Ist mein Mann alkoholkrank?

  • Kann sein, dass Du für Objektivität dankbar gewesen wärst.
    Nur bin ich von Dir schon weg, weil ich den Eindruck hatte, dass von dem, was ich Dir bisher sagen wollte, auch wenig bei Dir angekommen ist. Und Ich bemühe mich nicht um Leute, die nach nem Satz mit der Vollkatastrophe dann damit kommen, dass das nur so dahergesagt war, weil sie ein bisschen dramatisieren wollten.

    Also entweder ist es schlimm, dann brauchst Du Hilfe, oder es ist nicht so schlimm und Du machst nur ein bisschen Show, dann kann das den Leuten (in dem Fall mir) hier völlig egal sein, was Du willst.

  • Susanne, da irrst du. Ich habe in 24 Std hier im forum so viel gelernt wie ohne in einem Jahr. Und ich bin dankbar dafür. Ich kann mich nur wiederholen.

    Nur merke ich leider dass du mich nicht ernst nimmst. Musst du ja aber auch nicht.


    Und Dietmar. Hatte das heute mittag eher allgemein gemeint. Niemand hat behauptet dass ich Co a. Bin. Aber es schwirrt in jedem 2 Satz rum sodass man sich diesbezüglich auch schon krank sprechen könnte.

    Ich bin erstens nicht so erfahren wie ihr aber dennoch vorsichtig mit diagnosen ect.

    Heißt aber nicht, Susanne, dass ich Angst davor habe. Ich hätte nur Angst, etwas zu glauben zu sein, was ich evt gar nicht bin.


    Daher befinde ich mich im Moment noch in der lernphase, wenn man es so sagen kann, bezüglich mir, meinem verhalten rund um das Thema Alkohol und natürlich im Bezug auf das Problem mit dem Alkohol und meinem Mann.


    Und natürlich ist es einfach zu sagen ich schmeiß alles hin. Viele Probleme und Sorgen wäre ich los. Dass das nicht eintreffen wird kann ich nicht bestreiten.


    Es ist jedenfalls etwas im gange. Und der ehrliche Austausch hier wenn er noch stattfindet, beschleunigt es. Und das ist echt gut.


    Liebste sonnige Grüße


  • Lieben Dank für deinen Text.
    So wie du es beschreibst, sehe ich es z. T auch. Aber ich sehe nicht unbedingt den Grund, warum ich mich nicht mehr darum kümmern sollte. Also ich meine, ihn machen zu lassen.

    Momentan ist es so dass er sagt von Mo bis Freitag würde er nichts trinken wollen. Hat er soweit auch nicht. Ich würde es merken und riechen. Das vernehme ich. Das ist toll, warum also sowas ignorieren.

    Andersrum : hätte er heute getrunken, wäre ich stinksauer. Das soll ich also komplett lassen oder wie? Wie soll das denn funktionieren?! Zum einen würde er denken... Wie geil, sie lässt mich Und sagt nichts.. 8)

    Na klasse.

    Was ich damit sagen wollte : Er ist gerade dabei, es sich und mir zu beweisen, dass er nicht trinken muss. Somit zeigt er mir gerade dass : 'es geht'. Also erwarte ich genau das nun mal auch und nicht wieder so ein einreißen. Man sieht doch dass er es wohl KANN.

    Warum dann nun davon anwenden. Das ist doch nun mal das was ich möchte.


    Ich hoffe du konntest verstehen wie ich es meine....


    Liebe Grüße


  • Ich möchte hierzu noch etwas loswerden. Wenn es verletzend rüber kam, tut es mir leid. Das wollte ich nicht.


    Ich gebe zu meine Wortwahl ist manchmal doof, sodass es als Angriff rüber kommt. Ich meinte mit dem Satz, dass ich jedem die Chance gebe es besser zu wissen, dass ich mich gerne eines besseren belehren lasse, dazu lernen möchte.


    Das mit der Co Abhängigkeit hat mich heute sehr beschäftigt.

    Vielleicht bin ich es ja aber ich habe mich in die Ecke gedrängt gefühlt, ohne wirklich zu WISSEN ob ich es nun überhaupt bin.


  • Danke für deine Antworten.
    Allgemein las ich hier im forum viel darüber dass angehörige Co abhängig sein sollen, können. . Deswegen hat mich das erst sehr schockiert und verunsichert.


