Hat meine Frau ein Alkoholproblem?

  • Guten Abend zusammen,

    ich suche Rat zum Thema Alkoholsucht und glaube, dass ich in diesem Internetforum an der richtigen Adresse bin.

    Folgende Ausgangslage: Ich bin 34 Jahre alt, ebenso meine Frau. Wir haben zwei Kinder im Alter von drei und fünf Jahren und bewohnen ein Eigenheim. Ich bin in Vollzeit berufstätig, meine Frau geht nicht arbeiten. Sie kümmert sich überwiegend um den Haushalt und die Kinder und absolviert dabei ein durchaus großes Arbeitspensum. Von Seiten unserer Eltern werden wir - was die Kinder anbelangt - leider nur sporadisch unterstützt.

    Den Entschluss, mich in einem Suchtforum anzumelden, habe ich eben ganz spontan gefasst. Kurz davor hatte ich zwei Internetseiten aufgesucht, die sich mit der Alkoholproblematik beschäftigen und vor allem die verschiedenen Trinkstufen und dazugehörige Symptome beschreiben. Beim Lesen habe ich nach und nach ein mulmiges Gefühl in der Magengegend bekommen. Dabei geht es nicht um meine Trinkgewohnheiten, sondern um die meiner Frau.

    Bevor wir uns kennengelernt haben, steckte meine Frau über mehrere Jahre in einer schwierigen Beziehung. Ihr damaliger Partner hat sie unter anderem geschlagen. Sie ist trotzdem bei ihm geblieben, bis er sich irgendwann unversehens von ihr getrennt hat. Diese Trennung hat bei ihr zu einem - eher halbherzigen und untauglichen - Suizidversuch mit Alkohol und Schlaftabletten geführt. Sie hat mir von diesem Ereignis relativ früh in unserer Beziehung erzählt, was ich als großen Vertrauensbeweis gewertet habe. Damals erzählte sie mir auch, dass sie in der Trennungszeit häufig getrunken habe, teilweise sogar morgens vor der Arbeit, so dass sie sich anschließend alkoholisiert ans Steuer setzte. Den Suizidversuch hat sie mit einem Therapeuten aufgearbeitet.

    In der ersten Zeit unserer Beziehung haben wir gelegentlich abends zusammen vor dem Fernseher getrunken, dann meistens eine oder zwei Flaschen Sekt gemeinsam. Ich habe dem damals überhaupt keine Bedeutung beigemessen. Es war halt "geselliges Trinken" in ungezwungener Atmosphäre und auch nie exzessiv. Während ihrer ersten Schwangerschaft hat sie dann keinen Tropfen angerührt und sich sogar das Rauchen komplett abgewöhnt. Diese Nikotinabstinenz hält sie bis heute durch. Zwischen den beiden Schwangerschaften handhabten wir es wie vorher: Wir tranken öfters abends vor dem Fernseher, nie in rauen Mengen, aber wohl doch insgesamt mehr, als es in einen gesunden Ernährungsplan passt. Und ich weiß nicht, ob es in diesem Zusammenhang wichtig ist: Bei mir haben diese verhältnismäßig geringen Mengen nie ein nennenswertes Rauschgefühl erzeugt, da ich von Natur aus recht viel Alkohol vertrage; sie aber war immer zumindest angeschickert, also wenigstens so betrunken, dass sie leicht verwaschen gesprochen hat.

    Es folgte die zweite Schwangerschaft, in der sie ebenfalls keinerlei Alkohol getrunken hat. Dann haben wir das Haus gekauft, in dem wir nun wohnen. Seither hat sie ein Konsummuster entwickelt, das mir immer mehr gegen den Strich geht, auch wenn ich gar nicht behaupten könnte, dass sie exzessiv Alkohol trinkt:

    Meine Frau tätigt für gewöhnlich die Einkäufe bei uns. Fast immer hat sie auch zwei Flaschen Wein im Einkaufskorb (in der ersten Zeit war es manchmal nur eine Flasche, mittlerweile sind es stets zwei). Diese Einkäufe finden etwa zweimal pro Woche statt. Die beiden Flaschen Wein trinkt sie meistens am selben Abend leer, wenngleich sie hin und wieder einen Rest wegschüttet. Dazu kommen noch im Schnitt zwei bis drei kleinere Einkäufe pro Woche - meistens Besorgungen, die außer der Reihe anfallen -, im Rahmen derer sie allermeistens auch Wein mitbringt (zwei Flaschen). Unterm Strich bleiben also je Woche drei bis fünf Abende mit Alkoholkonsum. Ich trinke inzwischen fast gar keinen Alkohol mehr, teils weil ich keine Lust habe, teils aber auch als eine Art "Protesthaltung" gegen den Konsum meiner Frau. Fakt ist aber, dass sich die Altglaskiste bei uns relativ schnell füllt, und zwar zu 90 Prozent mit Weinflaschen. Mittlerweile achte ich schon darauf, dass ich keinem Nachbarn begegne, wenn ich die Kiste ins Auto bringe, um die Flaschen anschließend ordnungsgemäß zu entsorgen. Mir ist es einfach unangenehm.

