Nüchternes Wochenende

  • So, hallo Ihr Guten.

    Nun kommt (endlich) mal wieder ein nüchternes Wochenende. Am liebsten möchte ich den jetzigen Zustand festhalten. Ich kann nicht sagen, dass ich "glücklich" bin an diesem Tag 6 der Nüchternheit, ganz im Gegenteil. Habe ich sogar eine richtig dolle Wut im Bauch wegen ein paar äußeren Gegebenheiten - genauer wegen Menschen, die mich "geärgert" haben. Was ich vielmehr meine ist so eine Art Ruhe (ja, komisch, trotz der Wut), die mir ausnahmsweise mal keine ANGST macht.

    So kann es doch auch mal gerne eine Weile bleiben. Vielleicht macht der Herbst ein bisschen "gesattelter". Ich warte gerade voller Vorfreude auf ein Buch. Heute brauche ich gar nicht viel, um zufrieden zu sein. Das Beste ist sowieso immer, wenn man unverkatert und gestärkt ist.

    Lasst es Euch gut gehen!

    Herzlich grüßt
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hallo Pinguin, das ist ja wunderbar. Das habe ich gar nicht so richtig mitbekommen, dass du schon am sechsten Tag alkoholfrei bist.

    Ja, ich kann das verstehen, man ist vielleicht sowieso etwas empfindlicher, die ersten Tage, und wenn man sich dann auch noch ärgert (es kommt drauf an, hast du dich geärgert, oder bist du geärgert worden?).

    Franz

  • Heh liebe Pinguin :)
    und hast du dir, außer Lesen wenn das Buch kommt, was Schönes vorgenommen um dir was schönes Gutes zu tun?

    Ich grüß dich ganz herzlich!!

    Viel Kraft,
    Land in Sicht

  • Ich bin echt dankbar und froh, dass jemand geantwortet hat. Danke, Franz und Danke, LiS... Gestern dachte ich noch: "Wow! 16 haben es zwar gelesen, aber niemand reagiert." Aber Gott sei Dank kamen dann doch Messages von Euch beiden. :)

    Hey Franz,

    ach weißt Du, ich ziehe manchmal "negative" Menschen an, wie ein Magnet. Ich habe mich aber entschieden, solchen Menschen aus dem Weg zu gehen. Ich habe selbst genug Probleme, da möchte ich nicht mehr der Mülleimer für andere sein. Bei nahestehenden Freunden oder zum Beispiel hier im Forum ist es ja selbstverständlich, aber ich kann wirklich nicht allen Menschen helfen und beistehen, vor allem nicht, wenn es mich dabei selber runterzieht. Ich bin froh, dass mein Selbstschutz-Mechanismus weitestgehend besser funktioniert als früher. Probleme habe ich immer noch, giftige Beziehungen aufzulösen. Da rebelliert einfach meine Menschen- bzw. Nächstenliebe. Ich habe dann immer so ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle.... Aber es bleibt mir wohl nichts anderes übrig als auch dies zu lernen.

    Lieber LiS,

    das Wochenende ist vollgepackt mit Aktivitäten. Und das ist gut so. Heute mache ich endlich einmal wieder nach Monaten die Hausordnung (jippieh - freu! ;) ist bei uns im Haus aber auch nicht soooo arg Pflicht). Nachher kommt meine Schwester und mein Neffe zu Besuch. Wir sehen uns so selten. Jetzt bereite ich gleich ein Szegediner Gulasch vor. Und morgen hat mein großer Sohn sein erstes Turnier im Bogenschießen. Die restliche Zeit möchte ich für mich nutzen und lernen. Ich habe mich bei babbel.com registriert, dort kann man online Sprachen lernen und ich frische mein Italienisch wieder auf. Das ist ein super tolles Programm, welches Spaß und Freude macht - und zudem recht preisgünstig ist. Kann ich nur jedem empfehlen, der Sprachen lernen will. Zudem lerne ich noch Englisch und übe jeden Tag an meinem Schlagzeug. Lernen und mich verbessern bzw. weiterentwickeln, das sind mir persönlich wichtige Werte und Ziele in meinem Leben.

    Dieses Wochenende ist geprägt von "früh aufstehen". Und ich muss sagen, dass ich eigentlich ein Morgen-Mensch bin. Der Morgen ist meine liebste Tageszeit und morgens bin ich auch stets hochkonzentriert. Dies muss ich nutzen. Wenn ich saufe, kann ich das nicht nutzen, sondern mich nur über mich selbst ärgern, wenn ich bis 10, 11 oder 12 im Bett bleibe. DAS ist für mich ein echter Albtraum.