    Angst davor habe ich nicht. Nur davor etwas zu glauben zu sein, was ich dann evt gar nicht bin.

  • Hallo Leonie,

    ich glaube, ich verstehe Deine Fragen ziemlich gut. Dieses "Loslassen", das
    oft in SHGs empfohlen wird, meint nicht: Dem Partner Gleichgültigkeit ent-
    gegenbringen. Es meint, sich nicht mehr MIT in sein Sucht-Thema zu verha-
    ken. Nicht länger die treibende, fragende, ihn anders-haben-wollende Kraft
    zu sein.

    Sondern da zu sein als man selbst, ansprechbar, fragbar, ... wann immer er
    aus eigenem Antrieb das Thema "Alkohol" oder mögliche Sucht anschneidet.

    Wachsen muss diese Bereitschaft, sich näher damit zu befassen, aber in ihm,
    sonst hat sie keine Basis, um ihn auch für weitere Schritte zu tragen. Das
    kann kein anderer Mensch durch Anteilnahme, Stützenwollen, ... ersetzen

    Du musst nicht lieblos oder freudlos werden, wenn Dir etwas gefällt, z.B.
    dass er gerade nicht trinkt. Aber daraus gemeinsame Folgerungen oder Be-
    schlüsse oder Beurteilungen abzuleiten, als ginge es um Fitness und neue
    Zahlen (Leistungen) dazu, ... das meine ich mit: Sein Thema zu Deinem
    oder Eurem machen.

    Es ist schwer zu erklären. Ich glaube, es geht darum, aufs Lenken und ihn
    irgendwo-hin-haben-wollen zu verzichten. Aus dieser Position aussteigen.
    Nicht länger "für ihn wollen", sondern es ihm überlassen, was und wie er
    wirklich selbst will UND TUT.

    Es liest sich schön, dass er gerade erlebt, auf Alkohol verzichten zu können.
    Es bleibt aber seine Zuständigkeit, mit allem umzugehen, was ihm bei die-
    sem "Experiment" begegnen kann. Dass er möglicherweise doch nicht dau-
    erhaft verzichten will, falls es so ist. Oder dass er einen Schreck kriegt, wie
    viel Zeit er mit Filmrissen in seinem Leben verloren hat ... Das sind Impulse
    von innen, die aufsteigen müssen, damit er selbst mitbekommt, wo er steht.
    So meine ich das. - Da möglichst wenig mit reingreifen durch "Ideen".

    Er hat genügend eigene, wenn Du ihm das Thema nicht mehr abnimmst
    und er somit mehr Berührungsfläche mit seiner Eigenverantwortung hat.
    (Da wo vorher Deine Interventionen/Aussagen einen Puffer dargestellt haben.)

    Ich lasse es jetzt erstmal so stehen, anders könnte ich es nicht erklären.
    Stell' einfach weiter Deine Fragen. Ich denke, das gehört dazu, sich langsam
    ins Thema einzufinden und - in gutem Kontakt mit sich selbst - herauszufinden,
    wo man selbst dabei steht. (Ohne Urteil, ohne Scham, einfach als Wahrheit.)

    Liebe Grüße
    Wolfsfrau


  • Ich verstehe es immer mehr.

    Kann mir sehr gut vorstellen, dass somit eine erfolgversprechende Basis entsteht.


    Aber leider würde er ohne Anstoß in diese Richtung nicht gehen und denken.
    Oder anders : wie lange soll ich darauf warten.

    Deswegen bin ich ja so. Natürlich wäre es für mich das schönste wenn er von sich aus sagt, er möchte nicht mehr.


    Leider kommen die Versuche für einige Tage nichts zu trinken nur, weil ich ihn dazu bringe.


    Tja. Und nun

  • ... und das ist es eben: Du kämpfst SEINEN Kampf. Von selbst käme da wenig?

    Dann denke ich, hast Du es bereits mit seiner Sucht zu tun. Sie steht an erster
    Stelle. Trinkpausen, "Beweise" der Wahl, aufhören zu können, wenn man will ...
    - das sind dann vermutlich eher Versuche, DICH bei Laune zu halten.