    Ich habe meine Frau schon unzählige Male mit der Nase auf das Thema gestoßen. Und ich habe ihr vor allem verdeutlicht, dass mich der Umfang ihres Alkoholkonsums erheblich stört. Außerdem habe ich ihr gesagt, dass ich glaube, sie hat ein Alkoholproblem, wenn es auch im Vergleich zu dem eines "klassischen" Schweralkoholikers gering sein mag. Den letzten Punkt ("Alkoholproblem") weist sie weit von sich ("Ich bin doch wohl kein Alkoholiker!"; "Findest du nicht, du übertreibst ein bisschen?"). Sie führt dann meistens die beiden Schwangerschaften an, in denen sie längere Zeit problemlos abstinent gewesen sei. Außerdem bekomme ich zu hören, dass sie ja - beispielsweise - gestern und vorgestern überhaupt nichts getrunken habe ("Macht das etwa einer, der süchtig ist?"). Überdies erwähnt sie, dass sie das schwere Tagespensum mit Kindern und Haushalt inklusive des frühen Aufstehens immer meistert ("Das würde ich doch gar nicht hinkriegen, wenn ich wirklich Alkoholikerin wäre!").

    Meine Frau leistet wirklich eine Menge im Alltag - jeder, der kleine Kinder hat, wird das nachvollziehen können. Und genau darauf schiebt sie ihren Alkoholkonsum. Sie sagt, sie sei eben abends so ausgebrannt, dass sie sich mit ihrem Wein Entspannung verschaffe. Manchmal trinke sie auch, um überhaupt ihr Arbeitspensum bewältigen zu können. Dabei ist ihr schon bewusst, dass diese Form der Entspannung problematisch ist. Sie hat sich auch das eine oder andere Mal erschrocken über den Inhalt der Altglaskiste gezeigt und von sich aus gesagt, sie werde jetzt erst mal nichts mehr trinken. Das hat sie dann auch einige Tage unaufgefordert durchgehalten, bevor der Einkaufsritus mit den zwei Flaschen wieder von allein einsetzte. Eine gewisse Einsicht ist also durchaus vorhanden, aber meine Frau betrachtet das Ganze - erstens - nicht als richtiges Suchtproblem und zieht - zweitens - keine praktischen Konsequenzen. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich dagegen argumentativ nicht mehr ankomme. Es stört mich inzwischen so sehr, dass ich sie jedes Mal damit konfrontiere, wenn sie Alkohol trinkt. Meistens entstehen dann innerhalb von Minuten heftige Wortgefechte, die in gegenseitigem Anschreien gipfeln. An Tagen, wo sie nichts trinkt, verbringen wir dagegen abends oft richtig harmonische Stunden zusammen.

    Letzte Woche habe ich mich nachmittags für eine Stunde hingelegt, weil es mir nicht gut ging. Sekunden, nachdem ich die Schlafzimmertür geschlossen hatte, hörte ich, wie in der angrenzenden Küche ein Flaschendrehverschluss geöffnet wurde. Dann ertönte das charakteristische und wirklich unverwechselbare Plätschern von Wein in ein Glas (jeder kennt dieses Geräusch!). Als ich sie am Abend darauf ansprach, bestritt sie vehement, überhaupt Wein getrunken zu haben. Sie sagte, sie habe sich nur Mineralwasser eingeschüttet (was sich eindeutig ganz anders anhört). Obwohl ich ihr klargemacht habe, dass ich mir hundertprozentig sicher bin und eine so dreiste und offensichtliche Lüge als Beleidigung empfinde, blieb sie unbeirrt bei ihrer Version. Ich habe letztlich nachgegeben, weil der Streit völlig zu eskalieren drohte.

    Es gab noch mehr fragwürdige Begebenheiten (beispielsweise finde ich immer öfter eine Flasche Wein in einer Einkaufstüte neben dem Kühlschrank, obwohl der Rest der Einkäufe in den Kühlschrank geräumt worden ist, wo normalerweise auch der Wein aufbewahrt wird; das letzte Blutbild bei meiner Frau hat leicht erhöhte Leberwerte ausgewiesen, und obwohl sie sonst auf jedes kleinste Krankheitsanzeichen panisch reagiert [sie ist wahrscheinlich Hypochonder], hat sie das nicht zum Ändern ihrer Trinkgewohnheiten bewogen; und Weiteres). Ich will den Text aber nicht noch länger machen, als er ohnehin schon geworden ist.