    Im Gegensatz zu anderen, die den Alkohol oft als Einschlafhilfe einsetzen, habe ich den Alkohol immer gerne als Wachmacher missbraucht. In versoffenen Zeiten war ich dann oft bis 2 oder 3 Uhr in der Nacht oder in der früh wach, obwohl ich die Nacht überhaupt nicht mag. Das geht auf Dauer nicht und macht mich nervlich krank. Zudem bekomme ich dann jedesmal einen Herpes, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    So genieße ich momentan die Morgen-Energie. Das ist das schönste Geschenk. Der Morgen an sich ist schon eine so wunderbare Sache. Wenn man aufwacht und sich wundert: "Nanu, ich lebe ja noch." ;) Und nach dem ersten Kaffee packt man die Dinge an, die einem leicht fallen, weil man kein Kopfweh hat und nicht befürchten muss, jeden Moment umzukippen. Das ist schön.

    Liebste Grüße
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Guten Morgen,

    erst einmal wünsche ich dir für dein Wochenende alles Gute und viel Spaß. Schön, dass es mit dem Nichtalkohol klappt. 44.

    Könnte es sein, ;) dass du dir zu viel auf einmal vornimmst? Nicht, dass du dich dabei verzettelst? Wobei, es kommt ja immer auf einen selbst an. Ich persönlich, strukturiere gerne ;D

    Egal, für dich das Allerbeste mit Grüßen von Betty :blumen2:

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Liebe Betty,

    erst einmal ganz lieben herzlichen Dank für die schönen Grüße und Wünsche! :heartBalloon: :engel:

    Das hört sich vielleicht viel an, ist es aber nicht. Ehrlich! :)

    Früher war es viel schlimmer, da habe ich noch mehr gemacht oder machen wollen und war am Ende total überfordert oder verplant usw... mit meinem ADS zusammen war das ziemlich unheilvoll.

    Ich packe das alles in kurze, kleine Einheiten. Was lerntechnisch auch effektiver ist. Also anstatt dass ich jetzt einmal in der Woche 1 oder 2 Stunden Italienisch lerne, mache ich kleine Einheiten von (meistens) täglich 10-20 Minuten. Das klappt bisher ganz gut.

    Englisch läuft so "nebenher". Ich schmökere da jeden Tag ein bisschen herum, in so kleinen Auszeiten wie auf dem Klo (lach!) oder wenn ich mal eine Pause mache. Oder ich höre BBC Radio und kommuniziere mit meinen englischen und amerikanischen Freunden auf Facebook.

    Schlagzeug ist auch in viele kleine Einheiten gegliedert. Also ich übe meistens so 1-4 mal täglich jeweils für 5-10 Minuten.

    Von daher ist das gar nicht soooooo viel. ;) Vor allem macht alles Spaß.... Das Szegediner ist übrigens schon auf dem Herd, kocht sich ja fast von selbst...

    Ich hoffe, Du hast auch ein recht schönes Wochenende. Übrigens finde ich es gigantisch, dass Du ein Buch herausbringst. Für so etwas habe ich immer große Bewunderung übrig. :) Für dieses Projekt wünsche ich Dir eine ganze Menge Freude und viel Erfolg!

    Herzlich
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hey Franz,

    ach weißt Du, ich ziehe manchmal "negative" Menschen an, wie ein Magnet. Ich habe mich aber entschieden, solchen Menschen aus dem Weg zu gehen. Ich habe selbst genug Probleme, da möchte ich nicht mehr der Mülleimer für andere sein. Bei nahestehenden Freunden oder zum Beispiel hier im Forum ist es ja selbstverständlich, aber ich kann wirklich nicht allen Menschen helfen und beistehen, vor allem nicht, wenn es mich dabei selber runterzieht. Ich bin froh, dass mein Selbstschutz-Mechanismus weitestgehend besser funktioniert als früher. Probleme habe ich immer noch, giftige Beziehungen aufzulösen. Da rebelliert einfach meine Menschen- bzw. Nächstenliebe. Ich habe dann immer so ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle.... Aber es bleibt mir wohl nichts anderes übrig als auch dies zu lernen.

    Hallo Pinguin, das habe ich auch. Ich rege mich oft über Leute auf, die sich wichtig machen und/oder rücksichtslos sind. Da bin ich auch nachtragend und mache mir da selber einen Stress. Eine aktuelle Situation zieht sich schon seit Monaten hin. (Mietnachbar/n, die sich ausbreiten und wichtig machen, jeden Tag muss ich dem sein blödes Auto vom Küchenfenster aus sehen; das geht mir auf die Nerven). Versuchte Gesppräche haben nichts gebracht. Das war der Zeitpunkt, wo ich besonders viel getrunken habe. Kurzfristig war es besser (ich nutze das, um mit dem Alkohol aufzuhören), aber dann wurde es wieder sukzessive blöder.

    Eigentlich was, was andere vielleicht lächerlich finden und nicht verstehen, mich ärgert das aber sehr. Ich hasse diesen Nachbar. Wenn die nur endlich ausziehen und verschwinden würden, wäre wieder alles ok für mich.