    Die Sucht sitzt mit in Eurer Beziehung. Sie lenkt sein Verhalten (möglichst bei
    der Sucht zu bleiben), sie lenkt Deines (sie in Schach zu halten). So habt ihr
    beide unterschiedliche Interessen an der Sucht und begegnet Euch darüber,
    über diese Rollen. Er steckt drin. Du willst ihn rausholen. - Und was hat sonst
    noch Platz? Gibt es ein "sonst noch"?

    Ich will nicht unnötig hart klingen, aber man muss den Unterbau verstehen,
    um zu begreifen, warum diese komischen Gefühle mit im Spiel sind, und
    warum es sich so anstrengend anfühlt alles. (Weil Du voll damit zu tun hast,
    ihn, sein Verhältnis zum Alkohol, Dich selbst, Deine Manöver, im Blick zu
    behalten, auf dem Radar zu verfolgen, damit nichts kaputt gehen kann ...)

    Die Sucht im Auge zu behalten, ist ein full-time-Job.
    Deshalb die Empfehlung, sich auch direkt um eigene Bedürfnisse zu kümmern,
    sonst geht man als Kümmerin um einen Süchtigen emotional komplett mit unter.

    Erst einmal eine gute Nacht, und bis morgen,
    Wolfsfrau

  • Guten Morgen,


    Nur merke ich leider dass du mich nicht ernst nimmst. Musst du ja aber auch nicht.


    ich habe Dich sogar so ernst genommen, dass Du mir zwei mal geschrieben hast, ich soll nicht alles so wörtlich nehmen. Erst auf Deine Aussage hin, dass Du manches nicht so meinst, und Deiner eigenen Relativierung der ganzen Geschichte wusste ich selbst nicht mehr so ganz, was Du eigentlich willst und wie sehr Du Dich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen willst.
    Da brauchst Du Dich aber nicht dafür zu entschuldigen, ich lebe noch und ich denke auch, dass Angehörige in ihrem Hin- und Hergerissensein oft gar nicht anders können, so dass ich das sowieso nicht persönlich nehme.

    Jetzt bist Du mit Wolfsfrau ja in einem ziemlich guten Dialog, wie ich das empfinde. Ja, und ich will nicht schon wieder als Miesmacher da stehen, aber ich kann Dir wegen dem "Beweisen-wollen" und den Trinkpausen leider auch wenig Hoffnung machen. Ich habe selbst ja auch schon mehrmals mit angesehen, dass Trinkpausen Teil der "ganz normalen" Suchtentwicklung sind, dass die Sucht deswegen trotzdem immer schlimmer wird, dass dann wieder Enttäuschungen folgen, leere Versprechungen und sich die Angehörigen an diesen kleinen Hoffnungsschimmern immer verzweifelter festhalten.
    Manchmal geschieht ja tatsächlich ein "Wunder" und bei dem trinkenden Angehörigen schnackelt es irgendwann und er setzt selbst Alles daran, aufzuhören. Aber weil Sucht eben so ein schwieriges Thema ist, auch und gerade für den Betroffenen selbst, muss er das dann auch zuallererst für sich machen, damit er die allfälligen Schwierigkeiten überhaupt überwinden kann.
    Danach (nach diesem Schnackler) sieht es aber, leider, bei Deinem Partner momentan überhaupt nicht aus, falls Du eine ehrliche Rückmeldung einer Außenstehenden haben möchtest. Und es gibt leider auch keine Möglichkeit, diesen Schnackler dem Betroffenen (dem Trinker) von außen zu vermitteln, das haben schon sehr viele Leute versucht und Liebe zählt da leider überhaupt nichts.
    Was Dein Partner jetzt vermutlich macht, ist die Tage zählen, bis er Dir das bewiesen hat und bis er endlich wieder "darf", und weil er dann ausgehungert und gierig ist, wird es auch nicht lange dauern bis er wieder richtig "zuschlägt". Und auch das ist ein Grund, warum Du aufpassen solltest, dass von Deinem eigenen Leben noch etwas übrig bleibt, wenn Du mit ihm nicht untergehen willst.

