Bitte um Ratschläge

  • Hallo Thomas,

    Zitat

    aber ich glaube und hoffe das ich stark genug sein werde

    Zitat

    ... um selber zu 100 Prozent das Gefühl zu haben alles für mein Ziel zu tun und getan zu haben

    Hierzu möchte ich eine Frage für dich da lassen.

    Was tust du konkret für dein Ziel? (Ich gehe davon aus, das dein Ziel dauerhafte Abstinenz ist.)
    Was machst du diesmal anders als sonst, wenn du früher mal ein paar Tage oder Wochen nicht getrunken hast, und dann doch wieder?


    Vor einiger Zeit schriebst du

    Zitat

    Ich beginne diese Woche in einer SHG und möchte mir das mal ansehen

    Warst du mal da?
    Oder bei einer Suchtberatungsstelle?

    Ich fand Fragen immer hilfreich. Vielleicht geht es dir ja auch so.

    Alles Gute!
    Camina

  • Hallo Camina
    Ich habe es versucht, und war dort.
    Allerdings musste ich leider feststellen, das dort die meisten unfreiwillig dort sind, und diese Gruppe besuchen müssen.
    Die wollen nicht wirklich, das ist bei mir die ziemlich einzigste Gruppe in unserer Gegend, in einem Krankenhaus. Ich habe mich überhaupt nicht wohl gefühlt, und war dort gefühlt der Ei zigste mit richtig ernsten Absichten. Ich muss es lassen oder eine andere finden.
    Darum fühle ich mich ja hier bei euch so wohl.
    LG Thomas

  • Sorry
    Ich bin noch eine Antwort schuldig
    zur Frage was machst du diesmal anders :
    Ich habe es noch nie versucht komplett aufzuhören.
    Es ist das erste mal, da ich immer glaubte alles sei ok so und alles ist aus Spass, und ich mich immer selber belogen habe.
    Darum ist es diesmal meine Chance mein Weg mein Ziel ich will es.
    Einer der besten Tipps von euch war mein Outing in der Familie (Eltern)meine Frau wusste es ja sowiso, aber ich bin zusätzlich sehr motiviert weil ich keinen Enttäuschen will, mit einem ev Rückvall
    Natürlich bin ich selber in diesem Fall der wichtigste. Ich freue mich sehr das ich endlich diesen Entschluss gefasst habe. Ich heute Tag 29 habe und ich täglich an diesem großem Projekt Abstinenz arbeite. Wünsche allen hier einen schönen Sonntag lg Thomas

  • Hallo Thomas,

    alles gut, du schuldest mir ja gar keine Antworten.
    Oft finde ich es hilfreich, wenn mir Fragen gestellt werden, weil ich dann über die Antworten nachdenken kann. Die Antworten sind dann für mich mitunter wichtiger als für den Fragenden.

    Zitat

    Ich freue mich sehr das ich endlich diesen Entschluss gefasst habe.

    Ich freue mich mit dir über deine Abstinenz und ziehe deine ernsthaften Absichten, trocken werden/bleiben zu wollen, nicht in Zweifel.

    Ich glaube aber auch, dass es eine vertane Chance ist, sich nicht bei einer Suchtberatungsstelle über Therapiemöglichkeiten zu informieren. Da gibt es ja auch die Möglichkeit einer ambulanten Therapie, die übrigens normalerweise auch eine Gruppe beinhaltet, wo du dich auch nochmal im „realen“ Leben von Angesicht zu Angesicht mit anderen Betroffenen austauschen könntest.

    Aber ich höre jetzt auch auf, darauf herumzureiten.

    Viele Grüße,
    Camina

  • Hallo Thomas!

    Ich kann Camina nur voll und ganz beipflichten.

    Ich vermute nur, die Antworten gefallen Dir nicht.

    Geh zur Suchtberatung und höre den Experten einfach mal zu.

    Was macht das Thema Fachliteratur? Und zwar aus Patienten- und Therapeutensicht.

    Gruß
    Rekonvaleszent

  • Hallo Thomas,

    ich wollte ja nicht mehr „drauf rumreiten“. Aber nun möchte ich doch noch etwas ergänzen.

    Ich glaube nicht, dass es den „einen“ richtigen Weg in die Abstinenz (oder sonstwohin) gibt. Daher steht es mir auch gar nicht zu, da irgendwie mit erhobenem Zeigefinger zu kommen. Ich habe diesmal (vor sechs Jahren), als ich hoffentlich zum letzten Mal trocken wurde, weder eine Therapie gemacht, noch war ich bei einer Suchtberatungsstelle oder - zumindest in den ersten anderthalb Jahren - bei einer SHG.

    (Ich hatte bei einem früheren Abstinenzbeginn eine LZT und Nachsorge gemacht.)

    Deswegen meine ich wirklich nur das, was ich schrieb: ich denke, es kann helfen, alle Register zu ziehen (zumal du ganz viel Energie ins Trockenwerden stecken möchtest, so wie ich dich lese) und daher habe ich nochmal die Möglichkeit mit der Suchtberatung erwähnt. Es ist einfach eine Chance, sich weitere Hilfe zu holen.

    Aber ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass es natürlich auch ohne diese Hilfen klappen kann, wenn der richtige Moment gekommen ist.

    Das wollte ich gerne noch loswerden.

    Dir einen schönen Abend heute.

    Gruß, Camina

  • Ich stimme da meinen Vorrednern zu, zur Abstinenz führt nicht nur ein Weg und Statistiken traue ich nur, wenn ich die selber gefälscht habe. Nachdem ich entgiftet hab und meine Depressionen weitestgehend unter Kontrolle waren, stand ich auch vor der Entscheidung, in eine Entwöhnungstherapie zu gehen. Ich habe mir nur eine einzige Frage gestellt, : "Würde ich mir vorwerfen, nicht alles getan zu haben um nicht rückfällig zu werden wenn ich nicht in die Therapie gehe?" Die Antwort war ein klares Ja, da war sie die Hintertür zum Rückfall. Wen ich jetzt rückfällig werde, liegt es nur und ausschließlich an mir, da gibt es keine Entschuldigung mehr! Das hat mich motiviert und bislang gut geholfen auf dem Weg zur zufriedenen Abstinenz.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!