    Mir stellt sich die Frage: Habe ich da einen ungesunden Kontrollzwang entwickelt? Hänge ich das Thema zu hoch? Dass meine Frau mehr trinkt als normal, steht außer Zweifel. Aber ist das schon eine problematische Form der Alkoholsucht? Schließlich hat sie tatsächlich immer wieder zwei, drei Tage dazwischen, an denen sie nichts trinkt. Und die Tagesabläufe bekommt sie auch gut geregelt. Übertreibe ich? Oder ist mein Gefühl, dass irgend etwas im Argen liegt, doch berechtigt? Mich würde alles interessieren, was euch dazu einfällt: Gedanken, Anregungen, Erfahrungen, Ähnlichkeiten zu selbst erlebten Fällen usw. Dafür - und für das geduldige Lesen - schon einmal vielen Dank!

    Speedy

    Einmal editiert, zuletzt von Speedy Gonzalez (1. Februar 2014 um 21:47)

  • Hallo Speedy,

    ob deine Frau Alkoholikerin ist, kann und will ich nicht beurteilen. Stutzig macht mich jedoch der Satz, in dem du beschreibst, dass deine Frau angibt Alkohol zu trinken, um sich die nötige Erleichterung zu verschaffen, damit sie weiterhin ihr tägliches Arbeitspensum erledigen kann.

    Somit ist m.E. auf jeden Fall die Gefahr gegeben, dass deine Frau in eine ungesunde Abhängigkeit vom Alkohol rutscht. Denn der Alkohol hat für sie eine Bedeutung/Wichtigkeit erreicht, die über das „Normale“ hinausgeht.
    Es wäre deshalb sinnvoll etwas zu tun, bevor sie ein echtes Problem an der Backe hat.

    V.G.
    Katro

  • Lieber Speedy,

    erst einmal

    Herzlich Willkommen! :welcome:

    Schön, dass Du da bist und danke für Deinen ehrlichen Text.

    Das Alkoholproblem Deiner Frau ist eine große Belastung für Dich. Ich selbst kann nur "von der anderen Seite" sprechen, da ich mich selbst jahrelang wie Deine Frau verhielt. So war ich nie körperlich abhängig aber psychisch sehr süchtig. Genau wie Deine Frau habe ich in beiden Schwangerschaften nicht getrunken, genau wie Deine Frau habe ich sehr viel im Haushalt gearbeitet und mich intensiv um die Kinder gekümmert und sehr, sehr lange alles auf die Reihe bekommen. Genau wie Deine Frau habe ich mir mein "Recht" auf meine Alkoholportionen am Abend genommen - gewissermaßen als Belohnung. Auch ich fing irgendwann an, das Zeugs zu verstecken. Und auch ich war manchmal entsetzt über die Menge der anfallenden Flaschen. Und genau wie Deine Frau konnte ich meinem Mann dann auch ab und zu "beweisen", dass ich ja nicht abhängig sei, denn es gingen ja auch mal ein paar Tage ohne.

    So glaube ich nicht, dass Du hysterisch reagierst. Deine Frau HAT ein Alkoholproblem. Ob es einfach massiver Alkoholmissbrauch oder schon eine ausgewachsene Sucht ist, darüber kann ich nicht urteilen. Ich finde es aber gut, dass Du Dich hier an uns gewandt hast. Da ich selbst Betroffene bin, kann ich Dir leider keinen guten Ratschlag geben und hoffe, dass sich hier jemand aus der "Angehörigen-Ecke" zu Wort meldet... Nur so viel: wenn von Deiner Frau keine echte Einsicht da ist bzw. kein Veränderungs-Wille, sind die Aussichten schlecht, dass sie sich von der Flasche löst. Ich selbst habe jahrelang meinen Alkoholkonsum verteidigt und gerechtfertig, nein, noch schlimmer: je mehr Widerstand von meinem Mann kan, desto mehr blockte ich ab und wurde immer trotziger... Ich musste erst einen starken Leidensdruck entwickeln bis ich mir Hilfe holte.... Leider... Im letzten Moment konnte ich das Ruder noch rumreißen, sonst wäre ich in eine körperliche Sucht abgerutscht.

    Vielleicht wendest Du Dich einmal an eine Beratunsstelle? Die sind immer anonym und kostenlos... Googel doch mal, ob es etwas in Deiner Nähe gibt (Suchtberatungsstelle). Schaden kann es jedenfalls nicht... Die Leute dort kennen sich aus - und das Wichtigste: man muss sich nicht schämen, nicht fremdschämen. Für die Leute dort sind die Fragen, mit denen Du kommst, Routine. Und die Probleme sind ihnen vertraut.... "Das kommt in den besten Familien vor" sagt man. Und das stimmt ja auch....

