lesen durch die verschiedenen Threads feststellen wirst, haben wir hier Mitglieder mit ganz unterschiedlichen Wegen und unterschiedlichen Erfahrungen.
Das stellt einerseits eine Herausforderung dar, ist andererseits aber auch eine Chance.
Was zu dir passt und was nicht, wirst du im Laufe der Zeit für dich herausfinden können.
Viele GrüßeAmSee
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Stilles Wasser Wäre es möglich, meinen Thread in den geschützten Bereich zu verlagern? Um in den Austausch zu gehen, gibt man ja schon recht viele Details öffentlich preis und ich bin am Ende dessen, was ich dem www zur Verfügung stellen möchte.
Frage geklärt. 👍
Dieser Thread bleibt nach Absprache mit Blackisbeautiful im öffentlich sichtbaren Bereich stehen.
Beste GrüßeAmSee (als Mod)