Borowski und der Himmel über Kiel

  • Guten Morgen Ihr Lieben,

    hat jemand von Euch den Tatort gestern gesehen? Er war ziemlich krass. Es ging um Crystal Meth.

    In den Medien und sozialen Netzwerken wird diskutiert, ob die Darstellung der Rauscherlebnisse unter dieser Droge nicht zu verführerisch waren. Also meiner Meinung nach war dem nicht so, da zugleich die Abstürze, die Sucht, die Kriminalität, die Gewalt so drastisch abstoßend dargestellt wurden, dass jegliche eventuell aufkeimende Neugier auf diese Droge im Keim erstickt wird.

    Was meint Ihr?

    Viele Grüße
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hallo Pinguin,

    ich bin der Ansicht, dass weder Filme noch Dokus in dieser Hinsicht gross etwas bewirken.
    Der Grundeinstellung , vor allem bei Jugendlichen bzw. Heranwachsenden , ist doch in der Regel das Motto :
    "Mir passiert so etwas nicht, ich habe alles im Griff, das trifft nur die anderen".
    Gepaart mit jugendlichem Leichtsinn, einhergehend oftmals auch mit Überheblichkeit , wird der Weg zum Abgrund frohen Mutes gegangen.
    Selbstreflektion gibt es in dem Reifezustand nur selten, der (vermeintliche) Gruppenzwang tut ein übriges.
    Ich weiss ja selber wie es im Alter von ca. 18 Jahren war.
    In der Schule oder auch in der Ausbildung wurde Aufklärung betrieben , wurden Dokumentationen gezeigt, teils mit drastischen Filmen und Bildern.
    Das hat mich nen Scheixx interessiert, hauptsache Bier und Ballern...und so ging es vielen.
    Um mal einen Bogen zu ziehen ; es gibt viel mehr Aufklärung heutzutage, zB. in Discotheken oder Tanztempeln ; da informiert die Polizei teils präventiv vor Ort.
    Na und?
    Schaust du Montags in die Zeitung, sind wieder einige besoffen oder unter Drogen nächtens gegen den Baum geknallt oder in den Gegenverkehr gerast.
    Liest man in einschlägigen Foren quer , da wird nach Wirkung gefragt, wie und was man am besten mischt, woher man was bekommt etc.
    Fragen zur Gesundheit spielen da fast gar keine Rolle.

    Die Zahl der Alkoholiker in D steigt eher, als sie fällt ; das jugendliche Komatrinken nimmt exorbitante Zustände an, die Zahl der Medi/Drogenabhängigen in der Jugend dürfte auch nicht weniger geworden sein.

    Aufklärung schön und gut , aber ich bin der Ansicht, dass eine nachhaltige Änderung bzw. Reduzierung des Konsums nur dadurch erreicht werden kann, wenn man den Menschen da trifft , wo es am schmerzlichsten ist.
    An der Geldbörse.
    Speziell Alkohol müsste drastisch teurer werden.
    Wie kann es sein, dass ein Kasten Bier a 20x 0,5 L nur 4-5 Euro kosten ?
    Oder ne Pulle Wodka 5 Euro?
    Da gehört ne Null hinten dran !
    Keine Werbung mehr für Alkohol , nirgends.
    Nach amerikanischem Vorbild Verkauf von harten Sachen nur in speziellen Shops , Alkoholkonsum erst ab 18 Jahren (Eltern haften für ihre Kinder).
    Larifari-Gesülze geht bei den meisten Kindern und Jugendlichen eh nur links rein und rechts raus.
    Da ich selbst Betroffener bin, kann ich mich auch soweit aus dem Fenster lehnen und sagen :
    Hätte es damals solche Regelungen gegeben, wäre mir einiges erspart geblieben.

    Und, auch wenn das eine bestimmte Klientel gerne hätte , keine Legalisierung Drogen anderer Art.

    Mit einer Ausnahme :
    Bei Cannabis bin ich mir da nicht ganz sicher , habe zwar nie selbst konsumiert , aber schenke den Studien um dieses Thema doch Aufmerksamkeit, wenn es da heisst, dass dieser Stoff "harmloser " sei, als Alkohol.
    Rein körperlich gesehen ist das für mich vollkommen nachvollziehbar.

    Zum Thema Abschreckung noch einmal :
    Ich habe das Buch von Diana Beate Hellmann>>"Ich fang nochmal zu leben an".
    Darin erzählt sie u.a. über ein Erlebnis während ihrer Entgiftung.
    Bei einem Vortrag wurden Bilder einer von Zirrhose zerstörten Leber gezeigt.
    Ihre Empfindung war ad hoc Gier auf einen 5-stöckigen Wodka....

    Gruss
    Freeway

  • Hi Pinguin, Hi Freeway,

    ob ein "Tatort" in der Lage ist Suchtprävention, in großem Stil, zu leisten bezweifle ich auch. Ich glaube auch nicht das Autor oder Regisseur diesen Anspruch hatten. Oder haben Filme wie "Der Trinker", "die Spielerin" oder "Rückfälle" entscheident für einen Rückgang von Alkohol- und Spielsucht geführt?