    Ganz liebe Grüße
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hallo Speedy,
    unabhängig vom "problematischen Alkoholkonsum" deiner Frau: Ich sehe dich in ein Verhalten hineinschlittern, das die Situation deutlich verschlimmern kann.
    Ich ziehe dabei die schweizerische Bezeichnung "Co-Verhalten" der in D üblichen Bezeichnung "Co-Abhängigkeit" vor - das verleiht einem ganz normalen, empathischen Verhalten nahen Personen gegenüber etwas krankhaftes, als sei der Abhängige etwas wie die Droge des Co-Abhängigen.

    Für Angehörige gelten ein paar ganz einfache Regeln:
    Ob und wie viel deine Frau trinkt, kann sie nur selbst entscheiden - du hast keinen Einfluss darauf
    Kontrolliere nicht! Kontrolle verursacht einen Wettbewerb, ob sie zu umgehen ist, und sie übernimmt Verantwortung: Du hast nicht (genug) aufgepasst, also bist du schuld, dass ich trinke
    Kritisiere nicht! Kritik liefert nur Gründe zum Trinken! "Ob ich trinke oder nicht, du meckerst sowieso nur an mir rum, wenn ich trinke, macht mir das wenigstens nichts aus - und du bist schuld"
    Nimm ihr die Konsequenzen des Trinkens nicht ab! Entschuldige sie nicht bei Freunden oder Bekannten, hilf ihr nicht beim Verheimlichen ihres Konsums: Sie trinkt den Wein, also soll sie die Flaschen wegbringen. Lass sie auf der Couch liegen, wenn sie angetrunken eingeschlafen ist. Stell ihr keine Gläser hin, wenn sie trinken will.
    Drohe nicht mit Konsequenzen, die du doch nicht durchhalten willst oder kannst!

    Ansonsten: Du kannst auch als Angehöriger eine Suchtberatung aufsuchen - also mach dort einen Termin und biete ihr an, mitzugehen!

    Und ganz allgemein: Rede über dich, deine Gefühle, deine Sorgen, ohne ihr Verantwortung zuzuschieben, und spekuliere nicht über ihre möglichen Motive.

    Denk daran:
    Das Trinken deiner Frau hat eine Ursache, die sie möglicherweise gar nicht bewußt erinnert, und die nicht mehr veränderbar ist, aber Vergangenheit ist
    Deine Frau trinkt, weil sie dann etwas kann, besser kann oder besser aushalten kann
    Deine Frau trinkt, weil sie damit etwas Schlimmeres verhüten kann - das kann etwas real schlimmes sein wie ein Suizid, oder aber etwas vermeintlich schlimmeres wie die Notwendigkeit, gegen eigene innere Grundsätze verstoßen zu müssen.

    LG

    Praxx

  • Schon mal herzlichen Dank für die bisherigen Antworten! Jeder der Beiträge hat die Situation unter einem etwas anderen Blickwinkel ins Visier genommen, was ich interessant und hilfreich gefunden habe.

    Ich möchte noch kurz vom heutigen Tag berichten. Es war einer der harmonischsten Tage seit Langem. Wir haben uns gar nicht gestritten. Meine Frau war zwischendurch im Supermarkt, weil uns noch Brot fürs Wochenende fehlte. Entgegen meinen Erwartungen, hat sie keinen Alkohol mitgebracht. Das hat mich richtig erfreut. Als die Kinder im Bett waren, sind wir noch mal auf die Trinkerei zu sprechen gekommen. Ich habe mich dabei bemüht, ohne persönliche Vorwürfe auszukommen. Sie war sehr offen, hat mir aufmerksam zugehört und mir in fast allen Punkten Recht gegeben. Aus ihren Worten habe ich herausgehört, dass sie ihr Trinkverhalten sehr wohl als Problem, vielleicht sogar als Suchtproblem einordnet. Sie hat offensichtlich auch schon Ursachenforschung betrieben und die Situationen reflektiert, die ihr Verlangen nach Alkohol jeweils auslösen.

    Lieber Speedy,

    erst einmal

    Herzlich Willkommen!