    Ich lege Dir ans Herz, hier Geschichten von anderen Angehörigen zu lesen oder wie schon erwähnt, in eine Selbsthilfegruppe für Angehörige zu gehen. Dort triffst du Leute, die genau diese Erfahrungen, die Du gerade selbst machst, auch gemacht haben. Das hilft nicht nur, mit dem Problem nicht ganz alleine dazustehen, sondern auch, und das finde ich persönlich am wichtigsten, das "Prinzip" solcher Beziehungen besser zu verstehen und die Tragweite des ganzen Themas zu begreifen. Und ich habe das Gefühl, das wirst Du dringend brauchen können.

    Gruß Susanne

  • Ich danke euch!! Ich könnte weinen, so rührt mich schon fast, wie man doch so viel aufdecken kann, ohne mich wirklich persönlich zu kennen. Endlich wird mir das alles klar was eigentlich hier vor sich geht.

    Ich bin so froh endlich 'klarer' zu sehen. Mich hat es immer so gewundert, warum ich so erschöpft bin und warum mich insgeheim jedes Bier, was er nicht trinkt, nicht begeistert hat. Wusste doch, dass er mich nur bei Laune hält.

    Das ist das, warum ich auch verletzt bin.

    Dieses bei Laune halten ist ein so falsches Spiel deswegen fühle ich mich z. T auch nicht geliebt von ihm. Weils einfach nicht ehrlich ist.


    Das erstmal dazu.
    Liebe Grüße

  • Zu dieser Ehrlichkeit noch was. Das lässt sich ja nachvollziehen, wenn man sich mal in seine Position versetzt.

    Die ehrliche Aussage von ihm wäre ja, dass er trinken will - ohne Wenn und Aber.

    Das willst Du aber nicht hören und wenn er das so sagt, kriegt er Ärger und Stress mit Dir. Er will in der Beziehung aber wahrscheinlich auch seine Ruhe haben. Jetzt wirst Du vielleicht sagen, ja, wenn er seine Ruhe haben will, dann soll er halt weniger trinken, dann lasse ich ihm ja seine Ruhe - aber genau das fällt ihm ja auch extrem schwer, falls er sich schon auf eine Sucht zu bewegt oder er sogar schon so weit ist, und damit steht er wieder unter Druck. Er kommt ja nirgends aus und weil er selbst kein Entkommen sieht, entwickelt er ein Ausweichverhalten...dazu gehört Lügen.
    Aktive Trinker sind meistens eh nicht allzu stresstolerant, weil Alkohol das Nervensystem angreift. Also weicht er Dir aus.
    Wenn Du ihn noch mehr unter Druck setzt, wäre ein relativ gewöhnliches Verhalten, dass er irgendwann heimlich trinkt, irgendwo mit einem Vorwand kurz verschwinden muss und einen Flachmann reinzieht, damit Du gar nicht merkst, wie viel er trinkt. Muss nicht sein, wäre aber "Suchtnormalität".

    Also das gehört zu seiner Entwicklung, seiner möglichen Krankheit, und wenn Du Dich darüber aufregst, ist das zwar verständlich, es hilft aber so viel wie wenn Du Dich über eine Grippe oder übers Wetter aufregst.

    Dazu kommt, dass auch normale Erwachsene tricksen, wenn man sie zu etwas drängen will, was sie nicht wollen.

    Abgesehen habe ich noch niemanden kennengelernt, der sich ungefragt sagen ließ, dass er abhängig ist oder sich darauf zubewegt. Das will niemand hören. Folglich kämpft er damit auch um sein Bild, dass er von sich selbst haben will. Denn die Erkenntnis, abhängig zu sein, braucht auch beim Betroffenen, bis er das zulassen kann - wenn es überhaupt dazu kommt, manche machen sich bis auf den Friedhof etwas vor oder sie kommen zu dem Schluss, dass sie sowieso lieber weiter trinken, weil sie sich vom Aufhören keinen großen Gewinn an Lebensqualität erhoffen. Und selbst der freundlich gemeinte Hinweis" Du trinkst zu viel" wird auch von vielen Nichtabhängigen als Beleidigung wahrgenommen.

    Gruß Susanne


  • Zu dieser Ehrlichkeit noch was. Das lässt sich ja nachvollziehen, wenn man sich mal in seine Position versetzt.

    Die ehrliche Aussage von ihm wäre ja, dass er trinken will - ohne Wenn und Aber.

