Weg der Abhärtung?

  • Zum Thema Abhärtung: (ich habe ja hier schon länger nichts geschrieben): ich habe jetzt meine Urlaubsreise ohne Alkohol (recht gut) "überstanden" (überstanden ist wohl das falsche Wort). Ich habs mir noch schwieriger vorgestellt, manchmal hätte ich schon gern das eine oder andere Bier getrunken, aber es war nie so schlimm, dass ich ernstlich in einen Gewissenskonflikt kam.

    Vielleicht half auch die Einstellung schon vorher "das schau ich mir an/das möcht ich sehrn, ob bzw. dass ich das nicht schaffe". Ich hab mir auch gesagt, es wäre keine Katastrophe, sollte ich wirklich ein paar Bierchen trinken, ohne es vorzuhaben, vielleicht hat das den Druck auch etwas genommen.

    Gerade heute letzten Tag hatte ich einen unangenehmen Traum: Ich habe etwas Bier und Wein ( "unabsichtlich", ist etwas irrational, jedenfalls bin ich dann im Traum später draufgekommen ;) )
    das hat mich dann geärgert, bis ich dann aufgewacht bin, und gut wars :)

    Franz

  • Gerade heute letzten Tag hatte ich einen unangenehmen Traum: Ich habe etwas Bier und Wein ( "unabsichtlich", ist etwas irrational, jedenfalls bin ich dann im Traum später draufgekommen ;) )
    das hat mich dann geärgert, bis ich dann aufgewacht bin, und gut wars :)

    Vielleicht ist es Dir ein Trost - solche Träume sind nicht ganz ungewöhnlich. Solange Du nicht aufwachst und traurig bist, dass es nur ein Traum war ...
    Ich bin schon mehrmals nach so einem Traum vor Entsetzen wach geworden und habe dadurch sogar meine Frau geweckt/erschreckt. Und da solche Träume die schlechte Angewohnheit haben, äußerst echt zu wirken, habe ich meist erst ein paar Sekunden gebraucht um zu realisieren, dass ich in Sicherheit zu Hause im Bett und es eben nur ein Traum war ...
    Ein Gruppenfreund hat übrigens letztens von einem ganz perfiden Traum berichtet: Er wollte (im Traum!!) partout etwas trinken - es gab aber nirgends etwas :o Da wusste er nicht so recht, ob er froh oder traurig darüber sein sollte, dass es ein Traum war.

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Hi Franz

    das ist echt schön wieder von dir zu lesen,
    hab mich in der letzten Zeit doch gefragt wo du denn steckst...
    Aber Urlaub - na klar. Hattest ja davon geschrieben jetzt fällt es mir auch wieder ein.

    Schön dass es dir gut geht!

    Ja, in den ersten Monaten kommt es vor dass man mal davon träumt. Hatte ich auch parmal. Nicht oft aber mitunter ziemlich deutlich sogar. So dass man wenn man aufwacht echt froh ist (was ich für ein gutes Zeichen halte).

    Daran sieht man find ich auch wie tief das im Unterbewusstsein sitzt.
    Und umso mehr auch dass es wichtig ist sich so viel wie möglich der Abläufe und des inneren Seelenlebens eben bewusst zu machen. Für dieses Bewusstmachen kann geeignete professionelle Unterstützung ja auch sehr gut sein. Um an Dinge in uns Selbst ranzukommen. Um es aufs Threadthema hier zu beziehen, jedenfalls ist es finde ich gut sich Dingen offen zu stellen um ihnen bewusst zu begegnen. Aber immer je nach dem wie man auch grad wirklich die Stärke dafür hat.

    Gute Grüße und Ahoi!

    Land-in-Sicht

  • Hallo Franz,

    auch ich hatte mir schon ein wenig Sorgen um dich gemacht. Schön, dass du auf deinem Weg geblieben bist. Übrigens, solche Träume gibt es auch bei anderen Suchtausstiegen. Zeigt wahrscheinlich an, dass man sich sehr mit dem Thema beschäftigt.

    Weiterhin alles Gute,
    Bassmann

  • Hallo Bassmann, Land-in-Sicht, Greenfox,

    ja, so schlimm wars mit dem Traum dann doch wieder nicht, zumal ich ja "unabsichtlich" etwas (im Traum) konsumiert habe und
    mich nicht vorsätzlich voller Gier drauf gestürzt habe. ;)

    Also verboten habe ich es mir nicht, aber auch nicht extra erlaubt (klingt komisch, ich war da zwiespältig).
    Ich wollte schon mit Bestimmtheit alkoholfrei bleiben, auch wenn ich teilweise dann doch mit mir etwas
    gekämpft (besser gesagt mit mir im Dialog war) habe.

    Geholfen hat mir glaube ich, der Gedanke (besonders am Abend):
    ist es mir wert, wegen vielleicht zwei oder drei Stunden vorübergehendem Hochgefühl durch zwei, drei Bier (oder was auch immer, Cocktails zb)
    (das kurzfristig eh nur chemisch durch Alkohol erzeugt wird, und somit kein wirkliches ist) alles wieder zunichte zu machen?

    NEIN, (wegen dem) SICHER NICHT!

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