    Danke. :)

    Das Alkoholproblem Deiner Frau ist eine große Belastung für Dich. Ich selbst kann nur "von der anderen Seite" sprechen, da ich mich selbst jahrelang wie Deine Frau verhielt. So war ich nie körperlich abhängig aber psychisch sehr süchtig. Genau wie Deine Frau habe ich in beiden Schwangerschaften nicht getrunken, genau wie Deine Frau habe ich sehr viel im Haushalt gearbeitet und mich intensiv um die Kinder gekümmert und sehr, sehr lange alles auf die Reihe bekommen. Genau wie Deine Frau habe ich mir mein "Recht" auf meine Alkoholportionen am Abend genommen - gewissermaßen als Belohnung. Auch ich fing irgendwann an, das Zeugs zu verstecken. Und auch ich war manchmal entsetzt über die Menge der anfallenden Flaschen. Und genau wie Deine Frau konnte ich meinem Mann dann auch ab und zu "beweisen", dass ich ja nicht abhängig sei, denn es gingen ja auch mal ein paar Tage ohne.

    Da scheint es wirklich einige Parallelen zu geben. Darf ich dir mal eine E-Mail schreiben?

    Für Angehörige gelten ein paar ganz einfache Regeln:
    Ob und wie viel deine Frau trinkt, kann sie nur selbst entscheiden - du hast keinen Einfluss darauf
    Kontrolliere nicht! Kontrolle verursacht einen Wettbewerb, ob sie zu umgehen ist, und sie übernimmt Verantwortung: Du hast nicht (genug) aufgepasst, also bist du schuld, dass ich trinke
    Kritisiere nicht! Kritik liefert nur Gründe zum Trinken! "Ob ich trinke oder nicht, du meckerst sowieso nur an mir rum, wenn ich trinke, macht mir das wenigstens nichts aus - und du bist schuld"
    Nimm ihr die Konsequenzen des Trinkens nicht ab! Entschuldige sie nicht bei Freunden oder Bekannten, hilf ihr nicht beim Verheimlichen ihres Konsums: Sie trinkt den Wein, also soll sie die Flaschen wegbringen. Lass sie auf der Couch liegen, wenn sie angetrunken eingeschlafen ist. Stell ihr keine Gläser hin, wenn sie trinken will.
    Drohe nicht mit Konsequenzen, die du doch nicht durchhalten willst oder kannst!

    Vielen Dank für die Ratschläge aus dem Munde eines Suchttherapeuten. Ich musste gerade feststellen, dass ich tatsächlich schon gegen einige der angeführten Grundsätze verstoßen habe. Und auch die Reaktionen, die du skizziert hast, kommen mir sattsam bekannt vor. Was ich nun immer wieder im Zusammenhang mit Suchtverhalten gelesen habe - gerade auch in den Beiträgen dieses Forums: Die Abhängigkeit kann ausschließlich vom Abhängigen selbst erkannt und bekämpft werden. Als Außenstehender scheint man hier (leider) auf verlorenem Posten zu sein. Ich werde meine eigene Rolle noch mal radikal hinterfragen. Und den Besuch einer Beratungsstelle habe ich jetzt auch auf dem Radar möglicher Entscheidungen.

    Ansonsten sind mir heute auch schon wieder Zweifel gekommen, ob ich die Problematik realistisch einordne. Ich sehe ja, dass es Tage gibt, an denen alles reibungslos ohne Alkohol funktioniert. Nur weiß ich, dass die Tage des Trinkens wiederkehren werden, wenn der Stresspegel bei meiner Frau nach oben schießt. Wahrscheinlich könnte ich mich mit der Situation, wie sie jetzt ist, sogar abfinden, solange ich wüsste, dass sich das Problem nicht irgendwann zu einer sozialen und gesundheitlichen Gefahr auswächst. Darin sehe ich das Hauptproblem.

    Einmal editiert, zuletzt von Speedy Gonzalez (1. Februar 2014 um 22:37)

  • Hallo Speedy,

    selbstverständlich darfst Du mir gerne eine E-Mail oder PN schicken. :)