    Einmal editiert, zuletzt von franz68 (17. Oktober 2015 um 14:28)

  • Hallo, Pingu!
    Auch von mir :blumen: für Tag 6
    Gestern habe ich mich hier ausgeklinkt, bevor Du geschrieben hast und vorhin erst wieder rein ...

    Im Gegensatz zu anderen, die den Alkohol oft als Einschlafhilfe einsetzen, habe ich den Alkohol immer gerne als Wachmacher missbraucht.

    Unabhängig davon, dass ich nun schon ein Weilchen trocken bin und daher nicht aus praktischen Gründen nachfrage, aber ... Wie geht das denn??? Wenn ich mal ich mal bei Freunden war, im Urlaub oder so und mal morgens schon das erste Bier getrunken habe - also, dann kamen ja immer wieder neue Biere dazu und ich lief wie schaumgebremst. Also von Wachmacher keine Spur, im Gegenteil!

    Mach Dir ein schönes Wochenende und verwöhn Dich/lass Dich verwöhnen!

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Bei allem Respekt, Franz. Ich kann das leider nicht nachvollziehen, wie man einen Nachbarn HASSEN kann. So ein Gefühl kenne ich gar nicht. Höchstens Wut. Hass vergiftet einen nur selbst. Hass auf andere ist in meinen Augen selbstzerstörerisch....

    Greenfox... Schön, dass Du Dich gemeldet hast. Vielleicht liegt es ja an meinem ADHS (ich möchte das ja nicht so ausbreiten, hier, aber es ist halt ein Teil von mir)...... Die Hirnchemie ist da ja so verschoben, dass Aufputschmittel beruhigend wirken. Vielleicht wirkte deshalb der angeblich so beruhigende Hopfen auf mich ebenfalls gegenteilig?

    Gestern hatte ich 7 Stunden Besuch und danach hatte ich ehrlich gesagt schon Lust, etwas zu trinken. Das war die Sehnsucht nach Abgrenzung. Und wenn ich auch mit den liebsten Menschen zusammen bin, so ist Gesellschaft oft doch sehr anstregend für mich. Heute bin ich froh, dass ich einen klaren, gesunden Sonntag genießen darf.

    Und den wünsche ich Euch auch.

    Herzlichst
    Pingu

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Bei allem Respekt, Franz. Ich kann das leider nicht nachvollziehen, wie man einen Nachbarn HASSEN kann. So ein Gefühl kenne ich gar nicht. Höchstens Wut. Hass vergiftet einen nur selbst. Hass auf andere ist in meinen Augen selbstzerstörerisch....


    Hallo Pinguin,

    nicht nur Du kannst das nicht nachvollziehen, auch z.B, meine Geschwister nicht, dass ich da so heftig reagiere.

    ja es es ist eine verwickelte Geschichte, zieht sich schon monatelang hin. Jetzt siehts aber doch so aus, als ob sie ausziehen würde. Ich bin eben so veranlagt, und dagegen innerlich damit zur Ruhe kommen, fällt mir schwer. Ich fand den Nachbarn einfach provokant und bei uns sind die Häuser einfach so eng zusamengebaut, dass das zusätzlich schlecht ist. Ausserdem ist ein Gasthaus daneben, wir haben eine gemeinsame Zufahrt, und die oft nicht allzu intelligenten Gäste (es ist eher ein Trinklokal als ein Restaurant), parken oft undiszipliniet.

    Also mit diesem Hintergrund (wo sich ohnehin schon was aufstaut) und dann auch noch das hin und her mit dem Nachbarn (ich habe mich vieleicht einmal zuviel wegen einer Kleinigkeit aufgeregt, weil der die Sachen zu sehr ausbreitett (Griller, Kosten, ...), daraufhin hat er absichtlich die restlichen Sachen auch noch vor unser Blickfeld geräumt. Seitdem herrscht Funkstille. Ich habe überhaupt ein gespanntes Verhältnis mit anderen Leuten, besonders wenns es zuviele sind, denn das tut meines Erachtens nicht gut. Österreich ist mittlwerweile auch schon recht dicht bevölkert, man kann eh kaum mehr alleine wo wohnen. Ich habe mir deswegen auch schon psychologische Hilfe gesucht.... weil das ist ein Muster, das sich bei mir schon fast das ganze Leben durchzieht, mit immer verschiedenen Auslösern.

    (Eigentlich wärs besser, wenn ich das in meinen Vorstellungsthread geschrieben hätte).

    Aber in diesem Thrad geht es ja um dich!

    @aufputschend: ich hatte auch oft das Gefühl, dass ich nach zwei Bier oft einen Tatendrang entwickelte, dann aber irgendwann ein Schläfchen brauchte.

    Frnz

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