Hallo, Cora!
Ich habe mir mal erlaubt, den Thread zu teilen und Dir Deinen eigenen Faden aufzumachen. Empfinde ICH besser als einen fremden Faden weiterzuführen.
Kurz zu mir: Ich bin selbst Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun seit 2008 trocken. Außerdem bin ich seit einigen Jahren auch ein wenig in der Suchtselbsthilfe aktiv.
Und als Alkoholiker kann ich Dir sagen, dass dieses Lügen, diese Lippenbekenntnisse nicht böse gemeint sind - sie sind einfach normal und gehören zur Krankheit dazu. Er wird einfach alles tun und sagen, um weiter unbehelligt trinken zu können. Und da ist es auch vollkommen egal, ob er seinen Job, seinen Führerschein oder seine Familie verliert!
Solange er nicht WIRKLICH SELBST WILL - und hier meine ich wirklich jedes einzelne Wort: Wirklich! SELBST! WOLLEN! - hat alles reden und tun überhaupt keinen Zweck.
Jeder, der auf ihn einredet, dass es doch schädlich ist, für ihn und die Familie und überhaupt besser wäre und, und, und - jeder hätte mehr davon, wenn er sich vor eine Wand stellt und die Tapete vollquatscht. Denn die würde nicht das Blaue vom Himmel lügen, nur um seine Ruhe zu haben.
Das Einzige, was DU tun kannst, ist, auf Dich und Dein Wohl bzw. dass Deines Kindes zu achten! Ich hoffe, Du hast ihn tatsächlich aus der Wohnung geworfen und ihm die Schlüssel abgenommen. Es gibt außerdem noch die Möglichkeit des Kontaktverbots (insbesondere im Hinblick auf seine Aggressivität und dem von Dir geschilderten Vorfall) im Rahmen einer Einstweiligen Verfügung.
Welche Möglichkeiten Du noch hast, könntest Du mal bei einer Suchtberatung erfragen - ich weiß nur nicht, ob die momentan nur telefonisch oder via Internet oder nixweiss0 arbeiten
Er ist für sich und sein Handeln selbst verantwortlich. Du nur für DEIN Leben.
Gruß
Greenfox