    Mach's gut.
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hallo Speedy,

    Dein Beitrag ist zwar schon einige Wochen her, ich habs aber erst gestern gelesen. Kurz zu mir: ich hab hier schon früher oft mitgelesen, dann wurde das Forum aber irgendwie umstrukturiert und ich habe es aus etwas den Augen verloren. Nachdem ich Deine Geschichte gelesen habe, hab ich mich neu angemeldet. Irgendwie "fasziniert" (entschuldige den Ausdruck, aber er trifft am besten zu) mich das, was Du erzählst, denn bis auf ein paar unwesentliche Details hätte genauso gut ich Deine Geschichte schreiben können. Bei meiner Frau fing es damals vor rund zehn Jahren genauso an, die selben Heimlichtuereien, Ausflüchte, Bagatellisierungen usw. Es steht mir keinesfalls zu, drüber zu urteilen, ob Deine Frau alkoholabhängig ist oder nicht, das muss sie letztendlich selber erkennen und auch selber die Bereitschaft haben, ihr Leben ändern zu wollen. Soviel habe ich in der Vergangenheit gelernt. Aber auf Grund der leidvollen Erfahrungen, die ich gemacht habe, möchte ich Dir nahelegen, der Tatsache ernsthaft ins Auge zu blicken, dass Deine Frau alkoholkrank ist. Mein Rat, den ich Dir geben kann: Such Dir eine Selbsthilfegruppe für Angehörige oder Betroffene und Angehörige. Wichtig ist, dass Du erst mal Hintergrundinformationen über dieses Thema bekommst, sonst hast Du kaum Chancen, Dich einigermaßen richtig in dieser Situation zu verhalten. Bitte akzeptiere auch, dass Deine Frau krank ist. Sie trinkt nicht um Dich zu ärgern, es ist eine ernsthafte, böse Krankheit, die, so leid es mir tut, dies sagen zu müssen, untheraphiert früher oder später das Leben beendet. Schlimm ist, dass man als Angehöriger machtlos ist, so lange der Betroffene nicht selber zur Einsicht kommt. Ich weiß, was Du momentan durchmachst und ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit.

    Lieber nüchtern und lustig, als besoffen und dooooof...

  • Guten Abend liebe Forumsmitglieder,

    ich habe seit nunmehr einem halben Jahr nicht mehr hier geschrieben. Offen gesagt, habe ich es auch nicht vermisst, denn das Thema ist für mich durch und durch unangenehm. In den vergangenen Tagen ist mir aber bewusst geworden, dass sich das Problem keineswegs in Luft aufgelöst hat. Ich habe dem Thema die letzten Monate keine große Bedeutung beigemessen, bzw. mein berufliches und privates Pensum war und ist so hoch, dass ich meine Energie auf andere Aufgaben verwenden musste.

    Vor zwei Tagen hat meine Frau ab frühem Abend eine mir unbekannte Menge Wein getrunken. (Inzwischen kauft sie meist Wein in Getränkekartons, nicht mehr in Flaschen, so dass sich die Altglaskiste kaum noch füllt.) Ich bin mittlerweile sehr sensibel und bemerke ausnahmslos immer, dass sie Alkohol getrunken hat, auch wenn es nur eine kleine Menge war und eine Fahne noch gar nicht zu riechen ist. Ihre Aussprache ist dann ganz subtil verwaschen, und sie legt eine aggressivere Grundhaltung an den Tag, was mich außerordentlich stört. Es begann dann wieder das alte Ritual: Ich war erbost über ihren maßlosen Konsum und die damit einhergende Wesensänderung. Es brauchte nur einen Dialog von wenigen Sätzen, und wir haben begonnen, uns anzuschreien und zum Teil sogar zu beleidigen (ich war dabei stocknüchtern). An dem Abend hatte ich die Nase so voll, dass ich das Haus verlassen habe und einige Stunden mit dem Auto durch die Gegend gefahren bin.

    Am nächsten Morgen habe ich ihr klipp und klar gesagt, dass ich mir nicht vorstellen kann, auf unbestimmte Zeit eine Ehe zu führen, in der alle paar Tage ein Streit eskaliert. Denn dieses Muster bildet sich immer deutlicher heraus: Solange meine Frau nichts trinkt, ist sie entspannt und sanft, und wir verbringen harmonische Tage zusammen. Sobald sie wieder Alkohol trinkt, führt das in die ewig gleiche Sackgasse - es kommt früher oder später zu einem Streitgespräch; in dessen Verlauf bombardiert sie mich mit Vorwürfen und macht mich für ihren Alkoholkonsum mitverantwortlich (zu wenig Unterstützung im Haushalt, dadurch Stress, dadurch Konsum etc.). Inzwischen glaube ich zwar, dass Stress tatsächlich einer der Auslöser für ihr Trinken sein könnte. Aber ich bin mir sicher, dass es nicht der einzige und auch nicht der wichtigste ist, und dass dieser vermeintliche Kausalzusammenhang für sie in erster Linie ein wunderbares Alibi abgibt.

    An besagtem Morgen hat sie sich wieder einsichtig gezeigt, sich entschuldigt und mir Recht gegeben. Angeblich hat sie sich sogar in einem Selbsthilfeforum im Netz angemeldet. Sie gelobte Besserung und wir haben uns wieder vertragen. Heute Abend - gerade mal zwei Tage nach dem Vorfall - hat sie wieder deutlich nach Alkohol gerochen. Ich habe ihr zu verstehen gegeben, dass mich das enttäuscht, und sie an ihr Versprechen erinnert. Daraufhin hat sie jeglichen Alkoholkonsum vehement abgestritten. Sie habe heute Nachmittag überhaupt keine Zeit gehabt zu trinken. Sie habe sich die ganze Zeit um die Kinder gekümmert. Sie habe mir überhaupt nichts getan und wisse nicht, warum ich mit dieser falschen Unterstellung ankomme. Ich könne ja in der Altglaskiste und im Müll nachsehen - dort werde ich nichts finden. Das habe ich dankend abgelehnt und mich zurückgezogen.