    Das willst Du aber nicht hören und wenn er das so sagt, kriegt er Ärger und Stress mit Dir. Er will in der Beziehung aber wahrscheinlich auch seine Ruhe haben. Aktive Trinker sind meistens eh nicht allzu stresstolerant, weil Alkohol das Nervensystem angreift. Also weicht er Dir aus.
    Wenn Du ihn noch mehr unter Druck setzt, wäre ein relativ gewöhnliches Verhalten, dass er irgendwann heimlich trinkt, irgendwo mit einem Vorwand kurz verschwinden muss und einen Flachmann reinzieht, damit Du gar nicht merkst, wie viel er trinkt. Muss nicht sein, wäre aber "Suchtnormalität".

    Also das gehört zu seiner Entwicklung, seiner möglichen Krankheit, und wenn Du Dich darüber aufregst, ist das zwar verständlich, es hilft aber so viel wie wenn Du Dich über eine Grippe oder übers Wetter aufregst.


    Ja, das wäre ehrlich. Wenn er mit offenen Karten spielt.
    Fühle mich so belogen.. Dass er da nichts für kann, weiß ich ja. Aber man fühlt sich wertlos.. So ungefähr..

    Er musste gestern zum Beispiel auch weg. Pfand wegbringen. Auch WasserKisten usw.

    Waren uns am Wochenende schon darüber einig, dass alle Bier Kisten bitte ebenfalls komplett aus dem Haus sollen.

    Unsere große Tochter wollte unbedingt mit (ich dachte mir nur : :D tja, wird wohl dann nichts)

    Keine Ahnung, ob er dann heimlich getrunken hätte.

    Frage am Rande : gibt's Alkohol, den man nicht riecht?


    Jedenfalls wollte unsere große unbedingt mit zum Supermarkt, Pfand wegbringen.. Er diskutierte mit ihr... Ich dachte mir Meinen teil, sagte ihm noch.. : 'wieso nimm sie doch eben mit, sie Kann dir doch helfen ' :D


    Er nahm sie mit, Ich war erleichtert weil ich bis dahin schonmal wusste. Er würde nichts trinken können!


  • Frage am Rande : gibt's Alkohol, den man nicht riecht?

    zumindest kann ein geübter Trinker mühelos eine halbe Flasche Schnaps mit "Einem Bier" maskieren, Du denkst dann er hat nur ein Bier.

    Aber auch das kontrollieren zu wollen, Flaschen zählen, etc, zählt leider nur zu den fast anrührenden und vergeblichen Versuchen, das Verhalten des Anderen irgendwie in den Griff zu kriegen. Irgendwo hast Du vielleicht schon mal gelesen, dass Alkoholiker zu den besten Schauspielern gehören, die man sich vorstellen kann..wenn die Sucht voll zuschlägt, können Trinker extrem erfindungsreich werden.

    Ich denke, da wird hier noch jemand was dazu schreiben.

    Gruß Susanne

  • Noch was, bevor ichs vergesse:

    Du solltest nicht vergessen, dass Dich Dein Mann ja auch kennt, dass Du unter Beobachtung stehst und dass er Dein Verhalten vielleicht genau so kontrollieren möchte wie Du seins. Er steht ja auch vor dem kleinen Problem, dass er einerseits gerne trinken will oder auch muss, aber bei allem Stress Familie und Ehefrau trotzdem gerne bei der Stange halten möchte. Und in seinem Kopf rattert es womöglich genau so wie in Deinem, nur hat er halt ein anderes Ziel als Du.

  • zumindest kann ein geübter Trinker mühelos eine halbe Flasche Schnaps mit "Einem Bier" maskieren, Du denkst dann er hat nur ein Bier.

    Aber auch das kontrollieren zu wollen, Flaschen zählen, etc, zählt leider nur zu den fast anrührenden und vergeblichen Versuchen, das Verhalten des Anderen irgendwie in den Griff zu kriegen. Irgendwo hast Du vielleicht schon mal gelesen, dass Alkoholiker zu den besten Schauspielern gehören, die man sich vorstellen kann..wenn die Sucht voll zuschlägt, können Trinker extrem erfindungsreich werden.

    Ich denke, da wird hier noch jemand was dazu schreiben.