    Das Problem von Chrystal Meth ist, zum einen der niedride Preis und zum anderen die Verfügbarkeit, im Moment vor allem im östlichen Teil von Deutschland. Ein weiteres Problem ist unsere Drogenpolitik, die viele Drogen abseits von Alkohol, Nikotin usw in gleicher Weise unter Strafe stellt. Konsumenten von Cannabisprodukten, die sich schon außerhalb der Legalität bewegen, werden durch die Illegalität nicht abgeschreckt

    Mir hat an diesem Tatort gefallen, das er nicht einfach im "Drogenmilieu" gespielt hat, sondern das sich die Macher wohl etwas intensiver mit der Droge Chrystal Meth auseinandergesetzt haben und die speziellen Folgen vom Konsum dieser Droge dargestellt haben. Ich denke schon, das der Tatort zum kritischen Blick auf diese Droge etwas beigetragen hat. Vielleicht läßt sich der eine oder die andere davon abhalten Chrystal Meth zu testen. Mehr kann man von einem Sonntagabend Krimi kaum erwarten.

    Mir hat er gut gefallen.

    Pit

  • Mir hat der Krimi übrigens auch gut gefallen, obwohl er ziemlich heftig war. Ich hatte jetzt nichts Belehrendes oder Präventives erwartet. Mir ist nur aufgefallen, dass bereits im Vorfeld darüber diskutiert wurde, ob der Film drogenverherrlichend ist. Aus meiner Sicht war er es aber nicht.

    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Ich fand den Tatort auch gut, bis darauf, dass ich es ein bisschen weit hergeholt fand, dass fat ein ganzes Dorf am Drogenhandel / -konsum beteiligt war.
    Ein paar Szenen gab es schon, die bei nicht genauem Hinsehen den Eindruck vermittelt haben "hey, Klasse Zeug, das macht die besten Gefühle der Welt", aber das relativierte sich ja immer sehr schnell.

    Chrystal macht mir persönlich ein sehr mulmiges Gefühl und ih hoffe, damit niemals konfrontiert zu werden.

  • Ich habe nicht die Nachricht gesehen, was war passiert?

    Einmal editiert, zuletzt von Land-in-Sicht (30. Januar 2015 um 03:58)

  • LIS, bin ich mit dem falschen Fuß aufgestanden oder du ? Was soll uns denn DER Beitrag sagen ??

  • Hallo Mokka,

    Frage ging ja nicht an mich, dennoch :
    Schau mal den Beitrag über dem von LIS an, und die weiteren Beiträge dieses Users...dazu den wieder aktualisierten Thread von LIS>>Troll...

    Ich glaube, so ist das wohl ( zu Recht) zu verstehen.

    Gruss
    Freeway

  • Hallo Freeway,

    habs auch gerade gemerkt, glaube aber nicht, dass Spoky ein Troll ist.

  • Soo, und jetzt fragt ihr Euch mal warum ich das ins >Interne gepinnt hab ... ;D ;D ;D

    Hm? ;)

    Naja, egal ... Schwammdrüber ...

    Zurück zum Thema:

    Ja bin mitm falschen Fuß aufgestanden!
    Also, es geht hier in diesem Thread um eine starke chemische Droge,
    genannt Crystal Meth.

    Vor etwa 17 Jahren war ich mal mit einem Mädchen zusammen, sie war wirklich bildhübsch! Lebensfroh, sehr intelligent, total kreativ, wirklich am Leben interessiert. Ich war dermaßen verschossen in ihre blaugrünen Augen und ihr strahlendes Lächeln! … etwa ein Jahr nachdem wir auseinander gingen ist sie in der Kleinstadt in der sie lebte (nahe der tschechischen Grenze) über ihre ´Freunde´ an eben genau dieser Droge die sie einfach nur Crystal nannten festgegangen und zwar richtig derb – das hat kein halbes Jahr gedauert und die Arme war nur noch ein ängstlich zerstörtes Wesen aus Haut und Knochen, hatte kaum noch Zähne im Mund die Augen eingefallen in dunklen Höhlen ... sie war echt fertig mit der Welt … ich werde dieses krasse eingefallene Gesicht nie mehr in meinem Leben vergessen!! Und das ist noch eine der harmloseren Geschichten, ich habe von Fällen gehört die sich, weils irgend´n Dreck war, innerhalb von zwei Wochen das Hirn irreparabel komplett weggeschossen haben.

    Und Heute – nachdem diese Droge nunmehr ÜBER SAGE UND SCHREIBE 15 JAHRE lang ihr Verderben zieht profilieren Medien und Politik sich auf einmal daran dass sie dieses Thema nun ´Ernst´ nehmen und es als NEUE MODEdroge bezeichnen. Und WARUM in tausenden Jugendlichen das Verlangen besteht eine tödliche Droge zu konsumieren, das interessiert tatsächlich kaum eine Sau …

    So, und nun kommt Herr?Frau? spooky des Nachts dahergegeistert und fragt hier in diesem Thread nach Ägypten? Sorry da fehlt mir grad irgenwie was. Und deswegen fragte ich Ihn?Sie? ob Er?/Sie? sich vielleicht nicht doch besser noch für andere Sachen interessiert …. wo die Gefahr geringer ist dass Er?Sie? leuten wie mir Gewollt?/Ungewollt? jedenfalls recht unsensibel auf die Füße tritt...