    Ihr Verhalten hat wieder meine Alarmglocken schrillen lassen. Sie hat mich offenkundig angelogen und dabei so erbost getan, als hätte ich versucht, ihr alles Elend der Welt in die Schuhe zu schieben.

    Das musste ich mir jetzt mal von der Seele schreiben. Ich habe gar keine konkreten Fragen an euch, sondern unternehme gerade den Versuch, diese Ereignisse richtig einzuordnen. Jeder Gedanke oder Hinweis dazu ist mir natürlich willkommen.


  • Hallo Speedy,

    Dein Beitrag ist zwar schon einige Wochen her, ich habs aber erst gestern gelesen. Kurz zu mir: ich hab hier schon früher oft mitgelesen, dann wurde das Forum aber irgendwie umstrukturiert und ich habe es aus etwas den Augen verloren. Nachdem ich Deine Geschichte gelesen habe, hab ich mich neu angemeldet. Irgendwie "fasziniert" (entschuldige den Ausdruck, aber er trifft am besten zu) mich das, was Du erzählst, denn bis auf ein paar unwesentliche Details hätte genauso gut ich Deine Geschichte schreiben können.

    Das hört sich interessant an. Ich würde mich gern mit dir austauschen, wenn dir das recht ist. Du kannst mir ja mal eine E-Mail schreiben.


    Bitte akzeptiere auch, dass Deine Frau krank ist. Sie trinkt nicht um Dich zu ärgern, es ist eine ernsthafte, böse Krankheit, die, so leid es mir tut, dies sagen zu müssen, untheraphiert früher oder später das Leben beendet.

    Wahrscheinlich hast du recht. Aber davon bin ich noch weit entfernt. Momentan fasse ich es jedes Mal wieder als eine Art Provokation auf, wenn sie ungezügelt trinkt, obwohl sie mir Tage vorher versprochen hat, damit aufzuhören bzw. es wenigstens zu versuchen. Sie weiß ja, wie sehr ich das hasse. Ich mache vermutlich so ziemlich alles falsch, was man in dem Zusammenhang falsch machen kann.

  • Speedy, DU bist NICHT schuld.

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hi Speedy
    Ich denke, dass es an der Zeit ist, dass du dich diesem Problem stellst - also erst einmal akzeptierst, dass deine Frau ein Alkoholproblem hat.
    Das hat sie sich sicher nicht gewünscht. Und sie will keins haben, sonst würde sie nicht leugnen. Ihr verdeckter und versteckter Konsum, ihre Vorratshaltung - das alles was du da schilderst spricht schon eine recht deutliche Sprache.
    Mach keine Vorwürfe, zähl keine Flaschen, bespitzel sie nicht,
    -aber sag ihr, dass du dir Sorgen machst und dir wünschst, dass sie sich helfen lässt. Um ihrer selbst willen.
    Streiten mit Betrunkenen ist außerdem eine ganz und gar aussichtslose Sache. Das hat keinen Sinn.
    Klar sucht sie in ihrer inneren Not jemanden, der "schuld" ist - aber DU bist das sicher nicht.

  • Hallo, Speedy!

    Ja, das ist das altbekannte Problem mit uns: Wir sind die besten Schauspieler (halten uns zumindest dafür), wenn es darum geht, unseren Alkoholkonsum zu verschleiern, abzustreiten, zu vertuschen :-\ Das kenne ich noch sehr gut ...

    Aber, das gehört leider dazu ...

    Schau doch auch mal auf diese Seite http://www.a-connect.de/hilfea.php, da bekommst Du als Angehöriger eines Betroffenen auch sehr gute Tipps und Infos.

    Und sprich doch mal mit deiner Frau darüber, wenn sie nüchtern ist - vielleicht kannst du sie ja dazu bringen, mal zu einer Suchtberatung zu gehen.

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!


  • Speedy, DU bist NICHT schuld.

    Das weiß ich. Aber ich möchte versuchen, die Angelegenheit nicht durch eigenes ungeschicktes Verhalten noch zu verschlimmern.


    Hi Speedy
    Ich denke, dass es an der Zeit ist, dass du dich diesem Problem stellst - also erst einmal akzeptierst, dass deine Frau ein Alkoholproblem hat.
    Das hat sie sich sicher nicht gewünscht. Und sie will keins haben, sonst würde sie nicht leugnen. Ihr verdeckter und versteckter Konsum, ihre Vorratshaltung - das alles was du da schilderst spricht schon eine recht deutliche Sprache.