    Gruß Susanne


    Okay. Also Schnaps trinkt er nicht. Ab und an mal. Aber Bier ist sein Hauptgetränk.
    Das würde ich auch riechen... Find ich. Es verfliegt erst so nach einigen Std und das bringt ja eh nix nix..


  • Noch was, bevor ichs vergesse:

    Du solltest nicht vergessen, dass Dich Dein Mann ja auch kennt, dass Du unter Beobachtung stehst und dass er Dein Verhalten vielleicht genau so kontrollieren möchte wie Du seins. Er steht ja auch vor dem kleinen Problem, dass er einerseits gerne trinken will oder auch muss, aber bei allem Stress Familie und Ehefrau trotzdem gerne bei der Stange halten möchte. Und in seinem Kopf rattert es womöglich genau so wie in Deinem, nur hat er halt ein anderes Ziel als Du.


    Von der Seite habe ich es noch nicht betrachtet... Guter Gedanke!

    Klar, kann mir sehr gut vorstellen, dass es für ihn auch ein hohes Maß an Anstrengung bedeutet. Immer schauen wie ich drauf zu sprechen bin... Bei Laune halten.. Und und und..

    Heavy. Fällt mir im Moment nichts zu ein..


    Schwank hier wieder zwischen Mitleid, Wut...


  • Okay. Also Schnaps trinkt er nicht. Ab und an mal. Aber Bier ist sein Hauptgetränk.
    Das würde ich auch riechen... Find ich. Es verfliegt erst so nach einigen Std und das bringt ja eh nix nix..

    Ich habe nicht behauptet, dass er das macht.

    Du hast gefragt, ob das möglich wäre. Es ist möglich. Und ich bin überzeugt, Du wärst genau so zu täuschen wie allen anderen.
    Wenn Dich jemand kennt, findet er heraus, wo die Punkte sind.

  • Ich habe nicht behauptet, dass er das macht.

    Du hast gefragt, ob das möglich wäre. Es ist möglich. Und ich bin überzeugt, Du wärst genau so zu täuschen wie allen anderen.
    Wenn Dich jemand kennt, findet er heraus, wo die Punkte sind.

    Ich meinte damit, dass ich es bspw riechen würde, wenn er kurz weg wäre, ob er zb 1 Bier getrunken hätte.

    Er musste öfters mal weg, aber auch als er hier normal Bier trank, deswegen hatte es wohl nichts mit Bier zu tun.

    Oder doch heimlich Schnaps?
    nixweiss0


    Es bleibt spannend...


    :P

  • Ja. Damit kommen wir aber auch wieder an den Punkt: Du kannst Dich den ganzen Tag damit beschäftigen, Dich darüber aufregen und im Prinzip fast nichts anderes tun, als Dich geistig mit seiner zu Trinkerei beschäftigen und er kann immer Möglichkeiten finden, trotzdem weiter zu trinken. Und er wird sie auch finden, wenn sein innerer Druck groß genug ist. Wie Dir Dietmar gestern geschrieben hat, der Süchtige betrachtet Alles als seinen Feind, was ihm die Flasche wegnehmen will. Auch die Ehefrau.

    Und genau deswegen ist eben wieder der Punkt, wie kannst Du damit umgehen, dass Dich das nervt, dass es an Deine Lebensfreude geht etc., wenn Du dir bewusst machst, dass Du an IHM praktisch nichts ändern kannst, so lange von ihm nichts kommt. Die Trinkpausen macht er ja auf Deinen Druck hin schon länger immer mal, wie Du schreibst, und du musst - In Deinem eigenen Interesse - ja damit rechnen, dass es nicht besser wird. Wenn Du Dich nicht trennen willst, brauchst Du ja dann wenigstens einen anderen Umgang damit, der Dich nicht so viel Kraft kostet und DIR mehr Lebensfreude verschafft.

    Es ist kein MUSS, das man sich darüber aufregt und sich die Laune verderben lässt. das ist Deine Einstellung dazu. Um es mal ganz überspitzt auszudrücken, ich weiss natürlich dass das Alles Andere als einfach ist. Aber da dran zu arbeiten würde vielleicht irgendwann Fortschritte bringen, denn ändern kann man nun mal nur sich selbst - und das ist schon hart genug.

    Bin jetzt mal weg. Gruß Susanne

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!