    Briefmarken zum Beispiel? Oder Ponys?

    Gibt´n haufen Zeug wos sicher auch Internetforen dafür gibt!
    Oder fragt einfach mal die Mutti oder wem auch immer die sehr deutschnamige Emailadresse gehört auf die das Profil hier (nebst anderen Daten) angemeldet ist….

    Sorry, mit dem Thema und dem anderen Schriebs den der User heute Nacht innerhalb von 10 Minuten hinterlassen hat, hats mich heute definitiv mitm falschen Fuß ausm Bett geholt ... tut mir leid...!

    LiS

    Einmal editiert, zuletzt von Land-in-Sicht (29. Januar 2015 um 16:36)

  • LiS, ich verstehe Dich. Das ist alles zu krass.

    Mir war das gar nicht bewusst, dass es Crystal schon so lange gibt. :o

    Pingu

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hey LIS, das kann ich sehr gut verstehen. Mir macht wie ich schon geschrieben habe diese Droge auch mächtig Angst - wusste aber auch nicht, dass es die schon so lange gibt.
    Es tut mir Leid, dass dich dasw auch persönlich so betroffen macht und unter diesem Aspekt kann ich das auch nachvollziehen.


  • So, und nun kommt Herr?Frau? spooky des Nachts dahergegeistert und fragt hier in diesem Thread nach Ägypten?

    Sorry, ich versteh' momentan irgendwie nur "Bahnhof"... aber egal.

    ...doch zum dem Thema "Crystal" möchte ich auch gerne noch etwas beistreuen. Eigentlich habe ich immer gedacht, dass wir hier bei uns im "Wald" ein recht ruhiges Leben führen, fern ab von irgendwelchen Drogen. Das kommt ja schließlich nur in der Großstadt vor. Wir sind auch nicht all zuweit von der Tschechischen Grenze weg. In letzter Zeit höre ich auch immer öfters, dass unser Landkreis anscheinend geradezu ein Drogenparadies sein soll. Zumindest wurden schon wiederholt Schüler (5 und 6 Klasse!!!) von älteren Mitschülern, die etwas verticken wollten, angesprochen. Einfach nur beängstigend...

    Lusches (momentan sehr nachdenklich...) :-\

    Lieber nüchtern und lustig, als besoffen und dooooof...

  • Hallo...

    ich fand/finde Drogen schon immer beängstigend. Umso unerklärlicher, dass ich mich mit dem Alkohol befreundete.

    Wenn ich so darüber nachdenke: Schon zu meiner Schulzeit -und ich komme gebürtig aus einer Kleinstadt- waren Drogen an der Tagesordnung. Und das auch wirklich in jedweder Form und Art. Pillen zum Antörnen, zum Wachhalten, Speed, LSD, Ganja, Cannabis, Marihuana, Heroin usw. usw. Es gab damals schon spezielle Kneipen und auf dem Schulhof (Gymnasium) wurde es gehandelt. Leider, leider, leider. Das ist viele Jahre her und damalige Realität.

    Drogen gab es immer schon und wird es immer geben. Es verändert sich die Art, die Zusammensetzung, die Gefährlichkeit. Ich denke, diese chemischen Geschichten sind am schlimmsten. Aber, das ist nun nur meine Meinung. Beängstigend für mich nach wie vor.

    :o Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Edit:
    Mir ist gerade eingefallen, dass das hier der öffentliche Bereich ist.
    Hierzu sind mir meine Geständnisse zu diskret und intim. Darum habe ich es in meinen persönlichen Thread kopiert. Danke für Euer Verständnis.
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

    Einmal editiert, zuletzt von Pinguin (29. Januar 2015 um 11:56)

  • Zur mir hat mal jemand gesagt: "Wir haben früher gekifft und damit gut... und nicht so nen Schei.. genommen..."
    Naja, gut war das ganz sicher auch nicht aber ich sehe auch ein noch viel größeres Risiko bei dem syntetischen Mist.

    Letztens war ein Bericht im Radio über "Kräutermischungen". Die Kräuter werden mit syntetischen Substanzen besprüht, welche in irgendwelchen "Hinterhof-Laboren" zusammengepanscht werden und der Einfallsreichtum der "Laboranten", immer neue Substanzen zu erfinden, kennt anscheinend keine Grenzen. Momentan kommt jedenfalls die Gesetzgebung gar nicht schnell genug hinterher, diese einzelnen Substanzen als illegal einzustufen, als wie sie hergestellt werden.

    Lieber nüchtern und lustig, als besoffen und dooooof...


  • Sorry, ich versteh' momentan irgendwie nur "Bahnhof"... aber egal.

    Mehr gibts erstmal glaub auch dazu nich wirklich zu verstehen ... in einem langen Satz den ich heute in einem Beitrag des Users editieren musste hab ich jedenfalls nichtmal mehr das verstanden ... is nicht bös gemeint, einfach nur Tatsachen.

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