    Ja, mittlerweile sehe ich auch ganz klar, dass die Grenze zum Problematischen überschritten ist. Besonders ihr dreistes Lügen hat mich in dem Zusammenhang schockiert.

    Danke für deinen Beitrag und vor allem für den Link. Ich habe die Seite eben schon mal schnell überflogen und werde mich in einer ruhigen Minute näher damit befassen.

    Kurz zum "Sachstand": Wir haben heute morgen (sie war nüchtern) ein recht vernünftiges Gespräch geführt. Die Initiative war von ihr ausgegangen. Sie hat wohl selbst im Internet zum Thema Alkoholismus recherchiert und von sich aus festgestellt, dass sie nahezu alle aufgeführten Kriterien eines Alkoholikers erfüllt. Da war ich etwas baff. Außerdem hat sie ungefragt eingeräumt, dass sie manchmal heimlich trinkt. Sie habe herausgefunden, dass ich immer wütend werde, wenn ich eine Flasche im Kühlschrank entdecke. Deshalb habe sie teilweise den Konsum vor mir verheimlicht. Meine Frau hat geweint und mir gesagt, dass sie das gar nicht so gewollt habe. Sie wolle versuchen, das Problem zu bekämpfen und sei auch guter Dinge, dass ihr das gelingt. Schließlich habe sie auch das Rauchen erfolgreich eingestellt (seit über fünf Jahren keine Zigarette mehr). Sie wolle etwas ändern, um unsere Familie nicht zu gefährden und um sich die Gesundheit nicht zu ruinieren.

    Ich habe sie dafür gelobt und ihr meine Unterstützung zugesichert. Auch habe ich ihr empfohlen, Kontakt zu einer Suchtberatung oder einer Selbsthilfegruppe aufzunehmen. Und vor allem habe ich ihr die Erkenntnis mitgeteilt, dass nur sie allein das Problem lösen kann (das habe ich hier im Forum gelernt :D).

    Ich hoffe, ihre Eingebung verfliegt nicht wieder sofort, und sie lässt ihrer Ankündigung auch wirklich Konsequenzen folgen ...


  • Ich habe sie dafür gelobt und ihr meine Unterstützung zugesichert. Auch habe ich ihr empfohlen, Kontakt zu einer Suchtberatung oder einer Selbsthilfegruppe aufzunehmen. Und vor allem habe ich ihr die Erkenntnis mitgeteilt, dass nur sie allein das Problem lösen kann (das habe ich hier im Forum gelernt :D).

    44. Wow, super!
    Denn:

    „Sich von der Sucht lösen kann nur der Süchtige alleine –doch alleine schafft er es nicht!“

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Hi Speedy,

    wir können uns gerne mal austauschen, am besten per PM. Ich brauch dazu aber mal ein wenig mehr Zeit und auch die Muße, darüber zu schreiben. Ich mach das aber gerne, weil letztendlich hilft es mir ebenfalls, mich mit anderen auszutauschen. Gib mir mal ein paar Tage Zeit.

    Zu den jüngsten Ereignissen möchte ich noch folgendes bemerken. Ich möchte Dir keinesfalls die Hoffnung rauben aber Du musst schon ein sehr gutes Feingefühl entwickeln, ich wie weit Deine Frau das was sie Dir momentan sagt und verspricht, auch wirklich umsetzen will. Ich kenne das nur zu gut aus eigener Erfahrung, dass Betroffene irgendwann genau wissen, was die Angehörigen gerne hören wollen. Mit reuemütigem Verhalten, wohl gewählten Worten und Einsatz von Tränen sowie auch dem bereitwilligem Gang zur Suchtberatung wird dann glaubhaft gemacht, dass sie etwas ändern wollen. In Wirklichkeit sind sie jedoch noch "Lichtjahre" davon entfernt. Bei meiner Frau hat dieser Prozess, überhaupt etwas änder zu wollen, gut ein Jahrzehnt gedauert und wir kämpfen immer noch mit vereinzelten Rückfällen, obwohl sie ganz genau weiß, um was es geht. Es würde mich wirklich wundern, wenn Deine Frau diese Einsicht bereits nach "wenigen Tagen" erlangt hat. Wie hat hier ein anderes Mitglied so treffend über "Die besten Schauspieler" geschrieben?

    Lass den Kopf nicht hängen und verzweifle nicht aber der Ausstieg aus der Sucht ist leider nicht so einfach, wie man sich das wünschen würde. Ich melde mich bei Gelegenheit.

    Lieber nüchtern und lustig, als besoffen und dooooof...